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Europäische Kommission

Europatag 9. Mai: Handlungsbedarfe der Strukturen für Unionsbürger*innen in Sachsen-Anhalt sind unverändert hoch

Das Onlinegespräch „Positionencheck #Unionsbürgerschaft“ der AGSA in Kooperation mit EUmigra kommt mit Vertreter*innen der kandidierenden Parteien zur...

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Bilanz: Härtefallkommission verhalf 18 abgelehnten Asylbewerbern zu Bleiberecht - Neue Legislatur gestartet

Die Härtefallkommission Sachsen-Anhalts hat im Jahr 2020 erneut abgelehnten Asylbewerbern zu einem Bleiberecht aus dringenden humanitären Gründen...

Statistik zur Europawoche: 2,4 Prozent der Bevölkerung Sachsen-Anhalts haben Staatsbürgerschaft eines anderen europäischen Landes

7. Mai 2021

Genau 51.851 Einwohnerinnen und Einwohner Sachsen-Anhalts haben Ende 2019 eine Staatsbürgerschaft eines der 49 europäischen Länder (also außer Deutschland) besessen. Dies entsprach einem Anteil an der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes von 2,4 Prozent, teilte das Statistische Landesamt in Halle zur aktuell laufenden Europawoche mit. Im Jahr 2015 lag der Anteil noch bei 1,9 Prozent (siehe Pressemitteilung).

Am häufigsten waren 2019 innerhalb der europäischen Bevölkerung in Sachsen-Anhalt die polnische (10.373-mal), die rumänische (7.551) und die russische (3.807) Staatsbürgerschaft vertreten. Über eine der 26 EU-Staatsbürgerschaften (ohne Deutschland) verfügten insgesamt 33.540 Personen. Mit einer britischen Staatsbürgerschaft, die damals noch zu den EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern hinzugezählt wurde, lebten nur 356 Personen in Sachsen-Anhalt.

Bei den meisten Staatsbürgerschaften überwog der Anteil der Männer. Lediglich aus den Ländern Tschechien, Estland, Finnland, Zypern und Malta stammten dagegen mehr Frauen als Männer. Außerdem war die nicht deutsche Bevölkerung aus Europa 2019 jünger als die deutsche. In dem Jahr erwarben ferner 336 Europäerinnen und Europäer aus Sachsen-Anhalt durch Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft, das waren 99 Einbürgerungen mehr als 2015. Am häufigsten besaßen 2019 die eingebürgerten Personen zuvor die ukrainische (73) und britische (58) Staatsbürgerschaft.

Kontakt: (Besucheranschrift) Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2, 06110 Halle (Saale), Telefon: +49 345 2318-0, E-Mail: info@stala.mi.sachsen-anhalt.de

Kooperation vereinbart: „Dessau-Roßlau lebt Weltoffenheit und Vielfalt“

5. Mai 2021

Die Stadt Dessau-Roßlau will mit positiven Rahmenbedingungen sowie einer weltoffenen und vielfaltssensiblen Haltung die Bleibe- und Zuzugsperspektiven der Bürgerinnen und Bürger befördern, um Fachkräftemangel und Einwohnerrückgang entgegenzutreten sowie die eigene Attraktivität zu steigern. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung widmen sich die Verwaltungen der Hochschule Anhalt, des Umweltbundesamtes sowie der Stadtverwaltung in den kommenden Jahren verstärkt diesen Zielstellungen (Pressemitteilung).

Mit Unterstützung einer diversitätsorientierten Prozessbegleitung durch die Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“ Magdeburg in Zusammenarbeit mit der IKOE-Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. arbeiten die drei Verwaltungen aktiv an der Umsetzung einer Strategie zur Weltoffenheits- und Vielfaltsstärkung in Dessau-Roßlau zusammen.

Durch die verstärkte Kooperation im Bereich der Personalentwicklung sowie in gemeinsamen Schulungsangeboten für die Mitarbeitenden der Verwaltungen möchten sich die Institutionen als Arbeitgebende sowie Dienstleistende weiterentwickeln. Mit dem gewonnenen Wissen aus dem mehrjährigen Veränderungsprozess sollen unter anderem gezielt Angebote für regionale Unternehmen bereitgestellt werden, um diese im Bereich des Diversitymanagements zu unterstützen.

Zum Start der Kooperation wurden bereits erste Vorhaben umgesetzt. Neben der fünfteiligen Weiterbildungsreihe „Vielfalts-Montag“ des IKOE-Projektes, bei dem Mitarbeitende der drei Verwaltungen bis Mitte Juli Schulungen zu Themen wie „einfacher Sprache“ und „Konfliktmanagement“ erhalten, wurde auch der aktualisierte mehrsprachige „Willkommenskompass 2021“ vorgestellt. Dieser erscheint in Deutsch, Englisch und erstmals in Chinesisch. 

Kontakt: Integrationsbüro Dessau-Roßlau, Christian Altmann/Felix Liersch, Telefon: +49 340 204 2901, E-Mail: integrationskoordinator(at)dessau-rosslau.de
Gleichstellungsbeauftragte Claudia Heß, Telefon: +49 340 204 1603, E-Mail: E-Mail: gleichstellungsbuero(at)dessau-rosslau.de
IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371 240, E-Mail: katja.michalak@agsa.de

EU-Jahresbilanz: Erneuter Rückgang bei Asylanträgen von unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern

3. Mai 2021

Die Anzahl der neuen Asylbewerber in der EU, die als unbegleitete Minderjähriger gelten, ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. So wurden 2020 insgesamt 13.550 dieser Antragsteller in den EU-Mitgliedsstaaten verzeichnet, dies ist ein Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Jahr davor (14.100), erklärte das statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, in einer Pressemitteilung (Englisch). Rund 88 Prozent von ihnen waren männlich. Der nach dem Rekordjahr 2015 mit 92.000 unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern anhaltende statistische Abwärtstrend habe sich damit fortgesetzt.

Die „Hauptantragslast“ innerhalb der EU verteilte sich überwiegend auf Afghanistan (5.495), Syrien (2.265) und Pakistan (1.090) als Herkunftsländer. Auf diese Staaten entfielen zwei Drittel aller Asylanträge von unbegleiteten Minderjährigen. Die meisten Asylanträge aller Angehörigen dieser Personengruppe wurden in Griechenland (20 Prozent aller Gesuche), Deutschland (16 Prozent) und Österreich (10 Prozent) gestellt.

Die zahlenmäßige Verteilung auf die einzelnen deutschen Bundesländer geht aus der Statistik nicht hervor. In Sachsen-Anhalt fördert und unterstützt der Verein refugium e.V. die Übernahme von Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Ausländer.

Kontakt: refugium e.V., c/o Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V., Langer Weg 65-66, 39112 Magdeburg, Telefon: +49 391 6053236

Bewerbungen bis 27. Juni möglich: Bundesweiter Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ geht in die 21. Runde

29. April 2021

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) hat zum 21. Mal den deutschlandweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgeschrieben. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geldpreise in Höhe von bis zu 5.000 Euro, eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit sowie ein Workshop-Angebot, das die Interessen der Preisträgerprojekte aufgreift. Mit dem Wettbewerb unterstützt das von der Bundesregierung im Jahr 2000 gegründete Bündnis zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der Demokratie- und Toleranzförderung.

Anders als in den vergangenen Jahren seien Bewerbungen 2021 bereits ab sofort und bis zum 27. Juni möglich. „Die Verlegung des Wettbewerbs auf das Frühjahr ermöglicht uns, nach dem Sommer hoffentlich wieder bundesweite Kooperations- und Eigenveranstaltungen zu unseren Jahresschwerpunktthemen anzubieten“, betonte das BfDT in der Ausschreibung. Bei den Einsendungen seien der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Gesucht würden zum Beispiel übertragbare und nachahmbare zivilgesellschaftliche Projekte, die bereits ausgeführt werden.

Die Vorhaben sollten sich in den Themenfeldern des BfDT bewegen: Demokratie, Toleranz, Integration, Gewaltprävention, Extremismus, Antisemitismus. Dabei gehe es nicht um „die einzigartige Aktion“, sondern um Projekte, die beispielhaft für die Vielfalt des zivilgesellschaftlichen Engagements stehen.

Einsendeschluss für die vollständigen Unterlagen ist der 27. Juni 2021. Interessierte können sich über ein Formblatt für den Wettbewerb anmelden.

Kontakt: Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt, Friedrichstraße 50, 10117 Berlin; Telefon: +49 30 254504-466, E-Mail: buendnis@bpb.bund.de

Aktuell beim MDR: Migrationsagentur des Burgenlandkreises bietet kurze Wege und einfache Kommunikation

28. April 2021

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) Sachsen-Anhalt hat der vor drei Jahren gegründeten Migrationsagentur des Burgenlandkreises einen umfangreichen Online-Beitrag gewidmet. Darin beschreibt Autorin Maria Hendrischke, wie in der Agentur alle für Migranten wichtigen Ämter unter einem Dach zusammenarbeiten und damit Integration vereinfacht wird. Die „einzigartige Behörde“ befindet sich „in einem praktischen, aber recht sterilen Containerbau im Osten Naumburgs“, wie es heißt.

Seit der Gründung im April 2018 sind dort die Ausländerbehörde, Mitarbeiter für Unterbringung, Asylbewerberleistungen und Grundsicherung sowie Vertreter von Jobcenter, Jugendamt und Sprachkurs-Anbieter ansässig. Als die Migrationsagentur 2018 ins Leben gerufen wurde, habe es deutschlandweit nur drei Orte gegeben, die ähnlich zusammengearbeitet hätten, sagt der Leiter der Migrationsagentur, Thomas Postleb. Das seien aber Großstädte gewesen und keine Landkreise.

Dass die Behörden unter einem Dach sitzen, sorge für kurze Wege. Auf diese Weise könnten Migranten an einem Tag gleich mehrere Behördentermine „abhaken“. Die kurzen Wege seien aber auch praktisch für die Verwaltungsmitarbeitenden.

Insgesamt arbeiten den Angaben zufolge etwa 65 Personen in der Migrationsagentur. Sie kümmern sich nicht nur Geflüchtete: Zwei Drittel der „Kundinnen und Kunden“ würden aus EU-Ländern stammen. Sie kämen in den Burgenlandkreis, um vor allem in der Nahrungsmittelbranche zu arbeiten, beispielsweise für den Schlachthof Tönnies in Weißenfels, wie Postleb erklärt. Insgesamt lebten laut Integrationskonzept des Kreises im Jahr 2017 rund 10.000 Migrantinnen und Migranten im Burgenlandkreis, darunter waren etwa 1.200 anerkannte Geflüchtete und 700 Asylwerber oder Geduldete.

Das Projekt IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) unterstützt – neben anderen – im Rahmen seiner Prozessbegleitung seit 2016 die Entwicklung der Agentur.

Kontakt: Migrationsagentur Burgenlandkreis, Schönburger Straße 41, 06618 Naumburg, Telefon: +49 3445 73-2443, E-Mail: migrationsagentur@blk.de

Einmal im Monat „Europa aufs Ohr“: Podcast des EDIC Magdeburg widmet sich aktuellen Fragen der europäischen Politik

26. April 2021

In dem neuen Podcast-Angebot „Europa aufs Ohr“ des Europe Direct Informationszentrums (EDIC) Magdeburg sind seit Anfang dieses Jahres monatliche Beitrage mit wechselnden Schwerpunkten veröffentlicht worden. Für diesen Monat lautet das Thema des rund 30-minütigen Gesprächs „Beyond Brexit – wird Großbritannien zur einsamen Insel?“, im Mai geht es um die EU-Migrations- und Asylpolitik.

Mit der neuen Reihe informiert EDIC Magdeburg in Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung regelmäßig über aktuelle Entwicklungen der europäischen Politik. Dabei stehen renommierte Expertinnen und Experten Rede und Antwort. Begonnen hatte das Angebot im Januar mit dem Beitrag „USA und Europa – bringt Biden einen Neuanfang?“; es folgten die Themen „Werte in Gefahr – was bringt der Rechtsstaatsmechanismus?“ (Februar) und „Frauenrechte in Polen – Ansichten einer Aktivistin“ (März).

Sämtliche Folgen sind auf der Website von EDIC und über dessen YouTube-Kanal sowie bei den Diensten Apple Podcast, Deezer, Spotify und Google Podcasts abrufbar. Moderatorinnen sind Marie Landes (Mitteldeutscher Rundfunk) und Nantje Bischoff (Uni-Radio der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg). - Ein zweites Europedirect Informationszentrum in Sachsen-Anhalt besteht in Halle (Saale), dessen Träger ist der DRK Landesverband.

Kontakt: Frank Leeb, Leitung des EDIC Magdeburg, Leiterstraße 2, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-6476, E-Mail: team@edic-md.eu

Begriff „Migrationshintergrund“ steht zunehmend in der Kritik – Breite Diskussion über Alternativen

21. April 2021

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat in einem Dossier Argumente für und gegen die Verwendung des umstrittenen Begriffs „Migrationshintergrund“ für Menschen mit ausländischen Wurzeln zusammengefasst. Kritikern zufolge sei der Begriff nicht mehr zeitgemäß, sage nichts über Lebensrealitäten aus und werde als stigmatisierend empfunden, heißt es. Als Alternativen würden unter anderem die Bezeichnungen „Einwanderer und ihre Nachkommen“ oder „Menschen aus Einwandererfamilien“ vorgeschlagen.

Seit 2005 erhebt das Statistische Bundesamt den sogenannten „Migrationshintergrund“ in der Mikrozensus-Haushaltsbefragung. Der Begriff wurde eingeführt, um Daten über die Nachkommen von Zugewanderten zu erfassen. Bis 2005 wurde nur zwischen „Ausländern“ und „Deutschen“ unterschieden. Dem Bundesamt zufolge hat eine Person einen „Migrationshintergrund“, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt. 

Für die Abschaffung des Begriffs hatte sich mehrheitlich zum Beispiel die Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit ausgesprochen. So sei der Begriff für viele Menschen wie ein Etikett, dem sie nicht entkommen könnten, selbst wenn sie lange hier leben, die deutsche Staatsbürgerschaft haben oder in Deutschland geboren und nie eingewandert sind. Allerdings hatten auch einige Kommissionmitglieder für die Beibehaltung der Formulierung votiert. – Der vollständige Bericht.

Im Fazit des Dossiers der Landeszentrale heißt es, dass der „Migrationshintergrund“, „das ungeliebte Kind der Statistiker und Integrationsfachleute“, sicherlich nicht von heute auf morgen abgeschafft werden könne. Es müssten aber alle Analysen und sowie die Integrationspolitik „neu aufgerollt werden“. Der „Mediendienst Integration“ hatte bereits im vergangenen Jahr „Alternativen zum ,Migrationshintergrund‘“ vorgestellt. Die Vorschläge wurden in einem Infopapier gesammelt und veröffentlicht.

Leipziger Literaturverlag stellt portugiesischsprachige Literatur mit Übersetzungen vor

14. April 2021

Portugiesischsprachige Literatur in deutscher Übersetzung bildet den Schwerpunkt des Frühjahrprogramms des Leipziger Literaturverlags, gefördert von Instituto Camões und DGLAB/Culture. Wer nicht reisen kann, mag in Gedanken in die Ferne schweifen, wie der Verlag mitteilte. In diesem Jahr sei Portugal als Gastland zur Leipziger Buchmesse wohl präpariert gewesen, jedoch falle die Messe zum zweiten Mal in Folge aus. Die Bücher jedoch würden bleiben, den Lesehunger stillen und die Hoffnung lebendig halten.

So stellt der Verlag die Neuerscheinungen regelmäßig online per Zoom-Programm vor. Dabei können Interessierte auch mit den Autoren und Übersetzern ins Gespräch kommen.

Die Links mit den Zugangsdaten der jeweiligen Veranstaltungen sowie weitergehende Erläuterungen finden sie hier.

Portugiesisch ist nicht nur im Ursprungsland Portugal, sondern zum Beispiel auch in einigen afrikanischen Ländern wegen der Kolonialgeschichte sowie in Brasilien Amtssprache.

Kontakt: Leipziger Literaturverlag, Brockhausstraße 56, 04229 Leipzig; E-Mail: post@l-lv.de

Anzahl der Ausländer in Sachsen-Anhalt binnen eines Jahres um 2,7 Prozent gestiegen

8. April 2021

Am letzten Tag des Jahres 2020 lebten in Sachsen-Anhalt insgesamt 119.845 Ausländerinnen und Ausländer. Im Vergleich zum Jahr davor habe sich ihre Anzahl um 3.115 Personen gleich 2,7 Prozent erhöht, erklärte das Statistische Landesamtes in einer Pressemitteilung. Das in Halle (Saale) ansässige Amt bezog sich bei seinen Angaben auf Informationen aus dem Ausländerzentralregister

Die größte Ausländergruppe bildeten in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt die 23.800 Syrerinnen und Syrer. Mehr als die Hälfte von ihnen lebte in den beiden größten Städten Halle (7.260) und Magdeburg (5.340).

Dagegen stellten polnische Staatsangehörige im Altmarkkreis Salzwedel und im Burgenlandkreis sowie in den Kreisen Börde und Anhalt-Bitterfeld die jeweils größte Ausländergruppe dar. Insgesamt lebten Ende des vergangenen Jahres 11.420 Polinnen und Polen in Sachsen-Anhalt. Sie waren damit die zweitgrößte Gruppe. Auf Platz 3 folgten 8.815 Rumäninnen und Rumänen, gefolgt von 6.020 Afghaninnen und Afghanen sowie 4.190 Russinnen und Russen.

Der Gesamtzuwachs 2020 basierte größtenteils auf einem Wanderungsüberschuss durch Zuwanderung aus dem Ausland, während Ausländerinnen und Ausländer innerhalb Deutschlands häufiger aus Sachsen-Anhalt fort- als zuzogen. Insgesamt überwogen in der ausländischen Bevölkerung Sachsen-Anhalts mit 58,7 Prozent deutlich die Männer. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung machten Menschen mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft Ende 2020 rund 5,5 Prozent aus. Vor etwa 20 Jahren pendelte dieser Wert noch um zwei Prozent.

Kontakt: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2, 06110 Halle (Saale), Telefon: +49 345 2318-0