AKTUELL

M. Ramme

Jubiläum - 10 Jahre Integrationsportal!

Im Jahr 2008 gründete die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten Susi Möbbeck das Integrationsportal als neue Plattform des Landesportals Sachsen-Anhalt und zentrale Drehscheibe für den Integrationsbereich.

Auch und gerade im Jubiläumsjahr 2018 wollen wir die Vernetzung mit Ihnen als Nutzenden und Zuliefernden stärken.

Senden Sie uns gern Ihre Termine, Hinweise, Ankündigungen und Anregungen jederzeit an: integrationsportal(at)agsa.de

Die Redaktion

Eurocamp mit Jugendlichen aus 15 Ländern gestartet (bis 27. Juli in Sangerhausen) - Kulturnacht bot auch slawisches Märchentheater

23. Juli 2018

Am Montagabend (16. Juli) ist das diesjährige Eurocamp des Landes Sachsen-Anhalt mit 51 Jugendlichen aus 15 Ländern feierlich eröffnet worden. Die Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren treffen sich bis zum 27. Juli in Sangerhausen, um das "Projekt Europa" bei Workshops, Arbeitseinsätzen und gemeinsamer Freizeitgestaltung praktisch zu (er)leben. Das Camp wird von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. organisiert und vom Land Sachsen-Anhalt sowie der Lotto Toto GmbH des Landes gefördert. Weitere Partner sind diesmal die Stadt Sangerhausen und der Landkreis Mansfeld-Südharz.

"Das Eurocamp soll einen aktiven Beitrag leisten, die Zukunft des demokratischen Europas mit vereinten Kräften zu gestalten", sagte AGSA-Geschäftsführer Krzysztof Blau zur Eröffnung in der Jugendherberge Kelbra. "Wir wollen in einem Europa leben, in dem die Achtung der Menschenwürde, die Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz und Respekt die zentralen Werte unseres Handelns nach innen und nach außen sind."

Zu den Schwerpunkten des Treffens gehören Workshops, Diskussionen, interkulturelle Lernübungen und Planspiele. Das Kernthema ist Nachhaltigkeit und wird zum Beispiel in der Ausstellung „EINE WELT 2030“ aufgegriffen. Zu einem weiteren Bestandteil des Eurocamps zählen seit seiner ersten Auflage 1992 Arbeitsprojekte, mit denen die Teilnehmer nachhaltig Spuren in Sachsen-Anhalt hinterlassen. Unter anderem werden diesmal die Dreierteiche im Europa-Rosarium Sangerhausen von Unrat befreit und Instandsetzungsarbeiten im ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode unterstützt.

Schon wenige Tage nach dem Auftakt wurde zu einer bunten Kulturnacht eingeladen. Hierzu hatten die Jugendliche für die Öffentlichkeit ein reichhaltiges künstlerisches Programm vorbereitet, das sie in fünf Kleingruppen auf der Terrasse der Jugendherberge Kelbra darboten. Beispielsweise wurde ein slawisches Märchen in einem Theaterstück humorvoll neu interpretiert. Ein anderes Team kombinierte italienischen Operngesang mit Bodypercussion und einer mehrsprachigen Choreinlage.

Kontakt für Besuchs- und Interviewanfragen vor Ort: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V./Projekt Eurocamp - Julia Reinboth, DJH Kelbra/OT Sittendorf, Forsthaus 90a, 06537 Kelbra

Telefon: 0172/3912337, Email: eurocamp(at)agsa.de

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Termin in Kürze: Informationen über Perspektiven nach Freiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (27. Juli in Halle)

23. Juli 2018

Fragen rund um Beruf und Bildung vor und nach dem Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt sind Thema einer Informationsveranstaltung am 27. Juli in Halle (Saale). Zunächst wird in einem Vortrag Auskunft über das deutsche Schulsystem und über Wege in die Arbeit gegeben. Anschließend können die Teilnehmenden an Info-Ständen Kontakt zu Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ausbildung, Studium, Weiterbildung und Arbeit aufnehmen.

Zur Unterstützung sind Sprachmittler für Arabisch, Farsi, Französisch und Russisch anwesend. Weitere Einzelheiten finden Sie hier.    

Termin: Freitag, 27. Juli 2018, 9 bis 12 Uhr

Ort: Theatrale über dem WELCOME-Treff, Waisenhausring 2, 06108 Halle (Saale)

Kosten: für Teilnehmer fallen keine Gebühren an 

Kontakt: Ulrike Müller, Servicestelle für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt, Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V., 0345/21389399

Neuer Kurs: Hochschule bietet Programm zur akademischen Integration an (Einführungsveranstaltungen ab 30. Juli in Stendal)

Hochschule Magdeburg-Stendal

20. Juli 2018

Die Hochschule Magdeburg-Stendal bietet von Oktober 2018 bis September 2019 einen studienvorbereitenden Deutschintensivkurs sowie begleitende Integrationsmaßnahmen an ihrem Standort Stendal an. Das Angebot richtet sich an Studieninteressierte mit Fluchthintergrund, die in Deutschland ein Studium beginnen oder fortsetzen möchten.

Das Programm zur akademischen Integration besteht aus dem studienvorbereitenden Sprachkurs "Deutsch als Fremdsprache" mit Zielniveau C1, Integrationsangeboten (Buddyprogramm, RONDO, Gasthörerschaft, Sprachassistenz) sowie eine Beratung zu allen erforderlichen Schritten. Dabei geht es zum Beispiel um die Bewerbung, den Studienbeginn und Finanzierungsmöglichkeiten.

Bereits für den Zeitraum 30. Juli  bis 10. August sind Einführungsveranstaltungen zum Einstufungstest onSET geplant, der dann vom 13. bis 17. August stattfindet. Der Intensivsprachkurs "Deutsch als Fremdsprache" beginnt am 1. Oktober 2018.

Termin: Oktober 2018 bis September 2019

Ort: Stendal

Kontakt: Hochschule Magdeburg-Stendal, Initiative "Integration von politischen Flüchtlingen mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen" (IpFaH), Osterburger Straße 25, 39576 Hansestadt Stendal, Telefon: 03931/2187-3836

Weitergehende Informationen können Sie an dieser Stelle abrufen, das Bewerbungsformular in drei Sprachen finden Sie hier.

"Grünes" Angebot: Interkulturelle Kinderakademie mitten in der Natur (ab 30. Juli in Wittenberg)

NABU-Kreisverband Wittenberg e.V.

18. Juli 2018

Kinder mit und ohne Fluchthintergrund im Alter zwischen 7 und 11 Jahren sind zu einer Interkulturellen Kinderakademie in das Wittenberger NABU-Zentrum "Im Stadtwald" (Foto) eingeladen. Die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt will die Teilnehmer mit verschiedenen Aktionen vom 30. Juli bis 3. August dazu anregen, über geschlechtsspezifische Prägungen und Rollenmuster nachzudenken und herauszufinden, was ihnen Freude bereitet.

Jungen spielen mit Autos, Mädchen mit Puppen - solche Klischees gab und gibt es nicht nur in Deutschland. Heute können Kinder zumeist relativ frei entscheiden, was sie anziehen, womit sie spielen und welche Berufe sie interessant finden, auch wenn die alten Muster immer noch eine Wirkung entfalten. Durch Gespräche und die Lektüre verschiedener Bücher, gemeinsame Ausflüge und Bastelarbeiten sollen die Kinder dazu animiert werden, die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und Rollenklischees zu hinterfragen.

Anmeldungen für die Interkulturelle Kinderakademie "Typisch Junge, typisch Mädchen, typisch ..." sind bis zum 15. Juli 2018 hier möglich.

Das gesamte Programm kann an dieser Stelle abgerufen werden.

Termin: 30. Juli bis 3. August 2018

Ort: NABU-Zentrum "Im Stadtwald", Reinsdorfer Weg 46, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Telefon 03491/413431

Kosten: für Teilnehmer frei

Kontakt: Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V., Schloßplatz 1d, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Telefon 03491/4988-11, -15

Neue Plattform: Ratgeber informiert Flüchtlinge über Finanzierung von Ausbildung und Studium

14. Juli 2018

Studierende und Absolventen des Studienganges Erziehungswissenschaft der Universität Jena haben auf der Internetplattform Sturado.de einen Ratgeber zum Thema Finanzierung von Ausbildung und Studium für Flüchtlinge/Angekommene entwickelt. In ihm werden Informationen zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Studienfinanzierung und Ausbildungsfinanzierung für Flüchtlinge gesammelt und sinnvoll aufbereitet, um Ratsuchenden einen Wegweiser zu bieten.

Die Informationen auf der Plattform stehen auch in Englisch und Französisch zur Verfügung. Eine Beratung per Telefon oder E-Mail ist nicht vorgesehen. Das Erlernen der deutschen Sprache, eine Ausbildung oder die Aufnahme eines Studiums seien der Schlüssel, um sich zu integrieren und am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilnehmen zu können, heißt es im Vorspann. Die Mehrzahl der Geflüchteten sei unter 25 Jahre. Viele kämen ohne Ausbildung oder hätten ihr Studium abbrechen müssen.

Den kompletten Ratgeber finden Sie hier.

Kontakt: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1, 07743 Jena, Telefon 03641/9300

Aktuelle Statistik: Anzahl der Ausländer in Sachsen-Anhalt seit 2014 um 75 Prozent gestiegen

Statistisches Landesamt

11. Juli 2018

Nach der neuesten Auswertung des Ausländerzentralregisters lebten zum Jahresende 2017 rund 108.600 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit in Sachsen-Anhalt. Seit 2014 nahm die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer im Bundesland um 46.400 Personen zu - dies entspricht einem Anstieg um 74,7 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte.

Die ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten wuchs in dem Zeitraum um 33.900 Personen (plus 81,8 Prozent) an. Die Steigerung war vor allem auf Personen aus Syrien (19.400) sowie aus Afghanistan (5.100) zurückzuführen. Im Vergleich mit dem Jahr 2014 war auch eine starke Zunahme von Menschen aus den EU-Staaten Rumänien (4.400) und Polen (3.700) zu verzeichnen. Aus diesen beiden Ländern resultierten 64,7 Prozent der erhöhten Zuwanderung aus EU-Staaten.

Mit 20,9 Prozent (22.700 Personen) war die häufigste ausländische Staatsangehörigkeit Ende 2017 die syrische, es folgten die polnische (10.185 Personen; 9,4 Prozent), die rumänische (6.900; 6,4 Prozent) sowie die afghanische (5.630; 5,2 Prozent).

Die ausländische Bevölkerung in Sachsen-Anhalt war 2017 durchschnittlich 30,4 Jahre alt und hielt sich seit 6,5 Jahren hier auf. Das Ausländerzentralregister, auf dem die Daten beruhen, wird beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt.

Die vollständige Pressemitteilung einschließlich einer Grafik können Sie hier nachlesen.

Kontakt: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2, 06110 Halle/Saale, Telefon 0345/2318-0

Neuerscheinung: Buch "Herausforderung Integration" beantwortet Fragen zum Umgang mit Geflüchteten

Psychosozial-Verlag

6. Juli 2018

Das Zusammenleben mit Geflüchteten und Migranten steht im Mittelpunkt des neu erschienenen Buches "Herausforderung Integration". Migration ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, heißt es im Klappentext. Nachdem Hunderttausende von Geflüchteten im Herbst 2015 in Deutschland Schutz gefunden hätten, bewege das Thema Integration die deutsche Gesellschaft zutiefst.

Die drängenden Fragen im Umgang mit Geflüchteten und gelingender Integration werden im vorliegenden Band von namhaften Autorinnen und Autoren aus Sicht von Politik, Gesellschaft, betroffenen sozialen Einrichtungen, Wissenschaft, Hochschulen und Kirche beantwortet. Einen besonderen Stellenwert erhält hierbei der Zusammenhang von Integration und Bildung.

Bibliographische Angaben: "Herausforderung Integration - Wie das Zusammenleben mit Geflüchteten und MigrantInnen gelingt", Hg. Siegfried Karl/Hans-Georg Burger, Psychosozial-Verlag GbR, 353 Seiten, 34,90 Euro, ISBN-13: 9783837927122 

Bestell-Hotline: 0180/5085081 (Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr)

Bestell-Nummer: 6866455

Einladung: Tagung informiert über Engagementformate in Schulen und Tagesstätten (17. August in Magdeburg)

4. Juli 2018

Bei einer Tagung am 17. August in Magdeburg wird über unterschiedliche Formen des Engagements bei der Integrationsarbeit in Schulen und Kindertagesstätten informiert. Die Veranstaltung bietet zudem Raum für den Erfahrungsaustausch und die Vorstellung von Möglichkeiten des Engagements in pädagogische Einrichtungen.

Im Rahmen der pädagogischen Arbeit in Schulen und Kindertagesstätten engagieren sich verschiedene Menschen für Geflüchtete, um im Prozess des Ankommens zu unterstützen, heißt es in der Einladung. Neben klar reglementierten Formen des bürgerschaftlichen Engagements wie etwa dem Bundesfreiwilligendienst gibt es auch andere Formate. Am Ende der Veranstaltung am 17. August besteht die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen, Kontakte zu knüpfen und direkte Ansprechpartner*innen für Einrichtungen kennenzulernen.

Zur vollständigen Einladung gelangen sie hier.

Termin: Freitag, 17. August 2018, 10 bis 13 Uhr

Ort: Rathaus Magdeburg, Alter Markt 6, 39104 Magdeburg

Veranstalter: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Servicestelle für den Bundesfreiwilligendienst  mit Flüchtlingsbezug Sachsen-Anhalt

Kooperationspartner: Freiwilligenagentur Magdeburg e.V., Servicestellen Interkulturelles Lernen in Schulen und in Kitas

Es wird um eine verbindliche Anmeldung per E-Mail oder telefonisch bis spätestens 10. August 2018 an folgende Adresse gebeten:

Servicestelle für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, E-Mail: marcel.krumbholz(at)agsa.de ,Telefon: 0391/5371-200

Ausstellungstipp: Euro-Akademie Halle zeigt Farbdrucke von Claus Berg (geöffnet bis September)

3. Juli 2018

Die Euro Akademie Halle zeigt noch bis September an ihrem Standort Farbdrucke des Künstlers Claus Berg. Die Ausstellung "Freyburg - Naumburg - Halle" bildet auch einen Anknüpfungspunkt für Integrations- und Orientierungskurse sowie für Aus- und Weiterbildung. Dargestellt werden in den lebhaften Impressionen von Claus Berg Motive aus der Stadt Halle und der Region.

Auf dem Programm der Euro Akademie stehen unter anderem Berufsausbildungen und Sprachkurse. Zudem wird dort Integration gelebt. So gibt es etwa einen gemeinsamen Unterricht mit Schülern, die eine Ausbildung zum Kinderpfleger absolvieren, und Geflüchteten.  Die Einrichtung trägt seit 2016 den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Geöffnet ist die Ausstellung wie das Schulgebäude montags bis freitags in der Zeit von 8.00 bis 16.30 Uhr.

Ort: Euro Akademie Halle, Ernst-Kamieth-Straße 2b, 06112 Halle (Saale); die Ausstellung befindet sich im ersten Obergeschoss

Kontakt: Telefon 0345/2028053

Ausblick: Fachtag zum Umgang mit dem Islam in Schulen (9. November in Leipzig)

ZEOK

2. Juli 2018

Der Umgang mit dem Islam in Schulen ist Schwerpunktthema eines Fachtages am 9. November in Leipzig. Der Verein Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. (ZEOK) hat im Rahmen des Modellprojekts "Vorurteilsbewusste Bildungsarbeit mit Jugendlichen zu muslimischen Lebenswelten in Ostdeutschland" Konzepte entwickelt, die eine differenzierte Thematisierung des Islam in der Schule ermöglichen. Die Zielgruppe der Veranstaltung sind Studierende in Lehramtsstudiengängen, Lehrkräfte, Verantwortliche in der Bildungsagentur und schulische Sozialarbeiter.

Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft stellt Lehrerinnen und Lehrer vor anspruchsvolle Aufgaben. Einerseits geht es um die Frage, wie Kinder mit Migrationshintergrund mit ihren eigenen Familien- und Geschichtstraditionen "abgeholt" werden können und wie eine andere Herkunft gleichberechtigt einen Raum finden können. Andererseits ist die Mehrheitsgesellschaft gefordert, sich ausgrenzender und stereotyper Bilder bewusst zu werden und die Schülerinnen und Schüler zur Reflexion dieser anzuregen. Insbesondere am Beispiel des Islam verdichten sich die damit verbundenen Fragestellungen.

Termin: 9. November 2018,  9.30 bis 17.00 Uhr

Ort: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur  Leipzig (HTWK), Karl-Liebknecht-Straße 132, 04277 Leipzig

Weitere Informationen stehen hier zur Verfügung.

Kontakt: Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e. V., Kurt-Eisner-Straße 68, 04275 Leipzig, Telefon: 0341/30394729

Neue Daten zur Situation von Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt: Zweiter Integrationsbericht der Landesregierung vorgestellt

M. Ramme

25. Juni 2018

Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, und Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte des Landes, haben jetzt in der Landeshauptstadt den zweiten Integrationsbericht für Sachsen-Anhalt vorgestellt. 

Für den Berichtszeitraum 2011 bis 2016 ergibt sich folgender Befund: Lediglich vier Prozent der Gesamtbevölkerung Sachsen-Anhalts sind Ausländerinnen und Ausländer. Ihre Zahl ist im bundesweiten Vergleich sehr gering, obwohl sie sich zwischen 2011 und 2016 nahezu verdoppelte. Ende April 2016 lebten demnach 110.600 Ausländerinnen und Ausländer im Land.

Neben statistischen Angaben spiegelt der Bericht auch die Vielfalt an Handlungsfeldern im Integrationsbereich wider und damit zugleich, wie Grimm-Benne hervorhob, das "Engagement der zahlreichen Akteure im Land, die durch vielfältige Maßnahmen zum Gelingen von Integration beitragen“. 

Finden Sie hier den vollständigen Integrationsbericht des Landes Sachsen-Anhalt.

Neue BAMF-Analyse gibt Auskunft über Schulabschlüsse von Asylbewerbern

22. Juni 2018

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat in seiner neuesten Kurzanalyse als Schwerpunkt Daten zu Bildungsabschlüssen und beruflicher Tätigkeit in der Heimat von Asylerstantragsstellenden im Jahr 2017 ausgewertet. Die Studie zeigt zum Beispiel auf, welchen Schultyp die Befragten besucht haben und welche Muster sich zwischen Schule und den nachgegangenen Tätigkeitsfeldern im Herkunftsland ergeben.

Die meisten volljährigen Asylantragstellenden 2017 kamen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan und hatten ein Alter von 18 bis 29 Jahren; die Hälfte war ledig und 64 Prozent waren Männer. Der Frauenanteil stieg gegenüber dem Jahr 2016 um fünf Prozentpunkte an. Im Kalenderjahr 2017 stellten rund 109.000 volljährige Personen einen Asylerstantrag in Deutschland. Drei Viertel von ihnen machten bei der Antragstellung Angaben zum Schulbesuch und zur zuletzt im Herkunftsland ausgeübten Erwerbstätigkeit.

Als höchste besuchte Bildungseinrichtung nannten 33 Prozent der Auskunftgebenden eine Mittelschule, danach folgen Gymnasium und Grundschule mit jeweils 19 Prozent. Eine Hochschule besuchten 17 Prozent, weitere 12 Prozent hatten keine formelle Schulbildung. Rund ein Drittel der volljährigen Asylerstantragstellenden ging in ihrem Herkunftsland zuletzt keiner bezahlten Tätigkeit nach. 

Die vollständige Kurzanalyse (3/2018) ist hier abrufbar.

Kontakt: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Frankenstraße 210, 90461 Nürnberg

Service-Center: Telefon 0911/943-0  (erreichbar montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr)

Ankündigung: "Ausländer nehmen Arbeitsplätze weg" - Fortbildung gegen rechte Parolen (23. August in Halle)

18. Juni 2018

Der Friedenskreis Halle e.V. veranstaltet am 23. August in der Saalestadt eine Fortbildung, um rechten und fremdenfeindlichen Parolen besser entgegentreten zu können. "Ausländer nehmen unsere Arbeitsplätze weg!", "Muslime machen unsere Kultur kaputt", "Das wird man doch noch sagen dürfen!" - solche Aussagen machen oft sprachlos. Welche Optionen es dennoch gibt, vermittelt das Argumentationstraining gegen rechte Parolen.

Bei dem Seminar sollen gemeinsam konkrete Strategien erarbeitet und praktisch ausprobiert werden, um selbstbewusst Position gegen menschenverachtende Sprüche beziehen zu können. Referent der Fortbildung "'Wie kann ich widersprechen?' Argumentieren gegen rechte Parolen" ist der Rechtsextremismus-Experte Marcus Stückroth. Ein zweites Modul zur Vertiefung ist für November geplant. Es wird um vorherige Anmeldung per Telefon oder E-Mail gebeten.

Zur Einladung gelangen Sie hier.

Termin: 23. August 2018, 9.30 bis 15.30 Uhr

Ort: Villa Lewin (ehemalige Jugendherberge), August-Bebel-Straße 48a, 06108 Halle (Saale)

Teilnehmerkosten: 20 Euro (einschließlich Mittagsimbiss)

Kontakt: Friedenskreis Halle e.V., Große Klausstraße 11, 06108 Halle (Saale), Telefon 0345/27980710

Auslandsgesellschaft: Erste Förderphase des 2015 gestarteten IKOE-Projekts erfolgreich abgeschlossen. Projektfortführung durch den AMIF sichergestellt

Integrationsportal/Karsten Wiedener

15. Juni 2018

Für das Netzwerk Interkulturelle Orientierung/Öffnung – Fortbildungs- und Beratungsservice für Verwaltungen (IKOE) ist im Rahmen der Abschlusspräsentation des Projekts am 6.6. im einewelt haus eine erfolgreiche Bilanz gezogen worden.

Wie Projektleiterin Dr. Katja Michalak erläuterte, wurden bei der Anzahl der mit dem Ziel der Interkulturellen Öffnung und Sensibilisierung vernetzten Stellen 67 erreicht – das sind gut doppelt so viele als geplant. IKOE-Formate wie die „Ideenwerkstatt“ oder die Prozessbegleitung im Burgenlandkreis und in der Stadtverwaltung Halle (Saale) hätten sich mittlerweile strukturbildend etabliert. „Wir brauchen ihr Engagement auch in der Zukunft“, bilanzierte die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Susi Möbbeck in ihrem Begrüßungsbeitrag die Projekterträge.

Mit der am 7. Juni durch das BAMF bestätigten Zusage zur Fortführung der Projektförderung durch den AMIF-Fonds hat das IKOE-Projekt nun auch das offizielle Signal zur nahtlosen Umsetzung der im Folgeantrag entwickelten erweiterten Projektziele.

Zu diesen zählen sieben Schwerpunktbereiche. Dazu zählen eine Steuerung des Integrationsmanagements, die interkulturelle Prozessbegleitung, eine weiterführende Trainerinnenqualifizierung und eine Struktursicherung. Auch die Entwicklung eines Gütesiegels für IKOE-Prozesse ist konzipiert.

Zur Abschlusspräsentation (PDF) des IKOE-Projekts (2015-18) siehe hier.

Kontakt zur IKOE-Projektleitung: katja.michalak@agsa.de

Bericht: "Tag der Erinnerung" zum Gedenken an Mordopfer in Dessau

Integrationsportal/Karsten Wiedener

13. Juni 2018

In Dessau-Roßlau ist am 11. Juni an die Ermordung des Mosambikaners Alberto Adriano durch Rechtsextremisten vor 18 Jahren erinnert worden. Der "Tag der Erinnerung" begann mit einer musikalisch umrahmten Gedenkveranstaltung im Stadtpark. Erinnert werde an Alberto Adriano stellvertretend für alle Opfer rechter Gewalt und um klare Kante gegen Menschenfeinde zu zeigen, sagte die Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Cornelia Lüddemann. Adriano sei nicht nur zufällig gestorben, sondern weil er anders war - in diesem Fall anderer Hautfarbe.

An der Adriano-Gedenkstele fand zudem ein interreligiöses Gebet statt, danach legten die rund 70 Teilnehmer Blumen nieder. Im Anschluss wurde auch dem 2008 in der Parkanlage am Hauptbahnhof ermordeten Obdachlosen Hans-Joachim Sbrzesny gedacht. Treffpunkt war der damalige Tatort. 

Alberto Adriano war in der Nacht vom 10. zum 11. Juni 2000 von drei Neonazis im Dessauer Stadtpark zusammengeschlagen worden. Drei Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen. Am Tatort wurde 2002 eine Gedenkstele errichtet. An ihr findet jährlich auch der "Tag der Erinnerung" statt. Zu den Veranstaltern gehören die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, die Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg und das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt. Die Koordinierung erfolgt durch das Multikulturelle Zentrum Dessau.

Kontakt: Multikulturelles Zentrum Dessau, Parkstraße 7, 06846 Dessau-Roßlau, Telefon 0340/617330, E-Mail multikultizentrum@datel-dessau.de

Aktuelle Ausschreibung: Demografiepreis-Bewerbungen bis 12. September möglich

MLV

13. Juni 2018

Bereits zum sechsten Mal ist der „Demografiepreis des Landes Sachsen-Anhalt“ ausgelobt worden. Mit Unterstützung der Demografie-Allianz des Landes werden erneut beispielhafte Initiativen zur Gestaltung des Bundeslandes vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft geehrt. Bewerbungen sind noch bis 12. September 2018 möglich. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro. Über die Aufteilung der Gesamtsumme entscheidet eine Jury. Feierlich überreicht wird der Demografiepreis am 14. November 2018 im Palais am Fürstenwall in Magdeburg.

Prämiert werden können engagierte Menschen, aktive Vereine, erfolgreiche Netzwerke, öffentliche Verwaltungen und innovative Unternehmen. Vergeben wird der Preis in den drei Kategorien „Bewegen“: Perspektiven für Familien und Kinder,  „Gestalten“: Fachkräfte binden - Nachwuchs fördern sowie „Anpacken“: Lebensfreude in Stadt und Land. Zudem sind ein Sonderpreis „Gesundheit“ der Techniker Krankenkasse und ein Sonderpreis „Zukunft“ der Investitionsbank Sachsen-Anhalt vorgesehen.

Weitere Informationen zum Preis sowie Bewerbungsformulare stehen hier zur Verfügung.

Ansprechpartner: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Demografische Entwicklung und Prognosen, Ines Heidler, Telefon: 0391/567-3513

Kürzlich gestartet: Fortbildungsreihe zu Perspektiven und Integration in ländlichen Regionen (Fortsetzung in Alterode)

Evangelische Heimvolkshochschule Alterode

9. Juni 2018

Das Bildungshaus am Harz in Alterode hat die Fortbildungsreihe "Teilhabe gemeinsam leben - Perspektiven und Integration in ländlichen Regionen gestalten" gestartet. Zusammen mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren wird erörtert, welche Gestaltungsräume für Teilhabe, Demokratieentwicklung und Zukunftsperspektiven in ländlichen Gebieten aktiviert werden können. Den Auftakt bildete ein Kurs mit dem Titel "Rechtspopulismus, Stammtischparolen, HateSpeech - Strategien, Argumente, Möglichkeiten" Mitte April, das zweite Seminar fand vom 6. bis 8. Juni statt.

Die weiteren Themen der auch einzeln buchbaren, dreitägigen Fortbildungen der Evangelischen Heimvolkshochschule Alterode sind:
• Das resiliente Dorf - Ein KreativWorkshop für Dorfoptimistinnen (17. bis 19. September 2018)
• Traumasensible Begleitung - Empowerment geflüchteter Menschen (14. bis 16. November 2018)
• Vielfalt und Veränderung - Öffnung von Vereinen, Kindertagesstätten und Schulen (10. bis 12. Dezember 2018)

Interessierte können sich per Mail (info(at)heimvolkshochschule-alterode.de) für das gesamte Angebot oder einzelne Fortbildungen anmelden. Es sind noch Plätze frei. Die Reihe wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, der LAGFA Sachsen-Anhalt und dem Evangelischen Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda.

Weitergehende Informationen zu der Fortbildung bietet der Flyer.

Ort: Evangelische Heimvolkshochschule Alterode, Einestraße 13, 06456 Arnstein, OT Alterode

Kosten: 50 Euro pro Fortbildung und Person (einschließlich Unterbringung und Verpflegung)

Kontakt: Anja Tiggesmeier, Telefon: 034742/95030