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Diana Pfeifer

Gut besuchte Infobörse ein Höhepunkt in Magdeburg – Interkulturelle Woche mit vielen Veranstaltungen auch in Sachsen-Anhalt

Auch in diesem Jahr beteiligen sich wieder viele Orte und Landkreise in Sachsen-Anhalt an der bundesweiten Interkulturellen Woche (IKW), die noch bis...

AGSA e.V.

Abschluss-Präsentation des erfolgreichen Projektes IKOE III – Interkulturelle Orientierung und Öffnung muss als Querschnittsaufgabe gestärkt werden

Nach rund zwei Jahren Laufzeit hat das Projekt IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt (IKOE III) der...

AKTUELL

Neues Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit Sachsen-Anhalts vom Kabinett beschlossen

Die Landesregierung hat das weitentwickelte Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit Sachsen-Anhalts beschlossen. Mit der Fortschreibung wird insbesondere auf Antisemitismus, Rassismus sowie Hass im Netz reagiert.

Mit dem Programm will das Land die Demokratiebildung und die interkulturelle Bildung in den Projekten und Lehrplänen in Kindertagesstätten und Schulen sowie bei Ausbildung, Studium und der Erwachsenen- und Weiterbildung breiter verankern (Pressemitteilung). „Die Werte von Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit sollen künftig in allen Bildungseinrichtungen mit noch mehr Leben gefüllt werden“, erklärte Sozialministerin Petra Grimme-Benne.

Um demokratische Bildung und Teilhabe in den Kindertageseinrichtungen zu gestalten, werde beispielsweise das Bildungsprogramm „Bildung: elementar“ weiterentwickelt und um neue Inhalte wie Demokratiebildung, Kinderrechte, interkulturelle Bildung, Umwelt- sowie Medienbildung erweitert. 

Unter dem Dach des neuen Landesprogramms (PDF-Datei, 48 Seiten) werden die von Bund, Land und Kommunen geförderten Arbeitsansätze zu einer Landesstrategie zusammengeführt. Durch diese Bündelung biete das Programm die notwendige Flexibilität, um auf neue Bedarfe in der Präventionsarbeit zu reagieren, hieß es weiter. Dafür habe die Landesregierung im Haushalt rund eine Million Euro für die Arbeit von Vereinen, Initiativen und Kommunen eingeplant.

In der zurückliegenden Legislaturperiode konnten mit Unterstützung des Landesprogramms 40 Projekte und 80 Dialogveranstaltungen umgesetzt werden. – Weitere Informationen unter anderem über das Programm sowie den Beirat auf dem Demokratieportal Sachsen-Anhalt.

Kontakt: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, Pressestelle, Hegelstraße 42, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-6666, E-Mail: staatskanzlei(at)stk.sachsen-anhalt.de
Landeskoordinierungsstelle beim Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt, Stabsstelle Demokratie- und Engagegementförderung, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4653, E-Mail: gundel.berger@ms.sachsen-anhalt.de

26. September 2022

Austausch und Kennenlernen: Europadorf auf dem Landeserntedankfest in Magdeburg gut besucht

Das 27. Landeserntedankfest Sachsen-Anhalts mit dem Europadorf hat am Wochenende trotz durchwachsenen Wetters rund 30.000 Besucher in den Magdeburger Elbauenpark gelockt.

Im Europadorf auf dem Festgelände waren neben dem Landesprojekt Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) die Partnerregionen aus Polen, Litauen, Estland und Ungarn mit ihren Ständen vertreten. Im Vordergrund standen dort Austausch und Kennenlernen mit Gästen und Interessierten.

Auch der Landesminister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Sven Schulze, besuchte das Europadorf und informierte sich unter anderem über die Arbeit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt und des Projektes EUmigra mit seinem Netzwerk. „Der ländliche Raum ist Rückgrat unseres Landes und ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort“, betonte Minister Schulze. – Ausführlicher Bericht online auf der EUmigra-Seite. 

19. September 2022

Viele Blumen und eine Weiterförderung. BemA-Fachtagung bilanziert eine bemerkenswerte Entwicklungsdynamik

Am Ende einer Förderperiode kann die Fachstelle BemA auf eine stolze Bilanz blicken. Die Tagung mit Playern und Partnern verdeutlichte die Brückenfunktion der Fachstelle für faire Beschäftigung in Sachsen-Anhalt. Zum 1. Oktober 2022 beginnt die verdiente Weiterförderung.

„Faire, gerechte und gesunde Arbeitsbedingungen sind nicht verhandelbar und nicht teilbar.“ Mit diesem klaren Statement auf der Fachtagung in der Villa Böckelmann hob Staatssekretärin und Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck den politischen Anspruch auf faire Beschäftigungsverhältnisse für migrantische Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt hervor. Der Fachstelle BemA, die seit Februar 2018 die Zielgruppe mehrsprachig zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen berät, kommt bei der Umsetzung dieses im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankerten Leitziels eine Schlüsselrolle zu. Entsprechend dankte Möbbeck für das langjährige Engagement von BemA als bedeutendem Player in diesem Bereich und mit Blick nach vorn: „Machen Sie weiter so in Ihrem Wirken und Engagement!“

Die viereinhalbjährige Erfolgsbilanz von BemA spiegelte sich in den Referaten aus der Beratungsarbeit der Fachstelle sowie des Trägers Arbeit und Leben. In gemeinschaftlicher Entwicklung ist in dynamischen Jahren Beachtliches erreicht worden, wie schon die Zahlen verdeutlichen: zehn Beraterinnen in der Fachstelle beraten muttersprachlich in elf Sprachen und bedienen ein Netzwerk von über 100 Partnern in Bund und Land. Seit dem Start im Februar 2018 wurden rund 3600  Personen in knapp 5.000 Beratungsgesprächen zu arbeits- und sozialrechtlichen Themen beraten. Im Ergebnis konnte bspw. eine halbe Million Euro vorenthaltener Lohnansprüche geltend gemacht und ausgezahlt werden. Die Fachstelle BemA sorgt somit ganz konkret und individuell für faire gerechte Beschäftigung. Darüber hinaus werden über einen Fachbeirat Akteure aus Politik, Verwaltung, Ermittlungsbehörden, Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie Vereinen und Verbänden miteinander vernetzt, um jene Strukturen, die prekäre Beschäftigung bislang begünstigen, nachhaltig zu verändern.  

Kein Zweifel: BemA hat sich als zentrale Anlaufstelle für migrantische Beratungsprozesse in Sachsen etabliert, ist an Brennpunkten prekärer Beschäftigung und in der Fläche sensibel für die Anliegen internationaler migrantischer Arbeitskräfte vieler Branchen, die aufgrund oft unzureichender Sprach- und Rechtskenntnisse sowie Selbstorganisation zur den vulnerablen Beschäftigtengruppen auf dem Arbeitsmarkt gehören.

Für ein Ausruhen auf erreichten Erfolgen lassen Herausforderungen wie die pandemiebedingten Schwankungen des Arbeitsmarkts oder die anstehenden Belastungen durch die Energiekrise freilich keine Kapazitäten, im Gegenteil. Zwangsarbeit, Arbeitsausbeutung, Menschenhandel haben das Themenspektrum der Fachstelle BemA bereits erweitert. Schutz vor Ausbeutung erfordert Sensibilität aller beteiligten Akteure.  Die Fachstelle BemA bietet daher auch Kompetenzentwicklung und Schulungen bei Multiplikatoren an, welche über die Einzelfallberatung hinausgehen.

Für die Zukunft stehen die Verstetigung des Beratungsangebots, die Stärkung präventiver Bildungsangebote sowie die Vertiefung der Netzwerkarbeit im Fokus. Das Land Sachsen-Anhalt begleitet diese Ausrichtung fachlich und in koordinierender Funktion im Verbund der beteiligten Partner und Akteure, betonte schließlich Björn Malycha als Leiter des zuständigen Referats 55 vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Am Ende stand der Konsens der Versammelten, in Sachen faire Beschäftigung an einem Strang zu ziehen. Nicht allein mit seiner Mehrsprachenkompetenz hat die Fachstelle BemA die Kapazitäten und die Expertise, um dieses grundsätzliche Vorhaben erfolgreich weiterzuführen: Brücken zu bauen, die zu fairen Arbeitsbedingungen führen für alle. Das Land Sachsen-Anhalt, Staatssekretärin Möbbeck hatte es verdeutlicht, braucht die internationalen Fachkräfte auf ethischer Beschäftigungsgrundlage mehr denn je. 

16. September 2022

Gegen den Fachkräftemangel: Modellprojekt lud zum Fachaustausch „DiAAlog“ und zum Perspektivenwechsel ein

Zum Thema Fachkräftemangel hatte das Modellprojekt „DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) einen Fachaustausch vor allem mit Vertretern von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) am 15. September in der IHK Magdeburg veranstaltet.

Der Einladung zu dem Austausch unter dem Motto „DiAAlog“ folgten weitere Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Zivilgesellschaft.

Es wurde vor allem die Frage erörtert, wie gemeinsam dem Fachkräftemangel bzw. der Ab- und Weiterwanderung von Fachpersonal in ländlichen oder strukturschwachen und durch KMU geprägte Regionen entgegengewirkt werden kann.

In seinen Begrüßungsworten sagte der AGSA-Geschäftsführer Krzysztof Blau mit Blick auf den Fachkräftemangel, dass die Situation immer dramatischer und akuter werde. Für Sachsen-Anhalt sei eine Art Masterplan nötig, mit dem nach außen deutlich gemacht werde, dass Zuwanderer hier willkommen seien und sich wohlfühlen könnten. 

Barbara Schmidt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) stellte das Förderprogramm „Unsere Arbeit: Unsere Vielfalt. Initiative für betriebliche Demokratiekompetenz“ vor. Dabei unterstützen bundesweit 34 Projekte – darunter DiAA – Belegschaften, Firmen, Auszubildende und Lehrende, demokratiefördernd zu handeln und sich Rassismus sowie anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit entgegenzustellen. Der Fokus liegt auf KMU.

So erläuterte Leiterin Dr. Katja Michalak Inhalt und Ziel des vor rund einem Jahr gestarteten DiAA-Projekts, außerdem ging sie auf die Herausforderungen und den Fachkräftemangel im ländlichen Raum ein und stellte Lösungsansätze vor. In Sachsen-Anhalt seien 99 Prozent aller Unternehmen KMU.

Bei einer Podiumsdiskussion sagte der Leiter des Referates Fachkräftesicherung bei der IHK Magdeburg, Mathias Schönenberger, es sei seit Jahren klar, dass die Lücke nur mit Zuwanderung geschlossen werden könne. Sachsen-Anhalt müsse sich viel stärker gegenüber Migranten öffnen, zudem müsse die Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen erleichtert werden.

Der Integrationskoordinator des Landkreises Stendal, Jakob Wernike, betonte, dass immer wieder und stärker der Satz „Vielfalt ist ein Mehrwert!“ deutlich gemacht werden müsse. Zu Wort kamen darüber hinaus Susanne Rabe, Geschäftsführerin der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt, und Vertreter weiterer Perspektiven wie zum Beispiel aus Beratung, Ausbildung und KMU.

Ein Zuwanderer schilderte in bewegenden Worten von seinen negativen und Erfahrungen bei seiner dreijährigen Ausbildung. So sei er von 70 Prozent der Mitarbeiter ignoriert worden, zumeist hätten sie auch seine Grüße nicht erwidert. Außerdem habe er körperlich sehr schwer arbeiten müssen. Fast schon klang es wie ein Hilferuf: „Ich will ganz normal mit Kollegen zusammenarbeiten, ohne immer nur der Fremde zu sein.“

In einem Kurzimpuls präsentierte die Absolventin der Hochschule Harz, Tessa Buchwitz, Auszüge aus ihrer Masterarbeit „Die Notwendigkeit von betrieblicher Demokratiekompetenz zur Fachkräftegewinnung und -sicherung“.

Zum Abschluss formulierten die Tagungsteilnehmer Vorschläge, die in einem ersten Fazit mündeten. Genannt wurden als Empfehlungen etwa eine Verbesserung der digitalen Infrastruktur in ländlichen Räumen, ein stetiger Austausch und Kontakt vor Ort unter anderem mit Integrationskoordinatoren, in Unternehmen das Interesse für andere Kulturen zu wecken sowie ein Landesmarketingkonzept als Partizipationsprozess zu entwickeln.

Ferner wurde angeregt, das Thema Toleranz bereits im Kindergartenalter zu vermitteln, gute Beispiele integrativer Projekte stärker in den Medien zu verankern und die Rahmenbedingungen für junge Familien zu verbessern. 

Werke von Händel, Loeillet und Bach, musikalisch dargeboten auf Violine und Flöte von Dorothea Mertz und Ivana Sieberling, bildeten den kulturellen Ausklang. 

Kontakt zu DiAA: Projektleitung und Mitarbeiterinnen

16. September 2022

Informationen zur Ausbildung jetzt auch auf Ukrainisch

Weshalb sich junge Menschen, die aus ihren Herkunftsländern flüchten mussten, für eine duale Ausbildung entschieden haben. Infoportal einfachzukunft.de jetzt mit Berichten in ukrainischer Sprache. 

Junge Geflüchtete berichten auf „Einfach Zukunft. Berufsausbildung in Deutschland“ über ihren Weg in die duale Ausbildung.
Die jungen Menschen stellen sich vor, beschreiben ihre Vorstellungen und Erwartungen und schildern ihren Weg zur Berufswahl und in Ausbildung.
Dies wird mit konkreten Tipps für die eigene berufliche Orientierung anschaulich verbunden.

Die Website für mobile Endgeräte bietet neben Englisch, Französisch, Arabisch, Tigrinya und Farsi die Informationen jetzt auch in ukrainischer Sprache an.

Zur Infoseite: https://www.einfachzukunft.de/

Das Angebot entwickelten SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland und die Bundesagentur für Arbeit mit Unterstützung der Siemens AG.

12. September 2022

Hoher Nutzen auch für Deutsch-Lehrkräfte: Aussprachedatenbank ist jetzt online und frei verfügbar

Von einfachen deutschen Wörtern wie etwa Adler bis hin zu schwierigen Eigennamen wie dem des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull: Mit mehr als 130.000 Stichworteinträgen aus rund 80 Sprachen ist die Deutsche Aussprachedatenbank (DAD) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) jetzt online gegangen.

Jeder Vermerk umfasst eine Lautschriftversion des Wortes und weitere Angaben unter anderem über die Silbenzahl und das Akzentmuster. Herausgegeben wird das Verzeichnis von der Abteilung Sprechwissenschaft und Phonetik der MLU, an der seit gut 60 Jahren zur deutschen Aussprache geforscht wird, wie die Universität in einer Pressemitteilung erläuterte. Die Inhalte sind frei zugänglich.

Bei der Aussprachedatenbank handelt es sich um eine überarbeitete Fassung des gedruckten Deutschen Aussprachewörterbuchs, das 2009 von Sprechwissenschaftlerinnen und Sprechwissenschaftlern der MLU herausgegeben wurde. Genutzt wird es etwa von Mediensprecherinnen und -sprechern, Rednerinnen und Rednern, aber auch von Deutsch-Lehrkräften oder in der Sprachtherapie. 

Im Textbereich des Portals werden zum Beispiel auch Ausspracheregelungen für Namen und Wörtern aus anderen Sprachen (Eindeutschung) erläutert und Hinweise zur Transkription (Lautschrift/Umschrift) gegeben.

Weil alle Angaben nun in einer digitalen Datenbank vorliegen, würden sie sich viel einfacher durchsuchen lassen, betonte die MLU. Neben der Einzelwortrecherche sei es auch möglich, Such- und Filterfunktionen miteinander zu kombinieren. Jeder Eintrag enthält auch eine Transkription des Wortes im Lautschriftcode SAMPA, sodass mit Hilfe eines besonderen Programms Computerstimmen erzeugt werden können.

Die DAD erhebe aber nicht den Anspruch auf eine absolute, unveränderliche Gültigkeit der Aussprache. „Wir sind nicht die Aussprachepolizei. Wir geben lediglich empirisch gesicherte Empfehlungen zur Aussprache“, sagte die Sprechwissenschaftlerin Dr. Alexandra Ebel. Die Angaben für die Einträge seien das Produkt umfangreicher Analysen, wie Wörter ausgesprochen werden und welche Varianten der Lautgebung von der Bevölkerungsmehrheit akzeptiert werden. Der Datenbestand werde kontinuierlich erweitert und zum Beispiel mit unterschiedlichen Aussprachevarianten ergänzt.

Kontakt: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Manuela Bank-Zillmann (Presse/Öffentlichkeitsarbeit), Universitätsplatz 8/9, 06108 Halle, Telefon: +49 345 55-21004. E-Mail: presse@uni-halle.de; Tom Leonhardt (Wissenschaftsredakteur), Telefon: +49 345 55-21438, E-Mail: presse@uni-halle.de

Projektleitung: Abteilung Sprechwissenschaft und Phonetik, E-Mail: dad.kontakt@sprechwiss.uni-halle.de, alexandra.ebel@sprechwiss.uni-halle.de, ursula.hirschfeld@sprechwiss.uni-halle.de 

12. September 2022

Trotz gestiegener Anzahl von Anträgen wurden weniger ausländische Abschlüsse anerkannt

In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Anträge auf Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse gestellt worden als zuvor – aber nur 40 Prozent wurden als gleichwertig zu deutschen Abschlüssen beschieden.

Die Anzahl der Anerkennungsverfahren erhöhte sich 2021 im Vergleich zum Jahr davor um 249 Anträge (plus 49,1 Prozent), wie das Statistische Landesamt in Halle informierte (Pressemitteilung). Abgeschlossen wurden demnach im vergangenen Jahr 681 Verfahren, das waren 273 mehr als 2020. Für weitere 63 Verfahren gab es dem Landesamt zufolge noch keine Entscheidung, weitere zwölf Verfahren wurden ohne Bescheid beendet.

Bei den insgesamt 681 abgeschlossenen Verfahren wurden bei 273 Vorgängen entsprechend 39,6 Prozent im Berichtsjahr 2021 die Abschlüsse als vollständig gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt – im Jahr 2020 waren es noch 282 bzw. 69,1 Prozent positive Bescheide gewesen. Bei weiteren 198 Verfahren bzw. 29,0 Prozent wurde mit Auflage einer Ausgleichsmaßnahme dem Antrag entsprochen.

In den am stärksten besetzten Berufshauptgruppen stiegen die Verfahren erheblich, und zwar bei den „medizinischen Gesundheitsberufen“ von 264 auf 390 und in der Gruppe „Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe“ von 57 auf 192 Verfahren.

Die meisten Anträge zur Erteilung der Approbationen von Ärztinnen und Ärzten kamen aus den Ausbildungsstaaten Aserbaidschan (33), Ukraine (18), Russische Föderation (15), Türkei (15), Weißrussland (15) und Syrien (15).

Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen ist in verschiedenen Bundes-  und Landesgesetzen geregelt. 

Kontakt: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2 (Besucheranschrift), 06110 Halle (Saale); Telefon: +49 345 2318-0, E-Mail: info@stala.mi.sachsen-anhalt.de, analoge Briefe: Postfach 20 11 56, 06012 Halle (Saale) 

9. September 2022

Rückblick: Italienisches Flair bei abwechslungsreichen Kulturtagen „La dolce vita“ in Magdeburg

Der Verein „CIMA – Centro Italiano di Cultura Sachsen-Anhalt“ hat einen umfangreichen Rückblick auf sein dreitägiges Festival „La dolce vita“ im August in Magdeburg erarbeitet.

Die Textfassung kann hier auf der Internetseite der Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) der AGSA e.V. abgerufen werden, zur Verfügung steht auch eine PDF-Datei mit allen Bildern.

Zu dem Fest vom 19. bis 21. August waren Künstler extra aus Italien angereist. Nach dem Erfolg des Festivals „La dolce vita“ 2018 und nach der durch die Pandemie bedingten Pause konnte der Verein CIMA erneut mediterranes Flair nach Magdeburg bringen. – Der Beitrag auf der EUmigra-Seite enthält auch Links zu Musikvideos, die bei dem Festival aufgenommen wurden.

Kontakt: CIMA – Centro Italiano di Cultura Sachsen-Anhalt e.V., Schwalbenweg 1, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 81 07 736, E-Mail: centro-magdeburg@t-online.de 

9. September 2022

Fachstelle Vera erweitert Hilfsangebot um Schutzwohnungen für Betroffene von Zwangsverheiratung und ehrbezogener Gewalt

Die AWO-Fachstelle Vera gegen Menschenhandel und Zwangsverheiratung plant die Einrichtung von anonymen Schutzwohnungen für besonders gefährdete Klientinnen. Außerdem soll die stark nachgefragte Präventionsarbeit ausgebaut werden.

Dazu wurde am 5. September in Magdeburg von Sozialstaatssekretärin Susi Möbbeck ein Förderbescheid in Höhe von 389.500 Euro überreicht.

Das Land fördere den Aufbau von zwei anonymen Schutzwohnungen, die in Mitteldeutschland einzigartig sind, wie die AWO betonte (Pressemitteilung der AWO). Dort sollen Frauen – auch gemeinsam mit ihren Kindern – in einer akuten Krisensituation schnell und unbürokratisch aufgenommen werden. Das Schutzkonzept sei auch auf die besonderen psychischen Belastungen der Klientinnen ausgerichtet.

„Bislang haben wir in Sachsen-Anhalt kein Angebot, das dem erhöhten Schutzbedarf der hochgefährdeten Betroffenen von Zwangsverheiratung und ehrbezogener Gewalt gerecht wird“, sagte Steffi Schünemann, Vorständin Verband und Sozialpolitik beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.

Mit der Förderung sei es jetzt möglich, das Schutz- und Begleitangebot bedarfsgerecht zu erweitern und damit das Hilfesystem zu verbessern. Die Klientinnen würden Sicherheit, die notwendige Anonymisierung und einen geschützten Rahmen erhalten. Träger der Fachstelle Vera ist der AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Staatssekretärin Susi Möbbeck erklärte laut Pressemitteilung ihres Ministeriums: „Frauen, die von Menschenhandel und Zwangsverheiratung betroffen sind, brauchen intensive Unterstützung auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Sie können sich dabei auf die Kompetenz der Beratungsstelle Vera verlassen. Die Landesmittel stärken das Hilfesystem, damit Frauen den notwendigen Schutz erfahren.“

Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für das Hilfesystem für Frauen und Kinder, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind, wurden vom Land um über eine Million Euro auf 5,17 Millionen Euro erhöht, wie das Ministerium betonte. 

Der AWO zufolge sind die Fallzahlen der Fachstelle Vera seit deren Gründung vor 22 Jahren kontinuierlich gestiegen. Demnach hatten sich im Jahr 2010 noch 16 Klientinnen an die Beratungsstelle gewandt, im Jahr 2021 waren es 100 Klientinnen. 70 Prozent der Fälle würden Zwangsverheiratung und ehrbezogene Gewalt betreffen.

Den Tätigkeitsschwerpunkt der AWO-Fachstelle Vera bildet die Begleitung und Beratung von Mädchen und Frauen, die von Menschenhandel, Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre betroffen sind. Ferne geht es um Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkbildung und eine Sensibilisierung der Gesellschaft für das Thema. Die Bezeichnung Vera ist Slawisch und bedeutet Glaube und Hoffnung.

Informationen über die Fachstelle und deren Tätigkeitsfeld bietet auch dieses Video.

Kontakt: Vera, Fachstelle gegen Frauenhandel und Zwangsverheiratung, Klausenerstraße 17, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 99977850, +49 391 4015370, +49 170 6809474, +49 170 3101367 und +49 176 16279087, E-Mail: vera(at)awo-sachsenanhalt.de
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Pressestelle, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4608, E-Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de

8. September 2022

Seminar „Interkulturelle Sensibilisierung – Lass mich durch deine Brille sehen“ (online, 26. und 27. September)

„Interkulturelle Sensibilisierung (IKS) – Lass mich durch deine Brille sehen“ lautet das Thema einer zweitägigen Online-Veranstaltung des Landesbüros Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung am 26. und 27. September.

Die kulturelle Prägung setze den Menschen Grenzen, die in einer immer stärker vernetzten Welt zum Verhängnis werden könnten, heißt es in der Einladung der Stiftung. Deshalb sei es wichtig, zunächst die eigene Prägung zu erkennen, um dann mit einem offeneren Blick auf die kulturelle Vielfalt, die die Welt biete, sehen zu können. 

Geleitet wird das Seminar von Frau Serpil Mağlıҫoğlu, Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin, Systemischer Coach, Vortragsrednerin, Beraterin und Live-Online-Trainerin.

Bei dem Seminar geht es zum Beispiel um eine Reflektion der eigenen Werte und Normen, um ein „Fremdbild“ und um Vorurteile. Auch ein interkulturelles Spiel steht auf dem Programm.

Die Stiftung bittet um vorherige Anmeldung bis zum 23. September über dieses Formular oder per E-Mail (siehe „Kontakt“). Der Zugangslink wird am Tag der Veranstaltung zugeschickt.

Termin: 26. und 27. September 2022, jeweils 17 bis 20 Uhr

Ort: online

Kontakt: Landesbüro Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung, Otto-von-Guericke-Straße 65, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 56876-0, E-Mail: info.magdeburg@fes.de 

1. September 2022

Digitale Veranstaltung zu mehrsprachiger Kindererziehung – Beitrag zur Interkulturellen Woche (28. September)

Mehrsprachige Kindererziehung ist Kernthema einer digitalen Kooperationsveranstaltung am 28. September, zu der die Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) der AGSA e.V. und das Integrationsportal Sachsen-Anhalt eingeladen haben.

Dabei wird Frau Dr. Anna Mróz, Sprachwissenschaftlerin und Expertin im Bereich der mehrsprachigen Kindererziehung, in einem Text-Bild-Vortrag auf verschiedene Aspekte wie etwa dem Spracherwerb oder der Bedeutung von Herkunftssprachen für die eigene Familie und das Zusammenleben in der Gesellschaft eingehen.

Eingeladen zu dem Seminar, das im Rahmen des Magdeburger Programms zur Interkulturellen Woche 2022 stattfindet, sind Interessierte aus allen gesellschaftlichen Bereichen. – hier weitere Angaben

Termin: 28. September 2022, 15 bis 16 Uhr

Ort: online 

1. September 2022

Neue Faktensammlung des Verbundprojekts „Blickpunkt: Migrantinnen“

Die zunächst letzte Faktensammlung des Verbundprojekts Blickpunkt: Migrantinnen zum Thema „Arbeitsmarktdaten zu Migrantinnen in Sachsen-Anhalt. Eine Orientierungs- und Diskussionsgrundlage mit statistischen Daten zur Arbeitsmarktintegration von Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Sachsen-Anhalt“ ist fertiggestellt worden.

Das Dokument („Fact Sheet“) betrachtet demografische Aspekte von „Migrantinnen in Sachsen-Anhalt“. Es stellt entsprechende Daten zur Arbeitsmarktintegration von Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Sachsen-Anhalt aus verschiedenen behördlichen Quellen zusammen. Sie bietet sich als Grundlage sowie Ergänzung zu den Darstellungen und Analysen der vorangegangenen Publikationen an. Auf 22 Seiten sind Grafiken, Tabellen und Textbeiträge abgebildet

Demnach hat sich zum Beispiel die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Sachsen-Anhalt in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt (auf rund 12.000 im Juni 2021).

Der Großteil dieses Wachstums gehe auf Staatsangehörige europäischer Länder zurück. Und während die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt des Jahres 2020 bei etwa 7,7 Prozent gelegen habe, hätten Frauen ohne deutsche Staatsbürgerschaft eine Quote von 28,1 Prozent verzeichnet. -  siehe dazu auch diesen Beitrag auf der Internetseite der Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) der AGSA e.V.

Auf der Grundlage der dargestellten Daten würden sich eine Reihe konkreter Herausforderungen zeigen, die angegangen werden müssten, um eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration (und somit auch der gesellschaftlichen Integration) von Frauen ohne deutsche Staatangehörigkeit zu erwirken, heißt es im Kapitel „Zusammenfassung und Ausblick“. Vor dem Hintergrund der aktuellen, stark weiblich geprägten Zuwanderung aus der Ukraine würden sich die Herausforderungen verschärfen.

Kontakt zum Verbundprojekt: Ansprechpartner, Telefonnummern und E-Mail-Adressen hier

31. August 2022

Eurocamp der AGSA in Haldensleben geht mit Besuch des Ministerpräsidenten zu Ende

Rund 40 junge Erwachsene aus 16 Ländern Europas haben in Haldensleben (Landkreis Börde) das 30. Eurocamp der Auslandsgesellschaft gestaltet. 

Am 18. August ging nach fast zwei Wochen das inzwischen 30. Eurocamp des Landes Sachsen-Anhalt zu Ende.

40 Jugendliche aus 16 Ländern Europas haben sich, organisiert durch die AGSA und die Stadt Haldensleben, im Europäischen Jahr der Jugend unter dem Motto "Europa spielt" getroffen.

Sie haben von ihrem Camp-Standort Jugendherberge Haldensleben aus sehr viel gesehen und erlebt, Länderabende organisiert, Spielfelder errichtet, Friedenskacheln gestaltet, den Landtagspräsidenten besucht und Besuch vom Ministerpräsidenten bekommen. Europa lebt, der europäische Geist lebt – wie zum Beispiel ein das Eurocamp zusammenfassender Fernsehfilm bei "Sachsen-Anhalt heute" (MDR, dazu auch ein Textbeitrag) zum Ausdruck bringt.

Mehr Informationen zum Eurocamp 2022 finden Sie hier

22. August 2022

Ein Beitrag zu den CSD-Tagen: Ausstellung WE ARE PART OF CULTURE & WESENsART in Magdeburg (noch bis 30.9.)

Mit einer am 11. August eröffneten Doppelausstellung beteiligt sich ein fachübergreifendes Organisationenbündnis im einewelt haus in Magdeburg an den CSD-Tagen in der Landeshauptstadt.

Die Kunstausstellung WE ARE PART OF CULTURE zeigt queere Persönlichkeiten von der Antike bis heute, die die europäische Gesellschaft und Kultur nachhaltig geprägt haben. Die Portraits wurden von national und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern für die Präsentation entwickelt.

Die Ausstellung schaffe Vorbilder und Identifikationsfiguren und zeige, dass lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Personen schon immer die Gesellschaft entscheidend mitgeprägt hätten, hieß es hier.

Gemeinsam mit dem EINE-WELT-Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V., der .lkj) Sachsen-Anhalt und der WESENsART Papeterie zeigt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) die Ausstellung bis zum 30. September im einewelt haus. Die Magdeburger Künstlergruppe WESENsART ergänzt die Schau um Aquarelle von Persönlichkeiten, die entscheidend für queer-feministische Kämpfe waren und noch heute sind.

Vorgestellt werden zum Beispiel die Tänzerin Josephine Baker (1906-1975), die Autorin Virginia Woolf (1882-1941), die Schauspielerin Marlene Dietrich (1901-1992), der Komponist Peter Tschaikowsky (1840-1893), die Dichterin Sappho (um 630/612 v. Chr.-um 570 v. Chr.), König Friedrich II. von Preußen (1712-1786) und der Sänger der Rockgruppe Queen, Freddie Mercury (1946-1991). Die Biografien sind über einen vor Ort zu scannenden QR-Code sowie an dieser Stelle in acht Sprachen abrufbar.

Die Vernissage fand gemeinsam mit Holger Edmaier von den Initiatoren "Projekt 100% MENSCH gemeinnützige UG" (Stuttgart) statt. Weitere Grußworte hielten der ukrainische Queeraktivist Loki J von Dorn und Manja Lorenz, Vorsitzende des EINE WELT Netzwerkes Sachsen-Anhalt. Für die stimmungsvolle Umrahmung sorgte der Konzertmusiker Jerzy Bojanowski.

Die Ausstellung ist in die CSD-Aktionswochen in Magdeburg (5. bis 21. August) eingebettet. CSD ist die Abkürzung für Christopher Street Day. Der 2011 gegründete CSD Magdeburg e.V. organisiert neben den jährlichen Aktionswochen, der traditionellen Demonstration und dem Stadtfest viele weitere Veranstaltungen.

Ort: einewelt haus, Saal und Flur

Eine Besichtigung ist nach vorheriger Anmeldung montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr möglich.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-200, E-Mail: info@agsa.de 

15. August 2022

Magdeburg eröffnet erste „Ankunfts-Kita“ für Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte und Fluchthintergrund

Die interkulturelle Einrichtung im Magdeburger Stadtteil Leipziger Straße verfügt über 125 Betreuungsplätze, Träger ist die Mandala Kinderbetreuung gemeinnützige GmbH.

Durch das neue Angebot soll den Kindern ein schnelleres Ankommen in der Gesellschaft ermöglicht und den Eltern die Gelegenheit geboten werden, eine Arbeit aufzunehmen oder einen Sprachkurs zu besuchen (Pressemitteilung der Stadt). Die gemeinsame Betreuung mit deutschsprachigen Kindern helfe dabei, die Chancen auf Bildung und schulischen Erfolg für alle zu verbessern. Das symbolische Band zur Eröffnung der Einrichtung durchschnitt ein fünfjähriger Junge aus der Ukraine (Filmbeitrag des MDR).

Die sogenannte Ankunfts-Kita ist als Brückenangebot für vorerst bis 31. Dezember 2023 geplant und soll die vor allem kriegsbedingt entstandenen Bedarfsspitzen bei der Kinderbetreuung für geflüchtete Familien flexibel und unbürokratisch abbauen helfen.

„Schon in den vergangenen Jahren hat die Trägerin Mandala Kinderbetreuung gGmbH für neu Angekommene Sprachcafés und Ausflüge veranstaltet“, sagte der Leiter der Stabsstelle Jugendhilfe, Sozial- und Gesundheitsplanung der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Ingo Gottschalk. Vormals hätten sich die Angebote primär an Syrerinnen und Syrer gerichtet, heute würden sie von vielen Ukrainerinnen und Ukrainer genutzt. 

Betreut werden die Kinder von einem muttersprachlich internationalen Team, das in Deutsch, Ukrainisch, Russisch, Bulgarisch, Moldawisch, Kurdisch, Arabisch, Türkisch, Englisch und Persisch kommunizieren kann.

Ort: „Ankunfts-Kita“, Wiener Straße 36 (Stadtteil Leipziger Straße), 39112 Magdeburg

Kontakt Träger: Mandala Kinderbetreuung gemeinnützige GmbH, Hegelstraße 35, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5556066, E-Mail: info@mandala-md.de

9. August 2022

MDR-Bericht: Häufig lange Wartezeiten bei Einbürgerungen - Lediglich in Dessau-Roßlau Anträge fristgerecht entschieden

Einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zufolge kommt es in Sachsen-Anhalt vielerorts zu langen Wartezeiten bei Einbürgerungen. Das Schlusslicht bildet Magdeburg. 

Bislang schaffte laut MDR-Bericht nur Dessau-Roßlau eine zügige Bearbeitung der Fälle. Das Innenministerium will eine Unterstützung der Städte und Kreise prüfen.

Menschen mit einer fremden Staatsbürgerschaft können sich in Deutschland einbürgern lassen, unter anderem wenn sie sich hier unbefristet aufhalten dürfen, mindestens seit acht Jahren im Land leben und einen Test bestehen. Wie sich laut MDR aus Zahlenangaben des Innenministeriums ergibt, hängt der Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft in Sachsen-Anhalt maßgeblich vom Wohnort ab.

Zwar sehe die Landesregierung eine „Regelbearbeitungszeit“ von sechs Monaten vor, wie es in dem Beitrag heißt. Im vergangenen Jahr seien aber lediglich in Dessau-Roßlau auch alle Anträge in dieser Zeit entschieden worden. Im Burgenlandkreis seien selbst nach einem Jahr von 149 Anträgen noch immer 109 nicht abschließend bearbeitet gewesen. In der Landeshauptstadt Magdeburg habe bei keinem einzigen der 591 Anträge nach einem Jahr eine Entscheidung vorgelegen.

Migrantenvertreter berichten inzwischen von Um- und Fortzügen, um den Wartezeiten zu entgehen. Das lange Warten demotiviere Menschen in ihrer Lebensplanung in Sachsen-Anhalt, wird der Geschäftsführer des Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen (LAMSA) e.V., Mamad Mohamad, zitiert. Man erlebe „schon jetzt, dass Menschen aus Magdeburg und Halle wegziehen, um schneller zu einer Entscheidung für ihr Leben zu gelangen“. Manche würden in eine andere Kommune oder gleich in ein anderes Bundesland gehen. 

Magdeburg rechnet dem Bericht zufolge aber mit einer Trendumkehr. So sei die Einbürgerungsbehörde personell verstärkt worden, die Zahl der abgeschlossenen Verfahren habe sich zuletzt verdoppelt. Weil aber fast zeitgleich die Zahl der Neuanträge deutlich zugenommen habe und neue Mitarbeitende eingearbeitet werden müssten, bliebe es kurzfristig bei langen Wartezeiten.

Der SPD-Innenpolitiker Rüdiger Erben, der die aktuellen Zahlen erfragt hatte, sagte, wenn es beim bisherigen Tempo bleibe, könne sich zumindest das Land die Werbung für die Einbürgerung sparen ( - siehe auch Einbürgerungskampagne). Die bisherige Regelbearbeitungszeit mache „keinerlei Eindruck auf die zuständigen Behörden“.

Laut Innenministerium sind Einbürgerungen und Aufenthaltsverlängerungen Teil der kommunalen Selbstverwaltung. Gleichwohl werde derzeit eine Evaluierung der Arbeitssituation in den Einbürgerungsbehörden vorbereitet. Dabei gehe es auch um die Frage eines etwaigen Unterstützungsbedarfes durch das Land.

Kontakt: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Halberstädter Straße 2 / am „Platz des 17.Juni“, 39112 Magdeburg; Telefon: +49 391 567-5514, E-Mail: pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

8. August 2022

Europäischer Gerichtshof: EU-Zuwanderer haben eher Kindergeld-Anspruch in Deutschland

Deutschland darf Eltern aus anderen EU-Staaten in den ersten drei Monaten ihres Aufenthaltes nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht das Kindergeld verweigern.

Ein Unionsbürger, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem Aufnahmemitgliedstaat begründet hat, kann nicht deshalb während der ersten drei Monate seines Aufenthalts vom Bezug von Kindergeld ausgeschlossen werden, weil er keine Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit in diesem Mitgliedstaat bezieht, erklärte der EuGH (Pressemitteilung). Sofern er sich rechtmäßig aufhalte, genieße er grundsätzlich eine Gleichbehandlung mit den inländischen Staatsangehörigen. – Az.: C-411/20

Bürgerinnen der EU können sich bis zu drei Monate in jedem Mitgliedsstaat aufhalten, um dort Arbeit zu suchen. Nach deutschem Recht haben sie in dieser Zeit keinen Anspruch auf den sogenannten Hartz-IV-Leistungen. Anspruch auf Kindergeld besteht seit Juli 2019 erst dann, wenn die Eltern in Deutschland Erwerbseinkünfte beziehen.

In dem verhandelten Fall hatte eine mit drei Kindern eingereiste Frau aus Bulgarien noch kein Erwerbseinkommen, aber dennoch Kindergeld beantragt. Die Familienkasse Niedersachsen-Bremen verweigerte dies, vom Finanzgericht Bremen legte den Streit dem EuGH vor.

Auf die Gleichbehandlung kann sich der betreffende Unionsbürger dem EuGH-Urteil zufolge aber nur berufen, wenn er während der fraglichen ersten drei Monate tatsächlich seinen gewöhnlichen Aufenthalt in dem Aufnahmemitgliedstaat begründet hat. Ein nur vorübergehender Aufenthalt genügt insoweit nicht.

Vollständiger Text des Urteils

Kontakt: Gerichtshof der Europäischen Union, L - 2925 Luxemburg, Telefonzentrale: +352 43031; Referat Presse und Information +352 4303 3255 

4. August 2022

Erfolgreiche Bewerbung: Uni Magdeburg wird „Europäische Hochschule“

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) darf künftig den Titel „Europäische Hochschule“ tragen. Als Partner im Hochschulnetzwerk EU GREEN hat sich die OVGU als erste Hochschule in Sachsen-Anhalt erfolgreich um den Titel beworben.

Das „grüne“ Netzwerk aus neun europäischen Universitäten erhalte von der Europäischen Union mehr als 14 Millionen Euro für den Aufbau gemeinsamer nachhaltiger Hochschulstrukturen und Programme, die eine enge Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Verwaltung ermöglichen. Unter dem Titel „Europäische Hochschule“ werde die OVGU dann Teil eines gemeinsam europäischen Campus werden, heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Eine neue Generation von Europäerinnen und Europäern soll den Angaben zufolge künftig über Länder- und Fachgebietsgrenzen hinweg zusammenarbeiten, um die gesellschaftlichen Herausforderungen wie den Fachkräftemangel, mit denen Europa konfrontiert ist, zu bewältigen.

In den nächsten vier Jahren bekommt die Universität Magdeburg zwei Millionen Euro für den Aufbau länderübergreifender Studienprogramme und Forschungsvorhaben sowie transparenter, digitaler Verwaltungsprozesse. Insgesamt gab es bei der aktuellen Ausschreibung um den Titel „Europäische Hochschule“ 31 Bewerbungen von Hochschulallianzen, nur vier davon waren erfolgreich. 

„Dieser große Erfolg des Hochschulnetzwerkes birgt ein enormes Potential für die Uni, die Stadt und die Region“, erklärte der Rektor OVGU, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Unser Campus wird sich verändern, weil der europäische Gedanke viel stärker präsent sein wird.“ Ziel der Universität sei es, dass zukünftig 15 Prozent der fast 4.000 internationalen Studierenden aus der EU kommen (Statistik der OVGU). - Siehe dazu auch die Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) der AGSA e.V. 

Kontakt: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Telefon: +49 391 67-01, E-Mail: rektor@ovgu.de, katharina.vorwerk@ovgu.de

2. August 2022

Mehr Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Polizeidienst

Eine wachsende Anzahl von Menschen mit Migrationsgeschichte sind im deutschen Polizeidienst beschäftigt oder in der entsprechenden Ausbildung. Jedoch sind nur wenige von ihnen in Führungspositionen tätig, wie eine Recherche vom MEDIENDIENST INTEGRATION zeigt.

Dazu hat der MEDIENDIENST – eine journalistische Informationsplattform zu den Themen Flucht, Migration und Diskriminierung – eine eigene Befragung unter den Innenministerien der Bundesländer und der Bundespolizei ausgewertet (Mitteilung/Analyse). Als am vielfältigsten erschien die Berliner Polizei, in der zuletzt 37 Prozent Personen mit Migrationshintergrund eingestellt wurden.

Allerdings führen nur sieben der 16 Bundesländer Statistiken zum Migrationshintergrund von Polizistinnen und Polizisten. In fünf davon ist der Anteil der neu Eingestellten mit Migrationshintergrund zuletzt gestiegen (Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz). In Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sowie bei der Bundespolizei ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr etwa gleichgeblieben.

Besonders selten sind Führungskräfte mit Einwanderungsgeschichte: Daten der Bundespolizei und der Polizei Niedersachsen zeigen, dass nur wenige Menschen mit Migrationshintergrund in Führungspositionen arbeiten (2,4 Prozent bzw. 4 Prozent).

In bestimmten Situationen sei die Polizei zwingend darauf angewiesen, dass Polizistinnen und Polizisten mit Migrationshintergrund übersetzen, sagte die Soziologin Alexandra Graevskaia, die aktuell zu Vielfalt in Polizeistationen forscht. Im Alltag würde es zu lange dauern, Dolmetscherinnen und Dolmetscher einzubestellen. 

Laut MEDIENDIENST-Analyse ist Sachsen-Anhalt nach wie vor das einzige ostdeutsche Bundesland, das Daten zum Migrationshintergrund von Polizistinnen und Polizisten erhebt. Im vergangenen Jahr 2021 hätten hier 6,7 Prozent der neu Eingestellten angegeben, über einen Migrationshintergrund zu verfügen.

Die Zahl sei etwa gleich geblieben und liege knapp unter dem Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt. In der aktuellen Werbekampagne („Nachwuchsfahndung“ ) weise die Landespolizei speziell darauf hin, dass Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte erwünscht sind, auch von Personen ohne deutschen Pass. 

Der MEDIENDIENST INTEGRATION ist ein Projekt des Rates für Migration e.V., einem bundesweiten Zusammenschluss von Migrationsforscherinnen und -forschern. Er arbeitet unabhängig und will den Austausch zwischen Wissenschaft und Medien intensivieren.

Kontakt: Mediendienst Integration, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin; Telefon: +49 30 2007-6480, -6481; E-Mail: mail@mediendienst-integration.de 

2. August 2022

Statistik für Deutschland: Anzahl der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten hat sich mehr als verdreifacht

Die Anzahl der Arbeitskräfte, die aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) nach Deutschland eingewandert sind, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht.

So wurden Ende 2021 rund 295.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern im Ausländerzentralregister erfasst, die über eine befristete Aufenthaltserlaubnis für eine Erwerbstätigkeit verfügten, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden informierte (Pressemitteilung). Noch gut 90.500 Menschen mit einem solchen Aufenthaltstitel in Deutschland waren es zum Jahresende 2011 gewesen.

Bei den Ausländerinnen und Ausländern, die Ende 2021 mit einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit in Deutschland lebten und arbeiteten, machten mit elf Prozent Menschen mit einer indischen Staatsangehörigkeit die größte Gruppe aus. Auch Zuwanderer aus den Balkanländern Bosnien-Herzegowina (neun Prozent) und Kosovo (sieben Prozent) waren besonders häufig vertreten.

Allerdings hat sich laut Bundesamt auch die Arbeitskräfte-Zuwanderung aus EU-Staaten erhöht (im Jahr 2021 insgesamt 1,65 Millionen Menschen). Offiziell verzeichnet wurde im vergangenen Jahr ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber 2017, als diese Daten erstmals erhoben wurden. Knapp ein Viertel (23 Prozent) der zugewanderten EU-Arbeitskräfte stammte 2021 aus Polen, dem häufigsten Herkunftsland. Danach folgten Rumänien (16 Prozent) und Italien (13 Prozent). Die Anzahl der Beschäftigten, die innerhalb der EU zum Arbeiten nach Deutschland kommen, ist weiterhin größer als die Gruppe der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten.

Insgesamt betrachtet (unabhängig von Staatsangehörigkeit und aktuellem Aufenthaltstitel) lebten im vergangenen Jahr 2,72 Millionen Menschen in Deutschland, die vor allem wegen der Arbeit zugewandert sind. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der ausländischen Beschäftigten waren Ende 2021 akademische Fachkräfte mit einer sogenannten Blue Card. 

Die Angaben zu Personen mit Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit beziehen sich auf Auswertungen des Ausländerzentralregisters, die Zahlen zu zugewanderten Arbeitskräften aus EU-Staaten sowie zum Zuzugsjahr beruhen auf Auswertungen des Mikrozensus. 

Kontakt: (Besucheranschrift) Statistisches Bundesamt, Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden; Telefon: +49 611 75 0, E-Mail: post@destatis.de

25. Juli 2022

„Was lange währt, wird endlich gut“ – Magdeburgs Beirat für Integration und Migration feierte 25-jähriges Bestehen

Magdeburgs Beirat für Integration und Migration hat am 6. Juli mit einer Festveranstaltung sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Programm im Rathaus der Landeshauptstadt stand unter dem Motto „25 Jahre Beirat für Integration und Migration – Rückblick und Ausblick“.

Zu den rund 100 Gästen gehörte unter anderen auch Sachsen-Anhalts Staatssekretärin und Integrationsbeauftragte des Landes, Susi Möbbeck. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Verleihung des Sonderpreises des Beirates für Integration und Migration für langjähriges ehrenamtliches Engagement für Integration in Magdeburg.

Die vom Magdeburger Rotary Clubs gestiftete Auszeichnung erhielt Gabriele Tuljus. Sie wurde für ihr herausragendes Engagement für das Gemeinwohl durch den Einsatz für gelingende Integration gewürdigt und gilt als einer der ersten Menschen in Magdeburg, die sich für die Belange der Menschen ausländischer Herkunft eingesetzt haben.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz konnte sie zum schnellen Einleben in Magdeburg und zur besseren Verständigung zwischen den Kulturen beitragen. Gabriele Tuljus engagierte sich bereits 1991 im Verein „Kontakt International Magdeburg“ und später auch im Verein „Meridian“.

Musikalisch wurde die Feier von der Jazz-Gruppe Jam-Fest und einem ukrainischen Frauen- und Kinderchor umrahmt. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war ein Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Beiräten und Beauftragten für die Belange der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Magdeburg. Sie ließen die Anfänge der Selbstvertretung von Ausländerinnen und Ausländern in Magdeburg und die Weiterentwicklung zum gemeinsamen Beirat von Deutschen und Nicht-Deutschen für die Belange der Integration in Magdeburg Revue passieren. Dabei wurden Perspektive für die Zukunft gemeinsam betrachtet (siehe auch Pressemitteilung).

Grußworte hielten unter anderen Stadtratsvorsitzender Prof. Dr. Alexander Pott und Oberbürgermeisterin Simone Borris. Sie betonte, dass der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung in Magdeburg seit der Gründung des Beirates von 4 auf nunmehr 14 Prozent angestiegen sei. Dies mache die hohe Bedeutung der Integration deutlich. Zudem wies Simone Borris auf den hohen Stellenwert des Beirates als „Schnittstelle“ zur Politik hin. „Wenn wir an einem Strang ziehen, können wir die großen Herausforderungen schaffen“, betonte sie. 

Der Beiratsvorsitzende und Integrationsbeauftragte der Stadt, Krzysztof Blau, lud alle Migrantinnen und Migranten der Stadt dazu ein, sich selbst aktiv bei der Gestaltung der Gesellschaft einzubringen. Dazu biete der Integrationsbeirat eine gute Grundlage. Ohne eine wirkliche Teilhabe, die auch teilen bedeute, sei Integration nicht möglich.

Hintergrund:
Der Beirat für Integration und Migration ist ein Gremium der Landeshauptstadt Magdeburg. Er setzt sich zusammen aus acht Migrant*innen und sieben Stadträt*innen, die vom Stadtrat in den Beirat bestellt worden sind. Er nimmt im Rahmen seiner Satzung unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden die Interessen aller in der Landeshauptstadt Magdeburg lebenden Migrant*innen wahr und wirkt auf die chancengleiche Partizipation aller Bevölkerungsgruppen am Gemeinwesen hin.

Weitere Informationen u.a. zu Sitzungsterminen und den Sprechzeiten des Beirates gibt es hier.

Kontakt: Beirat für Integration und Migration, Der Vorstand, Alter Markt 6, 39090 Magdeburg, Telefon: +49 391 540-2384, E-Mail: integrationsbeirat@stadt.magdeburg.de

7. Juli 2022