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EUmigra-Gesprächsrunde „Europa ist in Magdeburg“. Mangelhafte sprachliche Integrationsangebote für Unionsbürger hemmen Standortattraktivität

„Europa ist in Magdeburg. Perspektiven auf EU-Zuwanderung in Magdeburg und Sachsen-Anhalt“ lautete das Thema einer Diskussionsrunde, zu der die Fach-…

LAMSA e.V.

Geschäftsstelle des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt ist umgezogen

Seit Anfang des neuen Jahres hat die Geschäftsstelle des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. einen neuen Sitz. Die…

AKTUELL

Unterstützung für nachbarschaftliche Initiativen: Weitere Förderrunde beim Engagementfonds des Landes

Der Engagementfonds des Landes, der durch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt e.V. (LAGFA) als Netzwerkstelle „Engagierte Nachbarschaft“ verwaltet wird, ist in eine neue Förderrunde gestartet. Somit ist auch in diesem Jahr finanzielle Unterstützung für nachbarschaftliches Engagement zugunsten von Integration und sozialer Teilhabe bis zu einer Höhe von jeweils 2.500 Euro möglich.

Aktuelle Informationen dazu bietet die Internetseite www.nachbarsein.de. Die Antragsunterlagen gibt es hier. Anträge auf Förderungen aus dem Engagementfonds sind ganzjährig möglich.

Dass die unbürokratische Mikroförderung schnell auf Entwicklungen und Bedarfe in Stadt und ländlichem Raum reagieren könne, hätten 2022 eindrucksvoll die Förderungen von Vorhaben mit und für ukrainische Nachbarn gezeigt, hieß es.

Unter dem Leitwort „Engagierte Nachbarschaft“ hat die gleichnamige Netzwerkstelle der LAGFA Sachsen-Anhalt seit 2015 gut 500 ehrenamtliche Vorhaben von Einzelpersonen, Initiativen und Vereine gefördert. 

„Engagement in der Nachbarschaft braucht Förderung, die sich vor Ort auskennt“, sagte Uwe Lummitsch von der LAGFA auch mit Blick auf die Vernetzungs- und Beratungsarbeit seines Teams. Das vielfältige Engagement gerade auch bei Herausforderungen wie etwa Corona und nun dem Ukrainekrieg verdiene flexible und niedrigschwellige Unterstützung, die mit dem Engagementfonds auch im neunten Förderjahr verlässlich angeboten werden könne.

Die Pressemitteilung ist hier einsehbar.

Kontakt: Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt e.V., Uwe Lummitsch/Jan Greiner, Rathausstraße 13, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345 22604440, E-Mail: netzwerkstelle@lagfa-lsa.de

17. Januar 2023

EU-Kommission schreibt Europa-Schülerzeitungspreis aus: Einsendeschluss wurde bis zum 31. Januar verlängert

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vergibt erneut ihren Schülerzeitungspreis „Europa“. Mit der Auszeichnung im Rahmen des deutschen Schülerzeitungswettbewerbs der Länder sollen Schülerzeitungen, die sich mit Europa im Alltag ihrer jugendlichen Leserschaft befassen, gewürdigt werden.

Junge Medienschaffende an deutschen Schulen aller Schulformen, die über aktuelle europäische Themen schreiben, Podcasts und Videos über europäische Projekte erstellen oder über Erfahrungen mit Europa an ihrer Schule bloggen, könnten ihre Beiträge einreichen, erklärte die Vertretung in einer Pressemitteilung . - Achtung: Der Eisendeschluss wurde vom 15. auf den 31. Januar verlängert!

Neben Preisgeldern bis zu 1.000 Euro ist eine feierliche Preisverleihung und ein Schülerzeitungskongress mit einem vielfältigen Weiterbildungsprogramm Teil der Ehrung der Redaktionen. Die Fachjury setzt sich aus Vertretungen der Jugendpresse, der Schulbehörden, hauptberuflichen Journalisten und politischen Institutionen zusammen.

Es werden laut Mitteilung insgesamt acht Sonderpreise vergeben und die drei besten Printzeitungen und die beste Onlinezeitung in sechs Schulkategorien (Grund-, Haupt-, Real und Förderschulen, Gymnasien sowie berufliche Schulen) ausgezeichnet.
Den Europapreis und 1.000 Euro hatte 2022 die Redaktion der Schülerzeitung „Schiffschraube“ eines Gymnasiums aus Weinheim (Baden-Württemberg) gewonnen.

- zum Bewerbungsportal

Kontakt für Presseanfragen: Nikola John, Telefon: +49 30 2280- 2410, E-Mail: nikola.john@ec.europa.eu

16. Januar 2023

Anzahl der Asylanträge erhöhte sich um 28 Prozent – Zudem mehr als eine Million Ukraine-Flüchtlinge registriert

Die Anzahl der in Deutschland gestellten Asylanträge hat sich 2022 um mehr als ein Viertel gegenüber dem Jahr davor erhöht. So seien beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 244.132 Anträge registriert worden und damit 27,9 Prozent mehr als 2021, wie das Bundesministerium des Innern und für Heimat mitteilte.

Außerdem seien bis Ende 2022 bundesweit 1.045.185 Flüchtlinge aus der Ukraine – überwiegend Frauen und Kinder – im Ausländerzentralregister erfasst worden. Sie erhielten EU-weit unmittelbaren vorübergehenden Schutz und mussten kein Asylverfahren durchlaufen.

Dank des großen Kraftakts von Bund, Ländern und Kommunen und dank der überwältigenden Solidarität in der Gesellschaft habe man bis heute mehr als 1.040.000 Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland Schutz geboten, unterstrich Innenministerin Nancy Faeser in der Pressemitteilung. Damit ende jedoch nicht die humanitäre Verantwortung Deutschlands.

„Auch in anderen Teilen der Welt sind Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror, was sich in den deutlich gestiegenen Zahlen der im Jahr 2022 gestellten Asylanträge widerspiegelt“, erklärte sie. Der Bund stehe eng an der Seite der Länder und Kommunen, die Flüchtlinge versorgen und unterbringen. 

Hauptherkunftsländer der Antragsteller waren den Angaben zufolge Syrien (72.646 Gesuche), Afghanistan (41.471), die Türkei (25.054), der Irak (16.328) und Georgien (8.865). Zu den insgesamt 244.132 förmlichen Asylanträgen gehörten auch 26.358 sogenannte Folgeanträge (entsprechend 10,8 Prozent).

Das BAMF hat im Jahr 2022 laut Mitteilung über die Anträge von 228.673 Personen entschieden, das waren 78.719 mehr als 2021 (plus 52,5 Prozent). Die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 wurde 40.911 Personen und damit 17,9 Prozent zuerkannt. Weitere 57.532 Personen (25,2 Prozent) bekamen subsidiären Schutz entsprechend dem Asylgesetz. Abgelehnt hat das BAMF die Anträge von 49.330 Personen (21,6 Prozent).

-    Die vollständige Statistik finden Sie hier (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge).

Kontakt: Bundesministerium des Innern und für Heimat, Alt-Moabit 140, 10557 Berlin, Telefon: +49 30 18681-0, E-Mail: poststelle@bmi.bund.de

13. Januar 2023

Verein „refugium“ hilft minderjährigen Flüchtlingen – Bericht über Einzelfall: Somalier ist heute Softwarespezialist

In einem Beitrag befasst sich der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) mit dem vor gut 25 Jahren gegründeten Verein „refugium“, der in Sachsen-Anhalt die Übernahme von Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterstützt. Im Zentrum der Reportage steht der Flüchtling Yusuf aus Somalia, der heute als Softwareentwickler in Magdeburg tätig ist.

Dem MDR-Bericht zufolge war Yusuf im Alter von 16 Jahren aus dem ostafrikanischen Land über das Mittelmeer nach Deutschland geflohen. "Null Deutsch" habe er gesprochen, erzählte Yusuf. Aber er habe die deutsche Sprache lernen wollen, sich Bücher besorgt und Videos von Sprachkursen aus dem Internet heruntergeladen. Als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling gelangte Yusuf in die Obhut des Vereins „refugium“, der im September 2022 in Magdeburg sein 25-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert hat.

Der Vormund des Somaliers wurde Roland Bartnig. Yusuf habe sich von anderen Jugendlichen unterschieden, „weil er so genau wusste, was er wollte, und trotzdem Rat annahm“. Inzwischen habe Yusuf habe sein Fachabitur bestanden und arbeite bei einer Softwarefirma, sein nächstes Ziel sei ein Studium. Außerdem helfe er auch anderen Flüchtlingen beim Heimisch-Werden. Yusuf sei ein gutes Beispiel dafür, „dass man es schaffen kann“. Der Vormund Bartnig betreue derzeit 35 sogenannte Mündel, aber es seien auch schon 60 gleichzeitig gewesen.

„Vertrauen aufzubauen ist die größte Herausforderung“, sagte die ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins, Monika Schwenke. Dies sei manchmal schwierig, weil die meisten nach ihrer Flucht traumatisiert seien. 

Der Verein „refugium“ hat nach eigener Angaben 21 Jahre lang Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt geführt. Seit 1. Januar 2019 übernimmt der Caritasverband für das Bistum Magdeburg die Vormundschaften, „refugium“ fördert und unterstützt die Vorhaben. Die Vereinsvorsitzende Schwenke leitet beim Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V. die Abteilung Migration/Integration und ist Migrationsbeauftragte des Bistums. Außerdem steht sie der Härtefallkommission Sachsen-Anhalts vor.

Kontakt: refugium e.V., c/o Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V., Langer Weg 65-66, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 6053236, E-Mail: monika.schwenke@caritas-magdeburg.de

11. Januar 2023

Neues „Chancen-Aufenthaltsrecht“ – Bundesinnenministerin Faser: Perspektivwechsel in der Einwanderungspolitik

Seit dem Beginn des neuen Jahres sind verschiedene Änderungen im deutschen Aufenthaltsgesetz in Kraft, so gilt zum Beispiel das sogenannte Chancen-Aufenthaltsrecht. Die Änderungen wurden Ende 2022 auch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Das Chancen-Aufenthaltsrecht ermöglicht einem bestimmten Personenkreis ein Aufenthaltsrecht gewissermaßen auf Probe. Wer am 31. Oktober 2022 seit mindestens fünf Jahren geduldet in Deutschland lebt, bekommt 18 Monate Zeit, um die Voraussetzungen für ein Bleiberecht zu erfüllen, teilte das Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) mit (Meldung). Zu den Voraussetzungen gehören, dass Antragsteller ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können, über gute Deutschkenntnisse verfügen und ihre Identität eindeutig nachweisbar ist.

Mit dem Chancen-Aufenthaltsrecht werde ein Perspektivwechsel in der Einwanderungspolitik geschaffen, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser laut Meldung des BMI. Die bisherige Praxis der Kettenduldungen solle abgeschafft werden. „Damit beenden wir auch die Bürokratie und die Unsicherheit für Menschen, die schon Teil unserer Gesellschaft geworden sind“, fügte Faser hinzu.
Für das Chancen-Aufenthaltsrecht gebe es jedoch klare Kriterien. Wer Straftaten begeht oder hartnäckig Angaben über seine Identität verweigert, bleibe davon ausgeschlossen.

Außerdem können im Zuge von Änderungen im Gesetz künftig Menschen im Alter bis 26 Jahre eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, wenn sie sich seit mindestes drei Jahren in Deutschland aufhalten. Auch wurden die Voraussetzungen für eine „Aufenthaltsgewährung bei nachhaltiger Integration“ verringert.

Zum Chancen-Aufenthaltsrecht und zu den geänderten Bleiberechtsregelungen in den Paragrafen 25a und 25b des Aufenthaltsgesetzes hat die Diakonie Deutschland Hinweise für die Beratungspraxis herausgegeben. 

Gesetz zur Einführung eines Chancen-Aufenthaltsrechts (Bundesgesetzblatt)

5. Januar 2023

11. Newsletter Integration des Altmarkkreises Salzwedel erschienen – Informationen über Zuständigkeiten der Ämter und Unterstützungsangebote

Der Altmarkkreis Salzwedel hat seinen 11. Newsletter Integration vorgelegt. Die Schwerpunkte der neuesten Ausgabe bilden die aktualisierten Integrationsangebote sowie Zuständigkeiten von Behörden und Ämtern des Kreises.

Zugewanderte sowie Ehren- und Hauptamtliche bekommen außerdem Informationen etwa über Sprachkurse, Beratungs- und Betreuungsstellen sowie über Begegnungsstätten und Vereine. 
In dem diesmal 44 Seiten umfassende Newsletter sind darüber hinaus verschiedene Projekte aufgelistet, so etwa die Landesinitiative Fachkraft im Fokus, DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und die „Willkommenslotsen“.

In der Zuwanderungsstatistik des Kreises (Stand: 14.12.2022) sind unter anderem 245 Asylbewerber und Asylbewerberinnen, 805 ukrainische Geflüchtete und 43 sogenannte afghanische Ortskräfte aufgeführt. Bei der Kreisvolkshochschule des Altmarkkreises laufen derzeit in Salzwedel verschiedene Sprachkurse für 170 Zugewanderte, außerdem finden in verschiedenen Orten des Kreises Kurse Dank engagierter Ehrenamtlicher und Vereinen statt.

Sämtliche Newsletter (Nr. 1-11) sind auf dieser Internetseite des Altmarkkreises zum Nachlesen archiviert. – Der erste Newsletter Integration erschien im Herbst 2017.

Kontakt: Migrationskoordinatorin Lisa Marie Sacher, Telefon: +49 3901 840257, E-Mail: Lisa-Marie.Sacher@Altmarkkreis-Salzwedel.de

20. Dezember 2022

Ideenreiche Projekte und Initiativen – Veranstaltung „Praxis trifft Wissenschaft: Ein Jahr Koordinierungsstellen Engagement Ukraine Sachsen-Anhalt“

Ideenreiche Projekte und Initiativen und ein großes Engagement bildeten einen Schwerpunkt der Informations- und Vernetzungsveranstaltung „Praxis trifft Wissenschaft: Ein Jahr Koordinierungsstellen Engagement Ukraine Sachsen-Anhalt“ am 15. Dezember in Magdeburg.

Bei dem Hybrid-Treffen mit mehr als 50 Teilnehmenden im einewelt haus einschließlich der Gäste, die sich online zugeschaltet hatten, ging es vor allem um eine Rückschau der Unterstützung 2022, einen akademischen Blickwinkel und Handlungsempfehlungen.

- Den ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer Ukraine-Rubrik!

16. Dezember 2022

Große Resonanz mit überregionaler Beteiligung: EUmigra-Forum zur Nutzung sozialer Medien für die Beratungsarbeit von EU-Angehörigen

„Die meisten Menschen kennen das kostenlose Angebot der Beratungen nicht.“ Diese Feststellung von Referent Davor Tunjic (Migrationsberatung 4.0) am 7. Dezember in der Vortrags- und Diskussionsreihe des EUmigra-Themenforums „Gleichgestellt – gleichbehandelt?“ trifft eine Grundsituation der Beratungslandschaft speziell für EU-Bürger auf den Punkt.

Im Mittelpunkt der Videokonferenz mit 35 Beteiligten aus den landesweiten Beratungsstellen und mit erstaunlicher überregionaler Beteiligung stand die Vorstellung der Projektergebnisse der Migrationsberatung 4.0 durch Nicoleta Bădulescu und Davor Tunjic von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung (Berlin).

Die Leitfrage lautete, wie sich soziale Medien für die Informations- und Beratungsarbeit von EU-Zugewanderten zielgruppengenau und bedarfsspezifisch einsetzen lassen (ausführlicher Bericht auf der EUmigra-Seite).

Zum Nachlesen: die Präsentation der Migrationsberatung 4.0.

Kontakt: Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra), Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

12. Dezember 2022

Forderung von Staatssekretärin Susi Möbbeck - Innenministerkonferenz: vorerst keine Abschiebungen in den Iran

Bei der jüngsten Innenministerkonferenz haben sich die Teilnehmenden darauf geeinigt, vorerst keine Menschen mehr in den Iran abzuschieben. Allerdings soll es für sogenannte Gefährder oder Straftäter Ausnahmen gelten.

Abgelehnte Asylbewerber sollen bis auf Weiteres nicht mehr in den Iran abgeschoben werden, gab der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Abschluss der Tagung am 2. Dezember in München bekannt, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten (siehe u.a. tagesschau.de sowie MDR).

Ein Abschiebestopp war wegen der schwierigen politischen Lage in dem vorderasiatischen Staat von verschiedenen Politikern und Verbänden gefordert worden, so auch von Sachsen-Anhalts Sozialstaatssekretärin und Integrationsbeauftragten Susi Möbbeck. „Wir stehen solidarisch an der Seite derjenigen, die mit unvorstellbarem Mut für eine freie Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen“, hatte sie zum Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November erklärt (Pressemitteilung). In Sachsen-Anhalt leben den Angaben zufolge derzeit etwa 2.200 Menschen aus dem Iran.

Den aktuellen Meldungen zufolge sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser, sie sei sehr zufrieden damit, dass sich alle Länder bei dem Thema auf ein einheitliches Vorgehen geeinigt hätten. Man müsse alles tun, um Menschen vor der Brutalität des Mullah-Regimes zu schützen. Dagegen kritisierte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius als Sprecher der SPD-geführten Innenressorts, dass man sich nicht auf einen formalen Abschiebestopp mit den von CDU und CSU geführten Innenministerien habe einigen können.

Die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (Innenministerkonferenz/IMK) wurde gegründet, um die zuvor im Wesentlichen auf Arbeitsebene beschränkte, länderübergreifende fachliche Zusammenarbeit auch auf der politischen Ebene zu verankern. Die IMK setzt sich zusammen aus den Innenministerinnen und Innenministern sowie der Innensenatorin und den Innensenatoren, die Bundesministerin des Innern nimmt als ständiger Gast ohne Stimmrecht an den Sitzungen teil. Das Vorsitzland wechselt im jährlichen Turnus; am 1. Januar 2022 hatte Bayern die Federführung übernommen.

Im Iran protestieren seit mehr als zwei Monaten landesweit Menschen gegen die Führung des Landes. Der UN-Menschenrechtsrat hatte wegen anhaltender Gewalt des iranischen Sicherheitsapparats gegen friedlich demonstrierende Menschen eine unabhängige Untersuchung beschlossen.

Kontakt: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Pressestelle, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4608, E-Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de

5. Dezember 2022

Zu den Protagonisten gehört Wernigeröderin: Doku-Serie „#unterAlmans“ zeigt migrantische Geschichten aus Ost+West

Menschen, die in den vergangenen 70 Jahren nach Deutschland kamen, stehen im Mittelpunkt der neuen fünfteiligen Dokumentarfilm-Serie „#unterAlmans“.

In den Filmen erzählen sie der Journalistin Salwa Houmsi von ihren Erfahrungen in der „zweiten Heimat“ (Mitteilung des MDR). Zu sehen sind die Beiträge seit dem 2. Dezember unter anderem in der ARD-Mediathek. Die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Salwa Houmsi unternehme eine bunte, generationenübergreifende und emotionale Reise durch die Jahrzehnte deutscher Einwanderergeschichte, hieß es weiter. Zu Wort kämen ausschließlich Menschen, die eine Migrationsbiografie haben, also „unter Almans“ leben.

Eine der Protagonistinnen aus Ostdeutschland ist die Vietnamesin Huong Trute, die 1976 zur Ausbildung in die DDR übersiedelte. Später arbeitete sie als Dolmetscherin mit vietnamesischen Vertragsarbeiterinnen zusammen und erlebte deren unsichere Situation nach 1990 und die Massenarbeitslosigkeit. Heute betreibt Huong Trute ein Restaurant in Wernigerode.

Zu den weiteren Porträtierten gehören zum Beispiel der aus Afghanistan geflohrene Edris Bahrami (Oschatz) sowie der Komödiant Özcan Cosar (Stuttgart).

Die Reihe „#unterAlmans“ ist den Angaben zufolge eine Produktion der Gebrüder Beetz GmbH unter Federführung von Radio Bremen und dem MDR. Die türkisch-stämmige Bezeichnung „Alman“ wird vor allem in der Jugendsprache verwendet und bedeutet deutsch oder Deutsche/r.

5. Dezember 2022

Zuwendungsbescheid überreicht: Landesweit agierende Beratungsstelle für migrantische Arbeitskräfte bis 2025 gesichert

Die im Rahmen des Europäischen Sozialfonds geförderte Fachstelle „Beratung migrantischer Arbeitskräfte“ (BemA) in Sachsen-Anhalt hat einen Zuwendungsbescheids in Höhe vom 3,17 Millionen Euro erhalten.

Mit dem Geld kann das Beratungsprojekt in Trägerschaft der Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt gGmbH, das seit 2018 überwiegend aus Ost- und Südosteuropa stammende migrantische Beschäftigte bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen unterstützt, seine Arbeit bis zunächst 2025 fortsetzen (Pressemitteilung des Landesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung). Den Bescheid überreichte Sozialstaatssekretärin Susi Möbbeck am 24. November in Magdeburg.

„BemA ist ein wichtiger Partner im Kampf gegen Lohndumping und Ausbeutung. Dank der Beratungsstelle können sich Migrantinnen und Migranten gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse wehren, um ihren Anspruch auf faire und gesunde Arbeitsbedingungen durchzusetzen“, sagte Möbbeck, die auch Integrationsbeauftragte des Landes ist, bei der Übergabe. Wie sie betonte, gelte der Anspruch auf „gute Arbeit“ unabhängig von Pass, Sprache und Herkunft. Mit der Beratungsstelle werde Vorsorge getroffen, dass die Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland fair verläuft.

Das Team aus 14 vorrangig muttersprachlichen Kolleginnen und Kollegen berät den Angaben zufolge Beschäftigte in ganz Sachsen-Anhalt in mehr als elf Sprachen (hier Kontaktdaten der Berater mit Mobilfunk-Nummern). Durch die Unterstützung in rund 4.800 Beratungen seit Projektbeginn hätten Beschäftigte in Sachsen-Anhalt rund 450.000 Euro an berechtigten Lohnansprüchen geltend machen können.

Arbeitsausbeutung bis hin zu strafrechtlich relevantem Handel würde auch in Sachsen-Anhalt mit zur Realität der Beschäftigungsverhältnisse gehören, hieß es weiter. Auch der wachsende Fachkräftemangel und der Rückgriff auf Arbeitskräfte aus Osteuropa in zahlreichen Branchen, so etwa in der fleischverarbeitenden Industrie, bei Paketdiensten oder im Baugewerbe, mache eine Verstetigung niedrigschwelliger Beratungsangebote erforderlich.

Um über die Einzelfallberatung hinausgehende strukturelle Veränderungen anzustoßen, wurde 2018 ein Fachbeirat „Faire Beschäftigung“ eingerichtet, der Akteure wie Zoll, Polizei, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Arbeitnehmervertreter und Arbeitgebervertreter zusammen mit der Fachstelle und dem Sozialministerium an einen Tisch holt.

Kontakt: E-Mail: bema@aul-lsa.de
außerdem: Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt gGmbH (Träger), Stresemannstraße 18/19, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 623495, E-Mail: info@aul-lsa.de

25. November 2022

Neuer Vorstand beim Runden Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus

Die Mitgliederversammlung des Runden Tisches für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus in Sachsen-Anhalt hat in Magdeburg einen neuen Vorstand gewählt.

Für eine weitere Amtszeit erhielten Christine Bölian (Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt), Krzysztof  Blau (Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt) und Razak Minhel (Multikulturelles Zentrum Dessau) das Vertrauen der Mitglieder (Bericht des Runden Tisches).

Zudem wurden bei der Versammlung am 14. November im einewelt haus Monika Schwenke (bisher Beraterin des Vorstands) für den Caritasverband des Bistums Magdeburg sowie Antje Roloff für die Diakonie Mitteldeutschland gewählt. Neue Vertreterin des Landesnetzwerkes Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) ist Olga Tidde. Dem Bericht zufolge wurde ferner das Islamische Kulturcenter Halle e.V., vertreten durch Djamel Amelal, als neues Mitglied aufgenommen.

„Es ist toll zu sehen, dass die Arbeit des Runden Tisches auf Zustimmung stößt, sodass wir bei jeder Mitgliederversammlung neue Mitglieder begrüßen können“, sagte der Vorstandvorsitzende Raimund Sternal. Das Jahr 2022 sei für den Runden Tisch bestimmt von konstruktiven Gesprächsformaten gewesen. Der Vorstand werde sich auch weiterhin bemühen, Probleme anzuzeigen und Anregungen für den gesellschaftlichen Dialog zu geben, betonte Sternal. Der katholische Priester und Generalvikar i.R. des Bistums Magdeburg leitet den Runden Tisch seit Juni 2021.

Kontakt: Runder Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus in Sachsen-Anhalt, einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 50549613 und +49 157 38303546, E-Mail: info@rundertisch-sachsenanhalt.de

23. November 2022

Dessauer Integrationsbüro besucht Europäisches Migrationsforum in Brüssel

Das Integrationsbüro Dessau-Roßlau hat auf Einladung der EU kürzlich am 7. Europäischen Migrationsforum in der belgischen Hauptstadt Brüssel teilgenommen.

Im Mittelpunkt des zweitägigen Besuchs stand, gemeinsam mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren aus der Migrations-, Integrations- und Jugendarbeit an Strategien zur verbesserten Integration von jungen Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund zu arbeiten.

Nachdem am ersten Tag die Rahmenbedingungen erörtert und erste Bedarfe und Herausforderungen analysiert wurden, fand am zweiten Tag ein direkter Austausch mit Fachpraktikern und Gesetzgebern aus der EU statt (Bericht des Integrationsbüros Dessau-Roßlau).

Dabei ging es vor allem darum, die bestehenden Förderinstrumente sowie die geplanten Förderrichtlinien und Aktionspläne der Europäischen Wirtschafts- und Sozialkommission zielgruppengerechter einzuschärfen und bedarfsorientierter zu gestalten.

Die Stadt Dessau-Roßlau ist seit 2019 Mitglied der Initiative „Städte und Regionen für die Integration“ des Europäischen Komitees der Regionen, das von der EU-Kommission und dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss organisiert wird. Dabei nimmt das Integrationsbüro regelmäßig an den Europäischen Migrationsforen teil. 

Kontakt: Integrationsbüro der Stadt Dessau-Roßlau, Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 2042901, E-Mail: integrationsbuero@dessau-rosslau.de

14. November 2022

SV Blau-Weiß Grana wurde für sein Engagement für Geflüchtete mit dem Julius-Hirsch-Preis des DFB geehrt

Für sein Engagement zugunsten von geflüchteten Menschen hat der SV Blau-Weiß Grana aus dem südlichen Sachsen-Anhalt am 7. November den Julius-Hirsch-Preis 2022 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhalten.

Der erste Preisträger, der SV Blau-Weiß Grana aus einem Ortsteil der Gemeinde Kretzschau bei Zeitz, setze sich seit Jahren für die Integration von geflüchteten und sozial benachteiligen Menschen ein, erklärte der DFB in Frankfurt am Main. In der ersten Mannschaft des Kreisligisten würden Spieler aus zwölf Nationen vertreten sein. Die feierliche Preisverleihung fand am 7. November in Dresden statt.

Der DFB hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben, beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ist ein Filmbeitrag (1:28 min) abrufbar.

Überregional bekannt wurde Blau-Weiß Grana (Burgenlandkreis) durch die vierteilige MDR-Dokumentation „They call us Ausländerteam“ („Sie nennen uns Ausländerteam“). Die vier Folgen sind in der ARD MEDIATHEK hier abrufbar. 

Der Dachverband Lernort Stadion e. V. und das Netzwerk Erinnerungsarbeit (Netz E) des Hamburger SV bekamen laut DFB den zweiten und dritten Preis für ihre langjährige Arbeit in den Bereichen Erinnerungskultur und Demokratieförderung im und durch den Fußball. Der Ehrenpreis der Jury ging an Burak Yilmaz. Der in Duisburg als Sohn türkisch-kurdischer Eltern geborene Pädagoge und Autor setzt sich seit vielen Jahren aktiv gegen Antisemitismus ein. 

Die drei Preise sind mit jeweils 7.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden jedes Jahr Projekte und Initiativen, die sich in öffentlich wahrnehmbarer Form für Demokratie und Menschenrechte und gegen Antisemitismus, Rassismus, Extremismus und Gewalt wenden.

Der Preis erinnert an Julius „Juller“ Hirsch (1892-1945), der vor dem Ersten Weltkrieg zu den bekanntesten Fußballern in Deutschland zählte. Der deutsche Nationalspieler jüdischen Glaubens wurde mit dem Karlsruher FV und der Spielvereinigung Fürth Deutscher Meister. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann ihn wie für Millionen weiterer Opfer der NS-Diktatur ein Leidensweg. Im März 1943 wurde Julius Hirsch in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Kontakt: Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB), DFB-Campus, Kennedyallee 274, 60528 Frankfurt am Main, Telefon:+49 69 67 88 0, E-Mail: info(at)dfb.de
SV Blau-Weiß Grana e.V., Hasselweg 8, 06712 Grana, E-Mail: info@blau-weiß-grana.de

9. November 2022

Erfahrungen von Ostdeutschen mit und ohne Migrationsgeschichte sind Schwerpunkt einer neuen Broschüre

„Migrationsgesellschaft und Transformationsgesellschaft in Ostdeutschland“ lautet der Titel einer neuen Broschüre, die der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband russischsprachiger Eltern (BVRE) entwickelt hat.

Den Schwerpunkt der Publikation bilden Zeitzeugengespräche mit Menschen aus Ostdeutschland mit und ohne Migrationsgeschichte, wie es in einer Mitteilung dazu heißt.

Die Protagonisten berichten über ihr Leben und ihre Erfahrungen in den Jahren der Transformation in Ostdeutschland und heute. Die Interviews machen verschiedene Blickwinkel auf die Transformationsjahre in Ostdeutschland sichtbar – jene mit und ohne Migrationshintergrund.

Ziel ist den Angaben zufolge die Ermutigung lokaler ostdeutscher Akteure, sich dieses Themas vor Ort anzunehmen und das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft als Ausgangspunkt zu nehmen, um einen vielfältigen Blick auf die Transformationsjahre vor Ort zu werfen.

Zum Zeitpunkt der Grenzöffnung im November 1989 lebten in der DDR laut Mitteilung 16,43 Millionen DDR-Bürger und gut 192.000 ausländische Staatsangehörige. Damit machten diese zum damaligen Zeitpunkt lediglich 1,2 Prozent der Gesamtbevölkerung der DDR aus. 

Der Band umfasst auch ausdrucksstarke Montagen, auf denen am gleichen Ort aufgenommene Motive aus der DDR-Zeit Bildern gegenübergestellt sind, die 30 Jahre später aufgenommen wurden. Die Fotos stammen von Mahmoud Dabdoub, der 1981 im Alter von 23 Jahren aus dem Libanon in die DDR gekommen war und heute in Leipzig lebt.

Die Broschüre erscheint im Rahmen des Kompetenznetzwerkes „Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“; sie kann als Druckausgabe kostenfrei in der Geschäftsstelle des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie bestellt oder an dieser Stelle heruntergeladen werden (Dateigröße: rund 4 MB).

Bibliographische Angaben: Deniss Hanovs, Dennis Rifel, Anastasia Sudzilovskaya, Anja Treichel, Ruth Wunnicke (Hrsg.), „Migrationsgesellschaft und Transformationsgesellschaft in Ostdeutschland“, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V., 2022, 162 Seiten, ISBN: 978-3-9824031-6-8

4. November 2022

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt hat neuen Vorstand gewählt – Dennis Butewitz übernimmt Vorsitz

Die Auslandsgesellschaft Sachsen–Anhalt e.V. (AGSA) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 6. Oktober im einewelt haus in Magdeburg turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt.

Den Vorsitz übernahm Dennis Butewitz von der Sozial-kulturellen Vereinigung „Meridian“ e.V. (SKV Meridian). Er hatte bislang die Funktion des Stellvertretenden Vorsitzenden inne.

Mitglieder des neuen AGSA-Leitungsgremiums sind außerdem als Stellvertretender Vorsitzender Janos Raduly (ungarn mitten in Sachsen-Anhalt e.V.), als Schatzmeister Pascal Begrich (miteinander e.V.) sowie die Beisitzerin Elke Orlowski (Institut für Berufspädagogik Magdeburg e.V.) und der Beisitzer Rotyslaw Kukhlenko, (Deutsch-Ukrainische Vereinigung Sachsen-Anhalt e. V.). Zu Kassenprüferinnen wurden Vu Thi Hoang Ha und Elena Klein gewählt. 

Die AGSA dankte Gerhard Miesterfeldt ausdrücklich für sein langjähriges tatkräftiges Wirken im Vorstand, davon die vier vergangenen Jahre als Vorsitzender. Zudem dankte die AGSA Vu Thi Hoang Ha, die sich zwei Legislaturen lang als Beisitzerin im Vorstand engagierte.

Der AGSA gehören als Dachverband mehr als 45 Mitgliedsorganisationen an, die sich überwiegend ehrenamtlich für ein demokratisches Miteinander in Vielfalt einsetzen. Seit 1996 ist die AGSA zudem Träger des einewelt hauses in Magdeburg.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4,| 39104 Magdeburg, Telefon: +49 (0)391 5371-200, E-Mail: info@agsa.de

17. Oktober 2022

Imagefilm „Europa in Sachsen-Anhalt – Sachsen-Anhalt in Europa“ abrufbar

Die Landesregierung hat auf ihrem YouTube-Kanal einen neuen Imagefilm mit dem Titel „Europa in Sachsen-Anhalt – Sachsen-Anhalt in Europa“ veröffentlicht.

In dem 7:09 Minuten langen Video wird unter anderem die Verwendung von EU-Fördermitteln am Beispiel einer Schiff- und Metallbaufirma aus Havelberg und eines in Magdeburg ansässigen Bildflugunternehmens erläutert. Zu Wort kommen außerdem Sachsen-Anhalts Europaminister Rainer Robra sowie eine Vertreterin des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Robra ist auch Staatsminister und Chef der Staatskanzlei sowie Kulturminister des Landes.

Der Film wurde kurz vor der 90. Konferenz der Europaministerinnen und Europaminister der Länder (EMK) am 28. und 29. September in Dessau-Roßlau ins Netz gestellt. Sachsen-Anhalt hatte am 1. Juli den Vorsitz der EMK übernommen. Damit koordiniert das Land ein Jahr lang die Europapolitik der 16 deutschen Bundesländer. Sachsen-Anhalt nutze die Chance, um die Zukunft Europas aktiv mitzugestalten und eigene Schwerpunkte zu setzen, heißt es auf der entsprechenden Internetseite der Landesregierung.

Zuständig für übergeordnete Aufgaben des Landes Sachsen-Anhalt wie etwa Medienpolitik, Europapolitik und internationale Zusammenarbeit sowie für den Bereich Kultur ist die Staatskanzlei.

Kontakt: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Hegelstraße 40-42, 39104 Magdeburg, Telefon: + 49 391 567-01, E-Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de 

7. Oktober 2022

„Was lange währt, wird endlich gut“ – Magdeburgs Beirat für Integration und Migration feierte 25-jähriges Bestehen

Magdeburgs Beirat für Integration und Migration hat am 6. Juli mit einer Festveranstaltung sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Programm im Rathaus der Landeshauptstadt stand unter dem Motto „25 Jahre Beirat für Integration und Migration – Rückblick und Ausblick“.

Zu den rund 100 Gästen gehörte unter anderen auch Sachsen-Anhalts Staatssekretärin und Integrationsbeauftragte des Landes, Susi Möbbeck. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Verleihung des Sonderpreises des Beirates für Integration und Migration für langjähriges ehrenamtliches Engagement für Integration in Magdeburg.

Die vom Magdeburger Rotary Clubs gestiftete Auszeichnung erhielt Gabriele Tuljus. Sie wurde für ihr herausragendes Engagement für das Gemeinwohl durch den Einsatz für gelingende Integration gewürdigt und gilt als einer der ersten Menschen in Magdeburg, die sich für die Belange der Menschen ausländischer Herkunft eingesetzt haben.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz konnte sie zum schnellen Einleben in Magdeburg und zur besseren Verständigung zwischen den Kulturen beitragen. Gabriele Tuljus engagierte sich bereits 1991 im Verein „Kontakt International Magdeburg“ und später auch im Verein „Meridian“.

Musikalisch wurde die Feier von der Jazz-Gruppe Jam-Fest und einem ukrainischen Frauen- und Kinderchor umrahmt. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war ein Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Beiräten und Beauftragten für die Belange der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Magdeburg. Sie ließen die Anfänge der Selbstvertretung von Ausländerinnen und Ausländern in Magdeburg und die Weiterentwicklung zum gemeinsamen Beirat von Deutschen und Nicht-Deutschen für die Belange der Integration in Magdeburg Revue passieren. Dabei wurden Perspektive für die Zukunft gemeinsam betrachtet (siehe auch Pressemitteilung).

Grußworte hielten unter anderen Stadtratsvorsitzender Prof. Dr. Alexander Pott und Oberbürgermeisterin Simone Borris. Sie betonte, dass der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung in Magdeburg seit der Gründung des Beirates von 4 auf nunmehr 14 Prozent angestiegen sei. Dies mache die hohe Bedeutung der Integration deutlich. Zudem wies Simone Borris auf den hohen Stellenwert des Beirates als „Schnittstelle“ zur Politik hin. „Wenn wir an einem Strang ziehen, können wir die großen Herausforderungen schaffen“, betonte sie. 

Der Beiratsvorsitzende und Integrationsbeauftragte der Stadt, Krzysztof Blau, lud alle Migrantinnen und Migranten der Stadt dazu ein, sich selbst aktiv bei der Gestaltung der Gesellschaft einzubringen. Dazu biete der Integrationsbeirat eine gute Grundlage. Ohne eine wirkliche Teilhabe, die auch teilen bedeute, sei Integration nicht möglich.

Hintergrund:
Der Beirat für Integration und Migration ist ein Gremium der Landeshauptstadt Magdeburg. Er setzt sich zusammen aus acht Migrant*innen und sieben Stadträt*innen, die vom Stadtrat in den Beirat bestellt worden sind. Er nimmt im Rahmen seiner Satzung unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden die Interessen aller in der Landeshauptstadt Magdeburg lebenden Migrant*innen wahr und wirkt auf die chancengleiche Partizipation aller Bevölkerungsgruppen am Gemeinwesen hin.

Weitere Informationen u.a. zu Sitzungsterminen und den Sprechzeiten des Beirates gibt es hier.

Kontakt: Beirat für Integration und Migration, Der Vorstand, Alter Markt 6, 39090 Magdeburg, Telefon: +49 391 540-2384, E-Mail: integrationsbeirat@stadt.magdeburg.de

7. Juli 2022