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„Europa – In Vielfalt geeint“: Thementag für Kinder in Magdeburg

Unter dem Motto „Europa – In Vielfalt geeint“ haben sich kürzlich 23 Schüler*innen der Dreisprachigen Internationalen Grundschule in Magdeburg bei...

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Magdeburg: Beirat für Integration und Migration beschließt Positionspapier

Bei seiner jüngsten Sitzung hat der Beirat für Integration und Migration der Landeshauptstadt ein Positionspapier zum „Aktionsprogramm Aufholen nach...

Studierende der Hochschule Harz präsentierten ihre Abschlussarbeiten im Kontext der Auslandsgesellschaft

In Kooperation zwischen der Hochschule Harz und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) haben Studierende des dritten Semesters des Studiengangs Europäisches Verwaltungsmanagement in digitaler Form ihre Abschlussarbeiten präsentiert.

Zum vollständigen Beitrag auf der IKOE-Internetseite gelangen Sie hier

8. Juli 2021

Bevölkerungsstatistik: Jeder Vierte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund

Im Jahr 2009 hatten noch rund 18,7 Prozent der deutschen Bevölkerung ausländische Wurzeln, mittlerweile beträgt der Anteil 26,0 Prozent, wie das Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden mitteilte. Die Erhöhung gehe in erster Linie auf den Zuzug von Arbeitskräften aus dem europäischen Ausland und die Zuwanderung aus Krisenregionen zurück.

Innerhalb des der Bundesrepublik zeigen sich jedoch erhebliche regionale Unterschiede, wie es in der Pressemitteilung des BiB weiter hieß. Laut der Berechnungen des Instituts verfügt Bremen mit 36,5 Prozent der Gesamtbevölkerung über den höchsten Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Auch in Hamburg (33,9) und Berlin (33,1) entspricht die Quote rund einem Drittel der Gesamtbevölkerung.

„Die Anziehungskraft großer Städte und Ballungsräume war und ist für Neuankömmlinge besonders stark, weshalb der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in den Stadtstaaten höher ist als in Flächenländern“, erklärte der Soziologe Dr. Nils Witte vom BiB. Auch wirtschaftlich starke Flächenländer mit großen Verdichtungsräumen und international tätigen Unternehmen hätten einen hohen Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln. 

Die niedrigsten Werte wurden in den östlichen Bundesländern registriert. An letzter Stelle liegt Thüringen mit 7,8 Prozent der Bevölkerung, danach folgt Sachsen-Anhalt mit 8,0 Prozent (siehe Grafik). Erst in den vergangenen zehn Jahren sei es im Osten Deutschlands zu einer stärkeren Zuwanderung aus dem Ausland gekommen, betonte das BiB. Für seine Statistik wertete das BiB aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts von 2019 auf Basis des Mikrozensus aus.

Kontakt: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Friedrich-Ebert-Allee 4, 65185 Wiesbaden; Telefon: +49 611 752235, E-Mail: post@bib.bund.de 

8. Juli 2021

Medienworkshop von Integrationsportal und IKOE-Projekt: Praxistipps auch für technische Laien verständlich erklärt

Der Halbtageskurs im Online-Format verzeichnete 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt. Sie kamen vom Engagementportal der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt e.V. (LAGFA), von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) und weiteren Vereinen sowie Behörden. Die Kommunikationsdesignerin Valea Diller-El Khazrajy aus Hamburg führte als Referentin durch die Weiterbildung. Im Mittelpunkt standen die Themen Webdesign, Plattformen für die Materialbeschaffung (vor allem Bilder), die Gestaltung von Layouts sowie Text-Bild-Kombinationen.

So ging es etwa um Layoutdesign, bei dem zunächst ein Grundgestaltungsraster entwickelt werden sollte. Valea Diller-El Khazrajy riet dazu, auch mehr optische Freiräume zu lassen, denn „die Informationen kommen so besser zum Leser“. Aufgeführt wurden von ihr jeweils zu den Themenbereichen die zumeist kostenlosen Werkzeuge (Tools) und Programme, die aus dem Internet heruntergeladen werden können. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Praxistipps, die Valea Diller-El Khazrajy anhand ihrer Präsentation ausführlich demonstrierte. Wie sie zudem erläuterte, können viele der Programme auch von Laien genutzt werden, die nicht über ausgeprägte technische Vorkenntnisse verfügen.

Die Themenkomplexe wurden jeweils von Nachfragen und einem lebhaften Austausch begleitet. So wurde in der Diskussion auch der Stellenwert selbst aufgenommener Fotos deutlich. Eigene Fotos seien erstrebens- und wünschenswert, „authentischer geht es nicht“, betonte Valea Diller-El Khazrajy. Wichtig sei bei der Auswahl eine „ruhige Bildsprache“.

Die Rückmeldungen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Abschluss fielen durchweg positiv aus – zumal die meisten von ihnen keine übergeordnete Pressestelle haben, die die thematisierten gestalterischen Aufgaben übernehmen könnte. So wurden unter anderem die „vielen Praxistipps“ im Workshop hervorgehoben. Andere Teilnehmerinnen lobten, dass die Weiterbildung viele Impulse für die eigene Tätigkeit und auch einen Vernetzungseffekt geboten habe.

Kontakt: Integrationsportal Sachsen-Anhalt, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-271

8. Juli 2021

Landesnetzwerk startet Projekt „MISA – Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt“

Zum 1. Juli hat das Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) ein Projekt mit dem Titel „MISA – Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt“ gestartet. Das Projekt hat nach LAMSA-Angaben eine Laufzeit von zwei Jahren und wird von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. Mit dem Vorhaben sollen die Beteiligungschancen und die Selbstbestimmung von Migrantinnen und Migranten mit einer Behinderung und/oder einer psychischen Erkrankung in der Gesellschaft verbessert werden. 

„MISA soll die Teilhabe von Migrant:innen mit einer Behinderung oder psychischen Erkrankung stärken und damit gleich mehrere Türen für bessere Teilhabe und Zugänge zum Gesundheitswesen öffnen“, wird die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Susi Möbbeck, in einer Pressemitteilung von LAMSA zitiert. Als Migrantenorganisation sei LAMSA besonders gut als Träger des Projektes geeignet, fügte Möbbeck hinzu.

Migrantinnen und Migranten mit einer Behinderung und/oder einer psychischen Erkrankung seien mit unterschiedlichen Problemlagen konfrontiert und hätten selten Kenntnisse über vorhandene Hilfsangebote, hieß es weiter. Wenn denn Broschüren verfügbar seien, seien sie überwiegend auf Deutsch und für Migrantinnen und Migranten schwer verständlich. 

Das Projekt möchte LAMSA zufolge nicht nur die jeweiligen Stigmatisierungen in den Communities untersuchen, sondern zudem Migrantinnen und Migranten gezielt informieren, sensibilisieren und beraten. Ziel der von weiterer ab Februar 2022 geplanten Beratungen sei es, eine vermittelnde Position zwischen den Betroffenen und den bestehenden Angeboten der Wohlfahrt einzunehmen.

Kontakt: Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA e.V., Telefon: +49 345 17194051, E-Mail: mamad.mohamad(at)lamsa.de

6. Juli 2021

Raimund Sternal ist neuer Vorsitzender des Runden Tisches für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus

Der Runde Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus in Sachsen-Anhalt hat Pfarrer i.R. Raimund Sternal zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte zeitgleich mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode in Sachsen-Anhalt. Mit Raimund Sternal könne die Arbeit des Runden Tisches nun mit neuem Elan weitergeführt werden, hieß es in einer Pressemitteilung. Der 1946 in Staßfurt geborene römisch-katholische Geistliche war von 2005 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2016 Generalvikar des Bistums Magdeburg.

„Nur durch den Dialog von Politik, Zivilgesellschaft, staatlichen Behörden und kommunalen Verwaltungen können langfristig bessere Integrationsvoraussetzungen für zugewanderte Bürger*innen geschaffen werden“, sagte Sternal.

Der 1993 als eine Initiative der christlichen Kirchen, der Synagogengemeinde zu Magdeburg und des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründete Runde Tisch gilt als das größte zivilgesellschaftliche Gremium im Bereich Zuwanderung und Integration in Sachsen-Anhalt. Hauptinhalt der Arbeit sind Besuche und Anhörungen zu akuten Problemen ausländischer Bürgerinnen und Bürger und vor allem geflüchteter Menschen im Land. Der Vorsitz war seit dem Herbst 2020 vakant.

Die Schirmherrschaft des Gremiums hatte bislang die jeweilige Landtagspräsidentin bzw. der Landtagspräsident inne. Die Mitglieder des Runden Tisches würden begrüßen, wenn dies auch in der neuen Legislaturperiode des Parlaments fortgesetzt wird und freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Landesregierung, hieß es.

Kontakt: Koordinierungsstelle des Runden Tisches, Helen Deffner, Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. Telefon: +49 157 38303546, E-Mail: rundertisch@fluechtlingsrat-lsa.de

30. Juni 2021

Abschlussveranstaltung des Projekts „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“ - Forderungen an die Politik

Das Projekt „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“ des Friedenskreises Halle e.V. hat eine Bilanz sechsjähriger Tätigkeit gezogen.

Im Mittelpunkt der Online-Abschlussveranstaltung am 25. Juni mit mehr als 40 Teilnehmenden standen ein Rückblick auf die Ergebnisse des ElKiS-Projekts und eine Paneldiskussion zu zukünftiger mehrsprachiger Elternarbeit. Unter den Teilnehmenden waren Sprach- und Integrationsmittler, Vertreter*innen verschiedener Organisationen und Initiativen, Studierende, Erzieher*innen und Mitwirkende des Projekts. Auch der Landtagsabgeordnete Hendrik Lange (Die Linke) hatte sich dazugeschaltet. Die Teilnehmenden kamen vor allem aus Halle, aber auch aus Österreich, Montenegro und Finnland.

Als eine wichtige Erkenntnis fasste Projektleiterin Eva Stoelzel zusammen, dass Übersetzungs- und Dolmetschleistungen nicht grundsätzlich nur von Ehrenamtlichen erbracht werden könnten. In dieser Frage seien Grenzen deutlich geworden. Als positiv nannte sie, dass seit diesem Jahr über das Land Finanzierungsmöglichkeiten für professionelle Dolmetscher in Schulen bestünden - unter anderem für die Themenbereiche Sonderpädagogischer Förderbedarf und Kindeswohlgefährdung. Allerdings gelte dies nicht für Kindertagesstätten. Das wäre ein Bereich, in dem nochmal an das Sozialministerium herangetreten werden müsste.

Das Projekt „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“ wurde 2015 gestartet und später erweitert. Im Jahr 2017 erhielt es den Deutschen Engagementpreis. Teil der Projektarbeit war auch eine Umfrage zur Sprachmittlung an Kindertagesstätten und Grundschulen in Sachsen-Anhalt, deren Ergebnisse Anfang 2021 veröffentlicht wurden. - Zur Auswertung mit Texten und Grafiken hier.

Die Abschlussveranstaltung wurde über Zoom aufgezeichnet und soll in Kürze auf der Internetseite veröffentlicht werden. 

Kontakt: Eva Stoelzel, Telefon: +49 151 2949 0928, E-Mail: elkis(at)friedenskreis-halle.de

30. Juni 2021

"Die kleine Uno von Magdeburg". Das für gelungene Integration ausgezeichnete einewelt haus der AGSA e.V. im Porträt

In seinem Jubiläumsjahr erhielt das Magdeburger einewelt Haus in Trägerschaft der AGSA e.V. beim Landesintegrationspreis in der Kategorie „Dauerhaftes und nachhaltiges Engagement für Vielfalt“ eine Sonderwürdigung.

Volksstimme-Redakteur Christoph Carsten hat den diesjährigen Preisträger in einem Kurzporträt gewürdigt und dabei auch Protagonisten der ersten Stunde zu Wort kommen lassen. - Ein Rückblick auf 25 Jahre kontinuierlicher Arbeit an einer weltoffeneren Gesellschaft. 

Der lesenswerte Artikel findet sich hier (Volksstimme, 14.06.2021)

24. Juni 2021

Neuer Orientierungsleitfaden für die Arbeitsmarktintegration mit Fokus Unionsbürger*innen

Der 2016 erstmals erschienene Orientierungsleitfaden „Alles was Sie wissen sollten zu Arbeit, Ausbildung und Studium“ ist aktualisiert und im Sprachangebot für Unionsbürger*innen erweitert worden.

Die 67-seitige Neuausgabe entstand in Kooperation der Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt (EUmigra) mit der AGSA-Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“ und hat zum Ziel, Migrantinnen und Migranten die Orientierung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Der Leitfaden umfasst unter anderem grundlegende Informationen zu den Themen Arbeit/Beschäftigung, Ausbildung und Studium sowie über Beratungsschritte und Dienstleistungs- und Unterstützungsangebote.

Formuliert wurde in einfacher Sprache. Anschauliche Piktogramme und Illustrationen einschließlich QR-Codes zu digitalen Informationsangeboten ergänzen die Nutzerfreundlichkeit. Die Handreichung richtet ihren Fokus auf die besonderen Angebote von landesweiten Beratungs- und Vermittlungsstellen für EU-Bürgerinnen und -Bürger. 

Die Broschüren sind jeweils zweisprachig digital sowie in Printform in den Sprachen Bulgarisch, Englisch, Polnisch, Rumänisch und Ungarisch (immer neben Deutsch) verfügbar. Interessenten für gedruckte Exemplare melden sich bitte direkt bei EUmigra.

Kontakt: Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-271, E-Mail: ernst.stoeckmann(at)agsa.de

11. Juni 2021

Landtagswahl: CDU auch bei Probe-Abstimmung für Migranten deutlich vorn

Im Anschluss an die offizielle Landtagswahl am 6. Juni hat das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. das Ergebnis seiner Probewahl für die nicht stimmberechtigten Migranten veröffentlicht. So gaben LAMSA zufolge bei der Testwahl am 28. Mai insgesamt rund 300 Personen ihre Stimme ab. Die Beteiligung der Migrantinnen und Migranten fiel enttäuschend gering aus, erklärte LAMSA in einer Pressemitteilung (dort auch Grafik zu den Ergebnissen für die einzelnen Parteien).

Bei der Probewahl gewann die CDU mit 37 Prozent der Stimmen, das waren genauso viele wie bei der offiziellen Wahl (37,1 Prozent). Es folgten bei der Testwahl die SPD (21 Prozent), die Partei Die Linke (19 Prozent) und Bündnis 90/Die Grünen mit 18 Prozent. Während die AfD bei der offiziellen Abstimmung mit 20,8 Prozent den zweiten Platz erreichte, wird sie bei der LAMSA-Wahl aufgrund der sehr geringen Stimmenzahl unter „Andere“ mit der FDP und vielen kleineren Parteien geführt; zusammen kamen all diese Parteien nicht über 5 Prozent.

Die Testwahl hatte an fünf Standorten im Land unter strengen Hygienevorschriften stattgefunden. Dort konnten Menschen probeweise ihre Stimme abgeben, die aufgrund ihrer ausländischen Staatsbürgerschaft kein Wahlrecht haben. LAMSA hatte zum zweiten Mal ein solches Beteiligungsformat organisiert. Neben einer Briefwahl war erstmals auch eine Onlinewahl möglich. - Ergebnisse der offiziellen Abstimmung auf der Internetseite der Landeswahlleiterin.

„Das Vorhaben ist eine politische Bildungsmaßnahme, in der wir ein Beteiligungsinstrument entwickeln“, sagte LAMSA-Geschäftsführer Mamad Mohamad. „Auf demokratische Stimmen kann keine Partei verzichten“, fügte er hinzu. „Wir verlieren diese Stimmen, da sie ohne Mitentscheidungsbefugnis, ohne Gestaltungsmöglichkeit stumm bleiben. Wir brauchen ein Wahlrecht für alle.“

Das Projekt „Partizipation ohne Stimmzettel“ wird gefördert durch das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit und die Landeszentrale für politische Bildung. Im Rahmen des Projekts wurden auch ehrenamtliche Wahlhelferinnen ausgebildet, Dialogformate erprobt und politische Foren mit den Landtagskandidatinnen geführt.

Kontakt: Mamad Mohamad, Geschäftsführer des Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V., Telefon: +49 345 17194051, E-Mail: mamad.mohamad(at)lamsa.de

11. Juni 2021

Jahresgutachten 2021 des Sachverständigenrates für Integration und Migration

Der Sachverständigenrat (SVR) hat sein Gutachten 2021 mit dem Titel „Normalfall Diversität? Wie das Einwanderungsland Deutschland mit Vielfalt umgeht“ vorgestellt.

Die Expertise beinhaltet unter anderem Empfehlungen, wie politische Partizipation gestärkt und Teilhabe am Arbeitsmarkt für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verbessert werden kann, damit aus Herkunftsunterschieden keine sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten werden.

Die Schwerpunkte des Gutachtens sind in acht „Kernbotschaften zusammengefasst. Demnach dürfe zunehmende Vielfalt nicht zu wachsender Ungleichheit führen, heißt es. Ferner sollte die Anzahl der Einbürgerungen durch gezielte Initiativen erhöht werden. Der SVR schlägt außerdem vor, ein kommunales Ausländerwahlrecht für Angehörige von sogenannten Drittstaaten zu erwägen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zu etablierten Kultureinrichtungen zu erleichtern. Auf der Internetseite des SVR sind zu dem Gutachten auch ausgewählte Grafiken abrufbar.

Der SVR ist ein unabhängiges, interdisziplinär besetztes Expertengremium, das die Politik handlungsorientiert berät und der Öffentlichkeit sachliche Informationen zur Verfügung stellt. Bei der Erfüllung seiner Aufgaben wird der Rat durch einen wissenschaftlichen Stab unterstützt.

Kontakt: Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) gGmbH, Neue Promenade 6, 10178 Berlin, Telefon: +49 30 28886 59–0, E-Mail: info(at)svr-migration.de

8. Juni 2021

Sachsen-Anhalt künftig im Vorstand des Vorbereitungsausschusses zur IKW vertreten

Der Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche hat Monika Schwenke vom Caritasverband in seinen neuen Vorstand gewählt. Damit ist erstmals ein Vorstandsmitglied aus einem ostdeutschen Bundesland aktiv im Vorstand an der Gestaltung der bundesweiten Ausrichtung der Interkulturellen Woche (IKW) und an Entscheidungen beteiligt. So kann Schwenke zudem ostdeutsche Migrationsgeschichte und Integrationspolitik einbringen. 

Zur neuen Vorsitzenden wählte der Ökumenische Vorbereitungsausschuss die Theologin und Politikwissenschaftlerin Dr. Beate Sträter aus Bonn (siehe Pressemitteilung). Als Stellvertreterin und Stellvertreter komplettieren Schwenke sowie Erzpriester Dr. Georgious Basioudis (Mannheim) den Vorstand. Der Vorbereitungsausschuss entwickelt die jährlich stattfindende IKW, die diesmal vom 26. September bis 3. Oktober unter dem Motto #offengeht stattfindet. Geplant sind bundesweit insgesamt rund 5.000 einzelne Veranstaltungen in mehr als 500 Orten.

Monika Schwenke leitet beim Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V. die Abteilung Migration/Integration und ist Migrationsbeauftragte des Bistums. Sie hat zudem den Vorsitz des Vereins „refugium“ inne, der für unbegleitete ausländische Minderjährige in Sachsen-Anhalt die Vormundschaft oder Pflegschaft übernimmt, und sie leitet die Härtefallkommission Sachsen-Anhalts seit dessen Gründung vor 16 Jahren.

Kontakt: Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche, Postfach 16 06 46, 60069 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 242314-60, E-Mail: info@interkulturellewoche.de

Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V., Langer Weg 65-66, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 6053-0, E-Mail: kontakt(at)caritas-magdeburg.de

1. Juni 2021

Engagement für gelungene Integration und Zusammenhalt: Sachsen-Anhalt verleiht Integrationspreis 2020

Die Auszeichnungen überreichten Sozialministerin Petra Grimm-Benne und Staatssekretärin Susi Möbbeck, die auch Integrationsbeauftragte der Landesregierung ist, in Halle und in Magdeburg.

Die ursprünglich für Ende 2020 vorgesehene und zunächst in das Frühjahr 2021 verschobene Festveranstaltung konnte pandemiebedingt nicht stattfinden. Rund 70 Vereine, Unternehmen, Initiativen, Institutionen und engagierte Einzelpersonen waren für den Preis vorgeschlagen worden. Es war die bereits elfte Preisvergabe.

Eine vom Landesintegrationsbeirat berufene Fachjury hat die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt sowie 24 Ehrenamtliche für ihren besonderen individuellen Einsatz in der Migrationsarbeit stellvertretend für die vielen Engagierten im Land gewürdigt. Sie bekommen auf dem Postweg ein Glückwunschschreiben und einen Büchergutschein. 

In drei Kategorien wurden jeweils mit 1.000 Euro dotierte erste Preise und mit 500 Euro verbundene zweite Preise vergeben. Eine Sonderwürdigung erhielt das einewelt haus Magdeburg in Trägerschaft der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. „für sein langfristiges Engagement für ein vielfältiges Sachsen-Anhalt“ (siehe Bild). Es bietet seit 25 Jahren einen Ort für Migrantenorganisationen, Integrationsprojekte, europäische Zusammenarbeit und Globales Lernen, hieß es weiter zur Begründung. Vereine nutzen das Haus als Ort für Arbeit, Bildung und Begegnung. 

Eine Pressemitteilung mit einer Liste aller Preisträger und den ausgezeichneten Ehrenamtlichen sowie Fotos finden Sie auf dieser Seite des Sozialministeriums.

Kontakt: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4612, -4608, E-Mail: MS-PRESSE(at)ms.sachsen-anhalt.de

1. Juni 2021

Ankündigung: Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU – die Förderperiode 2021-2027 hat begonnen!

Sie planen ein Projekt im Bereich Asyl, (legale) Migration, Integration, Rückkehr, Bekämpfung irregulärer Migration oder europäische Solidarität? - Am 01.01.2021 hat die Förderperiode 2021-2027 des AMIF begonnen.

Die einschlägigen Rechtsgrundlagen werden aktuell noch auf europäischer Ebene verhandelt. Ab Sommer 2021 wird eine Projektantragstellung voraussichtlich möglich sein. Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union unterstützt Projekte durch EU-Zuwendung. Allein für Deutschland stehen in der Förderperiode 2021-2027 bis zu 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung.

In der Bundesrepublik ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Verwaltung des AMIF zuständig. Die Beratung zur Förderperiode 2021-2027 sowie die Bearbeitung von Projektanträgen erfolgt für das Bundesland Sachsen-Anhalt durch das Bewilligungszentrum Berlin.

Für Fragen oder nähere Informationen zum AMIF (2021-2027) steht der Aufbaustab des AMIF (2021-2027), Bewilligungszentrum Berlin, gerne zur Verfügung. Interessenten können sich unter BZ-BER.Posteingang(at)bamf.bund.de melden.

28. Mai 2021