Menu
menu
Pexels

Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Staatssekretärin Möbbeck fordert sofortigen Abschiebestopp in den Iran

Zum Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November hat Sachsen-Anhalts Sozialstaatssekretärin und…

MS

Zuwendungsbescheid überreicht: Landesweit agierende Beratungsstelle für migrantische Arbeitskräfte bis 2025 gesichert

Die im Rahmen des Europäischen Sozialfonds geförderte Fachstelle „Beratung migrantischer Arbeitskräfte“ (BemA) in Sachsen-Anhalt hat einen…

AKTUELL

SV Blau-Weiß Grana wurde für sein Engagement für Geflüchtete mit dem Julius-Hirsch-Preis des DFB geehrt

Für sein Engagement zugunsten von geflüchteten Menschen hat der SV Blau-Weiß Grana aus dem südlichen Sachsen-Anhalt am 7. November den Julius-Hirsch-Preis 2022 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhalten.

Der erste Preisträger, der SV Blau-Weiß Grana aus einem Ortsteil der Gemeinde Kretzschau bei Zeitz, setze sich seit Jahren für die Integration von geflüchteten und sozial benachteiligen Menschen ein, erklärte der DFB in Frankfurt am Main. In der ersten Mannschaft des Kreisligisten würden Spieler aus zwölf Nationen vertreten sein. Die feierliche Preisverleihung fand am 7. November in Dresden statt.

Der DFB hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben, beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ist ein Filmbeitrag (1:28 min) abrufbar.

Überregional bekannt wurde Blau-Weiß Grana (Burgenlandkreis) durch die vierteilige MDR-Dokumentation „They call us Ausländerteam“ („Sie nennen uns Ausländerteam“). Die vier Folgen sind in der ARD MEDIATHEK hier abrufbar. 

Der Dachverband Lernort Stadion e. V. und das Netzwerk Erinnerungsarbeit (Netz E) des Hamburger SV bekamen laut DFB den zweiten und dritten Preis für ihre langjährige Arbeit in den Bereichen Erinnerungskultur und Demokratieförderung im und durch den Fußball. Der Ehrenpreis der Jury ging an Burak Yilmaz. Der in Duisburg als Sohn türkisch-kurdischer Eltern geborene Pädagoge und Autor setzt sich seit vielen Jahren aktiv gegen Antisemitismus ein. 

Die drei Preise sind mit jeweils 7.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden jedes Jahr Projekte und Initiativen, die sich in öffentlich wahrnehmbarer Form für Demokratie und Menschenrechte und gegen Antisemitismus, Rassismus, Extremismus und Gewalt wenden.

Der Preis erinnert an Julius „Juller“ Hirsch (1892-1945), der vor dem Ersten Weltkrieg zu den bekanntesten Fußballern in Deutschland zählte. Der deutsche Nationalspieler jüdischen Glaubens wurde mit dem Karlsruher FV und der Spielvereinigung Fürth Deutscher Meister. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann ihn wie für Millionen weiterer Opfer der NS-Diktatur ein Leidensweg. Im März 1943 wurde Julius Hirsch in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Kontakt: Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB), DFB-Campus, Kennedyallee 274, 60528 Frankfurt am Main, Telefon:+49 69 67 88 0, E-Mail: info(at)dfb.de
SV Blau-Weiß Grana e.V., Hasselweg 8, 06712 Grana, E-Mail: info@blau-weiß-grana.de

9. November 2022

Sonderausstellung WE ARE PART OF CULTURE & WESENsART in Magdeburg bis Ende dieses Jahres verlängert

Die im August eröffnete Doppelausstellung im einewelt haus in Magdeburg, mit der sich ein fachübergreifendes Organisationenbündnis an den CSD-Tagen beteiligt hat, wurde bis Ende 2022 verlängert.

Die Kunstausstellung WE ARE PART OF CULTURE zeigt queere Persönlichkeiten von der Antike bis heute, die die europäische Gesellschaft und Kultur nachhaltig geprägt haben. Die Portraits wurden von national und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern für die Präsentation entwickelt.

Die Ausstellung schaffe Vorbilder und Identifikationsfiguren und zeige, dass lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Personen schon immer die Gesellschaft entscheidend mitgeprägt hätten, hieß es hier.

Gemeinsam mit dem EINE-WELT-Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V., der .lkj) Sachsen-Anhalt und der WESENsART Papeterie zeigt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) die Ausstellung nun wegen der positiven Resonanz noch bis 31. Dezember im einewelt haus. Die Magdeburger Künstlergruppe WESENsART ergänzt die Schau um Aquarelle von Persönlichkeiten, die entscheidend für queer-feministische Kämpfe waren und noch heute sind.

Vorgestellt werden zum Beispiel die Tänzerin Josephine Baker (1906-1975), die Autorin Virginia Woolf (1882-1941), die Schauspielerin Marlene Dietrich (1901-1992), der Komponist Peter Tschaikowsky (1840-1893), die Dichterin Sappho (um 630/612 v. Chr.-um 570 v. Chr.), König Friedrich II. von Preußen (1712-1786) und der Sänger der Rockgruppe Queen, Freddie Mercury (1946-1991). Die Biografien sind über einen vor Ort zu scannenden QR-Code sowie an dieser Stelle in acht Sprachen abrufbar.

Lesen sie hier einen weiteren bebilderten Bericht u.a. über einen Ausstellungsrundgang.

Die Ausstellung war anfangs in die CSD-Aktionswochen in Magdeburg (5. bis 21. August) eingebettet und sollte am 30. September enden; danach wurde sie zunächst bis 31. Oktober verlängert. CSD ist die Abkürzung für Christopher Street Day. Der 2011 gegründete CSD Magdeburg e.V. organisiert neben den jährlichen Aktionswochen, der traditionellen Demonstration und dem Stadtfest viele weitere Veranstaltungen.

Ort: einewelt haus, Saal und Flur

Eine Besichtigung ist nach vorheriger Anmeldung montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr möglich.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-200, E-Mail: info@agsa.de

9. November 2022

Umfangreiches Programm der "Tage der jüdischen Kultur und Geschichte" in Magdeburg (bis 26. November)

Rund 25 einzelne Veranstaltungen stehen auf dem Programm der diesjährigen "Tage der jüdischen Kultur und Geschichte" in Magdeburg, zu denen noch bis 26. November eingeladen wird.

Den Auftakt bildete ein Konzert am 18. Oktober im Forum Gestaltung mit der Verleihung des Hermann-Spier-Preises des Fördervereins „Neue Synagoge Magdeburg“ an Beate Seibert von der Arbeitsgemeinschaft Magdeburg der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Es musizierten Karsten Troyke und El Alemán (Gesang/Gitarre).

Der Preis, der seit 2013 verliehen wird, erinnert an den an den letzten Kantor und Lehrer jüdischer Kinder in Magdeburg während der Zeit des Nationalsozialismus, Hermann Spier (1885-1942).

Geplant sind bis 26. November unter anderem weitere Konzerte sowie Vorträge, Buchlesungen, Theaterdarbietungen, auch fand eine Führung über den Israelitischen Friedhof (Fermersleber Weg 40-46) statt. Zu den Veranstaltungsorten gehören das Forum Gestaltung, das einewelt haus, das Kulturhistorische Museum und die Stadtbibliothek.

Eingebettet in das Gesamtprogramm war auch ein zentrales Pogromgedenken am 9. November. Die Magdeburger „Tage der jüdischen Kultur und Geschichte“ finden bereits zum 15. Mal statt.

Kontakt (u.a.): Forum Gestaltung Magdeburg, Brandenburger Straße 9-10, 39104 Magdeburg, Telefon: 49 391 99087611, E-Mail: info@forum-gestaltung.de

9. November 2022

Erfahrungen von Ostdeutschen mit und ohne Migrationsgeschichte sind Schwerpunkt einer neuen Broschüre

„Migrationsgesellschaft und Transformationsgesellschaft in Ostdeutschland“ lautet der Titel einer neuen Broschüre, die der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband russischsprachiger Eltern (BVRE) entwickelt hat.

Den Schwerpunkt der Publikation bilden Zeitzeugengespräche mit Menschen aus Ostdeutschland mit und ohne Migrationsgeschichte, wie es in einer Mitteilung dazu heißt.

Die Protagonisten berichten über ihr Leben und ihre Erfahrungen in den Jahren der Transformation in Ostdeutschland und heute. Die Interviews machen verschiedene Blickwinkel auf die Transformationsjahre in Ostdeutschland sichtbar – jene mit und ohne Migrationshintergrund.

Ziel ist den Angaben zufolge die Ermutigung lokaler ostdeutscher Akteure, sich dieses Themas vor Ort anzunehmen und das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft als Ausgangspunkt zu nehmen, um einen vielfältigen Blick auf die Transformationsjahre vor Ort zu werfen.

Zum Zeitpunkt der Grenzöffnung im November 1989 lebten in der DDR laut Mitteilung 16,43 Millionen DDR-Bürger und gut 192.000 ausländische Staatsangehörige. Damit machten diese zum damaligen Zeitpunkt lediglich 1,2 Prozent der Gesamtbevölkerung der DDR aus. 

Der Band umfasst auch ausdrucksstarke Montagen, auf denen am gleichen Ort aufgenommene Motive aus der DDR-Zeit Bildern gegenübergestellt sind, die 30 Jahre später aufgenommen wurden. Die Fotos stammen von Mahmoud Dabdoub, der 1981 im Alter von 23 Jahren aus dem Libanon in die DDR gekommen war und heute in Leipzig lebt.

Die Broschüre erscheint im Rahmen des Kompetenznetzwerkes „Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“; sie kann als Druckausgabe kostenfrei in der Geschäftsstelle des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie bestellt oder an dieser Stelle heruntergeladen werden (Dateigröße: rund 4 MB).

Bibliographische Angaben: Deniss Hanovs, Dennis Rifel, Anastasia Sudzilovskaya, Anja Treichel, Ruth Wunnicke (Hrsg.), „Migrationsgesellschaft und Transformationsgesellschaft in Ostdeutschland“, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V., 2022, 162 Seiten, ISBN: 978-3-9824031-6-8

4. November 2022

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt hat neuen Vorstand gewählt – Dennis Butewitz übernimmt Vorsitz

Die Auslandsgesellschaft Sachsen–Anhalt e.V. (AGSA) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 6. Oktober im einewelt haus in Magdeburg turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt.

Den Vorsitz übernahm Dennis Butewitz von der Sozial-kulturellen Vereinigung „Meridian“ e.V. (SKV Meridian). Er hatte bislang die Funktion des Stellvertretenden Vorsitzenden inne.

Mitglieder des neuen AGSA-Leitungsgremiums sind außerdem als Stellvertretender Vorsitzender Janos Raduly (ungarn mitten in Sachsen-Anhalt e.V.), als Schatzmeister Pascal Begrich (miteinander e.V.) sowie die Beisitzerin Elke Orlowski (Institut für Berufspädagogik Magdeburg e.V.) und der Beisitzer Rotyslaw Kukhlenko, (Deutsch-Ukrainische Vereinigung Sachsen-Anhalt e. V.). Zu Kassenprüferinnen wurden Vu Thi Hoang Ha und Elena Klein gewählt. 

Die AGSA dankte Gerhard Miesterfeldt ausdrücklich für sein langjähriges tatkräftiges Wirken im Vorstand, davon die vier vergangenen Jahre als Vorsitzender. Zudem dankte die AGSA Vu Thi Hoang Ha, die sich zwei Legislaturen lang als Beisitzerin im Vorstand engagierte.

Der AGSA gehören als Dachverband mehr als 45 Mitgliedsorganisationen an, die sich überwiegend ehrenamtlich für ein demokratisches Miteinander in Vielfalt einsetzen. Seit 1996 ist die AGSA zudem Träger des einewelt hauses in Magdeburg.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4,| 39104 Magdeburg, Telefon: +49 (0)391 5371-200, E-Mail: info@agsa.de

17. Oktober 2022

Imagefilm „Europa in Sachsen-Anhalt – Sachsen-Anhalt in Europa“ abrufbar

Die Landesregierung hat auf ihrem YouTube-Kanal einen neuen Imagefilm mit dem Titel „Europa in Sachsen-Anhalt – Sachsen-Anhalt in Europa“ veröffentlicht.

In dem 7:09 Minuten langen Video wird unter anderem die Verwendung von EU-Fördermitteln am Beispiel einer Schiff- und Metallbaufirma aus Havelberg und eines in Magdeburg ansässigen Bildflugunternehmens erläutert. Zu Wort kommen außerdem Sachsen-Anhalts Europaminister Rainer Robra sowie eine Vertreterin des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Robra ist auch Staatsminister und Chef der Staatskanzlei sowie Kulturminister des Landes.

Der Film wurde kurz vor der 90. Konferenz der Europaministerinnen und Europaminister der Länder (EMK) am 28. und 29. September in Dessau-Roßlau ins Netz gestellt. Sachsen-Anhalt hatte am 1. Juli den Vorsitz der EMK übernommen. Damit koordiniert das Land ein Jahr lang die Europapolitik der 16 deutschen Bundesländer. Sachsen-Anhalt nutze die Chance, um die Zukunft Europas aktiv mitzugestalten und eigene Schwerpunkte zu setzen, heißt es auf der entsprechenden Internetseite der Landesregierung.

Zuständig für übergeordnete Aufgaben des Landes Sachsen-Anhalt wie etwa Medienpolitik, Europapolitik und internationale Zusammenarbeit sowie für den Bereich Kultur ist die Staatskanzlei.

Kontakt: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Hegelstraße 40-42, 39104 Magdeburg, Telefon: + 49 391 567-01, E-Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de 

7. Oktober 2022

Gut besuchte Infobörse ein Höhepunkt in Magdeburg – Interkulturelle Woche mit vielen Veranstaltungen auch in Sachsen-Anhalt

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Orte und Landkreise in Sachsen-Anhalt an der bundesweiten Interkulturellen Woche (IKW) beteiligt, die offiziell bis 2. Oktober lief. Sie stand wie auch 2021 unter dem Motto „#offengeht“. Der Zeitrahmen stellte lediglich eine Empfehlung dar, mancherorts wurde davon geringfügig abgewichen.

Beispielsweise fanden in der Landeshauptstadt Magdeburg bis 4. Oktober rund 40 einzelne Veranstaltungen an etwa 20 Standorten statt. Die Federführung bei der Umsetzung hatte die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt. Dabei war es unerheblich, ob Besucher Migrationserfahrungen haben oder nicht.

Ein Höhepunkt der IKW in Magdeburg war die trotz kühler Temperaturen gut besuchte Infobörse des Integrationsnetzwerkes der Stadt am 27. September. Im Innenhof des Forums Gestaltung ging es etwa um die Themenbereiche Beratung, Arbeit, Spracherwerb, Engagement und Freizeitgestaltung, Kindertagesstätte und Schule.

Vertreten waren unter anderem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Freiwilligenagentur Magdeburg, die Beratungsstelle BemA, der Integrationsbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg, der Caritasverband , Landesinitiative Fachkraft im Fokus Sachsen-Anhalt und die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. mit verschiedenen Projekten.

Kinder und auch Erwachsene beteiligten sich zudem an Glücksrädern, Sprachspielen und Bastelarbeiten, auch wurden arabische und afghanische Leckereien gereicht. Zum Ausklang spielte die Band JIRAN-Nachbarn orientalische Musik.

Zu Gesprächsrunden, Ausstellungen, Konzerten, Filmvorführungen und Lesungen wurde auch in Halle eingeladen (Programmheft). Ein zentrales Anliegen des Netzwerkes für Migration und Integration war es, sowohl durch Information als auch durch persönliche Kontakte und Gespräche ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und zum Abbau von Vorurteilen zwischen Migrantinnen und Migranten und der Mehrheitsgesellschaft beizutragen.

In Dessau-Roßlau, der dritten und kleinsten kreisfreien Stadt in Sachsen-Anhalt, wurde ein Angebot mit zehn Veranstaltungen vorbereitet (Programm). Koordinator war das Multikulturelle Zentrum Dessau.

Auch in den Landkreisen Sachsen-Anhalts war die Angebotspalette abwechslungsreich. So fanden etwa im Landkreis Wittenberg insgesamt 20 Veranstaltungen in Coswig, Elster, Gräfenhainichen, Pretzsch und Wittenberg statt (Programm). Darunter waren neben Lesungen und Konzerten ein „Tag der offenen Tür“ im SALAM-Treffpunkt Wittenberg sowie ebenfalls in der Lutherstadt ein Internationales Märchenfest.

Im Landkreis Jerichower Land warben die Organisatoren für insgesamt gut 40 Angebote (Plakat). Diese waren auf dem Programmfaltblatt aufgeteilt in Veranstaltungen in der Region Genthin (einschließlich der Orte Jerichow, Karow, Parey, Schlagenthin und Steinitz) sowie Burg (mit den Orten Hohenwarthe und Friedensau). In der Dorfkirche Altenplathow fand ein Interkultureller Eröffnungsgottesdienst statt.

Eine zentrale Programmübersicht wurde auch für den Landkreis Anhalt-Bitterfeld veröffentlicht. Unter anderem war in der Landkreisverwaltung in Köthen sogar bis zum 30. Oktober die Sonderausstellung „Der Pascha von Magdeburg – Der Orient in Mitteldeutschland“ zu sehen, in der die Besucher anhand von Bild-Text-Tafeln in die Zeit von Kaiser Otto I. bis in die Gegenwart geführt werden.

Das Programm im Landkreis Stendal hatte bereits am 17. September begonnen. Den Rahmen der IKW hatte am 7. Oktober eine Stadtführung unter dem Motto „Spuren des Kolonialismus in Stendal“ abgeschlossen. Und zum Programm im Saalekreis (der Schwerpunkt lag in Merseburg, Auftakt war schon am 16. September) geht es hier.

In Naumburg, der "Hauptstadt" des Burgenlandkreises, ist online ein zweisprachiges Programm mit bunten Angeboten der IKW abrufbar (Deutsch/Englisch); Weißenfels im Burgenlandkreis hatte zu einem Stadtteilfest eingeladen (Flugblatt). Auch die Stadt Zeitz beteiligte sich wieder an der IKW - das Fest der Kulturen mit Spiel, Spaß und Überraschungen für Kinder wie Erwachsene fand aus organisatorischen Gründen erst vom 10. bis 14. Oktober statt (Pressemitteilung).

Bundesweit abgestimmt wird die IKW von einem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss (ÖVA) mit Sitz in Frankfurt am Main. Stellvertretende Vorsitzende ist übrigens Monika Schwenke, die beim Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V. die Abteilung Migration/Integration leitet und Migrationsbeauftragte des Bistums ist. Sie steht außerdem der Härtefallkommission Sachsen-Anhalts seit dessen Gründung vor 17 Jahren vor.

Kontakt für die Landeshauptstadt Magdeburg: Manja Lorenz, Projektleitung IKW, Telefon: +49 391 5371-207, manja.lorenz@agsa.de

zentral: Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche, Postfach 160646, 60069 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 242314-60, E-Mail: info@interkulturellewoche.de

5. Oktober 2022

Abschluss-Präsentation des erfolgreichen Projektes IKOE III – Interkulturelle Orientierung und Öffnung muss als Querschnittsaufgabe gestärkt werden

Nach rund zwei Jahren Laufzeit hat das Projekt IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt (IKOE III) der Auslandsgesellschaft Sachsen- Anhalt e.V. am 22. September in Magdeburg die von intensiven Prozessbegleitungen geprägte dritte Förderphase im Rahmen einer Abschlusspräsentation beendet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen eine Rückschau auf insgesamt fast sieben Jahren der interkulturellen Öffnungsarbeit durch die Projektleiterinnen Dr. Katja Michalak (bis Ende 2021) und Jana Back sowie ein Ausblick auf zukünftig aus Projektsicht zu bearbeitende Themenbereiche. 

Das Projekt kann auf zahlreiche erfolgreiche Impulse zur Beförderung einer weltoffenen Willkommenskultur vor allem im Kontext Verwaltung zurückblicken: So gehörte zu den ersten Schwerpunkten und einem Meilenstein des Projektes die Interkulturelle Prozessbegleitung im Burgenlandkreis von 2016 bis 2022. In deren Zuge erfolgt im April 2018 die Gründung der Migrationsagentur des Landkreises (MIA) – der bislang einzigen Querschnittsbehörde dieser Art.

Wie eine Evaluation des Projektes durch das Zentrum für Sozialforschung Halle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ergab, konnte daneben als Erfolg verbucht werden, dass die gesteckten Ziele in Zahl und Breite erreicht und sogar zusätzliche Angebote etwa im Weiterbildungsbereich geschaffen wurden. 

Ein weiteres Fazit war aber auch, dass „der Bedarf höher ist als unsere Kapazität“, wie Jana Back betonte. Zudem könne Interkulturelle Orientierung und Öffnung nicht punktuell wirken, sondern müsse ganz im Sinne des Landesintegrationskonzepts als Querschnittsaufgabe (Stichwort Schnittstellenmanagement) gestärkt werden.

Angestoßene Prozesse bedürften der Verstetigung, die durch (befristete) Projektarbeit vor allem mit Blick auf unbedingt notwendige langfristige Begleitung, Implementierung und Monitoring interkultureller Öffnung nicht gewährleistet werden könne. Nötig sei darum zukünftig vor allem auch ein verstärkter Fokus auf interkulturelle Kompetenzentwicklung – mehr Menschen müssten Prozesse selbst initiieren und begleiten können.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Phase der Antragstellung eines Anschlussprojektes für den Zeitraum 2023 bis 2025. Zu den Kernpunkten sollen eine nachhaltige Verankerung von interkultureller Kompetenz sowie Sensibilisierung und Öffnung, interkultureller Dialog, Schnittstellenmanagement und die Pflege und Weiterentwicklung der Anfang 2021 freigeschalteten digitalen Landkarte „Kompass Sachsen-Anhalt“ gehören.

Die IKOE-Fachstelle Interkulturelle Öffnung und Orientierung Sachsen-Anhalt wurde vom AMIF-Fonds der EU und vom Land Sachsen-Anhalt gefördert. Der Start in die dritte Förderperiode war nach bereits zwei erfolgreichen Projektumsetzungen im Dezember 2020 erfolgt.

Für die Zielgruppen (Führungskräfte, Verwaltungsbedienstete, Auszubildende, Multiplikatoren im Haupt- und Ehrenamt und Bildungsorganisationen) wurden Trainings, Workshops, verschiedene Formate von Fachveranstaltungen und Prozessberatung und -begleitung zur Förderung und Unterstützung interkultureller Öffnungsprozesse durchgeführt. 

28. September 2022

„Was lange währt, wird endlich gut“ – Magdeburgs Beirat für Integration und Migration feierte 25-jähriges Bestehen

Magdeburgs Beirat für Integration und Migration hat am 6. Juli mit einer Festveranstaltung sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Programm im Rathaus der Landeshauptstadt stand unter dem Motto „25 Jahre Beirat für Integration und Migration – Rückblick und Ausblick“.

Zu den rund 100 Gästen gehörte unter anderen auch Sachsen-Anhalts Staatssekretärin und Integrationsbeauftragte des Landes, Susi Möbbeck. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Verleihung des Sonderpreises des Beirates für Integration und Migration für langjähriges ehrenamtliches Engagement für Integration in Magdeburg.

Die vom Magdeburger Rotary Clubs gestiftete Auszeichnung erhielt Gabriele Tuljus. Sie wurde für ihr herausragendes Engagement für das Gemeinwohl durch den Einsatz für gelingende Integration gewürdigt und gilt als einer der ersten Menschen in Magdeburg, die sich für die Belange der Menschen ausländischer Herkunft eingesetzt haben.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz konnte sie zum schnellen Einleben in Magdeburg und zur besseren Verständigung zwischen den Kulturen beitragen. Gabriele Tuljus engagierte sich bereits 1991 im Verein „Kontakt International Magdeburg“ und später auch im Verein „Meridian“.

Musikalisch wurde die Feier von der Jazz-Gruppe Jam-Fest und einem ukrainischen Frauen- und Kinderchor umrahmt. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war ein Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Beiräten und Beauftragten für die Belange der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Magdeburg. Sie ließen die Anfänge der Selbstvertretung von Ausländerinnen und Ausländern in Magdeburg und die Weiterentwicklung zum gemeinsamen Beirat von Deutschen und Nicht-Deutschen für die Belange der Integration in Magdeburg Revue passieren. Dabei wurden Perspektive für die Zukunft gemeinsam betrachtet (siehe auch Pressemitteilung).

Grußworte hielten unter anderen Stadtratsvorsitzender Prof. Dr. Alexander Pott und Oberbürgermeisterin Simone Borris. Sie betonte, dass der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung in Magdeburg seit der Gründung des Beirates von 4 auf nunmehr 14 Prozent angestiegen sei. Dies mache die hohe Bedeutung der Integration deutlich. Zudem wies Simone Borris auf den hohen Stellenwert des Beirates als „Schnittstelle“ zur Politik hin. „Wenn wir an einem Strang ziehen, können wir die großen Herausforderungen schaffen“, betonte sie. 

Der Beiratsvorsitzende und Integrationsbeauftragte der Stadt, Krzysztof Blau, lud alle Migrantinnen und Migranten der Stadt dazu ein, sich selbst aktiv bei der Gestaltung der Gesellschaft einzubringen. Dazu biete der Integrationsbeirat eine gute Grundlage. Ohne eine wirkliche Teilhabe, die auch teilen bedeute, sei Integration nicht möglich.

Hintergrund:
Der Beirat für Integration und Migration ist ein Gremium der Landeshauptstadt Magdeburg. Er setzt sich zusammen aus acht Migrant*innen und sieben Stadträt*innen, die vom Stadtrat in den Beirat bestellt worden sind. Er nimmt im Rahmen seiner Satzung unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden die Interessen aller in der Landeshauptstadt Magdeburg lebenden Migrant*innen wahr und wirkt auf die chancengleiche Partizipation aller Bevölkerungsgruppen am Gemeinwesen hin.

Weitere Informationen u.a. zu Sitzungsterminen und den Sprechzeiten des Beirates gibt es hier.

Kontakt: Beirat für Integration und Migration, Der Vorstand, Alter Markt 6, 39090 Magdeburg, Telefon: +49 391 540-2384, E-Mail: integrationsbeirat@stadt.magdeburg.de

7. Juli 2022