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AKTUELL

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Petition gestartet: Migrantisches Bildungsprojekt NEMSA droht das Aus

Das vor rund zwei Jahren gegründete Netzwerk für Eltern mit Migrationsgeschichte in Sachsen-Anhalt (NEMSA) droht mangels EU-Förderung das Aus.

Karsten Wiedener/AGSA

Landesdemokratiekonferenz und Opfer-Gedenken in Halle

Im Rahmen des Gedenkens fand die Landesdemokratiekonferenz „Ein Jahr nach dem Attentat in Halle – Gemeinsam gegen Antisemitismus und Rassismus“ statt.

Einladung: Digitales SiSA-Seminar „Sprachmittlung an Schulen“ (28. Oktober)

27. Oktober 2020

Das Unterstützungsprojekt „SiSA – Sprachmittlung in Sachsen-Anhalt“ hat zum digitalen Seminar „Sprachmittlung an Schulen“ am 28. Oktober eingeladen. Im Mittelpunkt stehen die Gespräche, die die ehrenamtlichen Dolmetscher an Schulen führen. Dabei geht es zum Beispiel um die Fragen, welche unterschiedlichen Gespräche es gibt, wie man sich auf das Dolmetschen bei diesen Gesprächen vorbereiten kann, wo Informationen über Hintergründe, wichtige Begriffe und hilfreiche Materialien zu finden sind und an welche Grenzen Sprachmittlerinnen und Sprachmittler stoßen können.

Die Seminarteilnehmer treffen sich in einem virtuellen Konferenzraum per Zoom. „So können wir auch in Zeiten von Corona-Infektionen sicher zusammenkommen“, hieß es. Alle Ehrenamtlichen und Interessierten in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus sind willkommen. Benötigt wird ein Computer mit Sprechgarnitur, ein Laptop oder ein Mobiltelefon. Der Zugangslink wird nach entsprechender Anmeldung (online oder per E-Mail) kurz vor der Veranstaltung zugesandt, der virtuelle Raum ist von 16.50 Uhr an geöffnet.

Zur Mitteilung mit weiteren Angaben und einem Formular zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2020, 17 bis 19 Uhr

Kontakt: Ulrike Wunderlich, E-Mail: ulrike.wunderlich@lamsa.de

Aktuelles Angebot: IQ-Fortbildung „Traumatisierten Personen begegnen - wertschätzend und sensibel beraten“ (5. November, online)

26. Oktober 2020

Die Unterstützung traumatisierter Menschen ist Thema einer digitalen Fortbildung am 5. November, zu der die Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“ in Magdeburg eingeladen hat. Interessierte erfahren in dem ganztägigen Training, wie Sie traumasensible Kommunikation gestalten können.

„Wir erkunden, was ein Trauma ausmachen kann und wie es erkennbar wird. Dazu geben wir Einblick in aktuelle Erkenntnisse aus der psychodynamisch-systemischen Traumatherapie“, heißt es in der Ankündigung. Aus ihnen leite sich ab, wie auch in nicht-therapeutischen Ansätzen eine hilfreiche und wertschätzende Beziehung zu Menschen gestaltet werden kann, die Belastendes erlebt haben. Trauma brauche Einfühlungsvermögen; so sollen bei dem Seminar gemeinsam Aspekte für den sensiblen Umgang mit Erschütterungen erarbeitet werden.

Für Teilnehmer ist die IQ-Online-Fortbildung „Traumatisierten Personen begegnen - wertschätzend und sensibel beraten“ kostenfrei. An der Gesprächsleitung beteiligt ist als externe Fachfrau die Leiterin des Instituts „Social Justice und radical Diversity“ aus Berlin, Leah Carola Czollek.

Anmeldungen sind bitte bis zum 2. November an Herrn Vickey Roger (vickey.roger@agsa.de) zu richten. - Nähere Auskünfte hier.

Termin: 5. November 2020, 9.30 bis 16.30 Uhr

Ort: online über das Programm Zoom

Kontakt: Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg; Telefon +49 391 5371-201

Anmeldungen ab sofort möglich: Dreitägiger Workshop zum Umgang mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (7. bis 9. Dezember, Haldensleben)

23. Oktober 2020

Das in Potsdam ansässige Netzwerk Social Science Works gUG bietet in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Haldensleben eine Fortbildung zum Umgang mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit an. Der Workshop vom 7. bis 9. Dezember richtet sich vor allem an Pädagogen und Beschäftigte aus Behörden, Schulen und Organisationen. Die Teilnehme ist kostenfrei, Anmeldungen sind ab sofort möglich (E-Mail: info@socialscienceworks.org, Telefon: +49 176 84497805). - Weitere Angaben über den Workshop siehe das Informationsblatt.

In dem Workshop wird über Rassismus und Diskriminierung sowie anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit informiert. Es sollen Gesprächsstrategien und Argumente vermittelt werden, um darauf im Berufsalltag, aber auch privat, entsprechend reagieren zu können.

Besonders im schulischen Bereich sind antisemitische und rassistische Anfeindungen problematisch, da die Schule gesamtgesellschaftliche Phänomene abbildet und bildet, heißt es in der Ankündigung. Aber auch in Unternehmen und öffentlichen Stellen wie etwa Jobcentern oder Stadtverwaltungen sowie im Ehrenamt seien Menschen mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit konfrontiert.

Nach dem Abschluss des Seminarprogramms kann als Option für einen vierten Veranstaltungstag an einer Exkursion zur Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen teilgenommen werden. Die Anlage erinnert am historischen Tatort an die Ermordung von 1.016 KZ-Häftlingen im April 1945.

Termin: 7. bis 9. Dezember 2020, jeweils 10.00 bis 16.00 Uhr

Ort: KulturFabrik, Gerikestraße 3A, 39340 Haldensleben

Kontakt: Social Science Works gemeinnützige UG, Dortustrasse 46, 14467 Potsdam

Neues Bildungsformat „Mittagsreihe“ rund um den Bundesfreiwilligendienst für Menschen mit Fluchterfahrung (seit 1. Oktober, online)

23. Oktober 2020

Für Themen rund um den Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Menschen mit Fluchterfahrung ist das Austausch- und Weiterbildungsformat „BFD-Mittagsreihe“ entwickelt worden. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden regelmäßig online „in knackigen 90 Minuten“ statt, wie die Servicestelle Bundesfreiwilligendienst „Integriert in Sachsen-Anhalt“ ankündigte. Organisiert wird die Reihe von deren Mitarbeiterinnen Maja Sahre und Kristin Wicklein.

Zu jedem Thema wird ein Impulsvortrag mit anschließender Gesprächsrunde vorbereitet. Teilnehmer benötigen einen PC oder einen Laptop mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung. Das Angebot (via ZOOM) richtet sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter von BFD-Einsatzstellen sowie von Vereinen und öffentlichen Einrichtungen.

Den Auftakt am 2. Oktober bildete die Informationsveranstaltung „Was ist der Bundesfreiwilligendienst und was kann er?“, das Impulsreferat hielt der Regionalberater und -betreuer Andreas Ilse.

Es wird um Anmeldung per E-Mail oder auf der Homepage/Programmseite gebeten. Die Interessenten erhalten eine Bestätigung per E-Mail, der Link für den Online-Zugang folgt wenige Tage vor der jeweiligen Veranstaltung.

Weitere Termine in diesem Jahr:

jeweils donnerstags von 13.00 bis 14.30 Uhr am 29. Oktober, 5. November, 19. November, 26. November und 10. Dezember.

29.10.: Pädagogische Begleitung für den BFD gestalten
05.11.: Gute Begleitung von BFD’ler*innen in Corona Zeiten

Europäischer Gerichtshof: Hartz IV-Leistungen auch für arbeitsuchende EU-Bürger möglich

19. Oktober 2020

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) können auch EU-Bürger auf Arbeitsuche in Deutschland Anspruch auf Sozialleistungen haben, wenn ihre Kinder hier die Schule besuchen und deshalb ein Aufenthaltsrecht besteht. Der Betroffene und seine Kinder könnten nicht mit der Begründung, dass der Mann arbeitslos geworden ist, automatisch von nach dem nationalen Recht vorgesehenen Leistungen der sozialen Grundsicherung ausgeschlossen werden, hieß es zu dem Urteil in einer Pressemitteilung des EuGH in Luxemburg. Verhandelt wurde ein Fall aus Krefeld in Nordrhein-Westfalen (Rechtssache C 181/19).

In dem Rechtsstreit ging es den Angaben zufolge um den polnischer Staatsbürger JD, der seit 2013 mit seinen beiden minderjährigen Töchtern in Deutschland wohnt. Diese gehen hier auch zur Schule. In den Jahren 2015 und 2016 übte JD in Deutschland mehrere abhängige Beschäftigungen aus und wurde dann arbeitslos. Von September 2016 bis Juni 2017 bezog die Familie unter anderem Leistungen der sozialen Grundsicherung nach den deutschen Rechtsvorschriften, nämlich Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) für JD und Sozialgeld für seine Kinder.

Seit dem 2. Januar 2018 übt JD wieder eine Vollzeitbeschäftigung in Deutschland aus. JD hatte beim zuständigen Jobcenter Krefeld die Weiterbewilligung dieser Leistungen für den Zeitraum Juni bis Dezember 2017 beantragt. Das Jobcenter lehnte dies jedoch mit der Begründung ab, dass JD in dem Zeitraum den Arbeitnehmerstatus nicht behalten habe und sich zum Zweck der Arbeitsuche in Deutschland aufhalte. Nach dem Urteil des EuGH verstößt der Bescheid des Jobcenters jedoch gegen EU-Recht. - Zum Nachlesen das 17 Seiten umfassende Urteil des EuGH.

Kontakt: Gerichtshof der Europäischen Union, L - 2925 Luxemburg (Postanschrift), Telefonzentrale +352 4303 1

Soziologin Warda in MDR-Beitrag: Rückblick auf deutsche „Wiedervereinigung“ ist eine rein weiße Geschichte

10. Oktober 2020

Die aus Wernigerode stammenden Soziologin Katharina Warda hat in einem Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zum Thema „30 Jahre Wiedervereinigung“ eine kritische Bilanz gezogen. Der Rückblick auf die Wiedervereinigung sei eine rein weiße Geschichte und eine ohne die vielen Wendeverlierer, sagte sie. Zu oft werde über den Osten gesprochen, man lasse die Leute nicht selber sprechen. Und wenn doch, kämen trotzdem nicht alle zu Wort.

Ihr würden kritische ostdeutsche Stimmen fehlen. In Bezug auf Erinnerung an die Wendezeit zählte Warda migrantische Stimmen, Stimmen von nicht-weißen Menschen und die Geschichten derjenigen Kinder, deren Eltern Wendeverlierer waren, auf. So sei auch „eine Geschichte über den Osten immer eine sehr weiße Geschichte“. So etwas falle ihr umso mehr auf, weil es auch Teil ihrer eigenen Biografie sei.

Katharina Warda wurde 1985 als Tochter eines Südafrikaners und einer Deutschen in der Harzstadt Wernigerode geboren. Sie wuchs „allein unter Weißen“ gleich neben dem Plattenbauviertel Stadtfeld auf. In der Schule in dem Viertel habe es einen förmlichen Drill gegeben, nicht „ostdeutsch“ zu sein. „Wer Dialekt sprach, bekam Notenabzug im Referat, wir sollten Westdeutsche werden“, berichtet Warda. Dies sei genauso schmerzhaft gewesen wie das Schweigen über die rassistische Gewalt, die auch Wardas eigenes Leben bedroht habe. - Derzeit arbeitet sie an ihrer Promotion und an einem Audio-Projekt „Dunkeldeutschland“.

Zu dem vollständigen MDR-Beitrag gelangen sie hier.

Wichtige Weichenstellungen: Mitgliederversammlung der AGSA verabschiedet Leitbild und bestätigt Vorstand im Amt

2. Oktober 2020

Auf der Mitglieder- und Vorstandswahlversammlung Ende September in Magdeburg ist bei der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) turnusgemäß neu gewählt worden. Dabei bestätigten die anwesenden 27 wahlberechtigten Vertreterinnen und Vertreter der AGSA-Mitgliedsorganisationen das bisherige Leitungsgremium mit einem deutlichen Ergebnis von 96 Prozent im Amt. 

Dem alten und neuen Vorstand gehören laut Mitteilung der AGSA an: Gerhard Miesterfeldt (Deutsch-Israelische Gesellschaft, Vorsitz), Dennis Butewitz (Meridian e.V., Stellvertreter), Pascal Begrich (Miteinander e.V., Schatzmeister), Vu Thi Hoang Ha (Deutsch-Vietnamesischer Freundschaftsverein e.V., Beisitzerin) und Janos Raduly (ungarn mitten in Sachsen-Anhalt e.V., Beisitzer). Denise Neuffer (Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.) wurde - ebenfalls erneut - zur Kassenprüferin gewählt.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung des Leitbildes der AGSA. Der Leitbildentwicklungsprozess wurde bereits im Oktober 2017 gestartet, wegen des Geschäftsführungs- und Vorstandswechsels dann im November 2019 wieder neu aufgenommen. Das Ergebnis wurde nun der Mitgliederschaft präsentiert und mit sehr viel Lob und Wohlwollen bedacht: Die Erklärung über das Selbstverständnis und die Grundprinzipien wurde als "zukünftig leitend" (Miesterfeldt) für das 45 Mitglieder starke Organisationennetzwerk AGSA bezeichnet.

Fachliche Unterstützung: Beirat für Servicestelle „Blickpunkt: Migrantinnen“ gegründet

28. September 2020

Für die fachliche Begleitung der Servicestelle „Blickpunkt: Migrantinnen“ beim Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V. ist am 24. September in Magdeburg ein Beirat eingerichtet worden. Das Gremium soll Handlungsempfehlungen beraten, um die Zugangswege in den sachsen-anhaltischen Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern, erklärte das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration in einer Pressemitteilung. Dem Beirat gehören Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Migration, Integration, Arbeitsmarkt und Soziales an. Sie kommen aus Behörden sowie Verbänden und Vereinen.

„Die Beiratsmitglieder verfügen über eine hohe Fachlichkeit und Expertise. Damit können sie entscheidend an der Verwirklichung der Projektziele mitwirken. Sie können die Ergebnisse und Erkenntnisse in ihre Organisationen hineintragen sowie an die Landesregierung zurückspiegeln“, sagte Staatssekretärin Susi Möbbeck. Das neue Beratungs- und Unterstützungsangebot „Blickpunkt: Migrantinnen“ wurde Anfang dieses Jahres eröffnet. Kernziel ist es, zugewanderten Frauen in Sachsen-Anhalt den Weg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. 

Dem Forschungsteam Minor des Verbundprojektes „Blickpunkt: Migrantinnen. Fach- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt“ zufolge lebten Ende 2018 in Sachsen-Anhalt rund 45.000 Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Sie waren durchschnittlich seit etwa sieben Jahren in Deutschland und im Schnitt unter 30 Jahre alt. Rund 20 Prozent der migrantischen Frauen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihr Potential für die Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sei dementsprechend bedeutsam, hieß es.

Standort der Fach- und Servicestelle: Interkulturelles Beratungs- und Begegnungszentrum des Caritasverbandes (IKZ), Karl-Schmidt-Straße 5c, 39104 Magdeburg

Kontakt: Jennifer Heinrich/Christiane Pruschek, Telefon +49 391 4080-527/-526, E-Mail: jennifer.heinrich@caritas-magdeburg.de, christiane.pruschek@caritas-magdeburg.de

ZEMIGRA hat Quiz-App zu Asyl, Migration und Arbeitsmarkt entwickelt

18. September 2020

Das Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) in Sachsen-Anhalt hat eine Quiz-App entwickelt, um den Zugang zu dem umfangreichen Themenfeld Asyl, Migration und Arbeitsmarktintegration zu erleichtern. Mit der App kann spielerisch das Wissen über die rechtlichen Grundlagen rund um das Thema getestet, aufgefrischt und verbessert werden. Die App („Applikation software“, also ein Anwendungsprogramm) muss nicht heruntergeladen oder installiert werden und kann sowohl über den Internetbrowser als auch mit Smartphones benutzt werden.

Interessenten brauchen sich lediglich mit ihrer E-Mail-Adresse anzumelden oder sie können auch nur zunächst einen Testlauf absolvieren. Bei den einzelnen Fragen muss aus vier verschiedenen Vorgaben die richtige Antwort gefunden werden. Wenn das gelungen ist, wird die Antwort beim nächsten Schritt genauer erläutert. Wer einen Account anlegt, kann sich auch mit anderen Spielern messen. 

Zur App gelangen Sie hier.

Großes Interesse am diesjährigen Demografiepreis des Landes Sachsen-Anhalt – fast 200 Bewerbungen

16. September 2020

Um den diesjährigen Demografiepreis des Landes Sachsen-Anhalt haben sich bis zum Bewerbungsschluss insgesamt 191 Institutionen, Vereine sowie Privatpersonen beworben. Eingereicht wurden dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr zufolge erneut eine Vielzahl interessanter und breit gefächerter Projekte. „Die hohe Beteiligung zeigt, dass sich auch in außergewöhnlichen Zeiten sehr viele Bürgerinnen und Bürger in ihrer Region engagieren, Verantwortung übernehmen und den demografischen Wandel aktiv mitgestalten wollen“, betonte Minister Thomas Webel.

Beworben um den nunmehr 8. Demografiepreis haben sich etwa eine Kindergarten-Imkerei, ein Jugendbauernhof, verschiedene Seniorengruppen sowie Initiatoren von kleineren Veranstaltungen, die auch während der Pandemie-Beschränkungen ermöglicht worden waren.

Eine Jury, der Vertreter verschiedener Institutionen des Landes und von Vereinen angehören, wird bis Mitte Oktober die Bewerbungen sichten und die Preisträger in drei Kategorien auswählen. Die Sieger des Demografiepreises 2020 werden am 23. November im Palais am Fürstenwall in Magdeburg prämiert, das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro. Darüber hinaus werden erneut zwei Sonderpreise zu den Themen „Gesundheit“ und „Zukunft“ durch die Techniker Krankenkasse und die Investitionsbank vergeben. Zur Pressemitteilung des Ministeriums hier; weitere Informationen bietet das Demografieportal des Landes.

Kontakt: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Pressestelle, Turmschanzenstraße 30, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-7504, E-Mail: presse@mlv.sachsen.anhalt.de

Elternbroschüre jetzt in zehn Sprachen

12. September 2020

Zum neuen Schuljahres hat das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) die gefragten Elternbroschüren für den Schulbereich in einer weiteren Sprachvariante (kurdisch - kurmanci, polnisch, türkisch) herausgebracht. Bereits vorhanden sind die Ausgaben in Deutsch, Arabisch, Englisch, Russisch, Persisch, Rumänisch und Französisch. Damit ist die Broschüre nunmehr in zehn Sprachen verfügbar. In Zusammenarbeit der Projekte NEMSA – das Netzwerk der Eltern mit Migrationsgeschichte in Sachsen-Anhalt - und IKL Schule wurde die Broschüre durch Einfügen neuer Informationen und Gesetzesänderungen überarbeitet und übersetzt.

Für viele zugewanderte Eltern seien die Schwierigkeiten, das Schulsystem in Deutschland und in Sachsen-Anhalt zu verstehen, durch die Corona-Krise weiter verschärft worden, hieß es. Der Schulunterricht in den eigenen vier Wänden und damit vermehrter Unterstützungsbedarf von Eltern und Kindern hätten zu zahlreichen Anfragen an LAMSA geführt. Auch die Nachfrage nach den Elternbroschüren ist gestiegen.

„Wir möchten, dass die Eltern nicht den Mut verlieren, etwas für den Schulerfolg ihrer Kinder tun zu können - trotz Corona-Krise, sprachlicher und organisatorischer Schwierigkeiten, Mangel an technischer Ausstattung und Hausaufgaben sowie struktureller Benachteiligungen“, sagte Ina Wiederkehr, Beraterin bei NEMSA und IKL und verantwortliche Redakteurin der Broschüre.

Bestellt werden kann die Broschüre per E-Mail unter der Adresse nemsa@lamsa.de.

Kontakt: Anja Treichel, Telefon: +49 345 47008720, E-Mail: +49 176 44407695, E-Mail: anja.treichel@lamsa.de