AKTUELL

Termin AKTUELL: Ökodorf Sieben Linden lädt junge Leute ein (26. Mai bis 1. Juni, Altmark)

Ökodorf Sieben Linden

25. Mai 2018

Das Ökodorf Sieben Linden im Altmarkkreis Salzwedel bietet jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren eine erlebnisreiche Workshop-Woche an. Herzlich eingeladen sind auch ausländische Jugendliche und Interessierte mit Migrationshintergrund. Das Seminar findet vom 26. Mai bis 1. Juni statt und wird komplett in englischer Sprache abgehalten.

Während des Aufenthalts unter dem Motto „Junge Leute erleben Sieben Linden – Experience Sieben Linden for young people“ werden die Teilnehmenden erfahren, wie das Dorf sozial, ökologisch und ökonomisch funktioniert. Sie können sich in praktischer Handarbeit ausprobieren, Gärten pflegen und gemeinsame Freizeitaktivitäten organisieren. Die Unterbringung erfolgt in eigenen Zelten. Die Gruppe kümmert sich auch selbst um die Zubereitung veganer Mahlzeiten.

Sieben Linden ist ein ökologisches Dorf mit 140 Einwohnern, das sich selbst versorgt. Es wurde erst vor rund 20 Jahren gegründet.

Weitere Informationen finden Interessierte hier.

Termin: 26. Mai bis 1. Juni

Ort: Ökodorf Sieben Linden, 38489 Beetzendorf OT Poppau

Kontakt: Telefon 039000/51235, E-Mail info(at)siebenlinden.org

Ankündigung: Fachtag zu religiös begründeter Radikalisierung (29. Mai in Magdeburg)

25. Mai 2018

Die religiös begründete Radikalisierung von Menschen ist Schwerpunkt eines Fachtages am 29. Mai in Magdeburg, zu dem das Präventionsprojekt „Salam Sachsen-Anhalt“ eingeladen hat. Dabei soll das Phänomen einer solchen Radikalisierung – mit Fokus auf den sogenannten politischen „Salafismus“ oder den „Islamismus“ – theoretisch gefasst und auf Sachsen-Anhalt bezogen werden. „Salam“ will zudem Unterstützungsangebote vorstellen und in eine Diskussion mit Fachkräften über Handlungsnotwendigkeiten und -optionen einsteigen.

Zunehmend wird in den letzten Jahren über neue Konflikte und neue Radikalisierungsformen diskutiert, die im Zusammenhang mit religiös begründetem „Extremismus“ oder „Islamismus“ stehen, wie die „Salam“-Projektleitung erklärte. Die medialen Debatten hätten dabei nur wenig mit den realen Herausforderungen zu tun.

Termin: 29. Mai 2018, 9.30 bis 15.30 Uhr

Tagungsort: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg

Zur Einladung für den Fachtag siehe hier.

Aktuelles Votum: Landtag bekennt sich zum Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

LpB/Martin Hanusch

25. Mai 2018

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat ein klares Bekenntnis zum Programm „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ abgegeben. Bei der Parlamentssitzung am Donnerstag (24. Mai) in Magdeburg lehnten die Fraktionen von CDU, DIE LINKE, SPD und Grünen einen Antrag der AfD-Fraktion ab, aus dem Schulnetzwerk auszusteigen.

Der Landtag sollte laut AfD-Antrag die Landesregierung dazu auffordern, die in der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ansässige Landeskoordination des Programms „ersatzlos zu schließen“ und deren Mittel im Haushalt zu streichen. Die AfD-Fraktion sprach in ihrem Antrag im Zusammenhang mit dem Programm „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ unter anderem von „linker Indoktrination“ und „Meinungs- oder Gesinnungsterror“. 

In der Debatte vor der Abstimmung sagte Bildungsminister Marco Tullner, das Projekt „Schule ohne Rassismus“ spreche für sich. So seien darin bundesweit 2.700 Schulen mit 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler vereint, in Sachsen-Anhalt gebe es aktuell 137 „Courage“-Schulen. Das Projekt diene dazu, ein Schulklima zu gestalten, in dem sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt eingesetzt werde. Es werde vermittelt, friedlich in einer vielfältigen Gesellschaft zu leben und die Potenziale der Diversität zu erkennen. Als 137. Mitglied im Land war im März 2018 die Berufsbildende Schule Anhalt-Bitterfeld aufgenommen worden (Foto).

Die Pressemitteilung des Landtags können Sie hier nachlesen.

Den Antrag der AfD-Fraktion finden sie hier.

Kontakt: Landtag von Sachsen-Anhalt, Domplatz 6-9, 392104 Magdeburg, Telefon: 0391/5600

In Kürze: Workshop zu Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel (30. Mai in Magdeburg)

Landesgeschäftsstelle ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V.

25. Mai 2018

Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit finden häufig statt - auch in Sachsen-Anhalt. Am stärksten davon betroffen sind Gruppen, die aufgrund diverser Defizite (etwa bei Sprache, Qualifizierung, Bildung oder Aufenthaltsstatus) im Niedriglohnsektor landen.

Ziel eines Workshops am 30. Mai in Magdeburg ist es, für dieses Thema zu sensibilisieren, ausbeuterische Strukturen aufzudecken und entscheidende Akteure zu vernetzen. Veranstalter ist die ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören die Elemente von Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit sowie rechtliche Fragen. Zudem sollen Fallbeispiele erörtert und das Vorgehen in Verdachtsfällen beraten werden. Der Workshop „Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel – Erkennen und Reagieren“ richtet sich an Beschäftigte in Beratungs- und Bildungseinrichtungen sowie Ehrenamtliche und Multiplikatoren aus der Bildungsarbeit.

Zur vollständigen Einladung gelangen Sie hier.

Anmeldungen bitte per E-Mail an Pauline Lendrich oder Anne Hafenstein.

Termin: 30. Mai, 2018, 9.30 bis 15.30 Uhr

Ort: ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V., Stresemannstraße 18/19, 39104 Magdeburg

Kosten für Teilnehmer: keine

Kontakt: Landesgeschäftsstelle ARBEIT UND LEBEN, Telefon 0391/623495

Neue Studie zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

25. Mai 2018

Eine neue Studie der deutschen nationalen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN) bietet einen Überblick über die verschiedenen Regelungen, die für unbegleitete Minderjährige gelten, die nach Deutschland einreisen. Sie beleuchtet rechtliche Grundlagen, Rahmenbedingungen und Lebensumstände der Betroffenen und liefert aktuelle Statistiken, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mitteilte.

Die Studie konzentriert sich auf all das, was neben bzw. nach der Klärung des Aufenthaltsstatus von unbegleiteten Minderjährigen passiert. Damit ergänzt sie die Studie von 2014, bei der der Ablauf des Asylverfahrens im Vordergrund stand. Zu den Themen der neuen Studie gehören Definitionen, Statistiken und Rechtsgrundlagen sowie Fragen der Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Integration in das Schulsystem bzw. in den Arbeitsmarkt. Auch geht es um Möglichkeiten der Rückkehr in das Heimatland, um Bleiberechtsregelungen und um Familienzusammenführungen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2016 in Deutschland 84.230 Kinder und Jugendliche durch Jugendämter in Obhut genommen - unbegleitete Minderjährige machten mehr als die Hälfte von ihnen aus (53,7 Prozent). Von den unbegleiteten Kindern und Jugendlichen unter dem Schutz der Jugendämter waren 91,7 Prozent männlich.

Zu der neuen Studie gelangen Sie hier.

Kontakt: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Frankenstraße 210, 90461 Nürnberg, Telefon Service-Center 0911/9430

Große Ehrung: Bundesverdienstkreuz für Magdeburgerin Juliana Luisa Gombe

privat

24. Mai 2018

Die aus Angola stammende Magdeburgerin Juliana Luisa Gombe hat für ihr großes Engagement für die Integration das Bundesverdienstkreuz erhalten. Überreicht wurde ihr die Auszeichnung am Dienstag (22. Mai) im Berliner Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Insgesamt bekamen an dem Tag 24 Bürgerinnen und Bürger den Bundesverdienstorden verliehen. Anlass war der 69. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai. Aus Sachsen-Anhalt war Gombe die einzige Vertreterin, die geehrt wurde.

Die Technikerin und Sozialarbeiterin habe sich um ein friedliches Zusammenleben in Magdeburg verdient gemacht, erklärte das Bundespräsidialamt. Das große Engagement Gombes zeige, welche Bereicherung Zuwanderung für eine aktive Zivilgesellschaft darstellen kann. Unter anderem gründete sie 2016 den Verein Toleranz Lernen und Leben (TOLL), der sich vor allem der Integration von Flüchtlingsfamilien widmet.

Für ihren großen Einsatz ist die 48-Jährige bereits schon mehrfach gewürdigt worden. So bekam Gombe zum Beispiel 2015 den Publikums- und Medienpreis Goldene Henne in der Kategorie Charity sowie den Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt in der Sparte Ausländer- und Flüchtlingsarbeit.

Informationen zu den Geehrten und dem Orden allgemein sind hier zu finden.

Kontakt: Bundespräsidialamt, Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit, Spreeweg 1, 10557 Berlin, Telefon: 030/2000-2021

Toll e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

Neues Angebot: IQ-Netzwerk lädt zum nächsten Info-Café ein (7. Juni in Halle)

IQ-Netzwerk

22. Mai 2018

Das IQ-Netzwerk Sachsen-Anhalt lädt zum nächsten Interkulturellen Info-Café für den 7. Juni 2018 nach Halle ein. Einen Schwerpunkt bildet die Anerkennung von ausländischen Berufs- und Bildungsabschlüssen. Die Einladung richtet sich an Mitarbeitende in Arbeitsverwaltungen, Behörden und Wohlfahrtsverbänden sowie kommunale Bedienstete, Lehrkräfte berufsbildender Einrichtungen, Ehrenamtliche, Projektleiter und Bildungsträger.

Das Leitthema der Veranstaltung lautet "Was tun nach dem Erhalt eines Negativbescheides auf ein Anerkennungsverfahren?" Im April 2012 trat das Bundesgesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (BQFG) - auch Anerkennungsgesetz genannt - in Kraft. Durch dieses Gesetz soll erreicht werden, dass Personen ihren im Ausland erworbenen Abschluss einfacher in Deutschland anerkennen lassen können.

Zur vollständigen Einladung gelangen Sie hier.  

Termin: Donnerstag, 7. Juni 2018, 9.30 bis 12.00 Uhr

Ort: LAMSA e.V., Wilhelm-Külz-Straße 22, 06108 Halle/Saale, Seminarraum

Kontakt: Telefon: 0391/5371-201

Bund fördert Integration von jungen Zuwanderern (Antragsfrist endet am 31. Mai)

19. Mai 2018

Das Bundesjugendministerium fördert gemeinwesenorientierte Projekte zur Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen zwölf und 27 Jahren. Interessierte Träger können Anträge auf einen Zuschuss von bis zu 70.000 Euro für jedes Projektjahr bis zum 31. Mai 2018 einreichen. Gefördert werden können Vorhaben zur Integration junger zugewanderter Menschen.

Die Projekte sollten sich an den beiden Themenschwerpunkten „Identitätsbildung: Stärkung der eigenen Identität - Empowerment“ oder „Teilhabe: Partizipation auf Augenhöhe“ orientieren. Ausgeschlossen sind Projekte zum Spracherwerb und mit Bezug zum Arbeitsmarkt.

Ausgeschrieben werden die Projektmittel über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Möglich ist eine bis zu dreijährige Projektlaufzeit. Die Anträge können bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)  gestellt werden.

Weitergehende Informationen u.a. zu den Vorgaben finden Sie hier.

Kontakt: BAG EJSA e.V., Wagenburgstraße 26-28, 70184 Stuttgart

Ansprechpartner dort: Benjamin Weil (fachliche Beratung), Telefon: 0711/16489-32, und Daniela Urano (rechnerische Beratung), Telefon: 0711/16489-31

Aktuelle Ausschreibung: Demografiepreis-Bewerbungen bis 12. September möglich

MLV

19. Mai 2018

Bereits zum sechsten Mal ist der „Demografiepreis des Landes Sachsen-Anhalt“ ausgelobt worden. Mit Unterstützung der Demografie-Allianz des Landes werden erneut beispielhafte Initiativen zur Gestaltung des Bundeslandes vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft geehrt. Bewerbungen sind noch bis 12. September 2018 möglich. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro. Über die Aufteilung der Gesamtsumme entscheidet eine Jury. Feierlich überreicht wird der Demografiepreis am 14. November 2018 im Palais am Fürstenwall in Magdeburg.

Prämiert werden können engagierte Menschen, aktive Vereine, erfolgreiche Netzwerke, öffentliche Verwaltungen und innovative Unternehmen. Vergeben wird der Preis in den drei Kategorien „Bewegen“: Perspektiven für Familien und Kinder,  „Gestalten“: Fachkräfte binden - Nachwuchs fördern sowie „Anpacken“: Lebensfreude in Stadt und Land. Zudem sind ein Sonderpreis „Gesundheit“ der Techniker Krankenkasse und ein Sonderpreis „Zukunft“ der Investitionsbank Sachsen-Anhalt vorgesehen.

Weitere Informationen zum Preis sowie Bewerbungsformulare stehen hier zur Verfügung.

Ansprechpartner: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Demografische Entwicklung und Prognosen, Ines Heidler, Telefon: 0391/567-3513

„Fest der Begegnung“ in Magdeburg: Tausende Menschen feiern kulturelle Vielfalt

Integrationsportal/Karsten Wiedener

17. Mai 2018

Mehrere tausend Menschen haben am Himmelfahrtstag (10. Mai) das 23. multikulturelle „Fest der Begegnung“ im Magdeburger Nordpark gefeiert. Initiativen, Migrantenorganisationen, Sozialvereine, Polizeidienststellen und das THW präsentierten sich am „Familienhaus im Park“ in gut 25 Pavillons. Auch kulinarische Spezialitäten unter anderem aus Afrika und Asien sowie Kleinkunst wurden angeboten.

Ob festliche Kleidung aus anderen Kulturen, fremdländische Speisen, Kinderspiele oder Menschen unterschiedlicher Hautfarbe: den Besuchern bot sich überall ein buntes Bild (Foto). Den thematischen Schwerpunkt bei den Vereinsständen bildeten Zuwanderung, Integration und Ausländerarbeit. Nach Schätzung der Polizei lockte das Fest über den Tag verteilt insgesamt 6.000 ausländische und deutsche Besucher an. Zu den Höhepunkten gehörte ein interkultureller Gottesdienst, an dem der Gospelchor „Voices of Joy“ mitwirkte.

Zur Eröffnung erinnerte der neue Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA), Krzysztof Blau, an den Anlass für das inzwischen traditionelle Fest, den die rassistischen sogenannten Himmelfahrtskrawalle 1994 geliefert hatten. Als Reaktion darauf wird zu der Feier jeweils am Himmelfahrtstag von Polizei, Kirchen und Vereinen eingeladen. Eine Folge der Übergriffe vor 24 Jahren war auch die Gründung der AGSA.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: 0391/5371-200; Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, Pressestelle, Sternstraße 12, 39104 Magdeburg, Telefon: 0391/546-1422

Gestartet: Bewerbungen für Eurocamp 2018 möglich (13. bis 27. Juli in Sangerhausen)

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

19. Mai 2018

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt hat den Bewerbungsstart für das Eurocamp 2018 bekanntgegeben, das vom 13. bis 27. Juli in Sangerhausen stattfindet. Das Thema des diesjährigen Treffens lautet „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die Teilnehmer des Camps haben die Chance, ihr Wissen über Nachhaltigkeit zu erweitern und 70 junge Menschen aus mehr als 20 Ländern kennenzulernen.

Neben der Beschäftigung mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen geht es bei dem Camp darum, Strategien für das eigene Engagement und die aktive Teilhabe an Europa zu entwickeln. Im Eurocamp sollen bei konkreten Projekten gemeinsam Nachhaltigkeit vor Ort gestaltet und in Workshops Aktionsformen wie etwa Straßentheater, Flashmobs oder Foodsharing entwickelt werden. Geplant ist zum Beispiel, ein Insektenhotel zu bauen und einen Sinnespfad in einem Kindergarten zu gestalten.

Bewerben können sich junge Leute im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aus ganz Europa, die über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Sangerhausen liegt zwischen dem Harz und dem Kyffhäuser-Gebirge. Untergebracht sind die Teilnehmer in der Jugendherberge Kelbra.

Termin: 13. bis 27. Juli 2018

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon 0391/5371-210

Weiterführende Informationen zum Eurocamp sind hier abrufbar.

Die Bewerbungsunterlagen können hier heruntergeladen werden.

Einladung: „Tag der Erinnerung“ zum Gedenken an Mordopfer (11. Juni in Dessau)

16. Mai 2018

In Dessau-Roßlau wird am 11. Juni an die Ermordung des Afrikaners Alberto Adriano durch Rechtsextremisten vor 18 Jahren erinnert. Der „Tag der Erinnerung“ beginnt mit einer musikalisch umrahmten Gedenkveranstaltung im Stadtpark. Geplant sind dabei Ansprachen, ein interreligiöses Gebet und eine Blumenniederlegung. Im Anschluss soll auch dem am Hauptbahnhof im Jahr 2008 ermordeten Obdachlosen Hans-Joachim Sbrzesny gedacht werden. Das Landesbüro Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung will zudem am damaligen Tatort eine Ausstellung präsentieren.

In der Nacht vom 10. zum 11. Juni 2000 wurde der Mosambikaner Adriano von drei betrunkenen Neonazis im Dessauer Stadtpark zusammengeschlagen. Drei Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen. Am Tatort wurde 2002 eine Gedenkstele mit der Aufschrift „Alberto Adriano - Opfer rechter Gewalt - 11. Juni 2000“ errichtet. An ihr findet jährlich auch der „Tag der Erinnerung" statt.

Zu den Veranstaltern gehören unter anderem die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, die Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg und das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt. Die Koordinierung erfolgt durch das Multikulturelle Zentrum Dessau.

Hinweis auf die Ausschlussklausel laut Versammlungsgesetz: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Für weitere Informationen können Sie den Flyer zum „Tag der Erinnerung“ herunterladen.

Termin und Ort: 11. Juni 2018, 15.00 Uhr Gedenken im Stadtpark, 16.15 Uhr am Hauptbahnhof

Kontakt: Multikulturelles Zentrum Dessau, Parkstraße 7, 06846 Dessau-Roßlau, Telefon 0340/617330, E-Mail multikultizentrum@datel-dessau.de

Aktuelle Bilanz: Härtefallkommission verhalf 44 Menschen zu Bleiberecht

11. Mai 2018

Die Härtefallkommission Sachsen-Anhalts hat im Jahr 2017 erneut abgelehnten Asylbewerbern zu einem Bleiberecht aus humanitären oder persönlichen Gründen verholfen. Angeordnet wurden befristete Aufenthaltserlaubnisse für 44 Personen, davon neun Familien mit 27 minderjährigen Kindern. Hauptherkunftsländer der begünstigten Flüchtlinge waren Albanien und das Kosovo. Offiziell vorgestellt wurde der aktuelle Tätigkeitsbericht der Härtefallkommission von Innenminister Holger Stahlknecht und der Vorsitzenden des Gremiums, Monika Schwenke.

„Keine rechtliche Regelung kann für alle Lebenslagen Vorsorge treffen - so auch nicht das Ausländerrecht. Damit dies nicht zu humanitären Härten führt, brauchen wir eine Institution wie die Härtefallkommission“, betonte Minister Stahlknecht. Die durch die Mitglieder eingebrachten Anträge seien die letzte Möglichkeit, eine unzumutbare Härte für Flüchtlinge abzuwenden. Die seit 2005 bestehende Kommission prüft Fälle, in denen hier lebende Ausländer, denen kein Aufenthaltsrecht zusteht und die dadurch ausreisepflichtig sind, unter Härtegesichtspunkten der Verbleib in Deutschland ermöglicht werden kann.

Dazu bringen die Mitglieder in ihre Kommission Anträge ein, die dort beraten werden. Wird durch das Gremium ein Härtefallersuchen beschlossen, kann der Innenminister dem Beschluss entsprechen und ein Aufenthaltsrecht anordnen. Zu den Hauptgründen für die Anrufung der Kommission gehörten 2017 ein hoher Grad an Integration sowie allgemeine Härtefallgesichtspunkte, etwa die gesundheitliche Situation.

Die Pressemitteilung des Ministeriums finden Sie hier.

Der vollständige Tätigkeitsbericht der Kommission ist hier abrufbar.

Kontakt: Ministerium für Inneres und Sport, Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni", 39112 Magdeburg

Telefon: Pressesprecher Danilo Weiser, 0391/567-5504, -5514, -5516, -5517, -5377

Die Geschäftsstelle der Härtefallkommission ist ebenfalls unter der Postadresse des Ministeriums erreichbar.

Neue Leitung: Krzysztof Blau übernimmt Geschäftsführung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

8. Mai 2018

Seit dem 1. Mai ist Krzysztof Blau neuer Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA). Der 52-jährige Betriebswirt hat das Leitungsamt vom langjährigen Geschäftsführer Michael Marquardt übernommen, der den Verein zu einem landesweit fachlich anerkannten Dachverband von Trägern der Integrationsarbeit, der europapolitischen Bildungsarbeit und des globalen Lernens entwickelt hat.

Krzysztof Blau arbeitete zuletzt als Referatsleiter Europa im Geschäftsbereich International der IHK Magdeburg. Seine internationalen Erfahrungen und Netzwerke werden zukünftig die Entwicklung von zivilgesellschaftlichen und kommunalen Partnerschaften unterstützen sowie das Bild von Europa in Sachsen-Anhalt stärken.

Als Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und bisheriger Vorstandsvorsitzender weiß Krzysztof Blau um die vielfältigen Interessen der 41 Mitgliedsorganisationen der AGSA. Sie ist auch Trägerin des einewelt hauses in Magdeburg (Foto: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AGSA mit dem neuen Geschäftsführer Krzysztof Blau in der Mitte der vorderen Reihe).

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.

Kontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon 0391/5371-200

Geschäftsführer Krzysztof Blau: Telefon 0391/5371-222, E-Mail krzysztof.blau(at)agsa.de

Aktueller Leitfaden: Besonderer Schutz für geflüchtete Frauen und Kinder in Sachsen-Anhalt geregelt

8. Mai 2018

Frauen und Kindern, die in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt untergebracht sind, steht besonderer Schutz zu. Dafür hat das Innenministerium gemeinsam mit dem Justizministerium, dem Sozialministerium und betroffenen Interessenverbänden nun Rahmenbedingungen erarbeitet - in dem entsprechenden Leitfaden wurden bauliche, organisatorische und personelle Regelungen zusammengefasst. Der Leitfaden dient gleichzeitig den Aufnahmekommunen als Empfehlung für die Unterbringung von Frauen und Kindern, die ihnen nach dem Aufnahmegesetz Sachsen-Anhalts zugewiesen werden.

So sollen etwa in den Unterkünften allein reisenden Frauen und Kindern private Bereiche zur Verfügung stehen. Festgelegt werden zudem Anforderungen an die Ausbildung und Qualifikation des Betreuungs- und Wachpersonals. Ferner schreibt der Leitfaden vor, dass Opferschutz und Opferhilfe bei Gewaltfällen zu gewährleisten sind. Auch sollen Hilfsangebote vorgestellt werden und traumatisierte Menschen eine spezielle Betreuung erhalten.

Laut Innenstaatssekretärin Tamara Zieschang sind rund 15 Prozent der in den Landesaufnahmeeinrichtungen Untergebrachten allein reisende und allein mit Kindern ankommende Frauen sowie unbegleitete Kinder. Unabhängig von ihrem Bleiberecht müsse ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden, betonte Zieschang. 

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.

Kontakt: Ministerium für Inneres und Sport, Halberstädter Straße 2/am "Platz des 17. Juni", 39112 Magdeburg

Telefon: Pressesprecher Danilo Weiser, 0391/567-5504, -5514, -5516, -5517, -5377

Neue Ausschreibung: 100.000 Euro bei Deichmann-Förderpreis Integration ausgelobt (Anträge bis 30. Juni)

6. Mai 2018

Noch bis zum 30. Juni 2018 können sich Unternehmen, Organisationen und Schulen mit beispielgebenden Projekten und Ideen um den Deichmann-Förderpreis für Integration bewerben. Das Preisgeld beträgt insgesamt 100.000 Euro. Vergeben werden die Auszeichnungen für Initiativen, die sich zugunsten der beruflichen und gesellschaftlichen Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen engagieren. Sie sollen mithelfen, schlechte Startchancen der Betroffenen auszugleichen und Unterstützung leisten.

Der Preis gliedert sich in drei Kategorien: In der ersten Sparte werden kleine und mittelständische Unternehmen geehrt, die in den vergangenen zwölf Monaten außergewöhnliches Engagement zum Thema Integration gezeigt haben. Dabei geht es um Unternehmen, die nicht nur auf Noten schauen, sondern auch Flüchtlingen ein Praktikum ermöglichen oder Jugendliche mit Behinderungen ausbilden. In der zweiten Preiskategorie können sich Vereine, öffentliche oder private Initiativen sowie kirchliche Organisationen bewerben, die sich vorbildlich für die gesellschaftliche Integration junger Menschen einsetzen.

In der dritten Kategorie werden schulische Präventivmaßnahmen gesucht, um zu verhindern, dass sich die Leistungsunterschiede zwischen Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft vergrößern. Die Schuhhandelskette Deichmann hat den Förderpreis zum 14. Mal ausgeschrieben

Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen sind hier zu finden.

Kontakt allgemein: Deichmann SE, Deichmannweg 9, 45359 Essen, Telefon 0800/5020500

Kontakt zum Thema Förderpreis: P.U.N.K.T. PR GmbH, Völckersstraße 44, 22765 Hamburg, Telefon 040/8537600, Homepage www.punkt-pr.de

Kürzlich gestartet: Fortbildungsreihe zu Perspektiven und Integration in ländlichen Regionen (Fortsetzung im Juni in Alterode)

Evangelische Heimvolkshochschule Alterode

6. Mai 2018

Das Bildungshaus am Harz in Alterode hat die Fortbildungsreihe "Teilhabe gemeinsam leben - Perspektiven und Integration in ländlichen Regionen gestalten" gestartet. Zusammen mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren wird erörtert, welche Gestaltungsräume für Teilhabe, Demokratieentwicklung und Zukunftsperspektiven in ländlichen Gebieten aktiviert werden können. Den Auftakt bildete ein Kurs mit dem Titel "Rechtspopulismus, Stammtischparolen, HateSpeech - Strategien, Argumente, Möglichkeiten" Mitte April.

Die weiteren Themen der auch einzeln buchbaren, dreitägigen Fortbildungen der Evangelischen Heimvolkshochschule Alterode sind:
• Lass uns (mit-)reden! Dialog und Mitsprache als Mittel aktiver Dorfentwicklung (6. bis 8. Juni 2018)
• Das resiliente Dorf - Ein KreativWorkshop für Dorfoptimistinnen (17. bis 19. September 2018)
• Traumasensible Begleitung - Empowerment geflüchteter Menschen (14. bis 16. November 2018)
• Vielfalt und Veränderung - Öffnung von Vereinen, Kindertagesstätten und Schulen (10. bis 12. Dezember 2018)

Interessierte können sich per Mail (info(at)heimvolkshochschule-alterode.de) für das gesamte Angebot oder einzelne Fortbildungen anmelden. Es sind noch Plätze frei. Die Reihe wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, der LAGFA Sachsen-Anhalt und dem Evangelischen Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda.

Weitergehende Informationen zu der Fortbildung bietet der Flyer.

Ort: Evangelische Heimvolkshochschule Alterode, Einestraße 13, 06456 Arnstein, OT Alterode

Kosten: 50 Euro pro Fortbildung und Person (einschließlich Unterbringung und Verpflegung)

Kontakt: Anja Tiggesmeier, Telefon: 034742/95030