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AKTUELLE MELDUNGEN UND ARTIKEL

UKRAINE News: Bundesverband bietet umfassenden Überblick über Hilfsprojekte von deutschen Stiftungen – regelmäßige Aktualisierung

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat auf dieser Sonderseite Hilfsangebote von Stiftungen für Geflüchtete aus der Ukraine (Пропозиції допомоги від фондів для біженців з України) zusammengefasst.

In ganz Deutschland sei die Solidarität mit der Bevölkerung in der Ukraine sehr groß, heißt es dort einleitend. Die Auflistung der dem Bundesverband bekannten Maßnahmen werde regelmäßig aktualisiert.

Auf der Ukraine-Seite des Verbandes kann zunächst ein bestimmtes Themengebiet anhand der Rubriken (Aus-)Bildung, Evakuierung/Unterbringung/Versorgung, Gesundheit, Kinder-/Jugendhilfe, Vernetzung/Informationsaustausch und Sonstige Hilfen ausgewählt werden. In jeder Rubrik wurde auch eine Suchfunktion eingerichtet.

Die Listen beinhalten insgesamt rund 110 Einträge. Im Bereich (Aus-)Bildung etwa sind 23 Stiftungen mit Hilfsprojekten verzeichnet, darunter die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland, die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Klassik Stiftung Weimar und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.


Stiftungen können an dieser Stelle auch ihre speziellen Angebote veröffentlichen lassen („Vernetzung hilft helfen! Ihr Engagement für Geflüchtete in der Ukraine“).
Laut Bundesverband bestehen in Deutschland aktuell 24.650 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, davon lediglich 330 in Sachsen-Anhalt. Die sogenannte Stiftungsdichte (rechnerisch 15,1 Stiftungen je 100.000 Einwohner) ist hier nur etwa halb so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt.

Kontakt: Bundesverband Deutscher Stiftungen im Haus Deutscher Stiftungen, Mauerstraße 93, 10117 Berlin, Telefon: +49 30 897947-0

24. November 2022

UKRAINE News: Rund drei Millionen Euro zur Unterstützung ukrainischer Studenten in Sachsen-Anhalt – Wissenschaftsminister besucht Hochschule Anhalt

Für die Unterstützung der eingeschriebenen und angehenden Studierenden, Doktoranden und Gastwissenschaftler sowie die Erweiterung der Kapazitäten des Studienkollegs stellt das Wissenschaftsministerium des Landes den Hochschulen in Sachsen-Anhalt insgesamt drei Millionen Euro für die Jahre 2022 und 2023 zur Verfügung.

Damit würden unter anderem Stipendien für Studierende und Doktoranden sowie Zeitverträge für Gastwissenschaftler finanziert, berichtete unter anderem das Online-Magazin H@llAnzeiger.

Über den Einsatz der Mittel informierte sich Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann den Angaben zufolge am 21. November an der Hochschule Anhalt. Dort seien aktuell 84 ukrainische Studierende eingeschrieben, davon knapp 40 Geflüchtete. Weitere 105 würden sich am Studienkolleg in Köthen auf ein Studium vorbereiten. Für die Unterstützung vor Ort erhielt die Hochschule Anhalt laut Bericht rund 1,24 Millionen Euro. Bei seinem Besuch sprach Willingmann unter anderem mit ukrainischen Studierenden und Lehrenden. 

Eine Besonderheit an der Hochschule Anhalt sei das so genannte „Bridging Semester“ (Überbrückungssemester). Es biete studierwilligen Geflüchteten aus der Ukraine neben dem Erlernen der deutschen Sprache und Stärkung von Englischkenntnissen auch die Möglichkeit, bereits vor Studienbeginn einzelne Fachmodule aus dem Studienangebot zu belegen. Die Hochschule Anhalt verfügt über Standorte in Köthen, Bernburg und Dessau-Roßlau.

Seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 hätten 181 Geflüchtete aus dem Land ein Vollzeitstudium an Sachsen-Anhalts Hochschulen aufgenommen. Zudem würden derzeit 222 aus der Ukraine geflohene Menschen am Studienkolleg des Landes an den Standorten Köthen und Halle auf ein Studium vorbereitet. Auch im Bereich der Hochschullehre gebe es Verstärkung: Zurzeit seien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zwei geflüchtete Gastwissenschaftlerinnen sowie an der Hochschule Anhalt drei Gast- und zwei Nachwuchswissenschaftler tätig.

Kontakt: Hochschule Anhalt, Verwaltung, Bernburger Straße 55, 06366 Köthen; Post: Hochschule Anhalt, Postfach 1458, 06354 Köthen, E-Mail: info@hs-anhalt.de

23. November 2022

UKRAINE News: Fast 29.000 Kriegsflüchtlinge aus dem Land in Sachsen-Anhalt offiziell aufgenommen

Bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine ist in Sachsen-Anhalt mittlerweile die Marke von 29.000 Menschen fast erreicht worden. So wurden den Kommunen zufolge bisher 28.798 dieser Flüchtlinge direkt in den Landkreisen und kreisfreien Städten aufgenommen, darunter sind mindestens 2.790 Mädchen und Jungen im Kindergarten- und 6.924 Kinder im schulpflichtigen Alter (Stand: 14. November, 15 Uhr) – siehe Aktuelle Informationen des Ministeriums für Inneres und Sport Sachsen-Anhalts.

In der Zwischenunterkunft des Landes hält sich den Angaben zufolge derzeit kein Kriegsflüchtling auf (Stand: 15. November, 8 Uhr). Als einzige Zwischenunterbringung in Sachsen-Anhalt dient das Hotel Ambiente in Halberstadt (Landkreis Harz).

Die Zahl der aufgenommenen Ukraine-Flüchtlinge unterliege ständigen Veränderungen durch Ein- und Ausreisen, erläuterte das Innenministerium. Die Zugangszahlen hätten sich in den vergangenen Wochen landesweit zwischen rund 50 bis 100 Menschen pro Tag bewegt. Zugleich würden aber Kriegsflüchtlinge  in die Ukraine zurück- oder in andere Staaten weiterreisen.

Die Landkreise und kreisfreien Städte würden in gewissen Abständen Prüfungen und Bereinigungen des Personenbestandes vornehmen, um Kriegsflüchtlinge aus der Statistik zu streichen, die sich nicht mehr in Sachsen-Anhalt aufhalten, erklärte das Ministerium. Damit werde dem anhaltenden Zu- und Abgangsgeschehen Rechnung getragen.

Kontakt: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Halberstädter Straße 2/am „Platz des 17.Juni“, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 567 5514, E-Mail: pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

16. November 2022

UKRAINE News: Projekt „Language Angels“ bringt geflüchtete Schüler mit Gleichaltrigen in Deutschland zusammen

Für das Projekt „Language Angels“ (deutsch: Sprach-Engel) werden Jugendliche in ganz Deutschland gesucht, die sich für geflüchtete Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine einsetzen möchten oder dabei bereits aktiv sind. Das Engagement könne sich auf die Unterstützung bei Schulaufgaben, im Alltagsleben oder andere Bereiche beziehen, wie die Zeitbild Verlag und Agentur für Kommunikation GmbH erklärte.

Jugendliche, die sich als Language Angels anmelden, bekämen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen (siehe Projektbeschreibung). Außerdem würden sie zu einer Online-Informationsveranstaltung zu Themen, die ihnen am Herzen liegen und die vorab gesammelt werden, eingeladen. Die Teilnehmer erhalten den Angaben zufolge eine schriftliche Bestätigung ihres Engagements.

Ferner sollen die ersten 50 Language Angels, die später einen kurzen Bericht (auch mit Foto oder Video) über ihre Tätigkeit einreichen, mit einer Ehrenamtspauschale in Höhe von 50 Euro geehrt werden. – Das Projekt „Language Angels“ wird von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.

Anmeldungen sind erbeten per E-Mail an die Adresse elmira.palmirotta@zeitbild.de. In dieser sollten der Name, die Adresse der Schule und das Alter des oder der Jugendlichen aufgeführt sein. Rückfragen können ebenfalls an die E-Mail-Adresse gerichtet werden.

Zeitbild ist nach eigener Darstellung seit 1959 mit seinem Netzwerk an Schulen, Arztpraxen und Kindertagesstätten führend in der Bildungskommunikation. Dabei würden sämtliche Medienformate eingesetzt, heißt es auf der Internetseite von Zeitbild. Von der GmbH wurde Ende 2006 auch eine Zeitbild Stiftung gegründet.

Kontakt: Zeitbild–Büro Berlin, Wattstraße 11, 3355 Berlin, Telefon: +49 30 3200190, E-Mail: info@zeitbild.de

2. November 2022

UKRAINE News: Banknoten-Umtauschprogramm ist Ende Oktober 2022 ausgelaufen

Das zunächst sogar bis 18. November verlängerte Geld-Umtauschprogramm für ukrainische Flüchtlinge in Deutschland ist gestoppt worden. Mit der Nationalbank der Ukraine haben sich das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Bundesbank darauf verständigt, das Angebot des Umtauschs von Griwna (Hryvnia) in Euro nunmehr zum 30. Oktober 2022 auslaufen zu lassen.

Die Anfangs rege Nachfrage habe mittlerweile stark nachgelassen, wie in einer Pressemitteilung erläutert wurde. Zuletzt hätten nur noch sehr wenige Transaktionen stattgefunden. 

Die deutsche Kreditwirtschaft konnte mit ihren an dem Programm teilnehmenden Banken und Sparkassen – in Abhängigkeit von den jeweiligen Schalteröffnungszeiten – nur noch bis spätestens zum 30. Oktober Griwna annehmen und umtauschen. Der letzte Bankarbeitstag zum Umtausch war somit im Regelfall der 28. Oktober. Das Programm sollte einen Beitrag zur Unterstützung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine leisten.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine konnten seit dem 24. Mai in Deutschland Geldscheine ihres Heimatlandes in Euro umtauschen. Das Angebot war für die Dauer von zunächst drei Monaten eingerichtet und Mitte August bis zum 18. November verlängert worden. 

Es konnte  ein Betrag von insgesamt bis zu 10.000 Griwna bei den teilnehmenden deutschen Banken und Sparkassen in Euro gebührenfrei gewechselt werden. Der Umtausch erfolgte zu dem Wechselkurs, der auf einer speziellen Internetseite der Bundesbank verzeichnet ist. Beim Kurs für die Woche vom 17. bis 23. Oktober stand laut Bundesbank 1 Euro ein Betrag von 39,22 Griwna gegenüber.

Nach Angaben des Nachrichten- und Branchenportals „FinanzBusiness“ wurden Griwna im Gegenwert von rund 4,3 Millionen Euro gewechselt.

Kontakt: Bundesministerium der Finanzen – Dienstsitz Berlin, Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin (Postanschrift: 11016 Berlin), Telefon: +49 3018 6820, E-Mail: Poststelle@bmf.bund.de

1. November 2022

UKRAINE News: Online-Umfrage und weitere Programmpunkte im neuen Projekt „Ukrainehilfe vernetzen – Austausch und Kooperation fördern“

Die Stiftung Bürger für Bürger mit Sitz in Halle an der Saale setzt bis vorerst Ende dieses Jahres das Unterstützungsprojekt „Ukrainehilfe vernetzen – Austausch und Kooperation fördern“ um. Kooperationspartner sind die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt, die Ehrenamtsagentur Sachsen, die Thüringer Ehrenamtsstiftung sowie der Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst).

Als ein wichtiger Baustein des Projekts läuft bis zum 15. November eine Online-Umfrage zu Herausforderungen und Bedarfen von Haupt- und Ehrenamtlichen. Menschen, die sich in der Ukrainehilfe engagieren, werden gebeten, sich rund fünf Minuten Zeit zu nehmen, um sich zu den neun Fragen zu äußern. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten im Anschluss auf dem Postweg ein kleines Dankeschön.

Zudem sollen Initiativen oder Einzelpersonen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, die im Projekt „Ukrainehilfe vernetzen - Austausch und Kooperation fördern“ aktiv sind, anhand von Portraits und Interviews öffentlich vorgestellt werden. Vorschläge für Praxisbeispiele, deren Erfahrungen andere Engagierte nutzen können, können bis 31. Oktober eingereicht werden. 

Die Stiftung Bürger für Bürger hat darüber hinaus zur digitalen Vernetzungsveranstaltung „Engagiert in der Ukrainehilfe – Voneinander lernen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“ am Donnerstag, 24. November, eingeladen (16.00 bis 17.30 Uhr). Sie soll Hauptamtlichen aus engagementfördernden Einrichtungen sowie kommunalen Ansprechpartnern und ehrenamtlich Engagierten ermöglichen, sich über ihre Erfahrungen und Herausforderungen in ausgewählten Themenfeldern länderübergreifend auszutauschen.

Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Kontakt für den Bereich Sachsen-Anhalt - Sophie Kolbinger, Telefon: +49 345 13167752, E-Mail: ukrainehilfe(at)buerger-fuer-buerger.de
Kontakt allgemein - Stiftung Bürger für Bürger, Bernburger Straße 4, 06108 Halle, Telefon: +49 345 68894629, E-Mail: info@buerger-fuer-buerger.de, kommunikation@buerger-fuer-buerger.de 

18. Oktober 2022

UKRAINE News: Deutschland steht vor einer Rekord-Zuwanderung

Der Krieg in der Ukraine sorgt in Deutschland dem Nachrichtenportal tagesschau.de zufolge vermutlich für das zuwanderungsstärkste Jahr seit 1990. 

So werde die Anzahl der Zuzüge bis zum Jahresende voraussichtlich auch höher liegen als 2015, heißt es in einem Beitrag auf tagesschau.de mit Verweis auf Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD). Vor sieben Jahren waren vor allem durch den Bürgerkrieg in Syrien innerhalb von zwölf Monaten mehr als 2,1 Millionen Menschen nach Deutschland gekommen.

Im laufenden Jahr habe das Statistische Bundesamt allein von Februar bis August mehr als 1,8 Millionen Zuzüge nach Deutschland verzeichnet, darunter etwa 952.000 vor dem russischen Angriffskrieg geflohene Ukrainerinnen und Ukrainer; dies entspricht also mehr als die Hälfte aller Zuzüge.

In dem jüngsten Migrationsbericht der OECD sei von einer historischen Massenflucht die Rede. So seien aus der Ukraine allein bis Mitte September rund fünf Millionen Menschen in die OECD-Staaten geflohen. Deutschland bilde mit fast einer Million Flüchtlinge nach Polen das wichtigste Aufnahmeland in der OECD.

In Deutschland hätten Aufnahme und Integration der Ukrainer nach Einschätzung der Forscher deutlich besser funktioniert als bei der Flüchtlingswelle von 2015. Man habe schon „eine Menge gelernt“, wird Thomas Liebig, Leiter der OECD-Abteilung für Internationale Migration, zitiert. Er verwies unter anderem auf Integrationskurse und die Aufnahme-Infrastruktur. Der Zugang zum Arbeitsmarkt sei mit einer Quote von 10 bis 15 Prozent in den meisten OECD-Ländern allerdings relativ bescheiden.

Dem Statistischen Bundesamts zufolge wurden die meisten Zuzüge aus der Ukraine im März (431.000) und April (198.000) gezählt. Von den Ukraine-Flüchtlingen seien 65 Prozent Frauen und Mädchen gewesen. 

Laut tagesschau.de appellierte der Deutsche Städtetag eindringlich an Bund und Länder, angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen mehr Verantwortung zu übernehmen und höhere Kapazitäten für die ankommenden Menschen zu schaffen. 

Das Online-Nachrichtenportal tagesschau.de ist eine ARD-Gemeinschaftseinrichtung mit Sitz beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg.

11. Oktober 2022

UKRAINE News: Zweisprachiges Merkblatt zum Bildungs- und Teilhabepaket herausgegeben (Освіта та суспільне життя – стають для Вас та дітей ближчими)

Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. und das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes haben ein zweisprachiges Merkblatt zum sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket in Deutschland (BuT) entwickelt und herausgegeben. 

Der Handzettel trägt den Titel „Bildung und Teilhabe – Mitmachen möglich machen“ und ist auch in Ukrainisch verfügbar (Освіта та суспільне життя – стають для Вас та дітей ближчими). Er enthält zentrale Informationen über das BuT.

Dabei geht es zum Beispiel um die Arten von Angeboten, für die Unterstützung beantragt werden kann (etwa für Schulmaterial, Ausflüge, Essenversorgung in Kindergärten und Schulen sowie kulturelle Aktivitäten) und den Kreis der Berechtigten. Außerdem ist aufgelistet, welche Unterlagen für die Beantragung der jeweiligen Unterstützung eingereicht werden müssen.

Kontakt: Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V., Augustastraße 1, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345 47008720, E-Mail: nemsa@lamsa.de

29. September 2022

Aktuell (актуальна інформація / актуальная информация)

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen zur Ukraine-Krise auf Bundes- und Landesebene.
Die Beiträge werden täglich aktualisiert und sind danach in den Themenrubriken auf dieser Seite abrufbar.

Nachrichtenzeitraum: 11.10.  24.11.22 

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Sozialgesetzbuch / Grundsicherung (базові виплати згідно з Соціальним кодексом - SGB II / базовые выплаты согласно Социальному кодексу - SGB II)

Informationen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Sachsen-Anhalt: Checkliste für den Übergang in das SGB II (Stand/Статус: 23.05.2022);
Інформація для біженців з України в Саксонії-Ангальт: контрольний список для переходу на SGB II;
Информация для беженцев из Украины в Саксонии-Анхальт: Контрольный список для перехода на SGB II.

Geflüchtete aus der Ukraine haben seit dem 01. Juni 2022 einen Anspruch auf Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II-Leistungen). Das örtliche Jobcenter unterstützt Sie dabei, den Lebensunterhalt zu sichern und eine Arbeit aufzunehmen. Die Leistungen des SGB II orientieren sich am Einzelfall. Geflüchtete aus der Ukraine, die zuvor Asylbewerberleistungen bezogen haben, müssen keinen erneuten Antrag stellen. Dies geschieht automatisch. Die Jobcenter werden aber weitere Angaben benötigen.

 

Anspruchsberechtigt sind Geflüchtete aus der Ukraine, die bereits vor dem 01. Juni 2022 im Besitz einer Fiktionsbescheinigung sind bzw. bereits den Aufenthaltstitel gemäß § 24 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz erhalten haben. Diese Dokumente werden von der zuständigen Ausländerbehörde ausgestellt. Sollte die Fiktionsbescheinigung nach dem 01. Juni 2022 ausgestellt werden, ist das Jobcenter in der Regel erst ab dem Folgemonat der Ausstellung für die Sicherung des Lebensunterhaltes zuständig. Bitte stellen Sie einen gesonderten Antrag beim Jobcenter.

Die Asylbewerberleistungsbehörden unterstützen Geflüchtete aus der Ukraine so lange weiter, bis das Jobcenter die Zahlung aufnimmt. Es drohen somit keine Versorgungslücken. Haben Sie bisher keine Asylbewerberleistungen erhalten, so ist ein gesonderter Antrag beim zuständigen Jobcenter erforderlich, um dort Leistungen zu beziehen. Dieser kann auch formlos gestellt werden. 

In den oben genannten Dokumenten erfahren Sie mehr über:

  • Krankenkassenwahl / Rentenversicherungsnummer
  • Steuerliche Identifikationsnummer
  • Bankkonto
  • Kindergeld
  • Ukrainische Altersrente

Zum Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) haben der LAMSA e.V. und das Sozialministerium Sachsen-Anhalts ein zweisprachiges Merkblatt herausgegeben (Освіта та суспільне життя – стають для Вас та дітей ближчими) - Stand: 29.09.2022.

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Ansprechpersonen und Beratungsstellen (контактні особи та консультації / контактные лица и консультации)

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Engagement für Geflüchtete (для тих, хто бажає допомогти біженцям / для тех, кто желает помочь беженцам)

Sie wollen sich für Geflüchtete engagieren? 

  • Eine Liste mit Ansprechpartnern für das Thema Ehrenamt in den Kommunen bietet diese Tabelle (PDF).

Weitere Informationen: 

Spenden:

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Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Sozialamt (соціальна служба та виплати / социальная служба и выплаты)

Eine Registrierung bzw. Anmeldung ist unter anderem Voraussetzung für eine Unterstützung nach dem Sozialgesetzbuch II bzw. XII (Grundsicherung), dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie eine mögliche Kindergeldzahlung, aber auch für die Vermittlung anderer Hilfen oder einer Unterkunft.

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Deutsch lernen (вивчення німецької / изучение немецкого)

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Gesundheit und Corona (медична допомога та коронавірусна інфекція / медицинская помощь и коронавирусная инфекция)

Hinweise zu Hilfestellungen bieten:

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Arbeit (пошук роботи та працевлаштування / поиск работы и трудоустройство)

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Kindertagesstätte und Schule (дитячий садочок та навчання в школі / детский сад и учеба в школе)

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Wohnen (проживання / проживание)

Zum Themenfeld Unterkünfte bei Privatpersonen und Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine gibt es Hinweise unter anderem auf Unterseiten des bundesweiten Hilfe-Portals "germany4ukraine.de" in Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch: UnterkunftЖитло, Жилье, Where to stay.

Dort werden nach Registrierung Kontakte zwischen Interessierten und Anbietern vermittelt (Online-Formular zum Ausfüllen in vier Sprachen im Menü oben rechts wählbar).

In einigen Kommunen liegen zudem eigene Handreichungen vor, so zum Beispiel in der Landeshauptstadt Magdeburg (Informationsblatt "In eine eigene Wohnung ziehen", dreisprachig innerhalb einer Datei).

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Ausbildung und Studium (навчання в коледжі й університеті / учеба в колледже и университете)

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Gewaltschutz (захист від насильства / защита от насилия)

Zum Schutz von besonders von Gewalt und Kriminalität gefährdete Gruppen wie Frauen und Kinder haben Sachsen-Anhalt und bundesweite Projekte mehrsprachige Informationen verfügbar gemacht. 

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Hilfreiche Links / FAQ (корисні посилання та поширені питання / полезные ссылки и часто задаваемые вопросы)

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