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UKRAINE News: „Flucht aus der Ukraine“ – Neue Broschüre des Kompetenznetzwerks Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft erschienen

Das Kompetenznetzwerk für das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft (KN) hat eine Broschüre mit dem Titel „Flucht aus der Ukraine – Herausforderungen und Chancen für die Migrationsgesellschaft“ veröffentlicht, die vor allem Textbeiträge, Analysen und Interviews enthält.

In der Publikation befassen sich die sechs Träger des KN unter anderem mit den Fragen, warum die Politik gerade in Folge dieses „speziellen“ Krieges aktiv geworden ist und welche Herausforderungen Ehrenamtler und die Zivilgesellschaft zu bewältigen haben (Mitteilung).

Zu den sechs KN-Trägern gehört DaMOst e.V., der Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland. Nane Khachatryan und Yaroslav Emilianov von DaMOst haben für die Broschüre Akteure aus Vereinen in Ostdeutschland nach ihren Erfahrungen in der Ukraine-Hilfe befragt. Deutlich wurde dabei unter anderem, dass Ehrenamtliche sehr viel für Geflüchtete leisten, sie aber gewissermaßen „ausbrennen“, wenn sie dauerhaft staatliche Strukturen ersetzen.

Die 48 Seiten umfassende Publikation wirft auch weitere kritische Fragen im Zusammenhang mit der Ukraine-Hilfe auf, so etwa, ob alle Flüchtlinge – also aus unterschiedlichen Herkunftsländern – gleichermaßen willkommen sind.

Dazu heißt es zum Beispiel, dass Aufnahmepolitik, die nur einer Gruppe gewährt wird, während andere an den Außengrenzen zurückbleiben, kein demokratisches Potential entfaltet. Stattdessen werde sie zu einem gewaltvollen Instrument der Spaltung. Im Gegensatz zu Flüchtlingen aus anderen EU-Drittstaaten erhielten diejenigen aus der Ukraine unter anderem automatisch einen Aufenthaltsstatus, ohne ein Asylverfahren durchlaufen zu müssen. 

Gefördert wurde die Ukraine-Broschüre (hier die Online-Version) vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Das KN ist nach eigener Darstellung ein Zusammenschluss von Trägern, die das Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft in Vielfalt mitgestalten. 

Kontakt: Kompetenznetzwerk für das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft, c/o Türkische Gemeinde in Deutschland, Obentrautstraße 72, 10963 Berlin, Telefon: +49 30 896838116, E-Mail: info@tgd.de

27. Januar 2023

UKRAINE News: Fast 30.000 Kriegsflüchtlinge aus dem Land in Sachsen-Anhalt offiziell aufgenommen

Bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine ist in Sachsen-Anhalt die Marke von 30.000 Menschen fast erreicht worden. So wurden den Kommunen zufolge bisher 29.457 dieser Flüchtlinge direkt in den Landkreisen und kreisfreien Städten aufgenommen, darunter sind mindestens 2.708 Mädchen und Jungen im Kindergarten- und 6.933 Kinder im schulpflichtigen Alter (Stand: 26. Januar 2023, 15 Uhr) – siehe Aktuelle Informationen des Ministeriums für Inneres und Sport Sachsen-Anhalts.

In der Zwischenunterkunft des Landes hält sich den Angaben zufolge derzeit kein Kriegsflüchtling auf (Stand: 27. Januar 2023, 8 Uhr). Als einzige Zwischenunterbringung in Sachsen-Anhalt dient das Hotel Ambiente in Halberstadt (Landkreis Harz).

Die Zahl der aufgenommenen Ukraine-Flüchtlinge unterliege ständigen Veränderungen durch Ein- und Ausreisen, erläuterte das Innenministerium. Nach wie vor träfen kontinuierlich Flüchtlinge aus der Ukaine in Sachsen-Anhalt ein, um hier Schutz zu suchen. Zugleich würden aber Kriegsflüchtlinge in die Ukraine zurück- oder in andere Staaten weiterreisen.

Die Landkreise und kreisfreien Städte nähmen in Abständen Prüfungen und Bereinigungen des Personenbestandes vor, um Kriegsflüchtlinge aus der Statistik zu streichen, die sich nicht mehr in Sachsen-Anhalt aufhalten, erklärte das Ministerium.

Zum Vergleich: Bei den Aufnahmezahlen in Sachsen-Anhalt ist der Wert vom Höhepunkt der damaligen Fluchtbewegungen im Jahr 2015 mit seinerzeit 34.340 Personen in Sachsen-Anhalt bald erreicht. Dabei handelte es sich jedoch um offiziell registrierte Asylbewerber. Aktuell brauchen Flüchtlinge aus der Ukraine dagegen keinen Asylantrag zur Sicherung eines Aufenthaltsrechts oder zur Inanspruchnahme sozialer Leistungen zu stellen. Für sie gilt eine Ausnahmeregelung.

Kontakt: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Halberstädter Straße 2/am „Platz des 17.Juni“, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 567 5514, E-Mail: pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

27. Januar 2023

UKRAINE News: Stiftung Bürger für Bürger veröffentlicht Broschüre „Engagiert in der Ukrainehilfe“ – Umfrage mündete in Handlungsempfehlungen

Die Stiftung Bürger für Bürger mit Sitz in Halle an der Saale hat eine Broschüre zum bürgerschaftlichen Engagement in der Ukrainehilfe veröffentlicht. Darin sind Erfahrungen der vergangenen Monate sowie Herausforderungen und Perspektiven zusammengefasst. Ferner geben Porträts von 15 ausgewählten Initiativen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einen Einblick in die Praxis und die Vielfalt dieses Engagementbereichs (Pressemitteilung). Druckexemplare können bei der Stiftung bestellt werden (siehe „Kontakt“).

Aus einer Online-Umfrage, verschiedenen Veranstaltungen und Interviews wurden Handlungsempfehlungen an Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft abgeleitet, um das Engagement für Geflüchtete weiter zu stärken. Diese Hinweise wurden in einem Policy Paper (deutsch etwa: Strategie- oder Positionspapier) gebündelt. 

Empfohlen wird zum Beispiel, Schnittstellen in der Kommunalverwaltung und Transparenz bei Zuständigkeiten zu schaffen, niedrigschwellige Austauschformate zwischen Behörden und der Zivilgesellschaft anzubieten, zivilgesellschaftliche Netzwerkstellen in der Flüchtlingshilfe kontinuierlich zu finanzieren, das Engagement von Migrantenselbstorganisationen zu stärken sowie freie Räume etwa in Bibliotheken und öffentlichen Gebäuden für Engagement-Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.

Die Broschüre entstand im Rahmen des Ende 2022 ausgelaufenen Projekts „Ukrainehilfe vernetzen – Austausch und Kooperation fördern“. Träger des Vorhabens war die Stiftung in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt, der Ehrenamtsagentur Sachsen, der Thüringer Ehrenamtsstiftung sowie dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst).

Kontakt für Rückfragen und Bestellungen: Stiftung Bürger für Bürger, Projektkoordinatorin Sophie Leins, Bernburger Straße 4, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345 68898202, E-Mail: s.leins@buerger-fuer-buerger.de, info@buerger-fuer-buerger.de

20. Januar 2023

UKRAINE News: Mehrsprachige Broschüre der Koordinierungsstellen klärt über Umzugsfragen und Rückkehr in die Heimat auf

 

Die Koordinierungsstellen Engagement Ukraine Sachsen-Anhalt Nord und Süd haben für Flüchtlinge aus dem Land eine mehrsprachige Broschüre zum Umzug und zur Rückkehr in die Heimat entwickelt. 

Sie ist innerhalb einer Datei bzw. Ausgabe verfügbar in Deutsch („Verreisen, Umzug innerhalb Deutschlands oder der EU und Rückkehr in die Ukraine – ...alles, was (nicht nur) Schutzsuchende wissen sollten“), Ukrainisch („Короткостроковий виїзд, переїзд у межах Німеччини чи ЄС та повернення в Україну ...все, що повинні знати шукачі притулку [та не тільки]“) sowie Russisch.

Auf rund 40 Seiten werden unter anderem die Abmeldung beim Jobcenter, die Kündigung einer Mietwohnung, eines Stromvertrages, eines Telefonanschlusses oder einer Krankenversicherung sowie die Ausstellung von Vollmachten oder der Umgang mit der Schulpflicht von Kindern bei Reisen erläutert.

Ergänzend dazu befinden sich Erläuterungen auf der Internetseite der Koordinierungsstelle Nord:

-    https://ukraine.agsa.de/kurzfristig-in-die-ukraine/
-    https://ukraine.agsa.de/rueckkehr-in-die-ukraine/
-    https://ukraine.agsa.de/umzug-innerhalb-deutschlands/

19. Dezember 2022

UKRAINE News: Laut Umfrage wollen 26 Prozent der ukrainischen Flüchtlinge für immer in Deutschland bleiben

Rund jeder vierte ukrainische Flüchtling will einer Studie zufolge für immer in Deutschland bleiben. So gaben in einer Umfrage unter geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern 26 Prozent an, dauerhaft in der Bundesrepublik leben zu wollen, erklärte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in einer Pressemitteilung. Weitere 13 Prozent von ihnen hätten angegeben, dass sie zumindest mehrere Jahre in Deutschland bleiben wollen.

Seit dem 24. Februar 2022 seien nach Deutschland mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine geflohen, hieß es weiter. Viele von ihnen würden inzwischen aktiv am Leben in Deutschland teilnehmen. Rund 17 Prozent seien hier erwerbstätig, die Hälfte besuche einen Sprachkurs. Weitere 60 Prozent würden in einer eigenen Wohnung leben. 80 Prozent der erwachsenen Geflüchteten sind Frauen, von denen 48 Prozent mit minderjährigen Kindern in einem Haushalt leben.

Die Ergebnisse liefert die erste repräsentative Studie über die Lebenssituation von nach Deutschland geflohenen Ukrainerinnen und Ukrainern. Beteiligt waren neben dem BiB weitere Einrichtungen des Bundes sowie Institute. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine Längsschnittbefragung von ukrainischen Geflüchteten. An ihr nahmen in der ersten Welle 11.225 ukrainische Staatsangehörige im Alter von 18 bis 70 Jahren teil, die vom 24. Februar bis zum 8. Juni nach Deutschland zugezogen sind und bei den Einwohnermeldeämtern registriert waren. Die Befragung wurde vom Befragungsinstitut infas zwischen August und Oktober vorgenommen.

Ein weiteres Resultat ist, dass überdurchschnittlich viele der Geflüchteten ein hohes Bildungsniveau aufweisen. So liegt das durchschnittliche Bildungsniveau der in Deutschland lebenden erwachsenen Geflüchteten deutlich höher als das der Bevölkerung in der Ukraine – 72 Prozent verfügen über Hochschulabschlüsse oder vergleichbare Abschlüsse (in der Ukraine insgesamt 50 Prozent).
Nur wenige der Geflüchteten verfügen indes bereits über gute deutsche Sprachkenntnisse. Acht von zehn Geflüchteten gaben an, dass sie keine oder eher schlechte Deutschkenntnisse besitzen.

Kontakt: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Friedrich-Ebert-Allee 4, 65185 Wiesbaden, Telefon: +49 611 75 2235, E-Mail: service@bib.bund.de

19. Dezember 2022

UKRAINE News: Ideenreiche Projekte und Initiativen – Veranstaltung „Praxis trifft Wissenschaft: Ein Jahr Koordinierungsstellen Engagement Ukraine Sachsen-Anhalt“

Bei dem Hybrid-Treffen mit mehr als 50 Teilnehmenden im einewelt haus einschließlich der Gäste, die sich online zugeschaltet hatten, ging es vor allem um eine Rückschau der Unterstützung 2022, einen akademischen Blickwinkel und Handlungsempfehlungen. Eingeladen hatten die beiden im Frühjahr 2022 gebildeten Koordinierungsstellen Engagement Ukraine Sachsen-Anhalt Nord und Süd.
Träger sind die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) für den Norden des Landes und das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) für den südlichen Bereich.

Zunächst richteten AGSA-Geschäftsführer Krzysztof Blau und online der Geschäftsführer von LAMSA, Mamad Mohamad, Grußworte an die Teilnehmer.

In einer Bilanz berichtete der Projektleiter der Koordinierungsstelle Nord, Aleš Janoušek, über die vielfältigen Aktivitäten in den vergangenen neun Monaten. Im Kern besteht die Unterstützung aus der Informationsvermittlung per Telefon-Hotlines, E-Mail und Messenger. Zudem wurde eine Internetseite eingerichtet.

Bei der Veranstaltung präsentierten anschließend zwei Projektgruppen von Studierenden im Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz (Projektleiterin: Prof. Dr. Katja Michalak) Ergebnisse unter anderem aus Interviews mit Engagement-Beratungsstellen sowie Bedarfsanalysen und Handlungsempfehlungen. Dabei ging es etwa darum, den Fokus auch auf den ländlichen Raum zu legen, aktuelle Bedarfe von Engagement-Beratungsstellen regelmäßig zu ermitteln und mehr Begegnungsmöglichkeiten und Netzwerktreffen einzurichten. Die zweite Gruppe hatte sich mit einem Leitfaden zur Erstellung eines mehrsprachigen „Wegweisers“ befasst.

Zudem erläuterte Olaf Ebert, Geschäftsführer der Stiftung Bürger für Bürger mit Sitz in Halle an der Saale, das Unterstützungsprojekt „Ukrainehilfe vernetzen – Austausch und Kooperation fördern“, das die Stiftung bis Ende 2022 umsetzt. Im Ergebnis einer Umfrage im Rahmen des länderübergreifenden Projekts standen Handlungsempfehlungen und manch kritische Frage wie etwa zu bürokratischen Hemmnissen. Die Stiftung plant auch die Herausgabe einer Broschüre unter anderem mit besonders gelungenen Praxisbeispielen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Informations- und Vernetzungsveranstaltung wurde mit einer lebhaften Diskussion, die von Prof. Dr. Katja Michalak moderiert wurde, abgeschlossen.

- Koordinierungsstelle Engagement Ukraine (Sachsen-Anhalt Nord)
Koordinierungsstelle Engagement Ukraine (Sachsen-Anhalt Süd)

16. Dezember 2022

UKRAINE News: Ukraine-Verordnung bis weit in das Jahr 2023 verlängert und im Bundesanzeiger veröffentlicht

Die Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung ist kurz vor ihrem Auslaufen am 30. November ein weiteres Mal um mehrere Monate verlängert und die Neufassung im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Dabei geht es im Kern darum, dass der umfasste Personenkreis zeitweise ab Eintritt in das Bundesgebiet vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit wird.

Diese Ausnahme gilt nach derzeitigem Stand für erstmalige Einreisen bis zum 31. Mai 2023 für einen Zeitraum von 90 Tagen und ermöglicht damit längstens einen Aufenthalt ohne Aufenthaltstitel bis zum 29. August 2023 (siehe dazu „Fragen und Antworten“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge/Stand: 1. Dezember 2022).

Kontakt: Die Bürgerkommunikation des BMI stellte zahlreiche Informationen online zur Verfügung, außerdem für allgemeine Anfragen erreichbar unter Telefon +49 228 996810 und +49 30 186820.

- die aktuelle Fassung der Verordnung im Bundesanzeiger

13. Dezember 2022

UKRAINE News: Bundesverband bietet umfassenden Überblick über Hilfsprojekte von deutschen Stiftungen – regelmäßige Aktualisierung

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat auf dieser Sonderseite Hilfsangebote von Stiftungen für Geflüchtete aus der Ukraine (Пропозиції допомоги від фондів для біженців з України) zusammengefasst.

In ganz Deutschland sei die Solidarität mit der Bevölkerung in der Ukraine sehr groß, heißt es dort einleitend. Die Auflistung der dem Bundesverband bekannten Maßnahmen werde regelmäßig aktualisiert.

Auf der Ukraine-Seite des Verbandes kann zunächst ein bestimmtes Themengebiet anhand der Rubriken (Aus-)Bildung, Evakuierung/Unterbringung/Versorgung, Gesundheit, Kinder-/Jugendhilfe, Vernetzung/Informationsaustausch und Sonstige Hilfen ausgewählt werden. In jeder Rubrik wurde auch eine Suchfunktion eingerichtet.

Die Listen beinhalten insgesamt rund 110 Einträge. Im Bereich (Aus-)Bildung etwa sind 23 Stiftungen mit Hilfsprojekten verzeichnet, darunter die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland, die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Klassik Stiftung Weimar und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.


Stiftungen können an dieser Stelle auch ihre speziellen Angebote veröffentlichen lassen („Vernetzung hilft helfen! Ihr Engagement für Geflüchtete in der Ukraine“).
Laut Bundesverband bestehen in Deutschland aktuell 24.650 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, davon lediglich 330 in Sachsen-Anhalt. Die sogenannte Stiftungsdichte (rechnerisch 15,1 Stiftungen je 100.000 Einwohner) ist hier nur etwa halb so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt.

Kontakt: Bundesverband Deutscher Stiftungen im Haus Deutscher Stiftungen, Mauerstraße 93, 10117 Berlin, Telefon: +49 30 897947-0

24. November 2022

UKRAINE News: Rund drei Millionen Euro zur Unterstützung ukrainischer Studenten in Sachsen-Anhalt – Wissenschaftsminister besucht Hochschule Anhalt

Für die Unterstützung der eingeschriebenen und angehenden Studierenden, Doktoranden und Gastwissenschaftler sowie die Erweiterung der Kapazitäten des Studienkollegs stellt das Wissenschaftsministerium des Landes den Hochschulen in Sachsen-Anhalt insgesamt drei Millionen Euro für die Jahre 2022 und 2023 zur Verfügung.

Damit würden unter anderem Stipendien für Studierende und Doktoranden sowie Zeitverträge für Gastwissenschaftler finanziert, berichtete unter anderem das Online-Magazin H@llAnzeiger.

Über den Einsatz der Mittel informierte sich Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann den Angaben zufolge am 21. November an der Hochschule Anhalt. Dort seien aktuell 84 ukrainische Studierende eingeschrieben, davon knapp 40 Geflüchtete. Weitere 105 würden sich am Studienkolleg in Köthen auf ein Studium vorbereiten. Für die Unterstützung vor Ort erhielt die Hochschule Anhalt laut Bericht rund 1,24 Millionen Euro. Bei seinem Besuch sprach Willingmann unter anderem mit ukrainischen Studierenden und Lehrenden. 

Eine Besonderheit an der Hochschule Anhalt sei das so genannte „Bridging Semester“ (Überbrückungssemester). Es biete studierwilligen Geflüchteten aus der Ukraine neben dem Erlernen der deutschen Sprache und Stärkung von Englischkenntnissen auch die Möglichkeit, bereits vor Studienbeginn einzelne Fachmodule aus dem Studienangebot zu belegen. Die Hochschule Anhalt verfügt über Standorte in Köthen, Bernburg und Dessau-Roßlau.

Seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 hätten 181 Geflüchtete aus dem Land ein Vollzeitstudium an Sachsen-Anhalts Hochschulen aufgenommen. Zudem würden derzeit 222 aus der Ukraine geflohene Menschen am Studienkolleg des Landes an den Standorten Köthen und Halle auf ein Studium vorbereitet. Auch im Bereich der Hochschullehre gebe es Verstärkung: Zurzeit seien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zwei geflüchtete Gastwissenschaftlerinnen sowie an der Hochschule Anhalt drei Gast- und zwei Nachwuchswissenschaftler tätig.

Kontakt: Hochschule Anhalt, Verwaltung, Bernburger Straße 55, 06366 Köthen; Post: Hochschule Anhalt, Postfach 1458, 06354 Köthen, E-Mail: info@hs-anhalt.de

23. November 2022

UKRAINE News: Projekt „Language Angels“ bringt geflüchtete Schüler mit Gleichaltrigen in Deutschland zusammen

Für das Projekt „Language Angels“ (deutsch: Sprach-Engel) werden Jugendliche in ganz Deutschland gesucht, die sich für geflüchtete Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine einsetzen möchten oder dabei bereits aktiv sind. Das Engagement könne sich auf die Unterstützung bei Schulaufgaben, im Alltagsleben oder andere Bereiche beziehen, wie die Zeitbild Verlag und Agentur für Kommunikation GmbH erklärte.

Jugendliche, die sich als Language Angels anmelden, bekämen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen (siehe Projektbeschreibung). Außerdem würden sie zu einer Online-Informationsveranstaltung zu Themen, die ihnen am Herzen liegen und die vorab gesammelt werden, eingeladen. Die Teilnehmer erhalten den Angaben zufolge eine schriftliche Bestätigung ihres Engagements.

Ferner sollen die ersten 50 Language Angels, die später einen kurzen Bericht (auch mit Foto oder Video) über ihre Tätigkeit einreichen, mit einer Ehrenamtspauschale in Höhe von 50 Euro geehrt werden. – Das Projekt „Language Angels“ wird von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.

Anmeldungen sind erbeten per E-Mail an die Adresse elmira.palmirotta@zeitbild.de. In dieser sollten der Name, die Adresse der Schule und das Alter des oder der Jugendlichen aufgeführt sein. Rückfragen können ebenfalls an die E-Mail-Adresse gerichtet werden.

Zeitbild ist nach eigener Darstellung seit 1959 mit seinem Netzwerk an Schulen, Arztpraxen und Kindertagesstätten führend in der Bildungskommunikation. Dabei würden sämtliche Medienformate eingesetzt, heißt es auf der Internetseite von Zeitbild. Von der GmbH wurde Ende 2006 auch eine Zeitbild Stiftung gegründet.

Kontakt: Zeitbild–Büro Berlin, Wattstraße 11, 3355 Berlin, Telefon: +49 30 3200190, E-Mail: info@zeitbild.de

2. November 2022

UKRAINE News: Banknoten-Umtauschprogramm ist Ende Oktober 2022 ausgelaufen

Das zunächst sogar bis 18. November verlängerte Geld-Umtauschprogramm für ukrainische Flüchtlinge in Deutschland ist gestoppt worden. Mit der Nationalbank der Ukraine haben sich das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Bundesbank darauf verständigt, das Angebot des Umtauschs von Griwna (Hryvnia) in Euro nunmehr zum 30. Oktober 2022 auslaufen zu lassen.

Die Anfangs rege Nachfrage habe mittlerweile stark nachgelassen, wie in einer Pressemitteilung erläutert wurde. Zuletzt hätten nur noch sehr wenige Transaktionen stattgefunden. 

Die deutsche Kreditwirtschaft konnte mit ihren an dem Programm teilnehmenden Banken und Sparkassen – in Abhängigkeit von den jeweiligen Schalteröffnungszeiten – nur noch bis spätestens zum 30. Oktober Griwna annehmen und umtauschen. Der letzte Bankarbeitstag zum Umtausch war somit im Regelfall der 28. Oktober. Das Programm sollte einen Beitrag zur Unterstützung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine leisten.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine konnten seit dem 24. Mai in Deutschland Geldscheine ihres Heimatlandes in Euro umtauschen. Das Angebot war für die Dauer von zunächst drei Monaten eingerichtet und Mitte August bis zum 18. November verlängert worden. 

Es konnte  ein Betrag von insgesamt bis zu 10.000 Griwna bei den teilnehmenden deutschen Banken und Sparkassen in Euro gebührenfrei gewechselt werden. Der Umtausch erfolgte zu dem Wechselkurs, der auf einer speziellen Internetseite der Bundesbank verzeichnet ist. Beim Kurs für die Woche vom 17. bis 23. Oktober stand laut Bundesbank 1 Euro ein Betrag von 39,22 Griwna gegenüber.

Nach Angaben des Nachrichten- und Branchenportals „FinanzBusiness“ wurden Griwna im Gegenwert von rund 4,3 Millionen Euro gewechselt.

Kontakt: Bundesministerium der Finanzen – Dienstsitz Berlin, Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin (Postanschrift: 11016 Berlin), Telefon: +49 3018 6820, E-Mail: Poststelle@bmf.bund.de

1. November 2022

Aktuell (актуальна інформація / актуальная информация)

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen zur Ukraine-Krise auf Bundes- und Landesebene.
Die Beiträge werden täglich aktualisiert und sind danach in den Themenrubriken auf dieser Seite abrufbar.

Nachrichtenzeitraum: 01.11.22  27.01.23

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Sozialgesetzbuch / Grundsicherung (базові виплати згідно з Соціальним кодексом - SGB II / базовые выплаты согласно Социальному кодексу - SGB II)

Informationen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Sachsen-Anhalt: Checkliste für den Übergang in das SGB II (Stand/Статус: 23.05.2022);
Інформація для біженців з України в Саксонії-Ангальт: контрольний список для переходу на SGB II;
Информация для беженцев из Украины в Саксонии-Анхальт: Контрольный список для перехода на SGB II.

Geflüchtete aus der Ukraine haben seit dem 01. Juni 2022 einen Anspruch auf Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II-Leistungen). Das örtliche Jobcenter unterstützt Sie dabei, den Lebensunterhalt zu sichern und eine Arbeit aufzunehmen. Die Leistungen des SGB II orientieren sich am Einzelfall. Geflüchtete aus der Ukraine, die zuvor Asylbewerberleistungen bezogen haben, müssen keinen erneuten Antrag stellen. Dies geschieht automatisch. Die Jobcenter werden aber weitere Angaben benötigen.

 

Anspruchsberechtigt sind Geflüchtete aus der Ukraine, die bereits vor dem 01. Juni 2022 im Besitz einer Fiktionsbescheinigung sind bzw. bereits den Aufenthaltstitel gemäß § 24 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz erhalten haben. Diese Dokumente werden von der zuständigen Ausländerbehörde ausgestellt. Sollte die Fiktionsbescheinigung nach dem 01. Juni 2022 ausgestellt werden, ist das Jobcenter in der Regel erst ab dem Folgemonat der Ausstellung für die Sicherung des Lebensunterhaltes zuständig. Bitte stellen Sie einen gesonderten Antrag beim Jobcenter.

Die Asylbewerberleistungsbehörden unterstützen Geflüchtete aus der Ukraine so lange weiter, bis das Jobcenter die Zahlung aufnimmt. Es drohen somit keine Versorgungslücken. Haben Sie bisher keine Asylbewerberleistungen erhalten, so ist ein gesonderter Antrag beim zuständigen Jobcenter erforderlich, um dort Leistungen zu beziehen. Dieser kann auch formlos gestellt werden. 

In den oben genannten Dokumenten erfahren Sie mehr über:

  • Krankenkassenwahl / Rentenversicherungsnummer
  • Steuerliche Identifikationsnummer
  • Bankkonto
  • Kindergeld
  • Ukrainische Altersrente

Zum Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) haben der LAMSA e.V. und das Sozialministerium Sachsen-Anhalts ein zweisprachiges Merkblatt herausgegeben (Освіта та суспільне життя – стають для Вас та дітей ближчими) - Stand: 29.09.2022.

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Ansprechpersonen und Beratungsstellen (контактні особи та консультації / контактные лица и консультации)

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Engagement für Geflüchtete (для тих, хто бажає допомогти біженцям / для тех, кто желает помочь беженцам)

Sie wollen sich für Geflüchtete engagieren? 

  • Eine Liste mit Ansprechpartnern für das Thema Ehrenamt in den Kommunen bietet diese Tabelle (PDF).

Weitere Informationen: 

Spenden:

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Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Sozialamt (соціальна служба та виплати / социальная служба и выплаты)

Eine Registrierung bzw. Anmeldung ist unter anderem Voraussetzung für eine Unterstützung nach dem Sozialgesetzbuch II bzw. XII (Grundsicherung), dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie eine mögliche Kindergeldzahlung, aber auch für die Vermittlung anderer Hilfen oder einer Unterkunft.

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Deutsch lernen (вивчення німецької / изучение немецкого)

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Gesundheit und Corona (медична допомога та коронавірусна інфекція / медицинская помощь и коронавирусная инфекция)

Hinweise zu Hilfestellungen bieten:

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Arbeit (пошук роботи та працевлаштування / поиск работы и трудоустройство)

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Kindertagesstätte und Schule (дитячий садочок та навчання в школі / детский сад и учеба в школе)

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Wohnen (проживання / проживание)

Zum Themenfeld Unterkünfte bei Privatpersonen und Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine gibt es Hinweise unter anderem auf Unterseiten des bundesweiten Hilfe-Portals "germany4ukraine.de" in Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch: UnterkunftЖитло, Жилье, Where to stay.

Dort werden nach Registrierung Kontakte zwischen Interessierten und Anbietern vermittelt (Online-Formular zum Ausfüllen in vier Sprachen im Menü oben rechts wählbar).

In einigen Kommunen liegen zudem eigene Handreichungen vor, so zum Beispiel in der Landeshauptstadt Magdeburg (Informationsblatt "In eine eigene Wohnung ziehen", dreisprachig innerhalb einer Datei).

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Ausbildung und Studium (навчання в коледжі й університеті / учеба в колледже и университете)

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Gewaltschutz (захист від насильства / защита от насилия)

Zum Schutz von besonders von Gewalt und Kriminalität gefährdete Gruppen wie Frauen und Kinder haben Sachsen-Anhalt und bundesweite Projekte mehrsprachige Informationen verfügbar gemacht. 

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Hilfreiche Links / FAQ (корисні посилання та поширені питання / полезные ссылки и часто задаваемые вопросы)

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