Menu
menu
IKOE-Projekt/AGSA e.V.

Fachtag „Wenn (soziale) Herkunft (k)eine Rolle spielt: Chancengerechtigkeit im Schulalltag“ am 30. Juni

Die IKOE-Fachstelle für Interkulturelle Orientierung und Öffnung hat zum Fachtag „Wenn (soziale) Herkunft (k)eine Rolle spielt: Chancengerechtigkeit...

Ruben Engel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt)

Würdigung in Dessau-Roßlau: Tschiche-Demokratiepreis für MKZ-Leiter Razak Minhel

Der Mitbegründer und langjährige Leiter des Multikulturellen Zentrums Dessau e.V. (MKZ), Razak Minhel, hat den Hans-Jochen-Tschiche-Demokratiepreis...

AKTUELL

Konferenz zum Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit geplant (9. Juni, Magdeburg)

Zur Weiterentwicklung des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt ist für den 9. Juni in Magdeburg eine ganztägige Konferenz unter anderem mit Workshops, Vorträgen und einer Schreibwerkstatt geplant.

In Sachsen-Anhalt setzen sich zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger tagtäglich für ein demokratisches, vielfältiges und weltoffenes Miteinander ein, heißt es in der Einladung. Das Engagement für eine lebendige Demokratie unter dem Dach des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit zu unterstützen, zu vernetzen und zu stärken, sei eine wichtige Aufgabe der Arbeit der Landesregierung.

Als „lernendes Programm“ solle das Landesprogramm gemeinsam mit den Engagierten im Bundesland weiterentwickelt und damit ein neues Kapitel im Bereich der Demokratieförderung in Sachsen-Anhalt aufgeschlagen werden. - Für ein Grußwort zur Eröffnung der Konferenz in der Festung Mark wurde Sozialministerin Petra Grimm-Benne angekündigt.

Anmeldungen sind auf der Veranstaltungs-Internetseite über ein Formular möglich.

Termin: Donnerstag, 9. Juni 2022, 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Ort: Festung Mark, Listemannstraße 1 (Hohepfortewall 1), 39104 Magdeburg

Kontakt für Rückfragen zur Veranstaltung: demokratie(at)ms.sachsen-anhalt.de

3. Mai 2022

AGSA-Projekte präsentierten Studie zum Ehrenamt – Handlungsempfehlungen bieten große Chancen zur Stärkung

Die Projekte „DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung“ und „IKOE –Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) haben bei einer gemeinsamen Veranstaltung unter dem Motto „Ehrenamt!“ Entwicklungswege zur Stärkung ehrenamtlichen Engagements aufgezeigt und verschiedene Perspektiven beleuchtet.

Im Mittelpunkt der Präsenz-Veranstaltung im einwelt haus stand die Untersuchung „Die Entwicklung des Ehrenamts im ländlichen Raum von Sachsen-Anhalt auf dem Prüfstand: das Beziehungsgefüge zwischen kommunaler Verwaltung und Landesbehörden“. Die rund 40 Seiten umfassende Arbeit wurde von deren Autorinnen und Autoren Dr. Katja Michalak (Hochschule Harz/AGSA), Marleen Dressel (AGSA), Mareike Schwarz (AGSA) und Karsten Wiedener (AGSA) vorgestellt.

Unter den Besuchern waren auch Studierende der Hochschule Harz, die in verschiedenen Praxisprojekten zum Thema Ehrenamt mitwirken. Ein Ziel der Studie sei es gewesen, nicht analytisch zu bleiben, sondern die Realität des Bereichs Ehrenamt abzubilden, wie Dr. Katja Michalak zum Auftakt darlegte. Das Fazit der Untersuchung und der Präsentation lautete „Ehrenamt ist somit eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen – und auch der Bürgergesellschaft!“.

Auf dem Programm standen darüber hinaus Erfahrungsberichte aus dem Landkreis Börde von Ann Fabini sowie von Katja Rink (Freiwilligenagentur Magdeburg e.V.) und Manja Lorenz (AGSA). Den Vorträgen schloss sich eine intensive Diskussion an. Dabei wurde zum Beispiel davor gewarnt, die Grenzen zwischen haupt- und ehrenamtlicher Tätigkeit zu verwischen.

Ferner wurde unter anderem die Bedeutung einer institutionellen Förderung von Trägern (auch eine Handlungsempfehlung aus der Untersuchung) hervorgehoben. Eine solche stabile Finanzierung wirke sich sehr positiv vor allem auf die kontinuierliche Betreuung und Stärkung von gemeinnützigen Vereinen und Ehrenamtlichen aus, hieß es. 

Die Untersuchung wird in Kürze unter anderem auf der AGSA-Internetseite verfügbar sein.

Zu den Projekten: DiAAIKOE 

3. Mai 2022

Virtueller Austausch: „IQ Café: Unternehmen Fachkräftesicherung“ widmet sich am 17. Mai den Erfahrungen in der Altmark

Das nächste Veranstaltung „IQ Café: Unternehmen Fachkräftesicherung“ hat am 17. Mai den regionalen Schwerpunkt Altmark. Der virtuelle Austausch dient dazu, mit Expertinnen und Experten aus der Altmark zu Fragen der Gewinnung, der Beschäftigung und der Unterstützung ausländischer Fachkräfte ins Gespräch zu kommen (Einladung des IQ Netzerks Sachsen-Anhalt). Dazu werden ebenfalls Unternehmensvertreter aus der Region über ihre Erfahrungen mit der Beschäftigung ausländischer Fachkräfte berichten.

Die regionalen Expertinnen und Experten kommen unter anderem vom IQ Fachinformationszentrum Einwanderung Magdeburg, dem WelcomeCenter Sachsen-Anhalt/Fachkraft im Fokus, dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Stendal und der IHK sowie von der Wirtschaftsförderung der beiden Landkreise in der Altmark und der Migrationskoordination.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich; der Einwahl-Link für die Veranstaltung befindet sich in der Einladung.

Termin: Dienstag, 17. Mai, 14.00 bis 15.30 Uhr

Ort: online

Kontakt – E-Mail: gavin.theren@agsa.de

19. April 2022

Bevölkerungsstatistik: 27,2 Prozent hatte Migrationshintergrund – Zwei Drittel aus einem anderen europäischen Land eingewandert oder Nachkommen

Rund 27,2 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland hatte im Jahr 2021 einen Migrationshintergrund (gleich 22,3 Millionen Menschen). Gegenüber dem Jahr davor war dies ein Zuwachs von 2,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt im Wiesbaden erläuterte (Pressemitteilung). Eine Person hat nach der verwendeten Definition einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Die Grundlage der Statistik bildet der jährliche Mikrozensus. 

Etwa 53 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund verfügte über eine deutsche Staatsbürgerschaft und nur gut 47 Prozent über eine ausländische, hieß es weiter. Dabei sei die große Mehrheit der ausländischen Bevölkerung mit Migrationshintergrund selbst zugewandert (84 Prozent), bei den Deutschen mit Migrationshintergrund habe die Prozentzahl bei 43 gelegen, betonte das Bundesamt. Von den 22,3 Millionen Personen mit Migrationshintergrund sprechen zu Hause 7,2 Millionen (32 Prozent) ausschließlich und weitere 3,1 Millionen (14 Prozent) vorwiegend deutsch. 

Fast zwei Drittel (62 Prozent) aller Personen mit Migrationshintergrund sind laut Bundesamt aus einem anderen europäischen Land Eingewanderte oder deren Nachkommen. Dies entspricht 13,9 Millionen Menschen, von denen 7,5 Millionen Wurzeln in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben. Als zweitwichtigste Herkunftsregion wurde Asien genannt. 

Hauptherkunftsländer sind laut Statistik die Türkei (12 Prozent) gefolgt von Polen (10 Prozent), der Russischen Föderation und Kasachstan (jeweils 6 Prozent) und Syrien (5 Prozent). Rund 1 Prozent der im Jahr 2021 in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund stammten aus der Ukraine (308.000 Personen). „Aufgrund der jüngsten Fluchtzuwanderung könnte die Zahl der Menschen mit ukrainischem Migrationshintergrund künftig deutlich anwachsen“, erklärte das Bundesamt.

Kontakt: Statistisches Bundesamt, Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden, E-Mail: post@destatis.de, Telefon Zentraler Auskunftsdienst: +49 611 75 2405

13. April 2022

Neue Broschüre „Ankommen und Mehr. Info-Guide für Flüchtlinge“ von Staatssekretärin Möbbeck präsentiert

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) hat die Broschüre „Ankommen und Mehr. Info-Guide für Flüchtlinge in der Landeserstaufnahme in Sachsen-Anhalt“ in zweiter, aktualisierter und erweiterter Auflage herausgegeben.

„Bei ihren ersten Schritten in Sachsen-Anhalt brauchen Asylsuchende Orientierung und Unterstützung“, sagte Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung. Mit dem Info-Guide werde dafür gesorgt, dass Geflüchtete gut ankommen und sich informieren können. „Je früher sie Zugang zu den Unterstützungsangeboten erhalten, desto schneller gelingt die Teilhabe und Integration“, fügte sie hinzu.

Der Info-Guide wurde von Susi Möbbeck bei einem Pressgespräch in Magdeburg vorgestellt und an den Leiter der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt), Philipp Eysel, überreicht.

Der Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft, Krzysztof Blau, dankte für die Unterstützung des Landes: „Die erweiterte Neuauflage verstehen wir als wichtiges Signal im Sinn der Gleichbehandlung von Flüchtlingen wie Zugewanderten überhaupt. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, dass allen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft der Zugang zu wichtigen Informationen ermöglicht wird.“

„Asylsuchende, die neu in Sachsen-Anhalt ankommen, brauchen viele Informationen. Umso hilfreicher ist es, dass die aktualisierte Broschüre bereits bei der ersten Unterbringung verteilt werden kann – und die wichtigsten Informationen zu Rechten, Pflichten und zentrale Ansprechpartner für Beratungen und offene Fragen übersichtlich bündelt“, betonte der Leiter der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber, Philipp Eysel.

Die im Auftrag der Landesintegrationsbeauftragten erstellte Handreichung ist für die Zielgruppe der Geflüchteten in der ZASt in einfacher Sprache verfasst und enthält kommunikationsunterstützende Illustrationen. Informiert wird neben dem Ablauf von Erstaufnahme und Asylverfahren über die zahlreichen Beratungs- und Integrationsangebote für Geflüchtete vor der Zuweisung in die Kommune. Neu ist zudem eine erhebliche Erweiterung der Sprachausgaben. 

Der aktualisierte Info-Guide ist auch online verfügbar.

Für ukrainische Geflüchtete in den Landkreisen und kreisfreien Städten steht das ständig aktualisierte Integrationsportal der Landesregierung zur Verfügung: www.integrationsbeauftragte.sachsen-anhalt.de/ukraine-news/. 

1. April 2022

Mehrfachdiskriminierung deutlich sichtbar: Ergebnisse der Online-Umfrage für das Projekt „MISA – Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt“ vorgestellt

An einer mehrmonatigen Online-Umfrage des Projekts MISA unter Migrantinnen und Migranten zum Thema Behinderungen und Hilfsangebote haben sich über 1.000 Personen beteiligt. 

„Eine Mehrfachdiskriminierung der Zielgruppe ist eindeutig sichtbar geworden“, lautete ein Fazit von MISA-Projektleiterin Friederike Lettow bei einer Videokonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse.

Träger des Projekts „MISA – Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt“ ist das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA). Projektziel ist es, die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Behinderung, Beeinträchtigung oder psychischen Probleme haben, zu stärken. MISA wird gefördert aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie.

Bei den von Teilnehmern angegebenen Behinderungen handelte es sich um eine körperliche, eine psychische oder seelische Beeinträchtigung oder um eine Störung der Sinnesorgane. Rund 47 Prozent der Betroffenen erklärten, sich keine Hilfe geholt zu haben. Als ein Grund nannten 25 Prozent Angst vor Diskriminierung und Rassismus. „Das ist eine fatale Konstellation und traurige Wahrheit“, sagte Lettow.

Lediglich 19 Prozent der Teilnehmer gab an, zu wissen, wo Hilfeleistung und Unterstützung bei Behinderungen und psychischen Problemen angeboten werden. Von den Teilnehmern erklärten 94 Prozent, dass sie eine Beratungsstelle aufsuchen würden, wenn die Gespräche dort anonym und in ihrer Muttersprache stattfinden könnten.

Die Umfrage lief vom 4. Oktober 2021 bis zum 4. März 2022. Es waren 32 Fragen in vier Kategorien zu beantworten. Außerdem wurden Telefon-Interviews mit 45 Personen in verschiedenen Sprachen geführt.

Die Projektleitung hat die Antworten von 1.006 Personen im Alter von 18 bis 67 Jahren ausgewertet. Beim Geschlechterverhältnis machten Frauen mit 65 Prozent eine deutliche Mehrheit gegenüber Männern aus. Die beteiligten Personen insgesamt kamen aus 34 verschiedenen Herkunftsländern.

Die Präsentation der ausführlichen Ergebnisse und Schlussfolgerungen wird in den nächsten Tagen veröffentlicht und auch hier verlinkt.

30. März 2022

„Rassismus und Diskriminierung in Unternehmen“: Online-Austausch regte zum nachhaltigen Dialog an

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) hatten am 24. März zu einem Informations- und Austauschtreffen im Rahmen der Antirassismuswochen eingeladen. Entsprechend widmeten sich die rund 30 Teilnehmenden der Online-Veranstaltung dem Thema „Rassismus und Diskriminierung in Unternehmen“.

Zum Auftakt gab es verschiedene Einstiegsimpulse unter anderem von der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt, Janine Weidanz. Zudem schilderte Sven Uebrig, Betriebsleiter Südhafen der Hermes Fulfilment GmbH, die Unternehmensperspektive.

So seien in seinem Unternehmen Beschäftigte aus 19 Nationen tätig. Als Erfolgsfaktoren bei deren Integration nannte Uebrig ein vertrauensvoller und partnerschaftlicher Umgang miteinander und eine interkulturelle Öffnung. Ferner gebe es im Betrieb Sprachpaten sowie mehrsprachige Informationen. Im Kampf gegen Diskriminierung dürfe nicht nachgelassen werden. „Schweigen hilft nicht“, sagte Uebrig.

Torsten Furgol, Landesfachbereichsleiter Handel ver.di (Bezirk Sachsen-Anhalt Nord) sagte, dass es wichtig sei, ausländischen Beschäftigten ihre Rechte zu vermitteln und deutlich zu machen, dass „Demokratie nicht vor dem Werkstor aufhört“.

Dzhemile Umerova von der Beratungsstelle BEMA (Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt) berichtete, dass es bei den häufigsten Fällen und Formen von Diskriminierung in ihrem Beratungsbereich um arbeitsrechtliche Themen gehe. So würden zum Beispiel von Arbeitgebern Arbeitszeitnachweise vorenthalten und Gehälter verspätet oder unterhalb des Mindestlohns gezahlt.

Die Mitarbeiterin Mareike Schwarz stellte das Ende 2021 gestartete AGSA-Projekt DiAA (Demokratie in Arbeit und Ausbildung) vor und erläuterte die Herausforderungen in strukturschwachen und ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts.

Den Impulsen folgte ein vielschichtiger Austausch mit Anregungen und Fragen aus dem Publikum. Zum Abschluss wurde von mehreren Teilnehmenden der Wunsch geäußert, den Dialog regelmäßig fortzusetzen.

24. März 2022

Buch-Entdeckung: „… die DDR schien mir eine Verheißung“ - 16 Migrantinnen und Migranten erzählen vom Leben in Ostdeutschland

Das neu erschienene Buch „,… die DDR schien mir eine Verheißung.‘ Migrantinnen und Migranten in der DDR und in Ostdeutschland“ vereint Biographien von 16 Frauen und Männern, die aus unterschiedlichen Gründen in die DDR gekommen waren und nach 1990 in Ostdeutschland geblieben sind.

Sie erzählen aus bisher wenig berücksichtigter Perspektive vom migrantischen Alltag im Sozialismus, heißt es in der Ankündigung. Berichtet werde zudem davon, mit welchen Konflikten Menschen nichtdeutscher Herkunft in Wende- und Nachwendezeiten zu kämpfen hatten und welche Lösungen sie fanden, um ein gelingendes Leben in der „neuen“ Bundesrepublik zu führen.

Die Biographien "zeigen in ihrer Gesamtheit, dass es Migration in der DDR gab und sie ein Teil des Alltags und der ökonomischen Strukturen war", wird in der Einleitung des Buches erläutert. Die Protagonisten leben heute in Rostock, Schwerin, Halle, Leipzig, Freital, Dresden, Erfurt, Weimar, Magdeburg, Burg, Dessau-Roßlau und auf dem Land in Sachsen-Anhalt.

Zu den biographischen Texten gehören immer auch eindrückliche, zum Nachdenken anregende oder besser auffordernde Betrachtungen über den Begriff Heimat: was Heimat Menschen bedeutet, die das Land verlassen haben, in dem ihre Nabelschnur vergraben liegt und das ihre Identität ausmacht.

Bereichert werden die Texte durch Portraitaufnahmen des Fotografen Mahmoud Dabdoub aus Leipzig, der die Hauptfiguren an ihren Wohnorten besucht hat.

Der Band ist im Rahmen des Projekts „Mi*story. Migrationsgeschichten in und aus Ostdeutschland“ entstanden. Eine Buchbesprechung bietet der Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) e.V. auf seiner Internetseite.

Bibliographische Angaben: Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V. (Hg.), „,…die DDR schien mir eine Verheißung.‘ Migrantinnen und Migranten in der DDR und in Ostdeutschland“, Ammian Verlag für Regional- und Zeitgeschichte, 126 Seiten, Broschur, 18,00 Euro, ISBN 978-3-948052-18-8 / 9783948052188, 1. Auflage 2022

Hinweis:
Der Verlag ist nach eigenen Angaben erst vom 5. April an mit einer eigenen Internetseite online. Weitere Angaben zum Buch und zum Inhalt hier.

24. März 2022

Gelungener Auftakt der vierteiligen EUmigra-Themenreihe "Gleichgestellt – gleichbehandelt?"

Der Auftakt der vierteiligen EUmigra-Themenreihe „Gleichgestellt – gleichbehandelt? Wege zu fairen Arbeits- und Lebensbedingungen für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Sachsen-Anhalt“ fand am 16. März online statt.

An der zweistündigen Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Antirassismuswochen nahmen Fachleute aus dem Spektrum von Politik, Trägern und Unterstützungsstrukturen sowie Vertreter*innen migrantischer Communities teil. Referent war Dr. Norbert Cyrus. Er ist Mitglied des Viadrina Center B/ORDERS in Motion (Frankfurt/Oder) und befasst sich freiberuflich mit Projektevaluation und wissenschaftlichen Studien für Organisationen in den Bereichen Migration, Integration und Arbeitsrechtsschutz.

Der Titel seines Vortrags lautete „Mobile EU-Bürger*innen effektiver vor Arbeitsausbeutung schützen: zur Bedeutung der grenzüberschreitenden Vernetzung von Beratung und Kontrolle - Mit einem Exkurs zur Rechtssicherheit für geflüchtete Arbeitnehmer*innen aus der Ukraine“. - Hier der vollständige Bericht auf der Seite der Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) einschließlich der Präsentation.

18. März 2022

Doku-Serie „They call us Ausländerteam“: Fußballmannschaft aus Grana im Burgenlandkreis engagiert sich gegen Rassismus

Die Fußballmannschaft des SV Blau-Weiß Grana bei Zeitz und deren Engagement gegen Rassismus stehen im Mittelpunkt der vierteiligen Doku-Serie „They call us Ausländerteam“ („Sie nennen uns Ausländerteam“) des MDR.

Die Serie erzähle eine Geschichte über die integrative Kraft des Sports – und berichte vom Hass, der der Mannschaft in der ostdeutschen Provinz, wo der Rassismus erstarkt, entgegenschlägt, wie der MDR KULTUR auf seiner Internetseite schreibt. Zudem sei „They call us Ausländerteam“ eine große Geschichte im Kleinen. Berichtet werde von der Suche nach Heimat, nach einem Ort, „wo man hingehört“. Es sei ebenso eine Suche der Zugewanderten wie der Dagebliebenen.

Die Mannschaft aus dem Burgenlandkreis hatte 2019 für Schlagzeilen gesorgt. Zunächst wurde laut MDR von einem gambischen Spieler aus Gana im Kampf um den Ball ein gegnerischer Fußballer schwer verletzt. Den Vorfall griffen Nutzer von sozialen Netzwerken und die Presse auf. Aus der Meldung über das vermeintliche Foul habe sich eine rassistische Hetzjagd entwickelt, zudem hätten andere Vereine aus der Liga den SV Blau-Weiß boykottiert. 

Den Konflikt als Klammer nehmend, sei „They call us Ausländerteam“ sowohl bildlich wie auch inhaltlich sehr dicht an den Personen, so der MDR. Es werde ein realistisches Bild der ostdeutschen Provinz gezeichnet, die in Zeitz von toten Innenstädten, Abwanderung der Jugend und fehlenden Perspektiven geprägt sei. In der Serie kämen lediglich die Protagonistinnen und Protagonisten zu Wort. - Die vier Folgen der Doku-Serie sind in der ARD MEDIATHEK hier abrufbar.

Der Verein, der auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken kann, war zweiter Preisträger des Integrationspreises Sachsen-Anhalt 2020 in der Kategorie „Dauerhaftes und nachhaltiges Engagement für Vielfalt“. Rund 40 Prozent migrantische Fußballer aus mehr als zehn Nationen sind in dem Verein aktiv.

Kontakt: SV Blau-Weiß Grana e.V., Hasselweg 8, 06712 Grana, E-Mail: info@blau-weiß-grana.de 

18. März 2022