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AKTUELL

Start der Online-Anmeldung: Vier Regionalkonferenzen zum Integrationskonzept Sachsen-Anhalt (12. bis 26. September in Magdeburg, Dessau-Roßlau, Stendal und Halle)

18. Juli 2019

Zur Fortentwicklung des neuen Integrationskonzepts für Sachsen-Anhalt finden im September vier Regionalkonferenzen statt. Als Veranstaltungsorte wurden Magdeburg (12. September), Dessau-Roßlau (18. September), Stendal (24. September) und Halle/Saale (26. September) ausgewählt. An den vier Standorten werden alle acht Handlungsfelder des Integrationskonzepts, die Fachleute und Akteure in acht thematischen Unterarbeitsgruppen bereits entwickelt haben, zur Diskussion gestellt und anschließend ergebnisorientiert ausgewertet.

Die Einwanderungssituation in Sachsen-Anhalt hat sich spürbar verändert. Sowohl Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisenländern als auch europäische Zuwandernde kommen verstärkt nach Sachsen-Anhalt, um hier zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Damit verändern sich die Anforderungen an eine gelingende Integrationsarbeit. In einem offenen Beteiligungsprozess möchte das Land gemeinsam mit Kommunen, Migrantenorganisationen, Verbänden, Wirtschaftsvertretern und Engagierten die veränderten Bedarfe herausarbeiten und in Handlungsansätze für das Integrationskonzept überführen.

Die Gesamtmoderation bei den Konferenzen liegt in den Händen von Dr. Katja Michalak und Gavin Theren (Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.). Alle weiteren Informationen bietet diese Internetseite (www.lik-st.de). Dort können Interessierte ihre Anmeldung (bis 15. August erbeten) auch dafür nutzen, neben dem Veranstaltungsort die Handlungsfelder auszuwählen, zu denen sie sich in die Diskussion einbringen wollen.

Den Einladungsflyer finden Sie hier

Kontakt: Ministerium für Arbeit , Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4608, E-Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de

Gemeinsam arbeiten, Freizeit verbringen und nachhaltige Projekte kennenlernen. Am 4. August beginnt das 28. Eurocamp mit 60 Teilnehmern aus 16 Ländern

18. Juli 2019

Vom 4. bis 16. August findet das diesjährige EUROCAMP in Trägerschaft der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) im Heidecamp Schlaitz in der Gemeinde Muldestausee (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) statt. Bei gemeinsamer Arbeit, vielfältigen Freizeitaktivitäten und Kulturveranstaltungen lernen die rund 60 jungen Erwachsenen zwei Wochen lang das Zusammenleben in Vielfalt und das Land Sachsen-Anhalt kennen. Die Teilnehmer kommen aus Albanien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Italien, Island, Lettland, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien, Polen, Russland, Spanien und der Ukraine sowie aus Sachsen-Anhalt selbst. Hierzu berichtete die „Mitteldeutsche Zeitung“ aktuell („Europa kommt nach Hause“).

Ministerpräsident Reiner Haseloff wird die größte internationale Jugendbegegnung der Region am 5. August im Heidecamp Schlaitz (Am Muldestausee, 06774 Muldestausee OT Schlaitz) eröffnen. Weitere Einzelheiten und welche gemeinnützigen Projekte bei Arbeitseinsätzen unterstützt werden, können Sie unter anderem in einer Pressemitteilung der Gemeinde Muldestausee nachlesen. Zudem verfügt das Camp über eine eigene Internetseite.

Das 1992 von der Landesregierung initiierte Camp wird von der Staatskanzlei und dem Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, dem Landesjugendamt und der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt gefördert.

Kontakt zum Eurocamp: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Daniel Adler, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 53 71 210, E-Mail: eurocamp@agsa.de 

Medienkontakt: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Manja Lorenz, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371 207, E-Mail: manja.lorenz@agsa.de

"DEMOKRATIE FÜHRT REGIE": Einladung zur ersten landesweiten Demokratiekonferenz (28. August in Magdeburg)

15. Juli 2019

Mit allen Akteuren der Zivilgesellschaft soll im Rahmen der ersten landesweiten Demokratiekonferenz das Gespräch belebt werden zu Perspektiven der Demokratiebildung, des Engagements vor Ort und der notwendigen gemeinsamen Strategie für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander. Die Regie der Tagung übernehmen dabei Kulturschaffende und ihre Filme.

Eingeladen sind: Regisseurinnen und Regisseure, zivilgesellschaftlich Aktive, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sowie alle Interessierten.

Termin: 28. August 2019, 9:30-16:00 Uhr

Ort: KULTURZENTRUM MORITZHOF, Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg

Bitte entnehmen Sie alle Einzelheiten der Tagung sowie die Modalitäten zur Durchführung und Anmeldung dem Faltblatt der Veranstaltung.

 

Neue Einblicke zum Frauenbild Geflüchteter: "Mitteldeutsche Zeitung" mit der Serie "Tür an Tür" zum Thema Integration

11. Juli 2019

Die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ hat am 11. Juni eine multimediale Serie mit dem Titel „Tür an Tür“ zum Thema Integration gestartet. Dazu haben sich die Volontäre der Zeitung mit Problemen und Chancen der Integration in den Bereichen Arbeit, Freizeit, Sprache Bildung, Frauenbild, Kriminalität, Sozialleistungen und Religion befasst. Unter anderem trafen sich die Autoren mit Menschen, für die Sachsen-Anhalt zu einer neuen Heimat geworden ist. Beiträge in der Serie erscheinen in den nächsten acht Wochen jeweils dienstags. Im ersten Teil kam auch die Staatssekretärin im Sozialministerium und Landes-Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck zu Wort.

Die Serie Tür an Tür kann von Abonnenten der Mitteldeutschen Zeitung Halle im Print- und Onlineformat regelmäßig verfolgt werden. Der neueste Beitrag widmet sich dem Frauenbild Geflüchteter.

Einladung: Vormundschaftsverein refugium e.V. feiert „zauberhafte Sommerbegegnung“ (23. August in Magdeburg)

11. Juli 2019

Refugium e.V., der Vormundschaftsverein für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Ausländer in Sachsen-Anhalt, feiert am 23. August in Magdeburg eine „zauberhafte Sommerbegegnung“. Eingeladen zu dem Fest in und an der katholischen Gemeinde St. Petri sind geflüchtete Kinder und Jugendliche, ihre Vormünder und Betreuer, Vereinsmitglieder, Netzwerkpartner, Unterstützer und alle Interessierten. Auf dem Programm stehen unter anderem Musik, eine Zaubervorführung sowie Spiel und Spaß. Für Speisen und Getränke wird gesorgt.

Gegründet wurde refugium e.V. bereits 1997. Zweck des Vereins ist laut Satzung die Förderung und Unterstützung der Übernahme von Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Ausländer im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Sozialgesetzbuchs VIII durch den Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V. sowie durch Ehrenamtliche.

Es wird um Anmeldung bis 31. Juli gebeten – Ansprechpartnerin ist Jenny Bolte, Telefon: +49 160 4651219, E-Mail: jenny.bolte@caritas-refugium.de

Hier gelangen sie zur Einladungskarte.

Termin: 23. August, 15 bis etwa 19 Uhr

Ort: Gemeinde und Kirche St. Petri, Neustädter Straße 4, 39104 Magdeburg

Ausblick: Fachtag "Prekär statt Fair? - Arbeitsbedingungen migrantischer Arbeitskräfte mit und ohne Fluchthintergrund" beleuchtet vor allem Rechtsfragen (24. Oktober in Magdeburg)

11. Juli 2019

An Interessierte aus ganz Sachsen-Anhalt richtet sich der Fachtag "Prekär statt Fair?  - Arbeitsbedingungen migrantischer Arbeitskräfte mit und ohne Fluchthintergrund" am 24. Oktober in Magdeburg. Zu den angefragten Mitwirkenden gehören Vertreter verschiedener Facheinrichtungen aus dem Bundesland, darunter die Anti-Diskriminierungsstelle und das Arbeitsgericht Magdeburg. Veranstalter sind das Projekt Beratung migrantischer Arbeitskräfte (BemA) in Trägerschaft der ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V. und der Bereich Faire Integration des IQ Netzwerkes Sachsen-Anhalt.

In Sachsen-Anhalt sind derzeit mehr als 32.500 migrantische Arbeitskräfte in allen Branchen und Qualifikationsbereichen tätig, heißt es in der Einladung. Der Trend steige auch bedingt durch den demographischen Wandel weiter an. Dabei dürften die Rechte der Beschäftigten nicht zu kurz kommen. Dringender Handlungsbedarf werde bei der Wissensvermittlung und Durchsetzung dieser Rechte im Arbeitsumfeld gesehen. Bei dem Fachtag sollen gemeinsam verschiedene Ansätze zu dieser Thematik entwickelt und diskutiert werden.

Es wird um Anmeldung bis zum 30. September unter bema@arbeitundleben.org gebeten.

Ansprechpartnerinnen für Nachfragen: Anne Hafenstein (BemA): hafenstein(at)arbeitundleben.org, Telefon: +49 159 01380903; Pauline Lendrich (IQ-Netzwerk Faire Integration): lendrich@arbeitundleben.org, Telefon: +49 159 01380906

Die Einladung finden Sie hier.

Termin: Donnerstag, 24. Oktober 2019, 9.00 bis 16.30 Uhr

Ort: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg

Asylbewerber: Anzahl der Leistungsempfänger im vergangenen Jahr deutlich gesunken

10. Juli 2019

Ende 2018 haben in Sachsen-Anhalt 8.745 Personen und damit 1.406 Menschen weniger als im Jahr davor Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Dies entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. Die Anzahl der Anspruchsberechtigten lag damit erstmals seit 2013 wieder unter 10.000 Personen, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte.

Rund 82 Prozent der Antragstellerinnen und Antragstellern bekamen Grundzuwendungen in Form von Sachleistungen, Wertgutscheinen oder Geld. Weitere 18 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger wurde Leistungen analog der Hilfe zum Lebensunterhalt zuerkannt. Von den Asylbewerbern waren 57 Prozent in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, die anderen lebten in Mietwohnungen oder Wohngemeinschaften.

Die vollständige Mitteilung des Landesamtes, die unter anderem auch Angaben zu den Herkunftsländern umfasst, sehen Sie hier.

Kontakt: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Merseburger Straße 2, 06110 Halle/Saale, Telefon +49 345 2318-0

NEMSA startet spezielle App zur Beratung und Unterstützung von Eltern mit Migrationsgeschichte

9. Juli 2019

Das Netzwerk der Eltern mit Migrationsgeschichte in Sachsen-Anhalt (NEMSA) hat eine eigene App zur Optimierung seiner Angebote gestartet. Ab sofort sei mit Hilfe der App „NEMSA“ eine Beratung für betroffene Eltern zu allen Fragen rund um Schule, Hort und Kindertagesstätte online und in vielen Sprachen möglich, erklärte das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. Die App stelle eine wesentliche Erleichterung für Beratungsprozesse dar, weil diese niedrigschwellig online und damit auch zeitgemäßer angeboten werden könnten.

Heruntergeladen werden kann die App im Google Play Store (https://play.google.com/store/apps/details?id=de.zone35.lamsa) für Android und für iOS im Apple Store (https://apps.apple.com/de/app/nemsa/id1468491486). Mit der App sollen Wege verkürzt und Hürden verringert werden.

Seit Mitte 2018 hat LAMSA e.V. durch eine EU-Förderung und mit Unterstützung von Landesmitteln das Netzwerk für Eltern mit Migrationsgeschichte aufgebaut. Ein wichtiges Ziel ist es, den Bildungserfolg der Kinder zu verbessern. Bislang konnte NEMSA mit seinen Hilfs-, Schulungs-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten 722 Menschen erreichen. 

Kontakt für Rückfragen zur App und zum Projekt NEMSA: Anja Treichel, Referentin für Bildung, Beratung und Sprache/Projektleiterin NEMSA, Telefon: +49 345 47008720, E-Mail: anja.treichel@lamsa.de

"Wir haben noch einen erheblichen Nachholbedarf". Zur Standortattraktivität Sachsen-Anhalts und der Mittlerrolle zwischen Behörden und Unternehmen (AGSA-Geschäftsführer K. Blau im Interview mit der IHK)

7. Juli 2019

Der Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA), Krzysztof Blau, hat sich im IHK-Journal „Der Markt“ (Ausgabe 06/2019) zu den Themen EU, Integration und Wirtschaft sowie die Rolle der AGSA geäußert. Sein Vorstellungen zur Perspektive der AGSA als Dachverband von 43 Migrantenorganisationen seien, „dass wir eine Brückenfunktion zwischen den öffentlichen Institutionen, den Unternehmen und den Menschen, die hier leben, einnehmen“, sagte Krzysztof Blau in dem Interview. Unternehmen könnten von einer Zusammenarbeit mit der AGSA profitieren. Die AGSA sei Mittler, berate und coache Behörden und Unternehmen rund um das Thema Vielfalt, biete maßgeschneiderte Workshops für ihre Mitarbeiter und organisiere Fachvorträge.

Um für ausländische Fachkräfte attraktiver zu werden, müsse Sachsen-Anhalt allerdings deutlich selbstbewusster sein und nach außen tragen, dass es sich lohnt, in das Bundesland zu kommen. Dies betreffe vor allem die Unionsbürger, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind und von der Wirtschaft aufgenommen wurden. „Diese Menschen sollten wir gezielt ansprechen und ihnen zeigen, dass sie hier leben und arbeiten können und sie gebraucht werden. Für viele Jahre nach der Wende war Sachsen-Anhalt für diese Art von Migration nicht interessant. Dies führte dazu, dass dieser Standort nicht bekannt ist“, so Blau.

Neben den Geflüchteten kämen EU-Bürger verstärkt in den Arbeitsmarkt. Doch würden diese Menschen in der gesellschaftlichen und politischen Wahrnehmung nicht als Gruppe mit Integrationsbedarf wahrgenommen. Es werde behauptet, dass diese Menschen mobil sind und eigentlich gar nicht hier sind. „Da bin ich anderer Meinung“, betonte Blau. Umso mehr bestehe die Notwendigkeit, bei Beratung und Unterstützung nachzujustieren. Der Mensch, der hier arbeite, benötige auch ein gesundes soziales Klima und müsse das Gefühl erfahren, dass er und seine Familie hier angekommen sind. Der Schlüssel zur Integration sei die Sprache, aber Unionsbürger hätten keinen direkten Zugang zu Integrations- und Sprachkursen. Es gebe für ihn keinen nachvollziehbaren Grund, diese Aufteilung beizubehalten, so Blau. Es gebe keinen Sinn, „wenn wir aufgrund der Herkunftsländern entscheiden, wer einen Integrationskurs bekommt“.

Verbändeberatung: Multiplikatorin stellt Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Unterkünften vor

2. Juli 2019

Bei der turnusgemäßen Beratung der Vereine und Verbände der Migrationsarbeit in Sachsen-Anhalt am 28. Juni in Magdeburg ist die Bundesinitiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften präsentiert worden. Den Vortrag hielt Uta Sandhop (Diakonie Riesa-Großenhain gGmbH). Sie ist Multiplikatorin für die Umsetzung des Projekts in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Auf dem Integrationsportal Sachsen-Anhalt stellen wir diese Dokumente zur Verfügung:

- Informationsblatt der Multiplikatorin
- Präsentation
- das Schutzkonzept.

Ferner stellte die Staatssekretärin und Landes-Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck bei der Verbändeberatung das jüngste Integrationsmonitoring der Länder und den dazugehörigen Bericht vor. Die aufschlussreiche Broschüre, die auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß, können Sie hier nachlesen. Dort finden Sie sämtliche Statistiken für die Berichtsjahre 2015 bis 2017.

Kontakt zu Fragen der Bundesinitiative: Uta Sandhop (Multiplikatorin für Gewaltschutz), Diakonie Riesa-Großenhain gGmbH, Fachbereich Migrationsberatung, Telefon: +49 173 7400631, E-mail: uta.sandhop@diakonie-rg.de

Konstruktive Anregungen zum Monitoring von Integrationsarbeit. Bericht von AGSA- und KomServ-Regionalkonferenz in Weimar

28. Juni 2019

Wissenschaftliche Grundlagen des Evaluierens im Anwendungsbezug auf integrationsbezogenes Engagement waren Thema der Regionalkonferenz „Monitoring/Evaluation von Integration für Akteurinnen und Akteure im Bereich Interkulturelle Öffnung“, die kürzlich in der thüringischen Kulturstadt Weimar stattfand. Als gemeinsame Veranstalter traten in länderübergreifender Kooperation die beiden aus dem AMIF-Fonds geförderten Projekte „Kommunaler Beratungsservice“ (KomServ) der DAA Niedersachsen (Göttingen) und das IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (Magdeburg) auf.

Unter der fachkundigen Anleitung von Dr. Siegmar Otto von der Universität Hohenheim (Stuttgart) erarbeiteten die Teilnehmenden ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis zu methodischen Grundlagen der Evaluation als Messverfahren. Besonders aufschlussreich: Die Entwicklung der für den Integrationsbereich relevanten Elemente, auf deren Grundlage Fragebögen entwickelt werden sollten.

Alle Teilnehmer zeigten sich mehr oder weniger überrascht von der Ergiebigkeit der Thematik für ihre Arbeit im weiten Feld der Interkulturellen Öffnung. Bezieht man das Evaluieren etwa auf den Öffnungsprozess insgesamt, lassen sich mit Evaluationsinstrumenten Komponenten der Mitarbeiterbefragung aktivieren und die partizipativen Momente von Befragungen stärken. „An diesem Thema müssen wir weiter dranbleiben!“ war ein Satz, der zum Abschluss die Runde machte und den methodischen wie praktischen Mehrwert der gelungenen Veranstaltung unterstrich.

Migration von Fachkräften aus Drittstaaten: Jährliche Steigerung bei Blauer Karte setzt sich fort

27. Juni 2019

Mit mehr als 100.000 in Deutschland erteilten Blauen Karten EU an hochqualifizierte Zuwanderer seit Einführung im August 2012 und gut 27.000 im Jahr 2018 wurden neue Höchstzahlen erreicht. Damit setze sich die jährliche Steigerung von mehr als 20 Prozent seit 2014 fort, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mitteilte. Deutschland liege bei der Erteilung der Blauen Karte innerhalb der Europäischen Union an der Spitze. 

Am beliebtesten ist die Blaue Karte EU laut BAMF weiterhin bei Menschen aus Indien. Danach folgen mit großem Abstand Zugewanderte aus China, Russland, der Türkei und Brasilien. Die Blaue Karte EU ist eine zunächst befristete Aufenthaltserlaubnis und soll die Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten fördern, um den Fachkräftebedarf in der EU zu decken. Knapp 85 Prozent aller Erteilungen innerhalb der Europäischen Union entfielen dem BAMF zufolge auf Deutschland. Die Mehrheit der hochqualifizierten Zugewanderten strebe ein dauerhaftes Leben in der Bundesrepublik an.

Zur Pressemitteilung

Kontakt: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Pressestelle, Frankenstraße 210, 90461 Nürnberg, Telefon: +49 911 943-17799