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Die nächsten Lockerungen: 6. Corona-Verordnung setzt den „Sachsen-Anhalt-Plan“ um

Die Landesregierung hat am 26. Mai mit der 6. Corona-Verordnung die nächsten und weitreichenden Lockerungen der Einschränkungen beschlossen.

Karsten Wiedener/AGSA

Neues Programm beim „Tag der Erinnerung“ (11. Juni in Dessau-Roßlau)

Das Corona-Virus führt zu Änderungen beim „Tag der Erinnerung“, mit dem der Ermordung des Mosambikaners Adriano vor 20 Jahren gedacht wird.

Willkommen in Sachsen-Anhalt: Neues Onlineportal für das WelcomeCenter (virtuelle Eröffnung am 2. Juni)

29. Mai 2020

Für das WelcomeCenter Sachsen-Anhalt wird am 2. Juni ein neues Onlineportal mit erweitertem Angebot freigeschaltet. An der virtuellen Veranstaltung nimmt auch Staatssekretärin Susi Möbbeck vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes teil. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern - dem Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) und dem IQ Netzwerk – soll das Angebot als Ergänzung zu einschlägigen Bundesstrukturen und -portalen vorgestellt werden.

Interessierte werden gebeten, sich für die virtuelle Feier unter diesem Link online anzumelden. Sie erhalten im Anschluss eine E-Mail zur Bestätigung mit Teilnahmeinformationen.

Das 2015 gestartete WelcomeCenter Sachsen-Anhalt fungiert als zentrale Informations- und Anlaufstelle des Landes für Fachkräfte und Ausbildungsinteressierte, die aus anderen deutschen Bundesländern oder aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt ziehen bzw. dies erwägen, sowie für Unternehmen. Zugleich ist das Center ein Angebot der Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“. Letztere wird im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration umgesetzt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes gefördert.

Termin: 2. Juni 2020, 10.30 bis 11.30 Uhr

Kontakt: Telefon +49 391 6054 506, E-Mail info@welcomecenter-sachsen-anhalt.de

Kernthema 10 Punkte gegen Rassismus: 6. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie in Magdeburg (10. Juni, online)

29. Mai 2020

Zur Kampagne „Eine Stadt für alle“ in Magdeburg soll in den kommenden Jahren ein Handlungskonzept für Demokratie entwickelt werden. Einen Rahmen dafür bildet bereits die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR), die einen Plan mit 10 Punkten bzw. konkreten Handlungsschritten entwickelt hat, und in der die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts Mitglied ist.

In der für den 10. Juni geplanten 6. Magdeburger Demokratiekonferenz „werden wir uns diese 10 Punkte in thematischen Gruppen vornehmen und jeweils anschauen, wo wir stehen und was getan werden sollte“, heißt es in der Einladung. Als Grundlage dienen neben den 10 Punkten die Ergebnisse der bisherigen Demokratiekonferenzen. Die 6. Konferenz wird diesmal online als Videoversammlung (über Zoom) stattfinden. Am 9. September „wollen wir nach Möglichkeit zu einer öffentlichen Veranstaltung einladen und die Onlinegespräche offline fortsetzen“.

Anmeldungen mit Angabe der Themen, an denen die Interessenten mitarbeiten wollen, bitte per E-Mail an die Adresse netzwerkstelle-md@miteinander-ev.de; vor der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer einen Link und technische Hinwiese.

Termin: 10. Juni 2020, 14.00 bis 16.30 Uhr, online

Kontakt: Miteinander e.V., Netzwerkstelle Demokratisches Magdeburg, Erich-Weinert-Straße 30, 39104 Magdeburg

Nach Beendigung der fünfwöchigen Quarantäne: neues Konzept für Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt

28. Mai 2020

Nach der Aufhebung der fünfwöchigen Corona-Quarantäne in der Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt (ZASt) in Halberstadt ist die Einrichtung umstrukturiert worden. Laut einem MDR-Bericht hat ZASt-Leiter Eckhardt Stein zusammen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz und dem Sozialministerium ein Konzept erarbeitet, das schon größtenteils umgesetzt wurde. Es beinhalte etwa Festlegungen zur Einhaltung der Hygieneregeln.

Die Asylbewerber sollen aber auch regelmäßig auf Symptome untersucht werden. Als wichtigster Teil des Corona-Konzepts gelte, die Bewohner voneinander zu trennen und die Auslastung der Einrichtung zu verringern. Außerdem werde penibel auf Sauberkeit geachtet, und unter den Flüchtlingen seien Hygiene-Beauftragte ernannt worden. 

In der ZASt waren im März noch 850 Flüchtlinge untergebracht, laut MDR sind es derzeit 490. Die Quarantäne war Ende März nach dem ersten positiven Corona-Befund in der Einrichtung verhängt und am 3. Mai aufgehoben worden. Bislang wurden 136 Bewohner als positiv getestet (auflaufend, Stand: 27. Mai). Seit rund zehn Tagen wurden in der ZASt keine neuen Infektionsfälle verzeichnet.

Bewohner hatten anfangs gegen Isolation, hygienische Bedingungen und angeblich unzureichendes Essen protestiert. Das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt forderte eine Schließung der Anlage, zum Quarantäne-Abschluss verlangte das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. eine sofortige Umverteilung der ZASt-Bewohner auf die Landkreise (siehe Pressemitteilung).

Ort und Kontakt: Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt, Friedrich-List-Straße 1A, 38820 Halberstadt, Telefon: +49 3941 6640

Magdeburg: diesmal kein Multikulturelles Begegnungsfest, aber virtuelle Erinnerungen

25. Mai 2020

Zwar haben die Veranstalter das traditionelle Fest der Begegnung in Magdeburg, das für den Himmelfahrtstag (21. Mai) geplant war, aufgrund der Corona-Einschränkungen abgesagt. Das Jubiläum - es wäre das 25. Treffen dieser Art gewesen - kann aber gewissermaßen virtuell begangen werden. Dazu sind Erinnerungen an die Ursprünge und die Entwicklung der einzigartigen Kooperationsveranstaltung in einer mehrseitigen Text-Bild-Collage zusammengefasst, die online verfügbar ist.

Das jüngste Fest hatte Himmelfahrt 2019 am Familienhaus im Park insgesamt 4.000 ausländische und deutsche Gäste angelockt. Es präsentierten sich Initiativen, Migrantenorganisationen, Sozialvereine, Polizeidienststellen und das Technische Hilfswerk in 25 Pavillons. Auch kulinarische Spezialitäten sowie Kleinkunst aus Afrika und Asien wurden angeboten.

Zu dem Fest wird seit 1996 jährlich am Himmelfahrtstag von Polizei, Kirchen und Vereinen, darunter die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, eingeladen. Die Veranstaltung war als Reaktion auf die rassistischen, sogenannten Himmelfahrtskrawalle 1994 in Magdeburg entstanden.

Aktueller Flyer für das Projekt Resonanzboden // House of Resources Magdeburg

21. Mai 2020

Für das Projekt Resonanzboden // House of Resources Magdeburg ist ein neuer Flyer erschienen. Neben allgemeinen Informationen über das Vorhaben gibt es die Themenbereiche „finanzieren“, „vernetzen“, „beraten & informieren“ sowie „nutzen & leihen“.

Das Projekt ist als Vernetzungs- und Kooperationsstelle für Menschen mit Einwanderungsgeschichte sowie Migrantenorganisationen und Engagierte in diesem Bereich tätig. Resonanzboden tritt außerdem als Förderer von Bildungs- und Kulturvorhaben für deren Zielgruppen und alle interessierten und ehrenamtlich tätigen Menschen auf.

Im Oktober 2019 war das Projekt in Trägerschaft der lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. in die zweite, bis Ende August 2022 währende Förderperiode gestartet. Als Kooperationspartner rückte die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. an die Seite der lkj). Ein Motto lautet „Für Euer Engagement: Zwei Häuser – gemeinsame Ressourcen“.

Internetseite DENKMAL EUROPA als besondere Empfehlung für Familien und Schulprojekte

14. Mai 2020

Die Architektenkammer Sachsen-Anhalt und das hiesige Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie haben für den Besuch der Internetseite DENKMAL EUROPA geworben. Es handele sich um eine anregende Plattform für Familien und für Schulprojekte sowie um ein Wortspiel, das den Anspruch der 2018 in Leipzig zur Messe „denkmal“ freigeschalteten Seite spiegelt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Seither inspiriere DENKMAL EUROPA nicht nur Kinder zu lokalen Zeitreisen in und durch den Kontinent.

Die Seite enthält Anregungen, um spielerisch Interesse an den oft schwer vermittelbaren Themen Denkmalpflege, Architektur, Baukultur und Europa zu wecken. Zwölf Denkmalgeschichten vereinen Erzählungen, Zeichentrickfilme und Forschungselemente. Vorwissen ist nicht erforderlich.

Die Themen haben viele aktuelle Bezüge – so heißt etwa ein Bereich „Bauen für Flüchtlinge“ mit Hinweisen auf Flüchtlingsbewegungen bereits im 17. und 18. Jahrhundert. An denkmalgeschützten Gebäuden aus Sachsen-Anhalt werden zum Beispiel die Lutherstätten in Wittenberg und ihre historische Verbindung mit der Kirchenreformation ab 1517 vorgestellt. - DENKMAL EUROPA entstand aus Anlass des Europäischen Kulturerbejahres 2018 auf Initiative der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL).

Kontakt: Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL), c/o Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Schloss Biebrich/Westflügel, 65203 Wiesbaden; E-Mail: info@denkmal-europa.de

Netzwerk bietet Unternehmen und Geflüchteten Informationen über die neue Beschäftigungsduldung

3. Mai 2020

Für beschäftigte Geflüchtete mit negativem Asylbescheid besteht seit Anfang dieses Jahres unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die neue Beschäftigungsduldung zu beantragen und damit längerfristig einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge hat dazu jetzt die Grafik „Die Beschäftigungsduldung – Der Weg Schritt für Schritt“ sowie eine acht Seiten umfassende Übersicht veröffentlicht.

Interessenten finden darin schnell und übersichtlich Informationen unter anderem über die Zielgruppe, die Voraussetzungen, die Antragsstellung und die rechtlichen Grundlagen. Das „Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung“ ist seit 1. Januar 2020 in Kraft und gilt zunächst bis 31. Dezember 2023.

Das Anfang 2016 ins Leben gerufen Netzwerk ist eigenen Angaben zufolge mit mehr als 2.000 Betrieben aus allen Bundesländern der größte Zusammenschluss von Firmen, die sich aktiv der Beschäftigung und Ausbildung von Geflüchteten widmen. Die Initiative für das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Netzwerk ging vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aus, Träger des Projekts ist die DIHK Service GmbH. Regionalbotschafterin aus Sachsen-Anhalt ist Sabine Riesner von der profenster Weichsel GmbH in Brietz bei Salzwedel. 

Kontakt: NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge, DIHK Service GmbH, Breite Straße 29, 10178 Berlin, Telefon: +49 30 203 08 6550, E-Mail: info@unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert Multiplikatorenschulungen - Anträge bis 31. August 2020 online möglich

2. Mai 2020

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat seine Ausschreibung für die Förderung von Multiplikatorenschulungen 2020 im Internet veröffentlicht. Diese Weiterbildungen sollen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte dabei helfen, sich für ehrenamtliches Engagement zu qualifizieren. Gefördert werden ein- oder mehrtägige Multiplikatorenschulungen. Der benötigte Zuschuss sollte dabei 5.000 Euro nicht unterschreiten und eine Höchstgrenze von 15.000 Euro haben. Entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten sind von den Trägern Eigen- bzw. Drittmittel zu erbringen.

Anträge können bis spätestens 31. August 2020 (24.00 Uhr) gestellt werden. Sie werden nach dem Zeitpunkt des Eingangs bearbeitet und bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen schrittweise bewilligt. Bis zum 15. Dezember 2020 müssen bewilligte Schulungen komplett abgeschlossen sein.

Die Ausschreibung („Interessenbekundungsverfahren“) mit Hinweisen zum Ausfüllen der Online-Anträge sind diesem Merkblatt zu entnehmen. Es gibt auch Auskunft unter anderem über Ziele und inhaltliche Schwerpunkte der Förderung bzw. der Schulungen.

Kontakt/Rückfragen: werktags zwischen 9.00 und 11.30 Uhr über Telefon +49 911 943-16341

MDR-Artikel: Berichte über Alltagsrassismus in Sachsen-Anhalt

2. Mai 2020

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) widmet sich auf seiner Internetplattform mit zwei Artikeln dem Thema Rassismus in Sachsen-Anhalt. Zunächst geht es um das Beratungsprojekt „Entknoten“ mit Standorten in Magdeburg und Halle (Saale). Die Beraterinnen berichten unter anderem, dass es Rassismus in allen Lebensbereichen gebe. Und bei den etwa 60 Fällen rassistischer Diskriminierung, die an die Beratungsstellen im vergangenen Jahr herangetragen worden seien, habe sich nur ein einziger Verantwortlicher für seine Diskriminierung ehrlich entschuldigt. Träger des Projektes „Entknoten“ ist das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.

Im danebenstehenden Beitrag erzählt Noël Kaboré aus Halle von seinen persönlichen Erfahrungen und dem Start einer eigenen Kampagne gegen Rassismus. In Deutschland werde Alltagsrassismus nicht ernst genug genommen, sagt der Afrikaner. Er wünsche sich mehr Zivilcourage. Aber auch auf struktureller und institutioneller Ebene müsse etwas passieren, damit Menschen, die Rassismus erleben, sich sicher fühlen können. Nötig seien etwa neue Gesetze, damit nicht erst körperliche rassistische Gewalt, sondern auch schon rassistische Beleidigungen strafbar seien. Kaboré ist unter anderem als Trainer und Referent in den Bereichen Diversity, interkulturelle Öffnungsprozesse und diskiminierungskritische Arbeit tätig.

Die Resonanz auf die beiden Artikel ist kontrovers: Bislang wurden insgesamt mehr als 80 Kommentare geschrieben.