AKTUELL

Aktuelle Einladung: Sachsen-Anhalt verleiht Integrationspreis 2018 (21. November in Magdeburg)

19. November 2018

Am 21. November wird zum neunten Mal der Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt verliehen. Bei der Festveranstaltung im Gesellschaftshaus Magdeburg sind neben den Auszeichnungen in drei Kategorien und für individuelles Engagement auch Kulturbeiträge und Ansprachen geplant. In diesem Jahr haben sich dem Sozialministerium zufolge gut 80 Vereine, Unternehmen, Theater, Institutionen und Einzelpersonen mit ihren Projekten und Aktionen beworben. Der erste Preis jeder Kategorie ist mit je 1.000 € dotiert und der zweite Preis mit je 500 €. Die Ehrung für herausragenden individuellen Einsatz hat keine Dotierung.

Die Preise überreichen die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, sowie Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne und die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Susi Möbbeck. Eingeladen zu dem Festakt sind vor allem die Bewerber sowie Vereine und Verbände der Migrationsarbeit, Koordinierungsbüros, Netzwerkstellen für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe und Bildungskoordinatoren. 

Es wird um Anmeldung bis zum 14. November per E-Mail an integrationspreis@ms.sachsen-anhalt.de oder per Telefax an +49 391/567-4688 gebeten; möglich ist auch der Postweg (siehe Kontakt).

Die Einladung mit einem Anmeldeformular finden Sie hier.

Termin: 21. November 2018, 17 Uhr

Ort: Gesellschaftshaus Magdeburg, Schönebecker Straße 129, 39104 Magdeburg

Kontakt: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon +49 391/567-4672

Neue Studie thematisiert Teilhabe von muslimischen Gemeinden im ländlichen Raum

Herausgeber

19. November 2018

Eine neue Studie widmet sich der Frage, wie eine bessere Teilhabe von muslimischen Gemeinden in kleineren Kommunen Ostdeutschlands gelingen kann. Als Grundlage dienen Erfahrungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Soziologe und Politikwissenschaftler Timon Perabo zeigt unter anderem, wie Kommunen die Religionsfreiheit achten, auftretende Hürden im Miteinander überwinden und das Zusammenleben aller Menschen vor Ort stärken.

Zu den Themen gehören zum Beispiel das (religiöse) Leben von Musliminnen und Muslimen in Kommunen, historisch-politische Rahmenbedingungen, Handlungsstrategien für Politik und Verwaltung sowie islamisch begründeter Extremismus. Herausgeber der 92 Seiten umfassenden Broschüre "Musliminnen und Muslime in ländlichen Räumen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wie kann Verwaltung neue Aufgaben gut meistern?" sind die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung.

Zu der Studie (ISBN 978-3-96250-194-5) gelangen Sie hier.

Kurzbericht zum Fachtag „Erkennen und Handeln – Fragwürdige Arbeitsbedingungen für Migrantinnen und Migranten“ (8.11.2018)

16. November 2018

Die Ergebnisse des Fachtags „Erkennen und Handeln" in der Zusammenfassung von P. Lendrich, Projektleiterin Faire Integration (IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt):

Der Fachtag befasste sich zum ersten Mal mit Problematiken wie der Beschäftigung Zugewanderter unterhalb des Tariflohns, Arbeit entgegen der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen und anderen Formen der Arbeitsausbeutung. Mitunter sind dafür auch die für Migrantinnen und Migranten unzureichend zugänglichen Informationen über Rechte auf dem deutschen Arbeitsmarkt verantwortlich. Agierende aus der Migrations- und Integrationsarbeit erhielten in diesem Rahmen vertiefende Einblicke in die Thematik.

Im Anschluss daran diskutierten Teilnehmende des Fachpolitischen Gesprächs „Faire Beschäftigung für Migrantinnen und Migranten sichern?“ – darunter die Fraktionsabgeordneten Tobias Krull (CDU) und Andreas Steppuhn (SPD) sowie Janine Böttger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Vertretung der Fraktion DIE LINKE – die Beschäftigungsbedingungen von Arbeitskräften mit Migrationshintergrund. Besonderer Wert wurde dabei auf die Wichtigkeit der effektiven und zuständigkeitsübergreifenden Vernetzung zwischen und unter Beratungsstellen, Behörden, Migrantenorganisationen und Gewerkschaften gelegt sowie auf die Wichtigkeit der Anbindung an Communities hier lebender Migrantinnen und Migranten. Die Notwendigkeit, Personen in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken, wurde von allen Teilnehmenden als selbstverständlich erachtet.

Aktuelle Ausschreibung: Sachsen-Anhalt vergibt „Landespreis für schulische Integration 2018“ (Bewerbungsschluss: 7. Dezember)

16. November 2018

Sachsen-Anhalts Bildungsministerium hat den „Landespreis für schulische Integration 2018“ ausgeschrieben. Mit dem Preis sollen das Engagement und der Einsatz bei der Bewältigung der Herausforderungen für eine gelingende Integration und ein interkulturelles Zusammenleben in Schulen gewürdigt werden. Bewerbungsschluss ist der 7. Dezember. Für die besten Projekte sind Preisgelder in Höhe von 1.000, 750 und 500 Euro vorgesehen.

Alle allgemein- und berufsbildenden Schulen sind aufgerufen, sich unter dem Motto „Zusammen bunter – Integriert statt nur dabei!“ mit Konzepten und Maßnahmen zu beteiligen. Die Art und Weise der Erarbeitung der Vorschläge und die inhaltliche Ausgestaltung sind den Bildungseinrichtungen überlassen. Eingereicht werden können etwa Fotos, Plakate oder Videos, die in einem Projekt entstanden sind. 

Weitere Einzelheiten finden Sie in der Bekanntmachung des Ministeriums.

Die Bewerbungen sind bis zum 7. Dezember an folgende Adresse zu richten: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Referat 25, Turmschanzenstraße 32, 39114 Magdeburg

Ansprechpartner: Lars Ehlert, Telefon 0391/567-3613, E-Mail referat25@min.mb.sachsen-anhalt.de

Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen feierte sein zehnjähriges Bestehen

16. November 2018

Das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) hat mit rund 150 Mitgliedern und Ehrengästen am vergangenen Wochenende sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Die Konferenz unter dem Motto „10 Jahre LAMSA - wir verbinden“ fand in der Dessauer Jugendherberge statt, wo die Geschichte des Netzwerkes im November 2008 begonnen hatte.

„Wir verbinden mit mittlerweile 105 Migrantenorganisationen und Einzelpersonen viele Nationen, Sprachen, unterschiedliche Religionen und Lebenseinstellungen, die sich in Sachsen-Anhalt beheimatet haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Nguyen Tien Duc. Zugleich konstatierte er die rasante Entwicklung nicht ohne kritischen gesellschaftlichen Blick: „Die Welt läuft derzeit rückwärts.“ So schlimm sei die fremdenfeindliche Wahrnehmung nie gewesen, betonte der seit 1977 in Deutschland lebende Sozialpädagoge. LAMSA müsse umso politisch aktiver werden und seine hochgeschätzte Brückenbauerfunktion umsetzen, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, waren sich die Anwesenden einig. 

Die Erfolgsgeschichte wurde im Jubiläumsfilm „10 Jahre LAMSA – Der Weg der Partizipation“ festgehalten, der bei der Konferenz Premiere hatte. Neben interaktiven Programmteilen wie Workshops und ein Offenes Mikrofon gab es auch eine Verlosung und politisches Improvisationstheater. Anlässlich der Konferenz soll auch eine Resolution auf der LAMSA-Homepage veröffentlicht werden.

Der Jubiläumsfilm ist hier abrufbar, zu einem Flashmob „#Seenotrettung“ (vor Beginn der Konferenz) gelangen Sie an dieser Stelle.

Kontakt: Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V., Bernburger Straße 25a, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 340/87058832, E-Mail: info@lamsa.de

LAMSA e.V./Jing Zhou
Die LAMSA-Netzwerkmitglieder am Rande der Jubiläumsfeier - im Vordergrund ist das Boot zu sehen, das bei dem Flashmob „#Seenotrettung“ eine Rolle gespielt hatte.

Präsentationen im Überblick: Fachtag befasste sich mit Begleitung junger Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Volljährigkeit

15. November 2018

Das Psychosoziale Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt (PSZ) hatte kürzlich zu seinem diesjährigen Fachtag „Aus der Jugendhilfe in ein eigenständiges Leben – Junge Geflüchtete beim Übergang in die Volljährigkeit unterstützen“ nach Halle (Saale) eingeladen. Zu den Thematischen Schwerpunkten gehörten Erkenntnisse zu psychischen Belastungen junger, zumeist traumatisierter Geflüchteter und rechtliche Fragen.

Auf dem Programm der Veranstaltung in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina standen unter anderem Vorträge und Präsentationen, die nunmehr online eingesehen werden können.

Zu den Präsentationen gelangen sie jeweils per Link:

- „Psychische Symptome & soziale Unterstützung bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Leipzig“ (Dr. Susan Sierau, Leipzig)

- „Aufenthalts- und sozialrechtliche Aspekte beim Übergang in die Volljährigkeit“ (Kathleen Neundorf, Halle)

- „Aus der Jugendhilfe in ein eigenständiges Leben“ (Henning Wienefeld, Kassel)

Träger des PSZ ist die St. Johannis GmbH.

Kontakt: Psychosoziale Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt (PSZ) - Standort Halle, Charlottenstraße 7, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345/2125768, E-Mail: Mail: kontakt@psz-sachsen-anhalt.de

Ankündigung: Herbsttreffen der Kooperationsplattform EU-Service-Agentur Sachsen-Anhalt (29. November in Bitterfeld)

EU Service-Agentur

15. November 2018

Das diesjährige Herbsttreffen der Kooperationsplattform der EU Service-Agentur Sachsen-Anhalt wird am 29. November 2018 in Bitterfeld stattfinden.

Gastgeber der Veranstaltung ist das Europagymnasium "Walther Rathenau" in Bitterfeld, das seine europäischen Aktivitäten und Projekte im Schulbereich präsentieren wird. Erwartet werden darüber hinaus Präsentationen der Europabeauftragten des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Bianca Laukat, sowie der Kollegen der Landesvertretung in Brüssel. Weitere Informationen finden Sie auch im aktuellen Infobrief zu kommunalpolitischen Europathemen (04/2018). 

Die Kooperationsplattform richtet sich an Kommunen und Ministerien, an Verbände, Vereine und Kammern, an Unternehmen und Multiplikatoren – an alle, die im Land durch und mit Europa etwas bewegen wollen. 

Initiative Weltoffenes Magdeburg gegründet – Aufruf zur Beteiligung an Aktionswoche vom 16. bis 22. Januar 2019

14. November 2018

Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen haben unter dem Motto "Eine Stadt für alle" die Initiative Weltoffenes Magdeburg gegründet. Ziel ist ein klares Bekenntnis der demokratischen Zivilgesellschaft für Toleranz, Menschenrechte und Weltoffenheit, für Respekt, Demokratie und Solidarität. Zugleich wendet sich die Initiative vor allem gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung.

Gemeinsame Aktionen sollen zeigen, dass sich die Mehrheit der Magdeburger zu Demokratie und Menschenrechten bekennt und rechte Ideologien keinen Platz in der Stadt haben. So ruft die Initiative zur Beteiligung an der Aktionswoche "Weltoffenes Magdeburg" vom 16. bis 22. Januar 2019 auf.

Das Programm soll vor dem Hintergrund der Zerstörung Magdeburgs Ende des Zweiten Weltkrieges dazu beitragen, die Vielfalt zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz einsetzen, abzubilden und an die Opfer von Nationalsozialismus und Krieg zu erinnern. Die Aktionswoche setzt gewissermaßen die "Meile der Demokratie" fort, die seit 2009 jeweils Mitte Januar gegen rechte Aufmärsche veranstaltet wurde. Am 16. Januar 1945 war Magdeburg bei einem alliierten Bombenangriff in Schutt und Asche gelegt worden. 

Die Initiative hat einen Sprecherinnenkreis gebildet. Zu den Unterstützern des Bündnisses gehören Vereine, Organisationen, kirchliche Einrichtungen und engagierte Einzelpersonen. Darunter ist zum Beispiel die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Zur Pressemitteilung mit dem Aufruf der Initiative gelangen Sie hier.

Ansprechpartner: über die E-Mail-Adresse kontakt@einestadtfueralle.info

Aktuelle Ankündigung: Workshop gibt Tipps für sprachsensible Beratung (29. November in Magdeburg)

IQ-Netzwerk

14. November 2018

Das IQ-Netzwerk Sachsen-Anhalt organisiert einen Workshop mit dem Titel „Sprachsensibel beraten - aber wie? - Praktische Tipps für die Beratung von Ratsuchenden mit Deutsch als Zweitsprache“ am 29. November in Magdeburg. Der Workshop zeigt sprachliche Herausforderungen und mögliche Stolpersteine in der Kommunikation mit Ratsuchenden auf und lädt dazu ein, sprachliche Handlungsmöglichkeiten für eine sprachsensible Beratung zu erproben und zu reflektieren, heißt es in der Einladung. Referentin ist Tatiana La Mura Flores von der IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch aus Hamburg.

Die Anliegen von Kunden mit unterschiedlichen Sprach- und Informationskenntnissen müssten erörtert werden, um sie entsprechend zu informieren bzw. an zuständige Berater oder Institutionen weiter zu vermitteln. Zur Zielgruppe des Workshops gehören Behördenmitarbeitende, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Mitarbeitende von Bildungseinrichtungen, Personal von Flüchtlingsunterkünften sowie Interessierte. Zum Abschluss wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Es wird um Anmeldungen bis zum 27. November bei Herrn Vickey Roger, E-Mail: iq-assistenz@agsa.de, gebeten.

Termin: 29. November 2018, 13.00 bis 16.30 Uhr

Ort: einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

Kosten: für Teilnehmer frei

Kontakt für inhaltliche Fragen: IQ Servicestelle „Diskriminierungskritisches Diversity und Interkulturelle Prozessbegleitung“, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg; Telefon: +49 391/ 5371-201

Bericht vom AGSA-Workshop: Ehren- und Hauptamtliche aus Vereinen inszenieren eigene Fotos und Web-Präsenz (29.10.18)

2. November 2018

Mitarbeiter aus der Integrationsarbeit und Engagementförderung Sachsen-Anhalts haben sich kürzlich in Magdeburg zu einem intensiven Workshop zur Medienarbeit im Netz getroffen.

Im Mittelpunkt stand, Fotos und den eigenen Auftritt im Internet professioneller und für die Nutzer attraktiver zu gestalten. Eingeladen zu dem Workshop im einewelt haus hatte das Projekt „IKOE - Interkulturelle Orientierung und Öffnung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. in Kooperation mit der LAGFA Sachsen-Anhalt e.V. und dem Integrationsportal Sachsen-Anhalt.

Zu den Workshop-Teilnehmern gehörten Vertreter von Mitgliedsorganisationen der AGSA, Europäische Freiwillige, Ehrenamtliche sowie Praktikanten und Kooperationspartner aus der Öffentlichkeitsarbeit. Thematisiert wurden Stellschrauben für die Optimierung der medialen Arbeit im und für das Netz, um im Anschluss gemeinsam praktische Umsetzungsvarianten zu erproben.

So wurden beispielsweise verschiedene Situationen von Veranstaltungen sowie Bildmotive arrangiert, die die Teilnehmer mit eigenen Kameras aufnahmen. Im Anschluss erläuterten die Referenten Christian Treffler und Oliver Bunke, wie die Fotos bearbeitet und so im Internet für eine Veröffentlichung arrangiert werden können, dass sie als attraktiver Blickfang wirken.

Die Veranstaltungsreihe zur Medienarbeit im Netz wird als Kooperationsprojekt von Auslandsgesellschaft und LAGFA e.V. im Projektjahr 2019 fortgesetzt.

Kontakt: Integrationsportal, Tel. 49 391 5371-271, E-Mail integrationsportal@agsa.de

Karsten Wiedener/AGSA

Aktuelle Studie beleuchtet Beziehungen zwischen Ehren- und Hauptamtlichen in der Flüchtlingshilfe

2. November 2018

In einer aktuellen Studie hat die INBAS-Sozialforschung GmbH in Frankfurt am Main die Beziehungen zwischen Ehren- und Hauptamtlichen in der Flüchtlingshilfe unter die Lupe genommen. Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderte Untersuchung "Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten" widmet sich zentralen Fragen, gelungenen Beispielen aus der Praxis und Problemen bei der Koordination und Kooperation von Ehren- und Hauptamtlichen.

In einem BAMF-Interview äußern sich die Autoren Susanne Huth und Dr. Jürgen Schumacher über diese Beziehungen sowie Problemlösungen. So sollte nach ihrer Ansicht etwa nach dem Vorbild der Interkulturellen Öffnung auch ein Prozess der Öffnung der Behörden für die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen eingeleitet werden. Zudem wird eine wichtige Aufgabe darin gesehen, die Bereiche in Behörden, in denen die Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen noch nicht so gut funktioniert, kontinuierlich zu verringern. Die Autoren berichten in dem Interview zum Beispiel aber auch von Verständigungsschwierigkeiten zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten, die auf kulturellen Unterschieden und Sprachbarrieren beruhen. 

Die rund 100 Seiten umfassende Studie kann hier heruntergeladen werden.

Kontakt: Das Service Center des BAMF ist telefonisch montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter +49 911 943-0 erreichbar.

Postadresse: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Frankenstraße 210, 90461 Nürnberg

Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist erstmals aufnehmende Einrichtung im Rahmen von ERASMUS+

29. Oktober 2018

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld beteiligt sich seit mehreren Jahren erfolgreich am ERASMUS+ Programm der EU. Erstmals wird der Landkreis, gemeinsam mit der KomBA-ABI, auch als aufnehmende Einrichtung fungieren, da ein Förderantrag des Powiat Pszczyna/ Job Center erfolgreich war. Insgesamt 12 MitarbeiterInnen des Job Center Pszczyna werden somit im Januar zu einer Hospitations- und Workshopwoche im Landkreis erwartet, um sich thematisch auszutauschen.

Mehr Informationen im aktuellen Infobrief über kommunalrelevante Europathemen (05/2018).

Terminvorschau: Projekt EMI lädt zu Seminarreihe „Das ABC des Gründens“ ein (bis Dezember in Magdeburg)

26. Oktober 2018

Im Rahmen des Projekts EMI sind innerhalb der Seminarreihe „Das ABC des Gründens“ Veranstaltungen zu drei Schwerpunktthemen geplant. Dabei geht es um Fragen der Finanzierung und der Versicherung sowie um Ideen für eine Unternehmensgründung. Das Projekt EMI berät und hilft Migrantinnen und Migranten auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Ergänzend zu den offenen Sprechzeiten mit individuellen Beratungen soll Interessierten eine weitere Gelegenheit geboten werden, sich auf eine Gründung vorzubereiten.

In der Reihe wurde bspw. am 25. Oktober 2018 das deutsche Versicherungssystem erläutert, angefangen bei verschiedenen Möglichkeiten der Krankenversicherung bis hin zur Unfall- und Haftpflichtversicherung (Motto dieser Veranstaltung „Der Versicherungsdschungel“). Als weiteres Thema in der Seminarreihe geben die Projektmitarbeiter in der Veranstaltung „Banken und Finanzierung“ am 14. November 2018 von 16 bis 18 Uhr einen Überblick über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.

Beim dritten Thema geht es um die grundlegenden Fragen, was zum Beispiel eine gute Idee ausmacht, wie ein sinnvoller Unternehmensstandort gewählt wird oder wann ein Selbstständiger konkurrenzfähig ist. Geplant sind dazu weitere Termine im November und Dezember (begonnen wurde am 18. Oktober).

Die Angebote richten sich jeweils an Migrantinnen und Migranten und sind kostenlos. Die Veranstaltungen werden in deutscher Sprache angeboten und finden im Innovations- und Gründerzentrum bei der ePlan consult GmbH in der Mittagstraße 16p, 39124 Magdeburg, statt. Es wird um Voranmeldung per E-Mail an kai.kraudi@eplan-consult.de oder per Telefon (0391/28877678) gebeten.

Neue Broschüre zur kommunalen Integrationspolitik gibt wichtige Tipps für die Praxis

Friedrich-Ebert-Stiftung

25. Oktober 2018

Die Kommunalakademie der Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Broschüre mit Erfahrungen der vergangenen Jahre und Beispielen der Integrationsarbeit vor Ort herausgegeben. Die Studie „Kommunale Integrationspolitik. Eine Handreichung für die kommunale Praxis“ soll engagierte Menschen dabei unterstützen, sozialgerechte Integrationspolitik mitzugestalten. Der Autor Boris Kühn hat seine Broschüre vor wenigen Tagen im Landesbüro Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung in Magdeburg präsentiert.

In dem Band wird eine kommunale Integrationspolitik präsentiert, die darauf abzielt, niemanden  zurückzulassen - unabhängig davon, woher er oder sie kommt. Dazu bietet die Publikation einen anschaulichen, informativen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Querschnittsthemas Integration. Darunter sind unter anderem Bildung, Wohnen, Arbeit, Sprachförderung, Teilhabe und die interkulturelle Öffnung von Kommunen.

Weitergehende Informationen finden Sie hier, heruntergeladen werden kann die Broschüre an dieser Stelle.

Kontakt: Friedrich-Ebert-Stiftung/Landesbüro Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Straße 65, 39104 Magdeburg, Telefon 0391/56876-0, E-Mail info.magdeburg@fes.de

Bibliographische Angaben: Kommunale Integrationspolitik. Eine Handreichung für die kommunale Praxis/Boris Kühn. - Erstdruck. - Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Politische Akademie, KommunalAkademie, Juli 2018. - 116 Seiten, ISBN 978-3-96250-175-4

M. Ramme

Jubiläum - 10 Jahre Integrationsportal!

Im Jahr 2008 gründete die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten Susi Möbbeck das Integrationsportal - als zentrale Drehscheibe für den Integrationsbereich innerhalb des Landesportals Sachsen-Anhalt.

Das Jubiläumsjahr 2018 begleiten wir mit vielfältigen Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit und wollen die Vernetzung mit unseren Nutzern und Beiträgern stärken.

Auf Wunsch schicken wir Ihnen Informationsmaterial zum Portal wie zum Beispiel Flyer. Senden Sie uns außerdem gern Ihre Termine, Hinweise, Ankündigungen und Anregungen jederzeit an: integrationsportal(at)agsa.de

Die Redaktion