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AKTUELL

AGSA

Neues Projekt: „Digitale Landkarte Interkulturelle Bildung in Sachsen-Anhalt“

Im Rahmen eines neuen Projektes sollen interkulturelle Bildungsangebote in einer digitalen Landkarte landesweit erfasst werden.

Integrationsbüro Dessau-Roßlau

„Selbstcheck“: Dessau-Roßlau auf dem Weg zur weltoffenen Kommune

Dessau-Roßlau ist eine der ersten zehn Städte in Deutschland, die sich einem Selbstcheck zum Thema Weltoffenheit unterziehen.

Aktueller Tätigkeitsbericht: Härtefallkommission Sachsen-Anhalts verhalf 44 abgelehnten Asylbewerbern zu Bleiberecht

8. Juli 2020

Die Härtefallkommission Sachsen-Anhalts hat im Jahr 2019 erneut abgelehnten Asylbewerbern zu einem Bleiberecht aus humanitären oder persönlichen Gründen verholfen. Angeordnet wurden befristete Aufenthaltserlaubnisse für 44 Personen, darunter befanden sich acht Familien mit 13 minderjährigen Kindern. Herkunftsländer der begünstigten Flüchtlinge waren Indien, der Iran und die Türkei (je zwei) sowie Afghanistan, Armenien, Eritrea, Guinea-Bissau, der Irak, das Kosovo, Mali und die Russische Föderation (je eine).

Ferner wurden neun Härtefallanträge noch vor oder nach den Beratungen in der Kommission zurückgezogen, weil etwa Aufenthaltserlaubnisse auf einer anderen rechtlichen Grundlage erteilt werden konnten. Den aktuellen Tätigkeitsbericht stellten die Kommissionsvorsitzende Monika Schwenke und Innenminister Holger Stahlknecht am 7. Juli in Magdeburg vor (siehe Pressemitteilung).

Vorsitzende Schwenke sagte, dass ohne die Kommission ein weiterer Verbleib im Bundesgebiet für die begünstigten Personen nicht möglich gewesen wäre. Sie könnten nunmehr ihren begonnenen positiven Integrationsweg weitergehen und mit Sicherheit zu einer Bereicherung der deutschen Gesellschaft beitragen. Minister Stahlknecht betonte, dass das Land mit der Härtefallkommission über ein Gremium verfüge, „das unabhängig von gesetzlichen Zwängen den Menschen und seine ganz persönlichen Lebenssituationen in den Mittelpunkt seiner Entscheidung stellt“.

Anträge in die 2005 gegründete Kommission werden von deren Mitgliedern eingebracht. Wenn sich das Gremium auf ein Härtefallersuchen einigt, kann der Innenminister dem Beschluss entsprechen und ein Aufenthaltsrecht anordnen.

Kontakt: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni", 39112 Magdeburg
Telefon: Pressestelle, +49 391 567-5504, -5514, -5516, -5517, -5377; E-Mail: Pressestelle(at)mi.sachsen-anhalt.de

Die Geschäftsstelle der Härtefallkommission ist ebenfalls unter der Postadresse des Ministeriums erreichbar.

Mehrere Preise im Wert von 500 Euro zu gewinnen: Stiftung schreibt zwei deutsch-polnische Jugendförderwettbewerbe aus

8. Juli 2020

Nach der Premiere 2019 hat die Ingeborg und Eberhard Beckherrn Stiftung auch in diesem Jahr zwei deutsch-polnische Jugendförderwettbewerbe ausgeschrieben. Gesucht werden zunächst besonders gelungenen Dokumentationen über Jugendbegegnungen mit Teilnehmern aus Deutschland und Polen rund um die Themen „Vielfalt leben in Europa“, „Freiheit“, „Demokratie“ und „Achtung der Menschenrechte auch gegenüber Minderheiten“.

Bewerben können sich Jugendgruppen und Schulklassen, die zwischen Januar 2019 und März 2020 eine deutsch-polnische Jugendbegegnung zu einem dieser Themen abgehalten haben. Es gibt fünf Preise zu gewinnen, die mit jeweils 500 Euro dotiert sind.

Bei dem anderen Wetbewerb prämiert die Stiftung die besten Schulaufsätze und Medienprojekte unter dem Motto „Europa im Alltag“ und zur Frage, wie Europa jungen Menschen in Polen in ihrem Alltag begegnet. Teilnehmen können polnische Schulklassen mit erweitertem Deutschunterricht aller Altersstufen. Einzureichen sind klassische Aufsätze oder kreative Medienprojekte. Auch hier stehen fünf Preise und jeweils 500 Euro zur Verfügung. Der Einsendeschluss für beide Wettbewerbe ist am 31. August 2020.

Die Preise 2019 gingen unter anderem an Schülergruppen in Neustadt bei Coburg und Osnabrück und an die Stiftung für die Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz sowie an drei Schulprojekte in Polen. 

Zur aktuellen Ausschreibung mit weiteren Informationen gelangen sie hier.

Kontakt: über Comundialis-Stiftung, Luxemburger Straße 124/Büro 208, 50939 Köln, Telefon: : +49 221 43082467, E-Mail: info(at)comundialis-stiftung.de

Demografiepreis Sachsen-Anhalt 2020 ausgelobt (Bewerbungen bis 8. September 2020)

8. Juli 2020

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat zum achten Mal den Demografiepreis ausgelobt. In drei Kategorien sollen innovative und nachhaltige Projekte zur Gestaltung des demografischen Wandels in Sachsen-Anhalt geehrt werden. Darunter sind umgesetzte Vorhaben, die das berufliche Umfeld für Fach- und Nachwuchskräfte attraktiver gestalten oder Initiativen, die die Lebensqualität für Menschen aller Altersgruppen im urbanen und ländlichen Raum positiv verändern.

Bewerben können sich engagierte Personen, Vereine und Institutionen mit Projekten, Ideen und Aktivitäten zum Thema demografischer Wandel. Erfolgreich umgesetzte Ideen sind ebenso gesucht wie erst kürzlich gestartete Projekte. Neben einer möglichen Auszeichnung wird zusätzlich das Engagement mit einem Preisgeld honoriert. Bewerbungsschluss ist der 8. September 2020.

Weitere Informationen einschließlich Kurzbewerberbogen finden sich auf dem Demografieportal.

Fachforum für die Koordinierungsstellen mit erfreulicher Resonanz: Die 8. IKOE-Ideenwerkstatt der AGSA in Barby

1. Juli 2020

Das beliebte Veranstaltungsformat der IKOE-Ideenwerkstatt des gleichnamigen Projekts der AGSA e.V. fand mit der nunmehr achten Werkstatt in Barby (Salzlandkreis) seinen vorläufigen Abschluss. Beiträger des gelungenen anderthalbtägigen Fachaustauschs waren einmal mehr Akteurinnen und Akteure der landesweiten Koordinierungsstellen für Integration gemeinsam mit Dirk Gödde vom Landesverwaltungsamt. Das Format war 2016 vom gleichnamigen Projekt ins Leben gerufen worden.

Einmütig begrüßt wurde die Fortsetzung der Ideenwerkstatt, auch wenn mit dem Auslaufen des Projekts IKOE II zum 30. Juni dieses Jahres der nahtlose Anschluss mit IKOE III noch nicht gesichert ist. Während für Dirk Gödde der persönliche Kontakt mit den Koordinierungsstellen und der dadurch ermöglichte vertiefte persönliche Einblick den größten Mehrwert bietet, fühlt sich Susanne Reinhardt als Koordinatorin des Landkreises Harz "mit und nach der IKOE-Werkstatt gestärkt in dem, was ich tue". Und für den Integrationskoordinator des Salzlandkreises, Marco Schmoldt, "fördert der persönliche Kontakt das gegenseitige Verständnis".

Genügend Gründe also, der nachhaltigen Fortentwicklung dieses Fachforums zur Integration in Sachsen-Anhalt weiterhin das Engagement zu schenken - einerseits durch Weiterführung des Bewährten, andererseits durch die Weiterentwicklung der Ideenwerkstatt etwa zu einem Netzwerk.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der entsprechenden IKOE-Seite.

Kleines Jubiläum: Zehnter Newsletter Integration des Altmarkkreises Salzwedel erschienen

29. Juni 2020

Der Altmarkkreis Salzwedel hat seinen zehnten Newsletter Integration vorgelegt. Schwerpunkte auch der Jubiläumsausgabe bilden die aktualisierten Integrationsangebote sowie Zuständigkeiten von Behörden und Ämtern des Landkreises. Zugewanderte sowie Ehren- und Hauptamtliche bekommen darüber hinaus Informationen etwa über Sprachkurse, Beratungs- und Betreuungsstellen sowie über Begegnungsstätten und Vereine. 

Der diesmal 39 Seiten umfassende Newsletter enthält zudem unter anderem ein Porträt der Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“. Ferner wird als Lesetipp der Forschungsbericht „Integration von Geflüchteten im ländlichen Raum“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vorgestellt. - Der erste Newsletter Integration erschien im Herbst 2017.

Bei Interesse an einer aktuellen Druckausgabe bitte per E-Mail an Integrationskoordinatorin Inka Ludwig (Inka.Ludwig@altmarkkreis-salzwedel.de) wenden. Außerdem sind auf dieser Internetseite des Altmarkkreises sämtliche Newsletter (1-10) zum Nachlesen archiviert.

„Bildungsbeutel“ mit Laptop, Drucker und Maus für Zuwanderer-Familien

26. Juni 2020

Dank der Corona-Nothilfe des Deutschen Kinderhilfswerks sind 30 Familien aus Sachsen-Anhalt mit insgesamt 120 Kindern und Jugendlichen jeweils mit Laptop, Drucker, Computer-Maus und weiteren Materialien ausgestattet worden. Die Geräte sollen Familien beim Schulunterricht in den eigenen vier Wänden („Homeschooling“) unterstützen. Die beschenkten Familien leben in Halle, Dessau-Roßlau, Magdeburg und Burg.

„Endlich nicht mehr mit dem Smartphone Hausaufgaben machen“, rief ein Junge aus, dessen Familie einen dieser vom Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) gepackten „Bildungsbeutel“ erhielt. „Zugewanderte Familien mit wenig Informationen über das Bildungssystem, die unter prekären sozialen Bedingungen leben, werden im Homeschooling besonders benachteiligt“, sagte der Elternberater von LAMSA in Magdeburg und Burg, Aras Badr.

Die Aktion sei zwar erfreulich für die 30 Familien, erklärte LAMSA-Geschäftsführer Mamad Mohamad, aber dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Laptops und Drucker seien Schulmaterialien und sollten allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden.  

Zur Pressemitteilung.

Kontakt: Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA e.V., Telefon: +49 0345 171 94 051, E-Mail:  mamad.mohamad@lamsa.de

Weiterhin hoher Bedarf an interkulturellen Öffnungsprozessen – Bilanz des IKOE-Projekts der AGSA nach zweijähriger Laufzeit

24. Juni 2020

Das IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. hat vor Gästen aus Politik, Verwaltung, Bildungsarbeit und dem Integrationsbereich seine Ergebnisse nach gut zweijähriger Projektarbeit vorgestellt. Bei der Abschlussveranstaltung im einwelt haus in Magdeburg bilanzierte das IKOE-Team um Dr. Katja Michalak Erfahrungen und Erfolge beim Integrationsmanagement sowie bei der politischen Bildungsarbeit und der Trainerinnenqualifizierung. Beachtung fanden auch die interkulturelle Kompetenzschulung bei Auszubildenden von Stadtverwaltungen und die Initiative zum Aufbau eines Fachverbunds für die ostdeutschen Bundesländer.

Die Staatssekretärin und Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck betonte in ihrem Grußwort die Rolle von Verständigung und Einfühlungsvermögen in der Interkulturellen Öffnungsarbeit. Empathie und Blickwechsel würden zeigen, dass das Thema von IKÖ zugleich das Thema eines umfassenden, verständnisorientierten und nichtdiskriminierenden Ansatzes ist. Der AGSA-Vorstandsvorsitzende Gerhard Miesterfeldt ergänzte diesen Leitgedanken in seinem Grußwort: "An dem Thema werden wir dranbleiben müssen."

Wertschätzend gegenüber dem IKOE-Projekt äußerte sich auch der Soziologe Dr. Thomas Ketzmerick aus Halle. Nun gelte es, bei einer bleibend hohen Nachfrage an Angeboten und Strukturen die Veränderungsbereitschaft in öffentlichen Behörden und Organisationen möglichst kontinuierlich und nachhaltig weiter zu bedienen.

Letztlich waren sich das Projektteam und die Gäste einig: Sachsen-Anhalt braucht Angebote und Strukturen zur Vermittlung interkultureller Kompetenz, und das ist „ganz sicher eine Daueraufgabe“ (Susi Möbbeck). So ist zur Fortsetzung der Projektförderung durch den AMIF-Fonds und das Land Sachsen-Anhalt beantragt. – Zum vollständigen Bericht des IKOE-Teams.

Naumburg: IKÖ-Medienfachtag führte Akteurinnen und Akteure aus ostdeutschen Bundesländern zusammen

22. Juni 2020

Der zweite überregionale Medienfachtag "IKÖ" konnte kürzlich in Naumburg in Präsenzvariante durchgeführt werden. Die vom IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) ausgerichtete und organisierte Veranstaltung fand in Kooperation mit dem IKOE-Projekt in Thüringen und dem Integrationsportal Sachsen-Anhalt statt. Den Schwerpunkt des umfangreichen Programms bildete die Zielgruppenansprache im Kontext Interkulturelle Orientierung und Öffnung.

Mit 13 Teilnehmenden aus drei Bundesländern stand damit ein Querschnittsthema der öffentlichkeitswirksamen Kommunikation in unterschiedlichen Projektkontexten von IKÖ-Formaten im Zentrum. Kursleiter Mark Hörstermann (Quedlinburg), unterstützt vom langjährigen AGSA-Geschäftsführer Michael Marquardt, moderierte als Kommunikationsberater eine bewegte Diskussion. Als Arbeitsgrundlage dienten Medienbeispiele aus den jeweiligen Projekten, die auch aus Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern kamen. Einmal mehr zeigte sich: Eine Standardlösung für die vielfältigen Anspracheformate gibt es nicht, und auch das Vermeiden von Vorurteilen ist ein wichtiger Aspekt beim Versuch, das Thema wirkungsvoll im öffentlichen Raum zu platzieren.

Mit Blick auf die vielfältigen Resultate der Veranstaltung hob Karsten Wiedener vom beteiligten Integrationsportal der AGSA den allen Mitwirkenden bewussten Mehrwert einer länderübergreifenden gemeinsamen Verständigung zu dem Schlüsselthema und Handlungsfeld Interkulturelle Öffnung hervor. "Hier sollten wir gezielt anknüpfen. Und auch das Integrationsportal sieht hier eine gute Möglichkeit, sich konstruktiv einzubringen, als Impulsgeber ebenso wie für die professionelle Rückmeldung".

Den vollständigen Bericht können sie hier nachlesen.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., IKOE - Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt, einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-240

Vor 20 Jahren wurde der Mosambikaner Alberto Adriano ermordet – Dessauer „Tag der Erinnerung“ widmete sich Opfern rechter Gewalt

19. Juni 2020

In Dessau-Roßlau ist an die Ermordung des Mosambikaners Alberto Adriano durch drei rechte Schläger vor 20 Jahren erinnert worden. Zwar hatten bei dem traditionellen „Tag der Erinnerung“ am 11. Juni die Organisatoren wegen der Corona-Einschränkungen das ursprünglich geplante Programm ändern müssen, zudem wurde auf Ansprachen verzichtet. Jedoch konnte das Thema auf digitalen Wegen breit in die Öffentlichkeit getragen werden. Im Mittelpunkt standen neben dem Gedenken und Hintergründen Aufrufe zu einem stärkeren Engagement gegen Rassismus und rechte Gewalt. Auch an 13 anderen bekannten Tatorten rechter Morde gab es am 11. Juni Blumenniederlegungen.

Zunächst wurden unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln an der Gedenkstele für Adriano im Stadtpark Kränze und Blumen niedergelegt. Es beteiligten sich unter anderem die Staatssekretärin im Landesministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Susi Möbbeck, der Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby sowie Vertreter der Stadt, des Landtags, des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt, des Multikulturellen Zentrums Dessau (MKZ) und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA). Im Anschluss wurde auch dem 2008 in der Parkanlage am Hauptbahnhof ermordeten Obdachlosen Hans-Joachim Sbrzesny gedacht.

Den Tag über sendete Radio Corax (Halle) Sonderberichte zum „Tag der Erinnerung“ und über rechte Gewalt. Außerdem fand ein Webinar zur Situation von Vertragsarbeitern in Ostdeutschland vor und nach dem Ende der DDR statt. Aktionen und Inhalte des Tages sowie Fotos - auch von Gedenken in anderen Orten - wurden auf dem Blog „Warum Adriano?“ zusammengefasst. Auf der Internetseite des MKZ sind Redemanuskripte und Statements verzeichnet, und zwar von Razak Minhel (MKZ), Susi Möbbeck, Robert Fietzke (Flüchtlingsrat), Manja Lorenz (AGSA), Karamba Diaby und Sabrina Nußbeck, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Finanzen der Stadt Dessau-Roßlau.

Internetseite DENKMAL EUROPA als besondere Empfehlung für Familien und Schulprojekte

16. Juni 2020

Die Architektenkammer Sachsen-Anhalt und das hiesige Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie haben für den Besuch der Internetseite DENKMAL EUROPA geworben. Es handele sich um eine anregende Plattform für Familien und für Schulprojekte sowie um ein Wortspiel, das den Anspruch der 2018 in Leipzig zur Messe „denkmal“ freigeschalteten Seite spiegelt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Seither inspiriere DENKMAL EUROPA nicht nur Kinder zu lokalen Zeitreisen in und durch den Kontinent.

Die Seite enthält Anregungen, um spielerisch Interesse an den oft schwer vermittelbaren Themen Denkmalpflege, Architektur, Baukultur und Europa zu wecken. Zwölf Denkmalgeschichten vereinen Erzählungen, Zeichentrickfilme und Forschungselemente. Vorwissen ist nicht erforderlich.

Die Themen haben viele aktuelle Bezüge – so heißt etwa ein Bereich „Bauen für Flüchtlinge“ mit Hinweisen auf Flüchtlingsbewegungen bereits im 17. und 18. Jahrhundert. An denkmalgeschützten Gebäuden aus Sachsen-Anhalt werden zum Beispiel die Lutherstätten in Wittenberg und ihre historische Verbindung mit der Kirchenreformation ab 1517 vorgestellt. - DENKMAL EUROPA entstand aus Anlass des Europäischen Kulturerbejahres 2018 auf Initiative der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL).

Kontakt: Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL), c/o Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Schloss Biebrich/Westflügel, 65203 Wiesbaden; E-Mail: info@denkmal-europa.de

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert Multiplikatorenschulungen - Anträge bis 31. August 2020 online möglich

15. Juni 2020

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat seine Ausschreibung für die Förderung von Multiplikatorenschulungen 2020 im Internet veröffentlicht. Diese Weiterbildungen sollen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte dabei helfen, sich für ehrenamtliches Engagement zu qualifizieren. Gefördert werden ein- oder mehrtägige Multiplikatorenschulungen. Der benötigte Zuschuss sollte dabei 5.000 Euro nicht unterschreiten und eine Höchstgrenze von 15.000 Euro haben. Entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten sind von den Trägern Eigen- bzw. Drittmittel zu erbringen.

Anträge können bis spätestens 31. August 2020 (24.00 Uhr) gestellt werden. Sie werden nach dem Zeitpunkt des Eingangs bearbeitet und bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen schrittweise bewilligt. Bis zum 15. Dezember 2020 müssen bewilligte Schulungen komplett abgeschlossen sein.

Die Ausschreibung („Interessenbekundungsverfahren“) mit Hinweisen zum Ausfüllen der Online-Anträge sind diesem Merkblatt zu entnehmen. Es gibt auch Auskunft unter anderem über Ziele und inhaltliche Schwerpunkte der Förderung bzw. der Schulungen.

Kontakt/Rückfragen: werktags zwischen 9.00 und 11.30 Uhr über Telefon +49 911 943-16341

Aktuelle Analyse des BAMF: Ungelöste Probleme außerhalb von Kursen hemmen Spracherwerb von Flüchtlingen

15. Juni 2020

Die Problemlagen von geflüchteten Integrationskursteilnehmern, die über den Spracherwerb hinausgehen, stehen im Mittelpunkt der Kurzanalyse 3/2020 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Untersucht wurden laut Pressemeldung sowohl die Bedarfe als auch die Nutzung von Migrationsberatungen. Insgesamt stellten die Autoren vier Kategorien von Hilfebedarfen unabhängig vom Spracherwerb fest: Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten, Hilfe bei der Wohnungssuche, Hilfe bei der Arbeitssuche und bei Bewerbungen sowie Orientierungshilfe in Bildungsfragen. Der größte ungedeckte Hilfebedarf besteht bei der Arbeitssuche (64 Prozent der Befragten).

Ungelöste Problemlagen und nicht gedeckte Hilfebedarfe der geflüchteten Integrationskursteilnehmer wirken sich laut Analyse häufig auch negativ auf den Spracherwerb im Kurs aus. Sie äußern sich etwa durch Ablenkung, Konzentrationsstörungen und Motivationsverlust und können im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Betroffenen den Kurs abbrechen. Die Studie zeigte ferner, dass Bekanntheit und Nutzung der Jugendmigrationsdienste (JMD) und Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) „noch ausbaufähig“ sind.

Ausgewertet wurden Interviews mit Lehrkräften, Kursteilnehmern und -trägern sowie Daten von Befragungen Geflüchteter 2016 und 2017. - Die vollständige Analyse kann hier nachgelesen werden (PDF-Datei, 13 Seiten).

EUROCAMP Sachsen-Anhalts diesmal mit virtuellem Programm für die Jugend des Kontinents

15. Juni 2020

Eigentlich sollte im Juli in Bernburg das 29. EUROCAMP des Landes Sachsen-Anhalt stattfinden; bis Anfang März hatten sich mehr als 100 junge Europäerinnen und Europäer auf die 50 Plätze beworben. Dann aber wurden die Staatsgrenzen in Europa wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Auf der Suche nach Möglichkeiten für die weitere Planung verschickte das Projektteam um Daniel Adler und Linda Koch bei der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. Online-Umfragebögen und veranstaltete Online-Treffen mit den Teilnehmenden. Unterschiedliche Einschätzungen und Wünsche vereinten sich zu einem Online-Format im Sommer 2020 mit einer persönlichen Begegnung im Sommer 2021.

Das Projektteam und die Teilnehmenden entschieden sich für einen zweiwöchigen Probelauf mit einem abwechslungsreichen Online-Angebot vom 25. bis 29. Mai sowie vom 1. bis 5. Juni. Im Mittelpunkt stand der kulturelle Austausch. Bereits am ersten Testlauf beteiligten sich rund 35 junge Menschen aus gut 15 Ländern.

Das Projektteam zog ein positives Fazit. „Ich war von der Atmosphäre beeindruckt. Am ersten Abend gab es Live-Musik, und das hat mich auch vor dem Bildschirm gefesselt“, sagte Daniel Adler. Demnächst wird die Probephase ausgewertet und die Planung des Online-EUROCAMPS vom 17. bis 23. August 2020 fortgesetzt. Die Teilnahme für junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre) aus Sachsen-Anhalt ist möglich. - Weitere Informationen und Anmeldung über eurocamp@agsa.de.

Das erste EUROCAMP fand 1992 in Schlaitz statt. Seitdem trafen sich insgesamt mehr als 2.000 junge Menschen aus rund 34 Ländern Europas an 23 verschiedenen Orten in Sachsen-Anhalt.

Termin: Online-EUROCAMP vom 17. bis 23. August 2020

Kontakt: Fachbereichsleitung Europa / Internationale Jugendarbeit, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371 210, E-Mail: daniel.adler@agsa.de

„Erzähl von Dir“ - Schreibcafé für zugewanderte und geflüchtete Menschen

12. Juni 2020

Der Malteser Hilfsdienst in Magdeburg hat das Schreibcafé "Erzähl von Dir" für zugewanderte und geflüchtete Menschen ins Leben gerufen. Es soll trotz der Corona-Kontaktbeschränkungen Begegnungen ermöglichen und dazu beitragen, mit Hilfe des schriftlichen Austauschs Deutschkenntnisse zu verbessern und anzuwenden. Der Schriftverkehr läuft per E-Mail – wer sich beteiligen möchte, wird gebeten, zunächst sein Interesse beim Malteser Hilfsdienst zu bekunden (schreibcafeST(at)malteser.org).

Anreiz für das Schreiben könnten Fragen wie etwa nach Heimatgefühlen oder Sehnsüchten sein. Wenn jemand Interesse an Brieffreundschaften äußert, könnte der Malteser Hilfsdienst vermitteln.

Kontakt: Malteser Comes, Neustädter Bierweg 15, 39110 Magdeburg

Willkommen in Sachsen-Anhalt: Neues Onlineportal für das WelcomeCenter

8. Juni 2020

Für das WelcomeCenter Sachsen-Anhalt ist am 2. Juni ein neues, grundhaft überarbeitetes Onlineportal mit einem erweiterten Unterstützungsangebot freigeschaltet worden. Das Portal führt Fachkräfte und Unternehmen durch den Dschungel der Bürokratie und berät bei allen Fragen der Zuwanderung, der betrieblichen Integration sowie zum Leben und Arbeiten in Sachsen-Anhalt, wie es in der Pressemitteilung hieß.

Zu den 115 Teilnehmern der virtuellen Veranstaltung gehörte Staatssekretärin Susi Möbbeck vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes, die die Internetseite symbolisch mit dem Durchschneiden eines Bandes öffnete. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern - dem Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) und dem IQ Netzwerk – wurde das Angebot als Ergänzung zu einschlägigen Bundesstrukturen und -portalen vorgestellt.

Das 2015 gestartete WelcomeCenter Sachsen-Anhalt fungiert als zentrale Informations- und Anlaufstelle des Landes für Fachkräfte und Ausbildungsinteressierte, die aus anderen deutschen Bundesländern oder aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt ziehen bzw. dies erwägen, sowie für Unternehmen. Zugleich ist das Center ein Angebot der Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“. Letztere wird im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration umgesetzt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes gefördert.

Kontakt: Telefon +49 391 6054 506, E-Mail info@welcomecenter-sachsen-anhalt.de

Nach Beendigung der fünfwöchigen Quarantäne: neues Konzept für Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt

8. Juni 2020

Nach der Aufhebung der fünfwöchigen Corona-Quarantäne in der Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt (ZASt) in Halberstadt ist die Einrichtung umstrukturiert worden. Laut einem MDR-Bericht hat ZASt-Leiter Eckhardt Stein zusammen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz und dem Sozialministerium ein Konzept erarbeitet, das schon größtenteils umgesetzt wurde. Es beinhalte etwa Festlegungen zur Einhaltung der Hygieneregeln.

Die Asylbewerber sollen aber auch regelmäßig auf Symptome untersucht werden. Als wichtigster Teil des Corona-Konzepts gelte, die Bewohner voneinander zu trennen und die Auslastung der Einrichtung zu verringern. Außerdem werde penibel auf Sauberkeit geachtet, und unter den Flüchtlingen seien Hygiene-Beauftragte ernannt worden.

In der ZASt waren im März noch 850 Flüchtlinge untergebracht, laut MDR sind es derzeit 490. Die Quarantäne war Ende März nach dem ersten positiven Corona-Befund in der Einrichtung verhängt und am 3. Mai aufgehoben worden. Bislang wurden 136 Bewohner als positiv getestet (auflaufend). Seit Mitte Mai hat das Gesundheitsamt keine neuen Infektionsfälle mehr in der ZASt verzeichnet.

Bewohner hatten anfangs gegen Isolation, hygienische Bedingungen und angeblich unzureichendes Essen protestiert. Das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt forderte eine Schließung der Anlage, zum Quarantäne-Abschluss verlangte das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. eine sofortige Umverteilung der ZASt-Bewohner auf die Landkreise (siehe Pressemitteilung).

Ort und Kontakt: Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt, Friedrich-List-Straße 1A, 38820 Halberstadt, Telefon: +49 3941 6640