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Karsten Wiedener

Ein Beitrag zu den CSD-Tagen: Ausstellung WE ARE PART OF CULTURE & WESENsART in Magdeburg (bis 30.9.)

Mit einer am 11. August eröffneten Doppelausstellung beteiligt sich ein fachübergreifendes Organisationenbündnis im einewelt haus in Magdeburg an den...

AGSA

Europas Jugend ist zwei Wochen lang in Haldensleben zu Gast – Vertreten sind 16 Länder

Rund 40 junge Erwachsene aus 16 Ländern Europas sind in die Kreisstadt Haldensleben (Landkreis Börde) nördlich von Magdeburg zur Jugendbegegnung...

AKTUELL

Modellprojekt lädt zum Fachaustausch „DiAAlog“ ein (15. September, Magdeburg)

Das Modellprojekt „DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA e.V.) hat alle Interessierten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu einem Fachaustausch mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für den 15. September nach Magdeburg eingeladen. 

Bei der Veranstaltung unter dem Motto „DiAAlog“ soll vor allem die Frage erörtert werden, wie gemeinsam dem Fachkräftemangel bzw. der Ab- und Weiterwanderung von Fachpersonal in ländlichen oder strukturschwachen und durch KMU geprägte Regionen entgegengewirkt werden kann (Einladung mit Programm).

Geplant sind unter anderem ein Fachimpuls zum Fachkräftemangel und zu Bewältigungsstrategien sowie eine Diskussion zum Perspektivenwechsel von KMU, Kammern, Landesministerien und Unterstützungsstrukturen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung. Außerdem sollen gelungene Praxisbeispiele vorgestellt werden. 

Es wird um Anmeldung bis 1. September per E-Mail an katja.michalak@agsa.de oder unter dieser Internetseite gebeten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Termin: Donnerstag, 15. September 2022, 13 bis 17 Uhr

Ort: IHK Magdeburg, Alter Markt 8, 39104 Magdeburg

Kontakt: Projektleitung und Mitarbeiterinnen

4. August 2022

Europäischer Gerichtshof: EU-Zuwanderer haben eher Kindergeld-Anspruch in Deutschland

Deutschland darf Eltern aus anderen EU-Staaten in den ersten drei Monaten ihres Aufenthaltes nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht das Kindergeld verweigern.

Ein Unionsbürger, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem Aufnahmemitgliedstaat begründet hat, kann nicht deshalb während der ersten drei Monate seines Aufenthalts vom Bezug von Kindergeld ausgeschlossen werden, weil er keine Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit in diesem Mitgliedstaat bezieht, erklärte der EuGH (Pressemitteilung). Sofern er sich rechtmäßig aufhalte, genieße er grundsätzlich eine Gleichbehandlung mit den inländischen Staatsangehörigen. – Az.: C-411/20

Bürgerinnen der EU können sich bis zu drei Monate in jedem Mitgliedsstaat aufhalten, um dort Arbeit zu suchen. Nach deutschem Recht haben sie in dieser Zeit keinen Anspruch auf den sogenannten Hartz-IV-Leistungen. Anspruch auf Kindergeld besteht seit Juli 2019 erst dann, wenn die Eltern in Deutschland Erwerbseinkünfte beziehen.

In dem verhandelten Fall hatte eine mit drei Kindern eingereiste Frau aus Bulgarien noch kein Erwerbseinkommen, aber dennoch Kindergeld beantragt. Die Familienkasse Niedersachsen-Bremen verweigerte dies, vom Finanzgericht Bremen legte den Streit dem EuGH vor.

Auf die Gleichbehandlung kann sich der betreffende Unionsbürger dem EuGH-Urteil zufolge aber nur berufen, wenn er während der fraglichen ersten drei Monate tatsächlich seinen gewöhnlichen Aufenthalt in dem Aufnahmemitgliedstaat begründet hat. Ein nur vorübergehender Aufenthalt genügt insoweit nicht.

Vollständiger Text des Urteils

Kontakt: Gerichtshof der Europäischen Union, L - 2925 Luxemburg, Telefonzentrale: +352 43031; Referat Presse und Information +352 4303 3255 

4. August 2022

Erfolgreiche Bewerbung: Uni Magdeburg wird „Europäische Hochschule“

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) darf künftig den Titel „Europäische Hochschule“ tragen. Als Partner im Hochschulnetzwerk EU GREEN hat sich die OVGU als erste Hochschule in Sachsen-Anhalt erfolgreich um den Titel beworben.

Das „grüne“ Netzwerk aus neun europäischen Universitäten erhalte von der Europäischen Union mehr als 14 Millionen Euro für den Aufbau gemeinsamer nachhaltiger Hochschulstrukturen und Programme, die eine enge Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Verwaltung ermöglichen. Unter dem Titel „Europäische Hochschule“ werde die OVGU dann Teil eines gemeinsam europäischen Campus werden, heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Eine neue Generation von Europäerinnen und Europäern soll den Angaben zufolge künftig über Länder- und Fachgebietsgrenzen hinweg zusammenarbeiten, um die gesellschaftlichen Herausforderungen wie den Fachkräftemangel, mit denen Europa konfrontiert ist, zu bewältigen.

In den nächsten vier Jahren bekommt die Universität Magdeburg zwei Millionen Euro für den Aufbau länderübergreifender Studienprogramme und Forschungsvorhaben sowie transparenter, digitaler Verwaltungsprozesse. Insgesamt gab es bei der aktuellen Ausschreibung um den Titel „Europäische Hochschule“ 31 Bewerbungen von Hochschulallianzen, nur vier davon waren erfolgreich. 

„Dieser große Erfolg des Hochschulnetzwerkes birgt ein enormes Potential für die Uni, die Stadt und die Region“, erklärte der Rektor OVGU, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Unser Campus wird sich verändern, weil der europäische Gedanke viel stärker präsent sein wird.“ Ziel der Universität sei es, dass zukünftig 15 Prozent der fast 4.000 internationalen Studierenden aus der EU kommen (Statistik der OVGU). - Siehe dazu auch die Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) der AGSA e.V. 

Kontakt: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Telefon: +49 391 67-01, E-Mail: rektor@ovgu.de, katharina.vorwerk@ovgu.de

2. August 2022

„La dolce vita“: Verein bringt mit Festival italienisches Flair nach Sachsen-Anhalt (19. bis 21. August, Magdeburg)

Der von deutschen und italienischen Gleichgesinnten 2017 gegründete Verein „CIMA – Centro Italiano di Cultura Sachsen-Anhalt“ hat zu einem dreitägigen Festival vom 19. bis 21. August nach Magdeburg eingeladen.

Gewidmet ist das Programm unter dem Motto „La dolce vita“ der Stadt Neapel und dem Süden Italiens (siehe Ankündigung des Vereins). Unter anderem sind zwei Konzerte, eine Fotografie-Ausstellung, ein Workshop, ein „Mini-Sprachkurs“ und ein Lichtbildervortrag geplant. Außerdem werden drei Kinofilme gezeigt (Faltblatt mit dem vollständigen Angebot).

Nach dem Erfolg des Festivals „La dolce vita“ 2018 und nach der durch die Pandemie bedingten Pause möchte der Verein CIMA erneut mediterranes Flair nach Magdeburg bringen. Die quirlige Stadt Neapel am Vesuv sei mit ihrer Vitalität unerschöpfliche Quelle und Inspiration für Kultur in allen Facetten. Das Festival wende sich an all diejenigen Menschen, die neugierig auf die italienische Kultur sind, hieß es.

Die CIMA-Vereinsvorsitzende Elena Orsini ist auch Ansprechpartnerin für italienische Mitbürger im Rahmen des Projekts Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra).

Termin: 19. bis 21. August 2022

Ort: Kulturzentrum Moritzhof und Hauptverwaltung der Sparkasse MagdeBurg (Details siehe Faltblatt)

Kontakt: CIMA – Centro Italiano di Cultura Sachsen-Anhalt e.V., Schwalbenweg 1, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 81 07 736, E-Mail: centro-magdeburg@t-online.de 

2. August 2022

Mehr Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Polizeidienst

Eine wachsende Anzahl von Menschen mit Migrationsgeschichte sind im deutschen Polizeidienst beschäftigt oder in der entsprechenden Ausbildung. Jedoch sind nur wenige von ihnen in Führungspositionen tätig, wie eine Recherche vom MEDIENDIENST INTEGRATION zeigt.

Dazu hat der MEDIENDIENST – eine journalistische Informationsplattform zu den Themen Flucht, Migration und Diskriminierung – eine eigene Befragung unter den Innenministerien der Bundesländer und der Bundespolizei ausgewertet (Mitteilung/Analyse). Als am vielfältigsten erschien die Berliner Polizei, in der zuletzt 37 Prozent Personen mit Migrationshintergrund eingestellt wurden.

Allerdings führen nur sieben der 16 Bundesländer Statistiken zum Migrationshintergrund von Polizistinnen und Polizisten. In fünf davon ist der Anteil der neu Eingestellten mit Migrationshintergrund zuletzt gestiegen (Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz). In Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sowie bei der Bundespolizei ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr etwa gleichgeblieben.

Besonders selten sind Führungskräfte mit Einwanderungsgeschichte: Daten der Bundespolizei und der Polizei Niedersachsen zeigen, dass nur wenige Menschen mit Migrationshintergrund in Führungspositionen arbeiten (2,4 Prozent bzw. 4 Prozent).

In bestimmten Situationen sei die Polizei zwingend darauf angewiesen, dass Polizistinnen und Polizisten mit Migrationshintergrund übersetzen, sagte die Soziologin Alexandra Graevskaia, die aktuell zu Vielfalt in Polizeistationen forscht. Im Alltag würde es zu lange dauern, Dolmetscherinnen und Dolmetscher einzubestellen. 

Laut MEDIENDIENST-Analyse ist Sachsen-Anhalt nach wie vor das einzige ostdeutsche Bundesland, das Daten zum Migrationshintergrund von Polizistinnen und Polizisten erhebt. Im vergangenen Jahr 2021 hätten hier 6,7 Prozent der neu Eingestellten angegeben, über einen Migrationshintergrund zu verfügen.

Die Zahl sei etwa gleich geblieben und liege knapp unter dem Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt. In der aktuellen Werbekampagne („Nachwuchsfahndung“ ) weise die Landespolizei speziell darauf hin, dass Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte erwünscht sind, auch von Personen ohne deutschen Pass. 

Der MEDIENDIENST INTEGRATION ist ein Projekt des Rates für Migration e.V., einem bundesweiten Zusammenschluss von Migrationsforscherinnen und -forschern. Er arbeitet unabhängig und will den Austausch zwischen Wissenschaft und Medien intensivieren.

Kontakt: Mediendienst Integration, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin; Telefon: +49 30 2007-6480, -6481; E-Mail: mail@mediendienst-integration.de 

2. August 2022

Statistik für Deutschland: Anzahl der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten hat sich mehr als verdreifacht

Die Anzahl der Arbeitskräfte, die aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) nach Deutschland eingewandert sind, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht.

So wurden Ende 2021 rund 295.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern im Ausländerzentralregister erfasst, die über eine befristete Aufenthaltserlaubnis für eine Erwerbstätigkeit verfügten, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden informierte (Pressemitteilung). Noch gut 90.500 Menschen mit einem solchen Aufenthaltstitel in Deutschland waren es zum Jahresende 2011 gewesen.

Bei den Ausländerinnen und Ausländern, die Ende 2021 mit einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit in Deutschland lebten und arbeiteten, machten mit elf Prozent Menschen mit einer indischen Staatsangehörigkeit die größte Gruppe aus. Auch Zuwanderer aus den Balkanländern Bosnien-Herzegowina (neun Prozent) und Kosovo (sieben Prozent) waren besonders häufig vertreten.

Allerdings hat sich laut Bundesamt auch die Arbeitskräfte-Zuwanderung aus EU-Staaten erhöht (im Jahr 2021 insgesamt 1,65 Millionen Menschen). Offiziell verzeichnet wurde im vergangenen Jahr ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber 2017, als diese Daten erstmals erhoben wurden. Knapp ein Viertel (23 Prozent) der zugewanderten EU-Arbeitskräfte stammte 2021 aus Polen, dem häufigsten Herkunftsland. Danach folgten Rumänien (16 Prozent) und Italien (13 Prozent). Die Anzahl der Beschäftigten, die innerhalb der EU zum Arbeiten nach Deutschland kommen, ist weiterhin größer als die Gruppe der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten.

Insgesamt betrachtet (unabhängig von Staatsangehörigkeit und aktuellem Aufenthaltstitel) lebten im vergangenen Jahr 2,72 Millionen Menschen in Deutschland, die vor allem wegen der Arbeit zugewandert sind. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der ausländischen Beschäftigten waren Ende 2021 akademische Fachkräfte mit einer sogenannten Blue Card. 

Die Angaben zu Personen mit Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit beziehen sich auf Auswertungen des Ausländerzentralregisters, die Zahlen zu zugewanderten Arbeitskräften aus EU-Staaten sowie zum Zuzugsjahr beruhen auf Auswertungen des Mikrozensus. 

Kontakt: (Besucheranschrift) Statistisches Bundesamt, Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden; Telefon: +49 611 75 0, E-Mail: post@destatis.de

25. Juli 2022

Europäisches Jahr der Jugend: Nationale Agentur JUGEND für Europa unterstützt Veranstaltungen

Organisationen und Einrichtungen in Deutschland, die Veranstaltungen und Aktionen anbieten, die an Zielen des Europäischen Jahres der Jugend 2022 orientiert sind, können finanziell gefördert werden. Dazu beteiligt sich die Agentur JUGEND für Europa mit bis zu 5.000 Euro je Vorhaben. 

Die Projekte müssen bis zum 31. Dezember 2022 stattfinden. Unterstützt werden zum Beispiel Seminare, Festivals, Konferenzen, Debatten und Dialogveranstaltungen, erklärte JUGEND für Europa in einer aktuellen Mitteilung.

Das Förderangebot richte sich an gemeinnützige Träger, Einrichtungen, Vereine und Organisationen insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Eingeladen seien außerdem Kommunen und Bundesländer sowie weitere gemeinnützige Einrichtungen, die einen Schwerpunkt auf Jugendarbeit setzen.

Die Fördermittel aus den Programmen Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps der Europäischen Union (EU) würden außerhalb der sonst üblichen Antragswege und -fristen direkt von JUGEND für Europa zur Verfügung gestellt. Für 2022 stünden insgesamt 160.000 Euro zur Verfügung. Veranstaltungsideen könnten laufend eingereicht werden.

Die EU wolle mit dem Europäischen Jahr der Jugend neue Chancen für junge Menschen eröffnen und ihren Meinungen und Ideen mehr Gehör verschaffen, hieß es weiter. Die Corona-Pandemie habe vieles verhindert und Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Mit dem Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine hätten weitere Themen für junge Menschen an Bedeutung gewonnen. Entsprechend würden Frieden, Sicherheit und Solidarität nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa als wichtiger Bestandteil des Europäischen Jahres der Jugend aufgegriffen. – In der EU leben rund 47 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren. 

Es wird empfohlen, Gesuche online über dieses Antragsformular einzureichen.

Kontakt: JUGEND für Europa – Nationale Agentur Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Telefon: +49 228 9506220, E-Mail: jfe@jfemail.de 

15. Juli 2022

Großes Engagement für interkulturelles Zusammenleben: Zum zwölften Mal Landes-Integrationspreis verliehen

Die Ehrungen überreichten Sozialministerin Petra Grimm-Benne, Staatssekretärin Susi Möbbeck und die Abteilungsleiterin für Arbeit und Integration des Ministeriums, Dr. Kristin Körner, am 13. Juli in Magdeburg. Die Festveranstaltung im Gesellschaftshaus mit rund 150 Gästen war die bereits zwölfte Preisvergabe.

In ihrer Begrüßungsrede betonte Staatssekretärin Möbbeck, die auch Integrationsbeauftragte des Landes ist, den Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit der Bewerberinnen und Bewerber um den Integrationspreis. „Ihr Engagement in der Integrationsarbeit trägt dazu bei, dass sich Menschen willkommen und angekommen fühlen. Ihr Einsatz sorgt für Zusammenhalt und ein solidarisches Miteinander“, sagte Möbbeck.

Das Land hatte die öffentliche Verleihung ursprünglich für November 2021 geplant, der Termin wurde jedoch pandemiebedingt abgesagt und in dieses Jahr verlegt. Es waren mehr als 60 Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen, Institutionen und Personen für die Preise vorgeschlagen worden. Eine vom Landesintegrationsbeirat berufene Fachjury hat die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. 

Bei der musikalisch umrahmten Veranstaltung wurden in drei Kategorien jeweils mit 1.000 Euro dotierte erste Preise und mit 500 Euro verbundene zweite Preise vergeben. Die Bereiche lauteten „Dauerhaftes und nachhaltiges Engagement für Vielfalt“, „Innovative und digitale Formate in der Integrationsarbeit“ und „In Vielfalt groß werden: Integration von Kindern und Jugendlichen“.

Außerdem würdigte die Preisjury 24 Ehrenamtliche für ihren besonderen individuellen Einsatz in der Migrationsarbeit stellvertretend für die vielen Engagierten im Land (Foto). Sie kommen aus Arendsee, Calbe, Frankleben, Halle, Hohenmölsen, Kabelsketal, Magdeburg, Naumburg, Nienburg, Oschersleben, Tangermünde, Wanzleben, Wittenberg und Zahna. 

– Eine Pressemitteilung des Sozialministeriums mit der Liste aller Preisträger und den ausgezeichneten Ehrenamtlichen finden Sie hier.
– Eine Chronologie mit den Preisträgern seit dem Jahr 2010 sowie Bilder von der Preisverleihung am 13. Juli 2022 ist auf dieser Unterseite des Integrationsportals abrufbar.

Kontakt: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4612, -4608, E-Mail: MS-Presse@ms.sachsen-anhalt.de 

14. Juli 2022

Wintersemester 2021/2022: Mehr als 17 Prozent aller Studenten in Sachsen-Anhalt hatte einen ausländischen Pass

Im Wintersemester 2021/2022 haben in Sachsen-Anhalt insgesamt 9.424 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit studiert.

Dieser Wert entsprach einem Anteil an allen Studierenden von 17,2 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Halle informierte (Pressemitteilung). Die höchste Quote der Studierenden mit ausländischer Staatsbürgerschaft entfiel mit 63,0 Prozent auf die Theologische Hochschule Friedensau in Möckern-Friedensau bei Magdeburg.

Zu den weiteren Einrichtungen mit besonders hohen Anteilen gehörten die Hochschule Anhalt mit 31,9 Prozent und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) mit 28,6 Prozent. Im vorangegangenen Wintersemester waren landesweit lediglich 8.743 ausländische Studierende immatrikuliert.

An der Theologischen Hochschule Friedensau studierten im Wintersemester 2021/2022 erstmals 200 Studierende (25 mehr im Vergleich zum Jahr davor), an der Hochschule Anhalt waren es 7.052 Studierende (plus 373). Die Studierendenzahlen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) blieben nahezu konstant (20.757 und damit 51 weniger). An der OVGU waren mit 13.143 Studierenden 419 weniger als im Jahr davor eingeschrieben.

Nach endgültigen Angaben der amtlichen Statistik waren im Wintersemester 2021/2022 insgesamt 54.823 Studierende an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt immatrikuliert. Dies bedeutete 194 Studierende weniger als im Wintersemester davor. Der Höchstwert lag dem Landesamt zufolge bei 55.954 im Wintersemester 2013/2014.

Die meisten aller Studierenden (8.209) belegten diesmal den Studienbereich Wirtschaftswissenschaften, danach folgten statistisch der Bereich Erziehungswissenschaften mit 5 920 und der Bereich Informatik mit und 3.590 Studierenden. 

Kontakt: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2 (Besucheranschrift), 06110 Halle (Saale); Telefon: +49 345 2318-0, E-Mail: info@stala.mi.sachsen-anhalt.de

13. Juli 2022

Integrationsbeauftragte Möbbeck zum Chancen-Aufenthaltsrecht: Gesetzentwurf schafft Perspektive für gut integrierte Geflüchtete

Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, Staatssekretärin Susi Möbbeck, hat die Gesetzesinitiative des Bundes zum geplanten Chancen-Aufenthaltsrecht begrüßt.

„Im Kampf gegen den Fach- und Arbeitskräftemangel bräuchte Deutschland eine jährliche Zuwanderung von 400.000 bis 500.000 Arbeitskräften“, erklärte sie in Magdeburg (Pressemitteilung). Das Gesetz sei ein großer Schritt nach vorn, um zuerst die Potentiale der hier lebenden Menschen voll auszuschöpfen.

Geduldete Flüchtlinge seien häufig bereits im Alltag angekommen und würden die deutsche Sprache beherrschen, sagte Möbbeck weiter. Das Chancen-Aufenthaltsrecht schaffe eine Sicherheit für Geduldete und Arbeitgeber, „die händeringend auf zugewanderte Arbeitskräfte angewiesen sind“. Die Staatssekretärin verwies zudem auf viele Fälle, in denen Geduldete trotz guter Deutschkenntnisse und erfolgreicher Integration mit der Gefahr leben müssten, abgeschoben zu werden.

Die Bundesregierung hatte am 6. Juli den Gesetzentwurf des Chancen-Aufenthaltsrechts beschlossen. Damit können Geflüchtete, die nur geduldet sind und häufig nicht arbeiten durften, eine langfristige Perspektive erhalten. Künftig wird Geduldeten, die mindestens fünf Jahre in Deutschland leben, zunächst ein einjähriges Aufenthaltsrecht auf Probe erteilt. Straffällige sind von der Neuregelung ausgeschlossen.

Mit dem neuen Gesetz könnte die bisherige Praxis der sogenannten Kettenduldungen beendet werden (Pressemitteilung der Bundesregierung). Bevor das geänderte Aufenthaltsrecht in Kraft treten kann, muss noch der Bundestag zustimmen. 

Kontakt: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Pressestelle, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567 4608, E-Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de 

11. Juli 2022

„Was lange währt, wird endlich gut“ – Magdeburgs Beirat für Integration und Migration feierte 25-jähriges Bestehen

Magdeburgs Beirat für Integration und Migration hat am 6. Juli mit einer Festveranstaltung sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Programm im Rathaus der Landeshauptstadt stand unter dem Motto „25 Jahre Beirat für Integration und Migration – Rückblick und Ausblick“.

Zu den rund 100 Gästen gehörte unter anderen auch Sachsen-Anhalts Staatssekretärin und Integrationsbeauftragte des Landes, Susi Möbbeck. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Verleihung des Sonderpreises des Beirates für Integration und Migration für langjähriges ehrenamtliches Engagement für Integration in Magdeburg.

Die vom Magdeburger Rotary Clubs gestiftete Auszeichnung erhielt Gabriele Tuljus. Sie wurde für ihr herausragendes Engagement für das Gemeinwohl durch den Einsatz für gelingende Integration gewürdigt und gilt als einer der ersten Menschen in Magdeburg, die sich für die Belange der Menschen ausländischer Herkunft eingesetzt haben.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz konnte sie zum schnellen Einleben in Magdeburg und zur besseren Verständigung zwischen den Kulturen beitragen. Gabriele Tuljus engagierte sich bereits 1991 im Verein „Kontakt International Magdeburg“ und später auch im Verein „Meridian“.

Musikalisch wurde die Feier von der Jazz-Gruppe Jam-Fest und einem ukrainischen Frauen- und Kinderchor umrahmt. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war ein Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Beiräten und Beauftragten für die Belange der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Magdeburg. Sie ließen die Anfänge der Selbstvertretung von Ausländerinnen und Ausländern in Magdeburg und die Weiterentwicklung zum gemeinsamen Beirat von Deutschen und Nicht-Deutschen für die Belange der Integration in Magdeburg Revue passieren. Dabei wurden Perspektive für die Zukunft gemeinsam betrachtet (siehe auch Pressemitteilung).

Grußworte hielten unter anderen Stadtratsvorsitzender Prof. Dr. Alexander Pott und Oberbürgermeisterin Simone Borris. Sie betonte, dass der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung in Magdeburg seit der Gründung des Beirates von 4 auf nunmehr 14 Prozent angestiegen sei. Dies mache die hohe Bedeutung der Integration deutlich. Zudem wies Simone Borris auf den hohen Stellenwert des Beirates als „Schnittstelle“ zur Politik hin. „Wenn wir an einem Strang ziehen, können wir die großen Herausforderungen schaffen“, betonte sie. 

Der Beiratsvorsitzende und Integrationsbeauftragte der Stadt, Krzysztof Blau, lud alle Migrantinnen und Migranten der Stadt dazu ein, sich selbst aktiv bei der Gestaltung der Gesellschaft einzubringen. Dazu biete der Integrationsbeirat eine gute Grundlage. Ohne eine wirkliche Teilhabe, die auch teilen bedeute, sei Integration nicht möglich.

Hintergrund:
Der Beirat für Integration und Migration ist ein Gremium der Landeshauptstadt Magdeburg. Er setzt sich zusammen aus acht Migrant*innen und sieben Stadträt*innen, die vom Stadtrat in den Beirat bestellt worden sind. Er nimmt im Rahmen seiner Satzung unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden die Interessen aller in der Landeshauptstadt Magdeburg lebenden Migrant*innen wahr und wirkt auf die chancengleiche Partizipation aller Bevölkerungsgruppen am Gemeinwesen hin.

Weitere Informationen u.a. zu Sitzungsterminen und den Sprechzeiten des Beirates gibt es hier.

Kontakt: Beirat für Integration und Migration, Der Vorstand, Alter Markt 6, 39090 Magdeburg, Telefon: +49 391 540-2384, E-Mail: integrationsbeirat@stadt.magdeburg.de

7. Juli 2022

Hohe Bereitschaft für neue Ideen am IKOE-Fachtag „Wenn (soziale) Herkunft (k)eine Rolle spielt: Chancengerechtigkeit im Schulalltag“ in Magdeburg

Zahlreiche Akteure aus dem System Schule und Bildung haben zu den vielfältigen Impulsen auf dem IKOE-Fachtag „Wenn (soziale) Herkunft (k)eine Rolle spielt: Chancengerechtigkeit im Schulalltag“ beigetragen.

Eine rege und ergebnisorientierte Beteiligung verzeichnete der Fachtag „Wenn (soziale) Herkunft (k)eine Rolle spielt: Chancengerechtigkeit im Schulalltag“ der IKOE-Fachstelle für Interkulturelle Orientierung und Öffnung am 30. Juni in Magdeburg. Zu den rund 40 Teilnehmern gehörten Akteure aus dem System Schule und Bildung wie etwa Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter und Vertreter von Behörden und Vereinen (Bericht auf der IKOE-Seite).

In ihren Eröffnungsworten betonte IKOE-Projektleiterin Jana Back, dass Bildungserfolg in Sachsen-Anhalt nach wie vor sehr stark im Zusammenhang mit der Herkunftsfamilie eines Kindes stünde und unstrittig vor allem Kinder mit Migrationsgeschichte von Bildungsungleichheiten betroffen seien. Gleichzeitig müsse man angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre „Krisen“ als kontinuierliche Aufgabe für die Gestaltung von Bildungsprozessen verstehen, um zukünftig dauerhaft gerechte Chancen auf Bildungserfolg für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

Die Moderatorin Anja Ebers aus Berlin führte durch die Veranstaltung, den Einführungsvortrag hielt die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer von der Universität Siegen. In Gruppen wurden bei lebhaften und ausführlichen Diskussionen Ideen und Ansatzpunkte für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung entwickelt und schriftlich formuliert. Moderatorin Anja Ebers war von der intensiven Beteiligung positiv überrascht: „Ich habe selten eine so hohe Bereitschaft für neue Ideen erlebt.“

An der Spitze der durch die Teilnehmenden vorgenommenen Priorisierung der entwickelten Ideen fanden sich auch konkrete Vorschläge: Dabei ging es etwa um die Entwicklung einer Wertschätzungskultur zwischen Lehrkräften und Schülerschaft, um eine bedarfsorientierte, dauerhafte und inklusive Sprachförderung für nichtnichtmuttersprachliche Schüler und Lehrkräfte und um eine Erhöhung der Anzahl der Schulsozialarbeiter.

Eine weitere Idee war, das Kindergeld nicht mehr an die Eltern auszuzahlen, sondern vollständig in die (Aus-)Bildung von Kindern und Jugendlichen zu stecken – zum Beispiel für Fahrten, Essen, Veranstaltungen, Materialien und Personal.

Zum Abschluss äußerten sich die Teilnehmenden sehr positiv über den Fachtag: Sie hätten „Inspiration und Anregung“ erhalten, außerdem schätze man die Möglichkeit konkreter Vernetzung. Gelobt wurde der interdisziplinäre Austausch und dass der Fachtag einen sensiblen Blick auf den eigenen Bereich gefördert habe. Ferner wurde der Wunsch formuliert, in dieser Form regelmäßig zusammenzukommen.

Als besonders wichtig erachtet wurde, die Ideensammlung für den Anstoß weiterer Prozesse zu berücksichtigen. „Wir müssen unbedingt an dem Thema Chancengerechtigkeit dranbleiben“, hieß es von einer Beteiligten mit breiter Zustimmung in der Runde.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt, einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

4. Juli 2022