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Integrationspreis Sachsen-Anhalt: Für den 29. November geplante Verleihung wurde verschoben

Die für den 29. November geplante Verleihung des Integrationspreises Sachsen-Anhalts ist auf das nächste Jahr verschoben worden.

DiAA

Einladung für den 2. Dezember: Auftakt für neues Bundesförderprogramm in Sachsen-Anhalt erfolgt online

Das Team des neuen Projekts DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. hat zur...

Offener Brief: Höherer Anteil von Migranten, Frauen und Ostdeutschen in der neuen Bundesregierung gefordert

Migrantenvertretungen aus Deutschland haben einen deutlich höheren Anteil von Zugewanderten, Frauen und Ostdeutschen in der künftigen Bundesregierung gefordert.

Es sei Zeit, „dass die Verantwortung für unsere Zukunft sichtbar von all jenen übernommen wird, die unser Land ausmachen“, heißt es in einem Offenen Brief der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen und der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. „Auch hier erwarten wir einen echten Aufbruch, der die gesellschaftliche Realität abbildet“, nämlich 50 Prozent Frauen, 25 Prozent Menschen mit Migrationsgeschichte und 20 Prozent Menschen aus dem Osten Deutschlands.

„Wir fordern Sie einzeln als Spitzenkandidat*innen und Verhandlungsführer*innen Ihrer Parteien dazu auf, in Ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen dafür zu sorgen, dass das Regierungsteam sich eindeutig vom Bild des letzten Kabinetts unterscheidet", erklären die Unterzeichner des Briefes. Gerichtet ist er an Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock und Robert Habeck (beide Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Lindner (FDP).

Es gehe darum, dass sich alle Menschen in Deutschland – insbesondere Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Ostdeutsche – in der zukünftigen Regierung wirklich vertreten fühlten und das Vertrauen in die Politik in Deutschland wieder wachse.

Kontakt: Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen, c/o Türkische Gemeinde in Deutschland, Obentrautstraße 72, 10963 Berlin, Telefon: +49 30 89683 810, E-Mail: info[@]bk-mo.de
Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.: Adresse/Telefon wie vorstehend, E-Mail: info[at]tgd.de 

19. November 2021

Fachkräftemangel: Im Harz werden junge Vietnamesen ausgebildet

Bei der Suche nach den dringend benötigten Fachkräften und Lehrlingen in Sachsen-Anhalt setzten viele Unternehmen auf Zuwanderung aus dem Ausland - manche Betriebe richten ihren Blick bis nach Südostasien.

In einem aktuellen Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wird ein Förderprojekt vorgestellt, mit dem junge Menschen aus Vietnam eine Ausbildung im Harz ermöglicht wird. Im Mittelpunkt des Artikels steht die Vietnamesin Hong Hoang, die derzeit eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau in Wernigerode absolviert.

Sie gehört zu einer Gruppe von rund 20 Landsleuten, die im Rahmen des Projekts "Wirtschafts- und Sozialpartner Harz – Hoi An" (WiSo) in ihrer Heimat angeworben wurden und im Sommer 2021 im Harz eine Lehre begonnen haben. Unter ihnen sind angehende Hotel- und Restaurantfachleute, Pflegekräfte und eine Tourismuskauffrau.

Dem MDR zufolge gibt es schon seit 2015 in Sachsen-Anhalt jedes Jahr mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber. Der Trend habe sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft (siehe dazu auf unserer Portal-Seite auch die Meldung „Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt verschärft sich weiter“ vom 9. November 2021).

Im Rahmen des WiSo-Projekts ist Hong Hoang neben drei weiteren Lehrlingen aus Vietnam im HKK Hotel Wernigerode beschäftigt. Auszubildende aus dem Ausland sind für ihn ein wichtiger Faktor, um den Personalbedarf in seinem Haus zu decken, wird Hoteldirektor Björn Rosenberg in dem Beitrag zitiert. Rosenberg hoffe derweil, dass ihm seine neuen Mitarbeitenden aus Vietnam über die Ausbildung hinaus erhalten bleiben.

Wie alle Unternehmen, die junge Menschen aus Vietnam eingestellt haben, musste sich das HKK Hotel laut MDR dazu verpflichten, für den Lebensunterhalt der Auszubildenden zu sorgen und ihnen den Rückflug zu bezahlen, falls sie ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen sollten.

Nicht alle Branchen profitieren jedoch gleichermaßen vom WiSo-Projekt und den Lehrlingen aus Vietnam. So absolviert von den 20 Teilnehmenden, die derzeit hier sind, niemand eine Ausbildung im handwerklichen Bereich, obwohl auch dort Fachleute fehlen. 

19. November 2021

Trägerverein hat Europäischen Wettbewerb „Nächster Halt: Nachhaltigkeit“ ausgeschrieben

Der 69. Wettbewerb stehe unter dem Motto „Nächster Halt: Nachhaltigkeit“ und frage „nach unserem ökologischen Fußabdruck in Europa“, beton der Verein Europäische Bewegung Deutschland.

Kinder und Jugendliche jeden Alters und aus allen Schulformen sind eingeladen, ihre Gedanken kreativ zu präsentieren, heißt es in der Ausschreibung. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Einreichungsfristen; für Sachsen-Anhalt müssen die Arbeiten bis zum 4. Februar 2022 beim Träger eingetroffen sein. - Anmeldung

Der Europäische Wettbewerb fordert zu vertiefter Auseinandersetzung mit europäischen Themen und Fragestellungen im Schulunterricht auf und verfolgt das Ziel, den Europagedanken zu stärken. So geht es bei dem Wettbewerb um eine eigenständige und kreative Auseinandersetzung mit europäischen Themen. Deshalb sei der Europabezug der Arbeiten auch ein entscheidendes Bewertungskriterium. Bei rein gestalterischen Arbeiten sollte der Europabezug altersgemäß schriftlich erläutert werden. 

An dem Wettbewerb beteiligen sich bundesweit jährlich mehr als 70.000 Schülerinnen und Schülern von der ersten Klasse bis zu Berufsschulen. Auf Landes- und Bundesebene sind zahlreiche attraktive Preise zu gewinnen.

Kontakt: Europäische Bewegung Deutschland e.V., Sophienstraße 28/29, 10178 Berlin, Telefon: +49 30 303620110, E-Mail: info(at)netzwerk-ebd.de

Ansprechpartner Wettbewerb: +49 30 303620170, team[at]europaeischer-wettbewerb.de

16. November 2021

Potentiale von jungen Zugewanderten: Land verweist auf vielfältige Angebote zur Integration in Arbeit und Ausbildung

Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalts hat die Potentiale von jungen Zugewanderten im Kampf gegen Fachkräftemangel hervorgehoben und auf die vielfältigen Integrationsangebote verwiesen.

„Angesichts des Fachkräftemangels wollen wir die Potentiale von jungen Menschen nutzen. Corona-Jahrgänge können und wollen wir uns nicht leisten“, erklärte Ministerin Petra Grimm-Benne in einer Pressemitteilung. Für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration werde mit vereinten Kräften auf die Unterstützung in den Bereichen Berufsorientierung, Sprachförderung und berufliche Qualifizierung gesetzt. „Da ziehen das Land, die Agenturen für Arbeit und die Kammern an einem Strang“, fügte die Ministerin hinzu.

In Sachsen-Anhalt stünden vielfältige Maßnahmen und Instrumente zur Verfügung, um Zugänge in die Ausbildung zu ermöglichen und Benachteiligungen abzubauen. So sei die Einstiegsqualifizierung (EQ) ein Langzeitpraktikum, das auch junge Menschen mit Migrationshintergrund und Zugewanderte auf einen anerkannten Ausbildungsberuf vorbereite.

Bei der erweiterten Form Einstiegsqualifizierung Plus (EQ+) komme ein Tag allgemeinbildender Unterricht an der Berufsschule hinzu, bei der Einstiegsqualifizierung Plus Plus (EQ++) würden zusätzlich sprachliche Defizite ausgeglichen.

Die Assistierte Ausbildung (AsAflex) biete eine Förderung fachtheoretischer Fertigkeiten, Nachhilfe in Deutsch und bereitet auf Prüfungen und Klassenarbeiten vor. Auszubildende im Bereich der Pflegehilfe, die nicht von AsAflex profitieren können, würden seit Sommer 2021 im Rahmen eines Modellprojektes unterstützt.

Dabei zeige die Praxis: Die individuelle, sozialpädagogische Unterstützung und Die Erfahrungen des Modellprojektes „Assistierte Ausbildung für die Pflegehilfe“ sollen ab Sommer 2022 in ein Landesprogramm der Assistierten Ausbildung für landesrechtlich geregelte Berufe mit dem Schwerpunkt auf die Pflegehilfe überführt werden. Ziel ist, viele Zugewanderte für den Pflegeberuf zu gewinnen und erfolgreich zum Abschluss zu führen.

Angesichts der vielfältigen Begleitangebote unterstützt laut Ministerium die Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA) junge Zugewanderte, deren Eltern sowie interessierte Unternehmen bei allen Belangen rund um das Thema Ausbildung. Das Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) biete zugewanderten Menschen, Engagierten und Unternehmen bündelnde Antworten auf Fragen rund um das Thema Arbeitsmarktintegration.

Wie das Ministerium betonte, würden mittlerweile mehr als 42.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit zur Wirtschaftskraft Sachsen-Anhalts beitragen, das seien mehr als doppelt so viele Personen wie vor fünf Jahren. Die Zahl der Beschäftigten und Auszubildenden aus Asylzugangsländern habe sich sogar verzehnfacht.

Mit dem Ausbildungsstart am 1. August 2021 habe für rund 10.000 junge Menschen der Einstieg ins Berufsleben begonnen – „jedoch bedeuteten die pandemiebedingten Unterbrechungen der Integrations- und Orientierungsmaßnahmen gerade für junge Zugewanderte eine höhere Hürde auf dem Weg zum passenden Ausbildungsplatz“, hieß es.

Kontakt: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Pressestelle, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 0391 567 4608, E-Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de 

16. November 2021

Erweiterte Neuauflage: Buch „Asiatische Deutsche Extended“ thematisiert das vielfältige Leben in der Diaspora

Das Buch „Asiatische Deutsche Extended – Vietnamesische Diaspora and Beyond“ aus dem Verlag Assoziation A ist in einer deutlich erweiterten Neuauflage erschienen.

Der Band zeige am Beispiel der vietnamesischen Migration auf, dass das Leben in der Diaspora vielgestaltige Formen annimmt, erklärte der Verlag auf seiner Internetseite

Anstatt Migration lediglich als ein zu bewältigendes Problem zu begreifen, würden die Beiträge im Buch ihre kosmopolitischen Potenziale beleuchten. So werde das Leben zwischen hybriden Kulturen, politischen Grenzen und konstruierten Nationen als eine Form des Zuhause-Seins untersucht. 

Das Buch umfasst Analysen, Gespräche, Porträts, Foto-Essays und Kurzgeschichten von rund 40 Wissenschaftlern und Künstlern. Herausgeber ist der in Vietnam geborene Politologe Kien Nghi Ha. Der neue Band umfasst gut 130 Seiten mehr als die Erstausgabe aus dem Jahr 2012.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten mit Stichtag 31. Dezember 2020 in Deutschland insgesamt rund 2,46 Millionen Menschen aus Asien, in Sachsen-Anhalt waren es 49.685 Personen. Bei den Menschen mit einer vietnamesischen Staatsangehörigkeit wurden für Deutschland 103.620 Männer und Frauen und für Sachsen-Anhalt 4.065 angegeben.

Kontakt: Assoziation A, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin, Telefon: +49 30 69582971, E-Mail: berlin(at)assoziation-a.de; Bodenstedtstraße 16, Hinterhof/Eingang West, 22765 Hamburg, Telefon: +49 040 22865733, E-Mail: hamburg(at)assoziation-a.de

Bibliographische Angaben: Ha, Kien Nghi (Hg.), „Asiatische Deutsche Extended - Vietnamesische Diaspora and Beyond“, Verlag Assoziation A, 472 Seiten, 19,80 Euro, ISBN 978-3-86241-484-0, Erweiterte Neuauflage 

16. November 2021

Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission stellt die 24 Amtssprachen der EU vor

Die Übersetzerinnen und Übersetzer der Europäischen Kommission haben eine Broschüre herausgegeben, in der die 24 Amtssprachen der Europäischen Union vorgestellt werden.

Die bebilderte Schrift trägt den Titel „Unsere Sprachen – eine Geschichte zum Anfassen“ und umfasst 27 Seiten, heißt es in einer Mitteilung des Übersetzerportals UEPO.

„Die Wörter, die wir tagtäglich beim Sprechen verwenden, sind Teil unserer Lebensgeschichte. Anlässlich des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 würdigt der Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission jede einzelne der 24 EU-Amtssprachen“, wird aus dem Vorwort zitiert. „Die individuell von EU-Übersetzerinnen und -Übersetzern verfassten Texte laden ein zu einer Stil- und Themen-Mixtur aus Lehnwörtern, Literatur und Landeskunde. Während manche Artikel geradezu wissenschaftlich recherchiert wurden, gehen andere eher mit Humor an die Sache heran.“

Entsprechend sind auch die Überschriften zu den einzelnen Sprachen formuliert – etwa „Bulgarisch: eine kosmische Sprache“, Dänisch – eintausend Jahre hygge“, „Das Vermächtnis des Arabischen im Portugiesischen“ oder „Deutsch – wenn Butterbrot Heimat bedeutet“.

Die vollständige Borschüre kann hier heruntergeladen werden.

Kontakt: Europäische Kommission, Telefonzentrale: +32 2 2991111 

9. November 2021

Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt verschärft sich weiter

Sachsen-Anhalts Unternehmen könnten laut einer Studie in den nächsten zehn Jahren rund 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fehlen. Als vom Arbeitskräftemangel besonders betroffen gelten die Bereiche Mechatronik, Energie, Elektronik, Informatik und Medizin.

Ohne Zuwanderung könnte die Zahl der Erwerbstätigen im Land Sachsen-Anhalt von derzeit rund einer Million innerhalb von zehn Jahren auf etwa 894.000 sinken (ausführlicher Text siehe auf der entsprechenden Internetseite des Projekts EUmigra – Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt).

So könnte sich der Personalmangel in Sachsen-Anhalt laut einer Studie bis 2030 weiter zuspitzen, denn jedes Jahr sinke die Zahl der erwerbsfähigen Personen um 1,2 Prozent; dagegen seien es deutschlandweit nur minus 0,2 Prozent. Eine Möglichkeit, der Entwicklung entgegenzuwirken, wäre die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland

9. November 2021

Europastadt Görlitz/Zgorzelec: MDR und Radio Wrocław eröffnen erstes binationales Studio

Mit dem Gemeinschaftsstudio baut der MDR sein Engagement für die Zusammenarbeit mit Hörfunk- und Fernsehanstalten in Mittel- und Osteuropa weiter aus.

Zugleich schafft der Mitteldeutsche Rundfunk die Voraussetzungen für neue Impulse in der grenzüberschreitenden Berichterstattung, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die unterschiedlichen Perspektiven der Reporterinnen und Reporter aus Polen und Deutschland zu nutzen, um ein besseres Verständnis für die jeweiligen Positionen zu entwickeln. Im Fokus der gemeinsamen Recherchen und Beiträge stehen die Region Görlitz/Ostsachsen und Zgorzelec/Dolny Śląsk (Niederschlesien). Die Umsetzung erfolgt mit dem polnischen Partnersender Radio Wrocław.

Die Idee für das integrative Studio in Görlitz sei schon seit geraumer Zeit immer wieder mit Kolleginnen und Kollegen von Radio Wrocław besprochen worden, erklärte der Direktor des MDR-Landesfunkhauses Sachsen, Sandro Viroli. Der Ursprung gehe auf das Radioformat „Mensch Nachbar“ zurück. Hier würden jeden Sonntag Kolleginnen und Kollegen aus Tschechien, Polen und Sachsen gemeinsam auf die die Menschen bewegenden Themen im Dreiländereck im Osten Sachsens zurückblicken – „und das auch in schwierigen Zeiten des Miteinanders".

Marcin Rosiński, Vorstandvorsitzender und Chefredakteur von Radio Wrocław, sagte: „Radio Wrocław ist heute das meistzitierte Regionalmedium in Polen. Unsere Stärke ist mit unserer lokalen Präsenz in Niederschlesien verbunden.“ Ein gemeinsames Studio in Görlitz/Zgorzelec sei Teil der Entwicklungsstrategie von Radio Wrocław, „denn unsere Hörerinnen und Hörer leben auf beiden Seiten der Neiße-Grenze und haben, unabhängig von ihrer Nationalität, oft ähnliche Freuden und Sorgen."

Geplant sind laut MDR zunächst wöchentlich drei bis vier gemeinsame Berichte bzw. Gespräche für das jeweilige Radioprogramm. In Planung sind auch längerfristige Themenschwerpunkte. 

MDR-Intendantin Karola Wille sprach von einem „bundesweit bisher einmaligen binationalen Studio“. Aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft, der Bedeutung für den Alltag vieler Menschen im Sendegebiet des MDR und der Vielzahl von kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Anknüpfungspunkten sollen unterschiedliche Perspektiven abgebildet werden."

Die Eröffnung des binationalen Büros fand im Rahmen der Europakonferenz des MDR am 2. November in Görlitz statt. Dabei wurden unter dem Motto „Europa aus den Fugen?" vor allem Fragen der regionalen und kommunalen Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie erörtert und aktuelle Spannungsfelder der europäischen Integration in den Fokus genommen.

Kontakt: Binationales Studio, Brüderstraße 11, 02826 Görlitz

5. November 2021

Ab sofort Anmeldungen möglich: Fachtag „Mehrsprachigkeit und Sprachförderung im Kita-Alltag" (19. November, Halle)

Vor allem an Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte richtet sich der Fachtag „Mehrsprachigkeit und Sprachförderung im Kita-Alltag“ am 19. November in Halle (Saale).

Vorgesehen sind zunächst eine Hospitation und ein persönlicher Austausch in der Kindertagesstätte „Am Stadtpark“ in Halle (Modul A), am Nachmittag schließen sich Online-Workshops an (Module B und C). Veranstalter ist die „Servicestelle Interkulturelles Lernen in der Kita“ in Trägerschaft des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA).

Familiensprachen gebe es viele in Sachsen-Anhalt, schreibt die Servicestelle in ihrer Einladung. Sie hätten auch den Alltag in den Kitas bereichert, neue Impulse für die pädagogische Arbeit gesetzt und Fachkräfte vor verschiedene Fragen gestellt. Auf diese Fragen werde bei dem Fachtag eingegangen. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen des Landes biete die Möglichkeit, mit neuen Impulsen und praxiserprobten Ideen in Ihren pädagogischen Alltag zurückzukehren.

Interessierte haben die Möglichkeit, zwischen den angebotenen Modulen zu wählen. Mit Angabe der gewünschten Module kann man sich bis zum 15. November anmelden – E-Mail: kita@lamsa.de, Telefon: +49 345 47008723.

Weitere Informationen über das Programm, die Referentinnen und die Anmeldung stehen hier zur Verfügung. Der Link für die Online-Module wird nach erfolgter Anmeldung zugestellt.

Termin und Ort: 19. November 2021
- 10 bis 12 Uhr (Modul A) in der Kindertagesstätte „Am Stadtpark“, Schimmelstraße 7, 06108 Halle (Saale)
- 14 bis 18 Uhr (Module B und C) online

3. November 2021

Ausgeschlossen oder privilegiert? Neue Studie zur rechtlichen Situation von Unionsbürgern

Der hohe Beratungsbedarf für EU-Angehörige und ihre Familien wirft auch bei den Fachkräften der Migrationssozialarbeit viele Fragen auf. - Die Neuauflage der Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Ausgeschlossen oder privilegiert? Zur aufenthalts- und sozialrechtlichen Situation von Unionsbürger*innen und ihren Familienangehörigen führt durch theoretische und praktische Aspekte des Problemfelds. Sie erschien jetzt bereits in der 4. aktualisierten Auflage. 

Unionsbürger*innen machten im Jahr 2020 rund 43,5 Prozent aller in Deutschland lebenden ausländischen Staatsangehörigen aus. Obwohl – oder gerade weil – sie dafür keine behördliche Erlaubnis benötigen, sind aufenthalts- und sozialrechtliche Regelungen für diese Gruppe höchst komplex. Das führt zu einem hohen Beratungsbedarf und wirft auch bei den Fachkräften der Migrationssozialarbeit viele Fragen auf.

Mehr Informationen zur neuen Broschüre finden Sie hier (Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt).

1. November 2021

BAMF startet neues Bundesprogramm "Gesellschaftlicher Zusammenhalt - Vor Ort. Vernetzt. Verbunden."

Das Bundesprogramm zur Förderung gemeinwesensorientierter Integrationsprojekte wird unter neuem Namen und mit Erweiterungen fortgesetzt. Nicht nur die Bezeichnung des Programms sei neu, sondern auch seine inhaltliche Ausrichtung, Erweiterung und Gestaltung, erklärte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in einer Pressemitteilung

Dabei stütze sich das Programm "Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Vor Ort. Vernetzt. Verbunden." auf die vier Säulen Projektförderung, Qualifizierung, Vernetzung und Evaluation. Zum offiziellen Start des Programms in Nürnberg vor wenigen Tagen wurden eine neue Internetseite, die Programmmarke und ein Imagefilm präsentiert.  Das Video stellt unter anderem beispielgebende innovative Projekte aus Heidelberg (Baden-Württemberg), Baiersdorf (Bayern) und Berlin vor.

Mit dem Ausbau sei der Wunsch einhergegangen, das Programm noch zukunftsorientierter zu gestalten und noch stärker auf aktuelle gesellschaftliche Bedürfnisse zuzuschneiden, sagte BAMF-Vizepräsidentin Andrea Schumacher.

Hauptaspekte des Bundesprogramms sind neben der Projektförderung die Qualifizierung, Vernetzung und Evaluation. Träger und Ehrenamtliche sollen durch neue Angebote noch besser unterstützt werden. So bietet das BAMF etwa eine sogenannte Projektschmiede an, bei der bestehende und zukünftige Träger von der Idee für ein Projekt bis zur Antragstellung professionell begleitet werden.

Das Programm soll zudem neue Vernetzungsformate für Träger und Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen schaffen. Ferner werde Evaluationen zum Standard. "Was im Kleinen in den Städten und Kommunen und bei den Menschen, die dort leben, durch die Projekte bewirkt wird, hinterlässt in der Summe auch Spuren auf gesamtgesellschaftlicher Ebene", betonte Schumacher.

Die Fördermittel (bis zu 70.000 Euro pro Jahr und Förderjahr für einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten) werden einmal jährlich im Frühjahr im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens auf der neuen Programm-Homepage ausgeschrieben. Bewerben können sich Träger aus ganz Deutschland, die mit ihren Projekten das interkulturelle Zusammenleben vor Ort nachhaltig verbessern.

Kontakt: Telefon +49 911 943-0, E-Mail info@bgz-vorort.de

28. Oktober 2021

Eröffnung im Rathaus: Vielfaltsgestalter zeigen Ausstellung „Zusammenhalt in Dessau-Roßlau“

Wie ist es mit dem sozialen Zusammenhalt in der Bauhaus-Stadt Dessau-Roßlau bestellt und wie offen begegnen wir anderen Menschen im Alltag? Die Vielfaltsgestalter Dessau-Roßlau haben sich im vergangenen Jahr intensiv mit diesen Fragen beschäftigt und eine mobile Ausstellung erstellt, die seit Mittwoch (20. Oktober) im Rathaus der Stadt gezeigt wird.

Die Schau setzt sich vertiefend mit den genannten Fragen auseinander und lädt „zum Nachdenken, Weiterdenken und Umdenken“ ein, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Dauer von vier Wochen ist die Ausstellung an verschiedenen Standorten innerhalb des Rathauses zu sehen. Sie richtet sich vor allem an die Mitarbeitenden der Verwaltung, „denn auch sie sind Teil der Gesellschaft von Dessau-Roßlau“.

Als Begegnungsort lebe das Rathaus zudem von Kontakten mit anderen Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Lebenslagen. Nach dem Auftakt im Rathaus soll Ausstellung in weiteren Institutionen und Organisationen in der Stadt präsentiert werden, „um die Thematik weithin sichtbar zu machen“.

Die Betrachterinnen und Betrachter sind eingeladen, auf beiliegenden Postkarten ihre Gedanken und Ideen zu notieren. Diese gehen an die Vielfaltsgestalter zurück und können dafür genutzt werden, Begegnungen, neue Projektinitiativen oder innovative Austauschformate in Dessau-Roßlau zu ermöglichen.

Entwickelt wurde die Ausstellung vom Bündnis Vielfaltsgestalter gemeinsam mit Ken Kupzok von der Agentur VIERfältig aus Halle. Die Vielfaltsgestalter sind ein Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Akteuren der Stadt.

Ort: Rathaus/Sitz der Stadtverwaltung, Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau

Kontakt: Stadt Dessau-Roßlau, Integrationsbüro (Zimmer 489), Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 204 2901, E-Mail: integrationsbuero@dessau-rosslau.de

25. Oktober 2021

Weiterbildung: Flüchtlingsrat klärt über Rechtsgrundlagen der Identitätsklärung und Passbeschaffung auf (19. November, online)

Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. hat zu einer Online-Weiterbildung mit dem Thema „Identitätsklärung und Passbeschaffung. Rechtsgrundlagen und Wege“ am 19. November eingeladen.

Referent ist Kristian Garthus-Niegel vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. Im Mittelpunkt stehen stehen die Rechtsgrundlagen der Mitwirkung bei Identitätsklärung und Passbeschaffung sowie die Einzelheiten der Passbeschaffung und Identitätsdokumentation bei den Herkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Iran und Somalia. Ermöglicht wird darüber hinaus ein ausgiebiger Erfahrungsaustausch.

Die Regelungen zur Mitwirkung bei Identitätsklärung und Passbeschaffung seien in den vergangenen Jahren deutlich verschärft worden, heißt es in der Einladung. Zudem würden sich die Wege zur Passbeschaffung sowie der Fundus an tragfähigen Identitätsdokumenten von Herkunftsland zu Herkunftsland erheblich unterscheiden. 

Das für Teilnehmer kostenfreie Seminar richtet sich an hauptamtliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Beratung und Begleitung und ehrenamtlich Engagierte in der Unterstützung von geflüchteten Menschen in Sachsen-Anhalt.

Es wird um verbindliche Anmeldung per E-Mail an stefanie.muerbe@fluechtlingsrat-lsa.de gebeten. Die Zugangsdaten erhalten die Teilnehmer nach Anmeldung einen Tag vor der Weiterbildung. - Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Fachstelle Flucht und Asyl“ des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt e.V. statt.

Termin: Freitag, 19. November 2021, 10 bis 13 Uhr

Ort: online (via ZOOM)

Kontakt für Rückfragen: Stefanie Mürbe, Telefon: +49 391 50549613

21. Oktober 2021

Erweiterte Neuauflage: Buch „Fernreise daheim“ über Erfahrungen mit kulturellen „Ungereimtheiten“

Wer mit Geflüchteten zu tun hat - sei es beruflich oder ehrenamtlich - wird sicherlich eine Erfahrung teilen: das gelegentliche Stolpern über kulturelle Unterschiedlichkeiten.

Darüber hat die Autorin Brigitte Heidebrecht, selbst seit 2015 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiv, das Buch „Fernreise daheim. Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten“ geschrieben, wie der Verlag Große Sprünge aus Ludwigsburg (Baden-Württemberg) erläuterte.

Auf 234 Seiten vermittele Heidebrecht in kurzen prägnanten Geschichten detaillierte und verblüffende Einblicke „in das, was Flüchtlingshelfer*innen, Sozialarbeiter*innen, Deutschunterrichtende, Arbeitgeber und andere beim Umgang mit Geflüchteten bisweilen ratlos macht“. 

Mit Empathie und Humor beleuchte die Autorin das langsame Ankommen von Geflüchteten in der Gesellschaft - und ihren eigenen Lernprozess in Bezug auf interkulturelles Verstehen. Entstanden seien Texte, die unter die Haut gehen, Selbstverständliches in Frage stellen, Existenzielles ins Licht rücken als globale Herausforderung, gespiegelt im Alltäglichen. Konkret und lebendig vermittele das Buch interkulturelle Aha-Erlebnisse als ein vielschichtiger Beitrag zu der Frage: Wie schaffen wir das? - Leseprobe

Brigitte Heidebrecht hatte seit 1980 in dem von ihr gegründeten Verlag Kleine Schritte Lyrik und Prosa publiziert und Anthologien herausgegeben. Zwischen ihren Büchern „Lebenszeichen“ (1980) und „Paarweise“ (1995) lagen dem Verlag zufolge 15 Jahre schriftstellerischer und verlegerischer Aktivität. Nach ihrer eigenen Darstellung ist sie seit 1996 als Freiberufliche Trainerin, Supervisorin, Mediatorin, Tanzpädagogin und Coach tätig. Seit 2015, dem Jahr der sogenannten Flüchtlingskrise, schreibt sie wieder. 

Kontakt: Verlag Große Sprünge, Thuner Straße 28, 71636 Ludwigsburg, Telefon: +49 7141 925794, E-Mail: info@verlag-grosse-spruenge.de

Bibliographische Angaben: Brigitte Heidebrecht, „Fernreise daheim. Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten“, Verlag Große Sprünge, 5. überarbeitete und erweiterte Auflage 2021, 234 Seiten, Paperback, 15,00 Euro, ISBN 978-3-9821383-2-9 

20. Oktober 2021