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AKTUELL

Manja Lorenz/AGSA

"Tag der Erinnerung" zum Gedenken an Opfer in Dessau und ganz Sachsen-Anhalt

In Dessau-Roßlau ist am 11. Juni an die Ermordung des Afrikaners Adriano im Jahr 2000 sowie weitere Opfer rechter Gewalt erinnert worden.

Karsten Wiedener/AGSA

Landtagswahl: CDU auch bei Probe-Abstimmung für Migranten deutlich vorn

Kurz nach der offiziellen Landtagswahl am 6. Juni hat LAMSA das Ergebnis seiner Probewahl für die nicht stimmberechtigten Migranten veröffentlicht.

Ankündigung: Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU – die Förderperiode 2021-2027 hat begonnen!

Sie planen ein Projekt im Bereich Asyl, (legale) Migration, Integration, Rückkehr, Bekämpfung irregulärer Migration oder europäische Solidarität? - Am 01.01.2021 hat die Förderperiode 2021-2027 des AMIF begonnen.

Die einschlägigen Rechtsgrundlagen werden aktuell noch auf europäischer Ebene verhandelt. Ab Sommer 2021 wird eine Projektantragstellung voraussichtlich möglich sein. Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union unterstützt Projekte durch EU-Zuwendung. Allein für Deutschland stehen in der Förderperiode 2021-2027 bis zu 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung.

In der Bundesrepublik ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Verwaltung des AMIF zuständig. Die Beratung zur Förderperiode 2021-2027 sowie die Bearbeitung von Projektanträgen erfolgt für das Bundesland Sachsen-Anhalt durch das Bewilligungszentrum Berlin.

Für Fragen oder nähere Informationen zum AMIF (2021-2027) steht der Aufbaustab des AMIF (2021-2027), Bewilligungszentrum Berlin, gerne zur Verfügung. Interessenten können sich unter BZ-BER.Posteingang(at)bamf.bund.de melden.

28. Mai 2021

Aktuelle Ausgabe DEINE WELT: Europäische Freiwillige befassen sich mit der Landtagswahl

Mit der Landtagswahl am 6. Juni haben sich auch die Europäischen Freiwilligen der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) in der aktuellen Ausgabe des einewelt haus Magazins beschäftigt. In dem Heft DEINE WELT 02/2021 wird das Thema unter anderem im Leitartikel „Mitstimmen - Keine Staatsbürgerschaft, kein Wahlrecht“ sowie in Interviews mit dem Deutsch-Polen Bartek Bukowski und der Österreicherin Sonja Renner aufgegriffen. – Die komplette Ausgabe (24 Seiten) hier.

Der Redaktion des Magazins gehören Ales Janousek (Tschechien), Francesca Caporali (Italien), Monika Lukic (Kroatien), Bettina Heyder (Rubrik „Vereinstipp“) Joshua Suwelack (Redaktionsleitung, Masterstudent Friedens- und Konfliktforschung) an. Die Europäischen Freiwilligen der AGSA lernen jeweils für ein Jahr unter dem Titel „Leben und Lernen im einewelt haus“ die Landeshauptstadt Magdeburg, die AGSA, ihre Mitgliedsorganisationen, verschiedene Projekte und das einewelt haus kennen. 

Kontakt: Manja Lorenz, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-207

28. Mai 2021

Einige Plätze sind noch frei – IKOE-Trainer*innenqualifizierung startet am 25. Juni mit dem ersten Modul

Im Rahmen des Projektes „IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt“ bietet die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. eine Trainer*innenqualifizierung mit dem Titel „Interkulturelle Öffnungsprozesse kompetent begleiten – Methoden, Tools und Praxistransfer für Berater*innen und Trainer*innen“ an. Die Weiterbildungsreihe beginnt am 25. Juni mit dem ersten von insgesamt fünf jeweils zweitägigen Modulen und dauert bis Juni 2022. Es sind noch einige Plätze frei.

Bei der Qualifizierung werden Interessierten innovative Instrumente zur Gestaltung und Begleitung eines interkulturellen Öffnungsprozesses vermittelt. Den Schwerpunkt bilden die Weiterentwicklung des persönlichen Methodenrepertoires zum unmittelbaren Einsatz in der Praxis.

Die Reihe schließt inhaltlich an die beiden vorangegangenen IKOE-Weiterbildungen „Diversity-Trainer*in und Berater*in im Handlungsfeld Verwaltung“ (2015-2018) und „Systemische Organisationsberatung im interkulturellen Kontext“ (2018-2020) an. Eine Teilnahme an diesen ist keine Voraussetzung für eine aktuelle Anmeldung. Ausgenommen das Modul 1 finden alle Module vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Lage in Präsenz im einewelt haus Magdeburg statt.

Zur Ausschreibung mit der Übersicht aller Module und den jeweiligen Themen gelangen Sie hier.

Kontakt: katja.michalak@agsa.de, jana.back@agsa.de 

20. Mai 2021

Abschlussveranstaltung des Projekts „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“ – Erkenntnisse sollen in Forderungen an Politik münden (25. Juni, digital)

Das Projekt „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“ des Friedenskreises Halle e.V. will am 25. Juni bei einer Online-Veranstaltung eine Bilanz seiner mehrjährigen Tätigkeit ziehen. Im Mittelpunkt stehen die in der Zeit gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse, die zu konkreten Forderungen an die Politik für mehr Chancengerechtigkeit und mehrsprachiger Kommunikation führen sollen.

Zu den Referentinnen gehören die Projektleiterinnen Eva Stoelzel und Elli Mack sowie Vertreterinnen und Vertreter der MLU und der Karl-Franzens-Universität Graz und sowie Sprach- und Integrationsmittler. Außerdem soll es ausreichend Raum und Zeit für Fragen, Ideen und Impulsen von Teilnehmern geben (siehe Einladung).

Seit 2015 hat sich ElkiS der Frage gewidmet, wie sich Lehrkräfte und Eltern miteinander verständigen, wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Dazu wurden viele neue Erkenntnisse gewonnen. In Zusammenarbeit mit dem Landesschulamt Sachsen-Anhalt (LSA), dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA), dem Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (LAMSA e.V.) und dem Germanistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wurde intensiv zu dem Thema gearbeitet und geforscht, um in Sachsen-Anhalt einen Wandel anzustoßen. 

Teil der Projektarbeit war auch eine Umfrage zur Sprachmittlung an Kindertagesstätten und Grundschulen in Sachsen-Anhalt, deren Ergebnisse Anfang 2021 veröffentlicht wurden. Sie sollen auch am 25. Juni mit in die Diskussion einfließen. Laut Umfrage wurde zum Beispiel in fast allen Einrichtungen (95,8 Prozent) eine Sprachmittlung gewünscht. Die Analyse ergab außerdem, dass in 94 von 137 Einrichtungen mehrsprachige Elterngespräche stattfinden. - Zur Auswertung mit Texten und Grafiken hier.

Es wird um Anmeldungen (mit möglichen Wünschen nach Übersetzungsleistungen) an die E-Mail-Adresse elkis@friedenskreis-halle.de bis zum 13. Juni gebeten. Die Interessierten bekommen im Anschluss den Zoom-Link zur Teilnahme und ein Informationspaket zugeschickt. Wenn kein Interesse an einer Verdolmetschung oder dem Paket besteht, reicht eine Anmeldung bis zum 20. Juni aus.

Termin: 25. Juni 2021, 14 bis 17 Uhr

Kontakt: Eva Stoelzel, Telefon: +49 151 2949 0928, E-Mail: elkis(at)friedenskreis-halle.de

18. Mai 2021

Fach- und Beratungsstelle Salam Sachsen-Anhalt bietet Seminare zum Thema Radikalisierung an (bis 30. September)

Die Fach- und Beratungsstelle Salam Sachsen-Anhalt bietet bis zum 30. September kostenfreie Online-Seminare rund um das Thema Radikalisierung an. Dabei geht es etwa um Erscheinungsformen von Radikalisierung und „islamistischen“ und antimuslimischen Extremismus und dem Umgang damit. Erörtert werden ferner Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation und der Arbeit mit internationalen Kinder- und Jugendgruppen.

Den Auftakt bildete das Modul 1 am 27. Mai, der Titel war „Radikalisierung im Kontext salafistischer und djihadistischer Agitation und Rekrutierung –Zur Attraktivität von extremistischen Angeboten im Kontext von Hinwendungsprozessen muslimischer und nicht-muslimischer Jugendlicher und junger Erwachsener“.

Salam zufolge leben nach Schätzungen in Sachsen-Anhalt rund 25.000 Menschen mit einem muslimischen Hintergrund, davon bis zu 4.000 in Moscheegemeinden aktive Gläubige. Menschen mit muslimischem Hintergrund seien in den vergangenen Jahren wiederholt verbalen und körperlichen Angriffen sowie Diskriminierung und Mobbing im Alltag ausgesetzt, hieß es. Radikalisierungstendenzen im Bereich Rechtsextremismus hätten auch verstärkte antimuslimische Agitation mit sich gebracht.

Mit Büros in Magdeburg, Halle und Dessau ist Salam Sachsen-Anhalt landesweit tätig. Die Teams kombinieren sozial-, regional- und islamwissenschaftliche mit pädagogischer Expertise. Im Mittelpunkt steht die Beratung und Unterstützung von Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und im Bildungssektor sowie in der Arbeit mit Geflüchteten. Träger von Salam ist das Multikulturelle Zentrum Dessau e.V.

Die Online-Seminare finden auf der Plattform „Zoom“ statt (weitergehende Informationen). Es wird um Anmeldung mit Angabe der ausgewählten Modul-Nummer an die E-Mail-Adresse fortbildungen@salam-lsa.de gebeten.

Weitere Termine: 24. Juni (Modul 2), 29. Juli (Modul 3), 26. August (Modul 4) und 30. September (Modul 5), jeweils von 13.30 bis 15.00 Uhr

Kontakt: (Postadresse) Salam Sachsen-Anhalt, Schellingstraße 3, 39104 Magdeburg, Telefon Projektleitung: +49 345 56646801, E-Mail: info(at)salam-lsa.de

14. Mai 2021

Das ZEMIGRA-Forum hat inzwischen mehr als 150 Mitglieder

Das ZEMIGRA-Forum ist eine Plattform für haupt- und ehrenamtliche Akteure der Migrationsarbeit mit dem Schwerpunkt Arbeitsmarktintegration sowie am Thema interessierten Unternehmen. Im Mittelpunkt steht, die Vernetzung, der Austausch und auch konkreten Fallbesprechungen. Die Teilnehmer profitieren von einem Netzwerk aus inzwischen mehr als 150 angemeldeten Mitgliedern aus allen Landkreisen in Sachsen–Anhalt, wie das Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) mitteilte.

Am Austausch beteiligt sind etwa Expertinnen und Experten der Ausländerbehörden, der Bundesagentur für Arbeit, der Leitprojekte der Arbeitsmarktintegration Jobbrücke Plus, Fachkraft im Fokus und IQ Netzwerkt Sachsen-Anhalt sowie Integrationskoordinatorinnen und -koordinatoren und der Flüchtlingsrat. Nach den Bedarfen der Forumsmitglieder wird die im Herbst 2019 gestartete Plattform ständig weiterentwickelt und angepasst.

Im Forum können alle Anliegen im Bereich Arbeitsmarktintegration sowie Fallkonstruktionen in offenen oder geschlossenen Räumen diskutiert werden. Ratsuchende erhalten die notwendige Unterstützung durch die Expertinnen und Experten, die auch direkt angesprochen werden können. Zudem ist es möglich, Veranstaltungsankündigungen, Arbeitsmaterialien und andere Hinweise einfach und schnell mit allen Forumsmitgliedern zu teilen.

Zur Handhabung wurde auch ein Erklärfilm entwickelt (siehe oben rechts im Text).

Kontakt: info@zemigra.com, welcome(at)zemigra.de

11. Mai 2021

Bundesweite Seminarreihe - IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt: Ost-West-Unterschiede müssen stärker berücksichtigt werden

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat die Seminarreihe „Gemeinsam stark vor Ort: Amt & Zivilgesellschaft“ mit vor allem im ländlichen Raum tätigen Aktiven gestartet. Den Auftakt bildete am 28. April eine Online-Fachveranstaltung unter dem Motto „Füreinander einstehen! Zivilgesellschaft sichtbar machen“. Im Mittelpunkt stand die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit von Verwaltungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, auch ging es um die die Frage einer gelingenden Integration.

Zudem wurde deutlich, dass in Ostdeutschland andere Voraussetzungen herrschen und andere Handlungsweisen erforderlich sind als in den westlichen Bundesländern. Der Rahmen von rund 100 Seminarteilnehmern aus ganz Deutschland ermöglichte es auch, das Projekt IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und das Netzwerk Fachverbund Ost bundesweit vorzustellen. Die Seminarreihe wird von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik und dem Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V. veranstaltet.

Moderatorin Anne Ulrich von der Heinrich-Böll-Stiftung erläuterte eingangs, dass das Seminar von der These getragen sei, dass Demokratie dort entstehe, wo sich Aktive vor Ort austauschen und wo engagierte Menschen Politik und Verwaltung als Partner „auf Augenhöhe“ wahrnehmen. Mit Vorträgen sowie gelungenen Praxis-Beispielen wurde in das Thema eingeführt.

Nach den Vorträgen wurde in drei Arbeitsgruppen das Thema vertieft. In der Gruppe „Vielfalt leben“ äußerte sich die Geschäftsführerin des MigraNetz Thüringen e.V., Elisa Calzolari unter anderem zum Thema Rassismus nach den Anschlägen von Halle und Hanau (2019/2020).

Als Referentin in dieser Arbeitsgruppe erklärte IKOE-Projektleiterin Dr. Katja Michalak, wie ihr Projekt eine engere Zusammenarbeit verschiedener Bereiche von Verwaltungen angestoßen habe und weiter unterstütze. Auch sei die beispielgebende Schaffung und Landesfinanzierung von Integrationskoordinatoren in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt erreicht worden.

Dr. Katja Michalak hob zudem die Struktur und die Besonderheiten in den neuen Bundesländern beim Thema Integration und Interkulturelle Öffnung hervor. So seien etwa die Vereinsstrukturen und die damit verbundene Wertschätzung des Ehrenamts im Osten geringer ausgeprägt als in den westdeutschen Ländern. Als eine nötige Konsequenz daraus sei im Themenbereich Interkulturelle Orientierung und Öffnung (IKÖ) 2019 als Netzwerk der Fachverbund IKÖ Ost gebildet worden, um die fachliche Vernetzung zu erhöhen und die Bedarfe der neuen Bundesländer gezielt in den Blick zu nehmen. 

In der gemeinsamen Aussprache nach den Arbeitsgruppen betonte Dr. Katja Michalak, dass kommunale Integrationskonzepte nötig seien, aber auch für deren Umsetzung die entsprechenden Strukturen und engagierten Verantwortlichen. Zudem sprachen sich Dr. Katja Michalak und wie auch Elisa Calzolari nachdrücklich dafür aus, Stellen wie Integrationskoordinatoren oder -manager stärker zu institutionalisieren – dies heiße feste Personalstellen dafür in Landkreisen einzurichten und nicht nur als eine Option zu betrachten. Mit der Aufgabe der Integration dürften nicht allein befristet geförderte Vereine und Projekte betraut werden. - Am Ende des Seminars wurden von den Teilnehmern als die wichtigsten in Erinnerung bleibenden Begriffe „Gemeinschaft“, „Struktursicherung“ und „Lückenschluss“ genannt.

Eine Dokumentation der Veranstaltung am 28. April ist hier abrufbar.

Die weiteren Termine: 2. Juni 2021, „Gemeinsam stark vor Ort #2 - Netzwerken! Kooperative Orte schaffen“, 6. Oktober 2021, „Gemeinsam stark vor Ort #3 - Rahmenbedingungen, die wir brauchen“ (jeweils 14 bis 17 Uhr)

Kontakt: Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Schumannstraße 8, 10117 Berlin, Telefon: +49 30 28534-0; in Bezug auf die Seminarreihe: Dr. Anne Ulrich: Telefon: +49 30 28534-120, E-Mail: ulrich@boell.de sowie Eike Botta-Venhorst, Telefon: +49 30 28534-235, E-Mail: botta-venhorst(at)boell.de

11. Mai 2021

Rund 2,4 Prozent der Bevölkerung Sachsen-Anhalts haben Staatsbürgerschaft eines anderen europäischen Landes

Genau 51.851 Einwohnerinnen und Einwohner Sachsen-Anhalts haben Ende 2019 eine Staatsbürgerschaft eines der 49 europäischen Länder (also außer Deutschland) besessen. Dies entsprach einem Anteil an der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes von 2,4 Prozent, teilte das Statistische Landesamt in Halle zur Europawoche mit. Im Jahr 2015 lag der Anteil noch bei 1,9 Prozent (siehe Pressemitteilung).

Am häufigsten waren 2019 innerhalb der europäischen Bevölkerung in Sachsen-Anhalt die polnische (10.373-mal), die rumänische (7.551) und die russische (3.807) Staatsbürgerschaft vertreten. Über eine der 26 EU-Staatsbürgerschaften (ohne Deutschland) verfügten insgesamt 33.540 Personen. Mit einer britischen Staatsbürgerschaft, die damals noch zu den EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern hinzugezählt wurde, lebten nur 356 Personen in Sachsen-Anhalt.

Bei den meisten Staatsbürgerschaften überwog der Anteil der Männer. Lediglich aus den Ländern Tschechien, Estland, Finnland, Zypern und Malta stammten dagegen mehr Frauen als Männer. Außerdem war die nicht deutsche Bevölkerung aus Europa 2019 jünger als die deutsche. In dem Jahr erwarben ferner 336 Europäerinnen und Europäer aus Sachsen-Anhalt durch Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft, das waren 99 Einbürgerungen mehr als 2015. Am häufigsten besaßen 2019 die eingebürgerten Personen zuvor die ukrainische (73) und britische (58) Staatsbürgerschaft.

Kontakt: (Besucheranschrift) Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2, 06110 Halle (Saale), Telefon: +49 345 2318-0, E-Mail: info(at)stala.mi.sachsen-anhalt.de

7. Mai 2021

Kooperation vereinbart: „Dessau-Roßlau lebt Weltoffenheit und Vielfalt“

Die Stadt Dessau-Roßlau will mit positiven Rahmenbedingungen sowie einer weltoffenen und vielfaltssensiblen Haltung die Bleibe- und Zuzugsperspektiven der Bürgerinnen und Bürger befördern, um Fachkräftemangel und Einwohnerrückgang entgegenzutreten sowie die eigene Attraktivität zu steigern. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung widmen sich die Verwaltungen der Hochschule Anhalt, des Umweltbundesamtes sowie der Stadtverwaltung in den kommenden Jahren verstärkt diesen Zielstellungen (Pressemitteilung).

Mit Unterstützung einer diversitätsorientierten Prozessbegleitung durch die Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“ Magdeburg in Zusammenarbeit mit der IKOE-Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. arbeiten die drei Verwaltungen aktiv an der Umsetzung einer Strategie zur Weltoffenheits- und Vielfaltsstärkung in Dessau-Roßlau zusammen.

Durch die verstärkte Kooperation im Bereich der Personalentwicklung sowie in gemeinsamen Schulungsangeboten für die Mitarbeitenden der Verwaltungen möchten sich die Institutionen als Arbeitgebende sowie Dienstleistende weiterentwickeln. Mit dem gewonnenen Wissen aus dem mehrjährigen Veränderungsprozess sollen unter anderem gezielt Angebote für regionale Unternehmen bereitgestellt werden, um diese im Bereich des Diversitymanagements zu unterstützen.

Zum Start der Kooperation wurden bereits erste Vorhaben umgesetzt. Neben der fünfteiligen Weiterbildungsreihe „Vielfalts-Montag“ des IKOE-Projektes, bei dem Mitarbeitende der drei Verwaltungen bis Mitte Juli Schulungen zu Themen wie „einfacher Sprache“ und „Konfliktmanagement“ erhalten, wurde auch der aktualisierte mehrsprachige „Willkommenskompass 2021“ vorgestellt. Dieser erscheint in Deutsch, Englisch und erstmals in Chinesisch. 

Kontakt: Integrationsbüro Dessau-Roßlau, Christian Altmann/Felix Liersch, Telefon: +49 340 204 2901, E-Mail: integrationskoordinator(at)dessau-rosslau.de
Gleichstellungsbeauftragte Claudia Heß, Telefon: +49 340 204 1603, E-Mail: E-Mail: gleichstellungsbuero(at)dessau-rosslau.de
IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371 240, E-Mail: katja.michalak(at)agsa.de

5. Mai 2021

EU-Jahresbilanz: Erneuter Rückgang bei Asylanträgen von unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern

Die Anzahl der neuen Asylbewerber in der EU, die als unbegleitete Minderjähriger gelten, ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. So wurden 2020 insgesamt 13.550 dieser Antragsteller in den EU-Mitgliedsstaaten verzeichnet, dies ist ein Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Jahr davor (14.100), erklärte das statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, in einer Pressemitteilung (Englisch). Rund 88 Prozent von ihnen waren männlich. Der nach dem Rekordjahr 2015 mit 92.000 unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern anhaltende statistische Abwärtstrend habe sich damit fortgesetzt.

Die „Hauptantragslast“ innerhalb der EU verteilte sich überwiegend auf Afghanistan (5.495), Syrien (2.265) und Pakistan (1.090) als Herkunftsländer. Auf diese Staaten entfielen zwei Drittel aller Asylanträge von unbegleiteten Minderjährigen. Die meisten Asylanträge aller Angehörigen dieser Personengruppe wurden in Griechenland (20 Prozent aller Gesuche), Deutschland (16 Prozent) und Österreich (10 Prozent) gestellt.

Die zahlenmäßige Verteilung auf die einzelnen deutschen Bundesländer geht aus der Statistik nicht hervor. In Sachsen-Anhalt fördert und unterstützt der Verein refugium e.V. die Übernahme von Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Ausländer.

Kontakt: refugium e.V., c/o Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V., Langer Weg 65-66, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 6053236

3. Mai 2021

Bewerbungen bis 27. Juni möglich: Bundesweiter Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ geht in die 21. Runde

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) hat zum 21. Mal den deutschlandweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgeschrieben. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geldpreise in Höhe von bis zu 5.000 Euro, eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit sowie ein Workshop-Angebot, das die Interessen der Preisträgerprojekte aufgreift. Mit dem Wettbewerb unterstützt das von der Bundesregierung im Jahr 2000 gegründete Bündnis zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der Demokratie- und Toleranzförderung.

Anders als in den vergangenen Jahren seien Bewerbungen 2021 bereits ab sofort und bis zum 27. Juni möglich. „Die Verlegung des Wettbewerbs auf das Frühjahr ermöglicht uns, nach dem Sommer hoffentlich wieder bundesweite Kooperations- und Eigenveranstaltungen zu unseren Jahresschwerpunktthemen anzubieten“, betonte das BfDT in der Ausschreibung. Bei den Einsendungen seien der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Gesucht würden zum Beispiel übertragbare und nachahmbare zivilgesellschaftliche Projekte, die bereits ausgeführt werden.

Die Vorhaben sollten sich in den Themenfeldern des BfDT bewegen: Demokratie, Toleranz, Integration, Gewaltprävention, Extremismus, Antisemitismus. Dabei gehe es nicht um „die einzigartige Aktion“, sondern um Projekte, die beispielhaft für die Vielfalt des zivilgesellschaftlichen Engagements stehen.

Einsendeschluss für die vollständigen Unterlagen ist der 27. Juni 2021. Interessierte können sich über ein Formblatt für den Wettbewerb anmelden.

Kontakt: Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt, Friedrichstraße 50, 10117 Berlin; Telefon: +49 30 254504-466, E-Mail: buendnis(at)bpb.bund.de

29. April 2021

MDR-Bericht: Die Migrationsagentur des Burgenlandkreises bietet kurze Wege und einfache Kommunikation

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) Sachsen-Anhalt hat der vor drei Jahren gegründeten Migrationsagentur des Burgenlandkreises einen umfangreichen Online-Beitrag gewidmet. Darin beschreibt Autorin Maria Hendrischke, wie in der Agentur alle für Migranten wichtigen Ämter unter einem Dach zusammenarbeiten und damit Integration vereinfacht wird. Die „einzigartige Behörde“ befindet sich „in einem praktischen, aber recht sterilen Containerbau im Osten Naumburgs“, wie es heißt.

Seit der Gründung im April 2018 sind dort die Ausländerbehörde, Mitarbeiter für Unterbringung, Asylbewerberleistungen und Grundsicherung sowie Vertreter von Jobcenter, Jugendamt und Sprachkurs-Anbieter ansässig. Als die Migrationsagentur 2018 ins Leben gerufen wurde, habe es deutschlandweit nur drei Orte gegeben, die ähnlich zusammengearbeitet hätten, sagt der Leiter der Migrationsagentur, Thomas Postleb. Das seien aber Großstädte gewesen und keine Landkreise.

Dass die Behörden unter einem Dach sitzen, sorge für kurze Wege. Auf diese Weise könnten Migranten an einem Tag gleich mehrere Behördentermine „abhaken“. Die kurzen Wege seien aber auch praktisch für die Verwaltungsmitarbeitenden.

Insgesamt arbeiten den Angaben zufolge etwa 65 Personen in der Migrationsagentur. Sie kümmern sich nicht nur Geflüchtete: Zwei Drittel der „Kundinnen und Kunden“ würden aus EU-Ländern stammen. Sie kämen in den Burgenlandkreis, um vor allem in der Nahrungsmittelbranche zu arbeiten, beispielsweise für den Schlachthof Tönnies in Weißenfels, wie Postleb erklärt. Insgesamt lebten laut Integrationskonzept des Kreises im Jahr 2017 rund 10.000 Migrantinnen und Migranten im Burgenlandkreis, darunter waren etwa 1.200 anerkannte Geflüchtete und 700 Asylwerber oder Geduldete.

Das Projekt IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) unterstützt – neben anderen – im Rahmen seiner Prozessbegleitung seit 2016 die Entwicklung der Agentur.

Kontakt: Migrationsagentur Burgenlandkreis, Schönburger Straße 41, 06618 Naumburg, Telefon: +49 3445 73-2443, E-Mail: migrationsagentur(at)blk.de

28. April 2021