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AKTUELL

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In Kürze: Auftaktveranstaltung der EUmigra-Reihe „Gleichgestellt – gleichbehandelt?“ (17. März, online)

Die Fach- und Servicestelle EU-Migration in Sachsen-Anhalt (EUmigra) der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. hat für Mittwoch, 17. März, zu einem...

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Jahrestag FEG: Neue Orientierungslandkarte vom Fachkräfteeinwanderungszentrum des IQ Netzwerks

Am 1. März hat sich die Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) zum ersten Mal gejährt. Pünktlich zum Jubiläum wurde vom...

Die wichtigsten Regelungen in gebündelter Form: Sachverständigenrat hat Faktensammlung „Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ aktualisiert

5. März 2021

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) hat seine umfangreiche Faktensammlung „Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ aktualisiert. Dieser Überblick umfasst die wichtigsten Regelungen zur Erwerbsmigration für EU-Bürgerinnen und -Bürger und Drittstaatsangehörige. Dabei wird zwischen Personen ohne oder mit Berufsausbildung und Personen mit Hochschulabschluss sowie Unternehmern bzw. Selbständigen und unternehmensintern transferierten Beschäftigten unterschieden.

Der SVR ist ein unabhängiges, interdisziplinär besetztes Expertengremium, das die Politik berät und der Öffentlichkeit sachliche Informationen zur Verfügung stellt. Die neun Mitglieder des Gremiums legen jährlich ein Gutachten vor und nehmen Stellung zu aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Integration und Migration.

Kontakt: Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) gGmbH, Geschäftsstelle, Neue Promenade 6, 10178 Berlin, Telefon: +49 30 2888659-0, E-Mail: schu@svr-migration.de

Umfrage zur Sprachmittlung an Kindertagesstätten und Grundschulen in Sachsen-Anhalt – Projekt stellt Auswertung vor

4. März 2021

Das Projekt „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“ hatte Ende 2020 eine breitgefächerte Umfrage zur Sprachmittlung an Kindertagesstätten und Grundschulen in Sachsen-Anhalt vorgenommen. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität in Halle (Germanistisches Institut) eine Online-Erhebung mit 36 Fragepunkten entwickelt. Nach intensiver Auswertung liegen nun die Ergebnisse vor.

So wurde zum Beispiel in fast allen Einrichtungen (95,8 Prozent) eine Sprachmittlung gewünscht. Die Analyse ergab außerdem, dass in 94 von 137 Einrichtungen mehrsprachige Elterngespräche stattfinden sowie ein Großteil des Befragten (konkret 98 von 128) bereits Erfahrungen mit Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern gesammelt haben. Zudem erklärten 82 Prozent der Befragten, mit Hilfe von Sprachmittlung erfolgreichere mehrsprachige Elterngespräche führen zu können als ohne diese Unterstützung. Allerdings fühlen sich 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer nicht gut auf mehrsprachige Elterngespräche vorbereitet. 

Es wurden insgesamt 140 Fragebögen beantwortet. Beteiligt haben sich unter anderem pädagogische Mitarbeitet und Lehrkräfte aus Kindertagesstätten, Grundschulen und Horten.

Zur Auswertung mit Texten und Grafiken (21 Seiten) gelangen sie hier.

Seit Februar ist auch der Band „Sprachmittlung auf Augenhöhe. Ein Praxishandbuch zum Dolmetschen an Kita und Schule“ erhältlich, den das beim Friedenskreis Halle e.V. angesiedelten Projekt „ElKiS“ entwickelt hat (Zugang hinter dem Link). 

Kontakt: Eva Stoelzel, Projektkoordinatorin „ElKiS! Mehrsprachige Elterngespräche an Kita und Schule“, elkis@friedenskreis-halle.de, Friedenskreis Halle e.V., Große Klausstraße 11, 06108 Halle/Saale

Digitaler Fachtag im Rahmen der Antirassismuswochen: „Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt: Hürden abbauen und Potentiale besser nutzen“ (25.03.)

1. März 2021

Das Verbundprojekt „Blickpunkt: Migrantinnen – Fach- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt“ richtet am 25. März 2021 von 9.30 bis 16.00 Uhr eine digitale Landesfachveranstaltung im Rahmen der diesjährigen Antirassismuswochen aus. Auf dem Programm mit vielen Gästen aus Politik und einschlägigen Fachbereichen stehen Vorträge, Workshops und eine Paneldiskussion. Diskutiert werden soll:

Was sind aus Sicht der Teilnehmer*innen die zentralen strukturellen Hürden?
Was wird in Sachsen-Anhalt bereits getan, um diese abzubauen?
In welchen Bereichen besteht dringender Handlungsbedarf?
sowie mögliche Lösungsansätze und nächste Schritte.

Insgesamt vier Workshops runden das anspruchsvolle Tagesprogramm ab. Eine Einladung folgt.

Kontakt: Blickpunkt: Migrantinnen, Fach- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt, Öffentlichkeits- und Medienverantwortlicher/Veranstaltungsmanagement;
Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V., Langer Weg 65-66, 39112 Magdeburg
Telefon: +49 391 60 53-249, Telefax: 49 391 60 53-100, E-Mail: christian.laas@caritas-magdeburg.de

www.blickpunkt-migrantinnen.de
www.caritas-magdeburg.de

 

 

Ein Jahr Fachkräfteeinwanderungsgesetz: ZEMIGRA stellt in Podcast-Reihe Regelungen zur Arbeitsmarktintegration vor

26. Februar 2021

Am 1. März 2021 jährt sich das Inkrafttreten des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) zum ersten Mal. Aus diesem Anlass stellt die Podcast-Reihe des Zentrums für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) in sechs Teilen kurz und verständlich die wichtigsten gesetzlichen Regelungen zur Arbeitsmarktintegration in Deutschland vor.

Ergänzt wird die Reihe durch einen Podcast zum Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz, das wie das FEG Teil des sogenannten Migrationspakets der Bundesregierung ist. Dieses Paket umfasst insgesamt acht Gesetze, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Kraft getreten sind. Mit den Podcasts möchte ZEMIGRA all jene Menschen unterstützen, die sich ehrenamtlich oder hauptamtlich für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten engagieren.

Informationen zu rechtlichen Grundlagen der Arbeitsmarktintegration bietet ZEMIGRA auch bei Schulungen oder in der eigenen Infothek an. Interessierte können ihr Wissen auch mit der ZEMIGRA-Quiz-App testen und vertiefen.

Kontakt: Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt, Telefon: über +49 30 417498648, E-Mail: franziska.wildner@f-bb.de

Digitaler Atlas „Kompass Sachsen-Anhalt“ bietet Projekte-Übersicht von der Altmark bis Zeitz

25. Februar 2021

Der Ende 2020 freigeschaltete digitale Atlas „Kompass Sachsen-Anhalt“ zum Auffinden der landesweiten interkulturellen Projekte, Beratungsstellen und Profile interkultureller Trainer bietet eine Übersicht zu Standorten von A bis Z – von der Altmark bis Zeitz. Die Bereiche „Karte Projekte“, „Karte Beratung“ und „Karte Trainer*innen“ umfassen mittlerweile insgesamt rund 130 Einträge (Stand: 22. Februar). Die Angaben werden - auch mit Unterstützung des Landesverwaltungsamtes - laufend aktualisiert und erweitert. Während der Arbeit am neuen „Kompass“ konnten auch Erfahrungen gesammelt werden, in deren Konsequenz technische Verbesserungen durch den Dienstleister Teleport vorgenommen wurden.

Der „Kompass“ gehört zum Kern des Projektes „IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., das im Dezember 2020 gestartet war. Die Weiterentwicklung des digitalen Atlas innerhalb des Landesportals ist besonders von der Zusammenarbeit mit dem Landesverwaltungsamt, Teleport und den jeweiligen Integrationskoordinatorinnen und -koordinatoren der Landkreise und kreisfreien Städte geprägt.

Auf drei verschiedenen Übersichtslandkarten mit Suchfunktionen werden beim „Kompass“ alle Projekte der interkulturellen Bildung und die Kompetenzprofile interkultureller Trainer*innen zusammengeführt. Nutzer gelangen anhand von Markierungen auf den Karten mit einem Mausklick auf einen gewünschten Ort oder eine bestimmte Beratungsstelle und erhalten weitere Daten angezeigt. Außerdem beinhalten die einzelnen Bereiche unterhalb der Suchfunktion auch eine Auflistung der Angebote und Träger. Mit erfasst sind auch alle Landes-Beratungsstellen der Integration.

Kontakt: Dr. Katja Michalak – Projektleitung, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., IKOE – Fachstelle Interkulturelle Orientierung und Öffnung Sachsen-Anhalt, einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-261, E-Mail: katja.michalak@agsa.de

Neues Online-Portal über die DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik – Runde Tische zu offenen Fragen geplant

22. Februar 2021

Das Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat ein Online-Portal zu den mosambikanischen Vertragsarbeitern in der DDR freigeschaltet. Das Internetprojekt dokumentiert die aktuellen Entwicklungen zu den immer noch offenen Fragen der ehemaligen Vertragsarbeiter aus dem ostafrikanischen Land (Pressemitteilung). Verfasst sind die Texte in Deutsch und Portugiesisch, der Amtssprache in Mosambik.

Voraussichtlich im Spätsommer und Herbst dieses Jahres finden zwei Runde Tische mit Betroffenen, Expertinnen und Politikern zu diesem Thema statt. Ferner sind juristische Gutachten geplant, die die unklare Situation der Vertragsarbeiter rechtlich bewerten sollen.

Im Jahr 1979 hatten die DDR und die Volksrepublik Mosambik in einem Staatsvertag den Einsatz mosambikanischer Arbeitskräfte in der DDR vereinbart. Er beeinflusste die Lebenswege von mehr als 20.000 mosambikanischen Beschäftigten. Für viele von ihnen führte die deutsche Wiedervereinigung, aber auch ihre Rückkehr nach Mosambik zu schwerwiegenden Nachteilen und zu Unrecht.

Bei einer internationalen Tagung 2019 zu den Vertragsarbeitern wurde ein „Magdeburger Memorandum“ zur Lösung der offenen Fragen, das an die Bundesregierung und die Republik Mosambik gerichtet ist, verabschiedet. Die Videos und Tagungsmitschnitte stehen zweisprachig auf dem neuen Portal zur Verfügung.

Kontakt: Dr. Hans-Joachim Döring - Telefon +49 160 96684911, Julia Oelkers - Telefon +49 170 8343894

Landes-Engagementfonds startet in Förderrunde 2021

17. Februar 2021

Für Sachsen-Anhalts Engagementfonds hat eine neue Förderrunde begonnen. So ist auch im Jahr 2021 wieder Unterstützung für nachbarschaftliches Engagement zugunsten Integration und sozialer Teilhabe - gerade auch angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie - bis zu einer Höhe von 2.500 Euro möglich, erklärte die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt e.V. in einer Pressemeldung. Interessierte werden gern von den Kolleginnen und Kollegen der LAGFA zu Förderbedingungen, Antragstellung und möglicher Vernetzung beraten.

Bei vielen Herausforderungen vor Ort spiele Engagement eine tragende Rolle, wie man sehr gut an den vielfältigen Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Pandemie im letzten Jahr habe sehen können, hieß es weiter. In der Nachbarschaft mitgestalten zu können, sei die Form von Teilhabe, „die unsere Gesellschaft über Krisen hinaus langfristig stärkt und zusammenführt“.

Weitere Informationen zum Fonds finden Sie hier; das Antragsformular kann online ausgefüllt werden.

Unter dem Motto „Engagierte Nachbarschaft“ hat die gleichnamige Netzwerkstelle der LAGFA seit 2015 mehr als 400 ehrenamtliche Vorhaben von engagierten Einzelpersonen, Initiativen und Vereinen gefördert.

Kontakt: LAGFA Sachsen-Anhalt e.V., Uwe Lummitsch/Jan Greiner, Rathausstraße 13, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345 22604440, E-Mail: netzwerkstelle@lagfa-lsa.de

Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28 März 2021 – Aufruf zur Beteiligung

15. Februar 2021

In Sachsen-Anhalt laufen die Vorbereitungen auf die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus auf Hochtouren. Beteiligen kann man sich im Aktionszeitraum 15. bis 28. März unter anderem mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen oder Workshops, die überwiegend in digitaler Form stattfinden. Auch virtuelle Stadtrundgänge gehören zu den Vorschlägen.

Koordinator in der Landeshauptstadt Magdeburg ist die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA), die zur Mitwirkung aufgerufen hat. Interessenten, die sich in Magdeburg einbringen wollen, werden zum Beispiel über Fördermöglichkeiten informiert, angeboten wird zudem eine Unterstützung bei der Suche nach Veranstaltungsräumen und bei der Lösung technischer Fragen. 

In Halle (Saale) lädt die Gruppe „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ traditionell zu „Bildungswochen gegen Rassismus“ ein. Sie sollen überwiegend aus digitalen Veranstaltungen bestehen, das übergreifende Motto lautet „Hinsehen. Zuhören. Einmischen.“

Bundesweit werden die jährlichen Wochen gegen Rassismus von der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die ihren Sitz in Darmstadt hat, geplant und koordiniert. Auf der Internetseite der Stiftung können auch Impulse (71 Seiten) und Anregungen zur Gestaltung heruntergeladen werden.

Termin: 15. bis 28. März 2021

Kontakt (für das Programm in Magdeburg): Manja Lorenz, Telefon: +49 391 5371-207, E-Mail: manja.lorenz@agsa.de

Projekt Jugendstil* der Stiftung Bürger für Bürger: Ideenfonds unterstützt Vorhaben junger Menschen mit Migrationsgeschichte

12. Februar 2021

Im Rahmen des Modellprojekts Jugendstil* der Stiftung Bürger für Bürger aus Halle ist ein Ideenfonds ins Leben gerufen worden. Mit ihm werden junge Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte sowie Gruppen und Initiativen gefördert. Einzelpersonen im Alter von 14 bis 27 Jahren können sich um bis zu 800 Euro Fördergeld und Gruppen um bis zu 1.000 Euro bewerben.

Anträge können online über ein Bewerbungsformular gestellt werden. Förderfähig sind unter anderem Ideen und Vorhaben, die sich für Zusammenhalt, Dialog, Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft engagieren und dabei junge Menschen mit Migrationsgeschichte einbinden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Antragsteller ihren Wohnsitz in den ostdeutschen Bundesländern haben. Eine Jury entscheidet monatlich über die Bewerbungen.

Unterstützt wird das Engagement der Antragsteller auch inhaltlich – so werden die ausgewählten Teilnehmer bei der Verwirklichung ihrer Vorhaben mit Workshops und Vernetzungstreffen begleitet. „Junge, postmigrantische Erfahrungen und Perspektiven müssen in Ostdeutschland sichtbarer werden!“, heißt es auf dem Handzettel, mit dem über den Fonds informiert wird.

Das Anfang 2020 gestartete Modellprojekt Jugendstil* der Stiftung Bürger für Bürger ist für eine Dauer von fünf Jahren geplant.

Kontakt: Stiftung Bürger für Bürger, Bernburger Straße 4, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345 68893758, E-Mail: hallo@jugendstil-projekt.de, info@buerger-fuer-buerger.de

Per Video: Eindringlicher Spendenaufruf zugunsten der Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt

11. Februar 2021

Das katholische Bistum Magdeburg hat in einem Video eindringlich für Spenden zugunsten der Initiative Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt (FHST) geworben. Sie war Anfang 2014 von Bischof Dr. Gerhard Feige ins Leben gerufen worden. Das Bistum hat dafür einen Fonds eingerichtet und mit 90.000 Euro ausgestattet.

Zweck der Flüchtlingshilfe ist es laut Gründungsurkunde, „Menschen, die aus lebensbedrohlichen Krisengebieten nach Sachsen-Anhalt kommen beziehungsweise gekommen sind, in prekären Lebenssituationen und unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zu unterstützen“.

In dem knapp fünf Minuten langen Film kommen neben Bischof Feige und der Migrationsbeauftragten Monika Schwenke vom Bistum auch ehemalige Flüchtlinge zu Wort, die von der Initiative unterstützt wurden (siehe Bildschirmfoto).

Dem Aufruf angeschlossen hat sich die Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration Susi Möbbeck, die auch Integrationsbeauftragte der Landesregierung ist. Sie freue sich als Kooperationspartnerin der Initiative darüber, dass dank des Engagements des Bistums bislang in mehr als 1.100 Fällen Spenden an Hilfesuchende weitergeleitet werden konnten, betonte sie. Damit dieses großartige Engagement für ein solidarisches Miteinander auch zukünftig wirken kann, habe das Bistum Magdeburg das Video produziert.

Kontakt/Ansprechpartnerin: Barbara Dittmann, Telefon: +49 391 6053-237, E-Mail: barbara.dittmann@caritas-magdeburg.de

Neuer Podcast von ZEMIGRA: Unterstützungsangebote für Migrantinnen bei der Beschäftigungssuche im Mittelpunkt

9. Februar 2021

Das Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt - ZEMIGRA – hat seinen neuen Podcast „Potentiale heben – Chancen geben! Wie wir Migrantinnen bei der Beschäftigungssuche unterstützen können“ freigeschaltet. Im Mittelpunkt stehen Interviews mit der Gründerin des Vereins interkulturelles Frauennetzwerk in Sachsen-Anhalt, Soniya Frotan, und Christiane Pruschek, Beraterin bei der Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt.

Sie berichten über die Herausforderungen migrantischer Frauen (insbesondere aus Afghanistan) bei der Arbeitsmarktintegration. Zudem wird erläutert, was Bildungs- und Beratungseinrichtungen tun können, um die Bedürfnisse der Frauen stärker in den Blick zu rücken. Obwohl viele migrantische Frauen einer Beschäftigung nachgehen möchten, steht von ihnen im Vergleich zu männlichen Zugewanderten nur ein kleiner Anteil in einem Arbeitsverhältnis, betonte ZEMIGRA.

Der neue und weitere ZEMIGRA-Podcasts sind auch bei den Internet-Diensten Spotify, deezer und podcast.de zu finden.

Kontakt zu ZEMIGRA: Telefon +49 800 9364472, E-Mail zemigra@ebg.de

Institut für Berufspädagogik beging 30. Gründungsjubiläum - Integrationsmanagement fängt schon lange vor Kursbeginn an

5. Februar 2021

Das im einewelt haus in Magdeburg ansässige Institut für Berufspädagogik e.V. (IBP) hat sein 30. Gründungsjubiläum begangen. Erinnert wurde an den 30. „Geburtstag“ im Corona-Jahr 2020 ohne eine große Feier in der Öffentlichkeit. Die schönsten Geschenke seien ohnehin das erfolgreiche Bestehen der Kenntnisprüfung der Teilnehmenden der derzeit laufenden Kurse oder das erfolgreiche Absolvieren der Fachsprachprüfung, sagte Institutsleiterin Elke Orlowski. Das IBP wird im einewelt haus-Magazin „Deine Welt“ (Ausgabe 02/20) mit einem mehrseitigen Beitrag vorgestellt, aus dem das Zitat stammt.

Seit seiner Gründung am 11. Dezember 1990 hat der Verein mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifiziert und bei deren Lebens- und beruflichen Weg unterstützt. Entwickelt wurde unter anderem auch ein Angebot von Prüfungsvorbereitungskursen, an denen seit 2015 rund 280 Ärztinnen und Ärzte mit Migrationsgeschichte teilgenommen haben.

Das Integrationsmanagement beginne schon lange vor Kursbeginn, erläuterte Elke Orlowski. So leiste das Institut Unterstützung in allen Lebenslagen – so etwa bei der Wohnungsvermittlung, bei Behördengängen sowie bei der Suche nach einer Kinderbetreuung oder einer Arbeitsstelle.

Das Institut war 1995 Gründungsmitglied der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA). Seit 2004 hat das IBP seinen Sitz im einewelt haus, in dem auch die Qualifizierungskurse stattfinden.

Kontakt: Institut für Berufspädagogik e.V., Elke Orlowski, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371 232, E-Mail: orlowski@ibp-bildung.de

Fachkommission empfiehlt Abkehr vom Begriff „Migrationshintergrund“

29. Januar 2021

Die unabhängige Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Abschlussbericht übergeben. Er enthält eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen, arbeitsmarktpolitischen, gesellschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen für Integration sowie Impulse und Empfehlungen, wie diese weiterentwickelt werden können. In dem Bericht spricht sich die Kommission dafür aus, den Begriff „Migrationshintergrund“ für Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht mehr zu verwenden.

Der Bericht der Kommission mache deutlich, dass die Bezeichnung „Migrationshintergrund“ nicht mehr zeitgemäß sei, sagte Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz (siehe Pressemitteilung). Der Begriff bilde die Vielfalt der Gesellschaft nicht mehr ab. Nötig sei unter anderem ein neues Integrationsverständnis, das alle einschließt und auf Bedarf statt Herkunft setzt.

Das Gremium empfiehlt, künftig nicht mehr von „Personen mit Migrationshintergrund“ zu sprechen, sondern von „Eingewanderten und ihren (direkten) Nachkommen“. Zwar sei auch dieser Begriff keine ideale Lösung im Sinne eines universell einsetzbaren Begriffs, der sowohl wissenschaftliche als auch umgangssprachliche und politische Erwartungen erfüllt, heißt es. Aber die Überlegungen der Kommission hierzu seien ein Anfang, um den Begriff „Migrationshintergrund“ zu wandeln, der für viele Menschen wie ein Etikett sei, dem sie nicht entkommen könnten, selbst wenn sie lange hier leben, die deutsche Staatsbürgerschaft haben oder in Deutschland geboren und nie eingewandert sind.

In ihrem Abschlussbericht gibt die Kommission einen Überblick über den Stand und die Zukunft der Integrationspolitik in Deutschland. Dazu haben sich die 24 Mitglieder fast zwei Jahre in Plenums- und Arbeitsgruppensitzungen sowie in Telefonaten und Mails ausgetauscht. Der Bericht enthält 14 Kernbotschaften, die als Impulse für die künftige Integrationspolitik dienen sollen. – Der vollständige Bericht (284 Seiten)

Kontakt: Geschäftsstelle der Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit, Bundeskanzleramt, 11012 Berlin, E-Mail: fk-int@bk.bund.de

Verabschiedetes Integrationskonzept des Landes Sachsen-Anhalt jetzt digital verfügbar

29. Januar 2021

Nach intensiver Beteiligung breiter gesellschaftlicher Kreise hat das Kabinett im Dezember 2020 das Landesintegrationskonzept Sachsen-Anhalts beschlossen. Es liegt jetzt als digitale PDF vor; eine Druckfassung wird folgen.

In einem breit angelegten Dialog mit mehr als 300 Mitwirkenden waren in einem gut einjährigen Prozess die integrationspolitischen Leitlinien und Maßnahmen des Landes weiterentwickelt worden (Pressemitteilung) . Der Landesintegrationsbeirat, Migrantenorganisationen, Integrationskoordinierungsstellen, Verbände, kommunale Vertreterinnen und Vertreter u.a. haben sich in die Entwicklung des Konzeptes eingebracht. 

Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung, hatte in ihrem Videostatement (Dezember 2020) hervorgehoben: „Angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftebedarfes der Unternehmen muss Sachsen-Anhalt gezielt um Zuwanderung sowohl aus der EU als auch aus Drittstaaten werben. Zugewanderte brauchen unbürokratische Beratung und Information, gut abgestimmte Deutschkurse und passgenaue Qualifizierung. Ein Integrationskonzept hilft, Hürden auf dem Weg nach Sachsen-Anhalt abzubauen“.

Dessau-Roßlau: Digitale Prozesskette der Arbeitsmarkintegration wurde aktualisiert

28. Januar 2021

In einem Gemeinschaftsvorhaben der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg, des Jobcenters Dessau-Roßlau und des Integrationsbüros der Stadt ist die digitale Prozesskette der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationsgeschichte im Alter über 25 Jahre aktualisiert und angepasst worden. Entsprechend der Lebenssituation und verschiedenen Phasen der Betroffenen werden Unterstützungsangebote in Dessau-Roßlau dargestellt, die mittels rund 50 verschiedener Links direkt erreicht werden können.

Somit dient die Übersicht Menschen mit Migrationsgeschichte am Arbeitsmarkt als Orientierung und Hilfsangebot und bietet Informationen auch für Beratungsstellen und Arbeitgeber. Dabei geht es etwa um den Themenbereich „Ankommen, orientieren und informieren“ sowie um die Anerkennung von Berufsabschlüssen, um Deutschkurse und um die Arbeitsuche (Online-Version, Stand: 01.01.2021). Weiterführende Informationen hält außerdem der Willkommenskompass der Stadt Dessau-Roßlau bereit.

Kontakt: Christian Altmann, Integrationskoordinator der Stadt Dessau-Roßlau, Dezernat I, Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 204-2901, E-Mail: integrationsbuero@dessau-rosslau.de