Neue Studie thematisiert Teilhabe von muslimischen Gemeinden im ländlichen Raum

Herausgeber

19. November 2018

Eine neue Studie widmet sich der Frage, wie eine bessere Teilhabe von muslimischen Gemeinden in kleineren Kommunen Ostdeutschlands gelingen kann. Als Grundlage dienen Erfahrungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Soziologe und Politikwissenschaftler Timon Perabo zeigt unter anderem, wie Kommunen die Religionsfreiheit achten, auftretende Hürden im Miteinander überwinden und das Zusammenleben aller Menschen vor Ort stärken.

Zu den Themen gehören zum Beispiel das (religiöse) Leben von Musliminnen und Muslimen in Kommunen, historisch-politische Rahmenbedingungen, Handlungsstrategien für Politik und Verwaltung sowie islamisch begründeter Extremismus. Herausgeber der 92 Seiten umfassenden Broschüre "Musliminnen und Muslime in ländlichen Räumen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wie kann Verwaltung neue Aufgaben gut meistern?" sind die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung.

Zu der Studie (ISBN 978-3-96250-194-5) gelangen Sie hier.

Zwei Neuerscheinungen zum Integrationsbegriff

Kiepenheuer und Witsch

August 2018

Zwei Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt 2018 werfen neue Perspektiven zum Themenfeld Integration auf.

Während Hamed Abdel-Samad mit Integration. Ein Protokoll des Scheiterns (Droemer Verlag 2018) "die integrationsverhindernden Elemente der islamischen Kultur" (Klappentext) in den Blick nimmt, thematisiert Aladin El-Mafaalani im jetzt erschienenen Integrationsparadox Warum gelingende Integration zu mehr Konflikten führt (Kiepenheuer&Witsch 2018).

Im Klappentext zum Integrationsparadox ist formuliert, warum der Begriff nach wie vor so umstritten ist: Als Basisherausforderung für Politik und Gesellschaft hält er fest, wie sich "am Thema Integration die Zukunft Deutschlands entscheiden" wird.

Neues Buch analysiert Ausgrenzung von Geflüchteten am Beispiel von Bautzen

FH Münster/Pressestelle

Juli 2018

Die Situation sowie die Ursachen und Perspektiven im Zusammenhang mit der Ausgrenzung von Geflüchteten hat Dr. Sebastian Kurtenbach (Foto) am Beispiel der sächsischen Stadt Bautzen analysiert. Der Sozialwissenschaftler der FH Münster befasst sich in seinem Buch vor allem mit der Frage, wie Städte im Erleben Geflüchteter zu feindseligen Orten werden. So gibt er in dem Band einen Einblick in die Dynamik, die zur Alltagsausgrenzung Geflüchteter führt.

Dabei bezieht er die Perspektiven Geflüchteter ebenso ein wie die von Bürgern, Politikern und der Zivilgesellschaft. Mehr als 100 Interviews haben Kurtenbach und sein Team geführt sowie Medienberichte und statistische Mikrodaten ausgewertet. "Bautzen erschien mir als ein geeigneter Fall für eine tiefere Analyse der Situation: wegen der Größe - als Zentrum der Oberlausitz ist es mit 40.000 Einwohnern relativ groß - und wegen der verhältnismäßig geringen Arbeitslosigkeit", erklärt Kurtenbach.

Auch die Erfahrungen mit Diversität aufgrund der Nähe zu Polen und Tschechien sowie der ansässigen Minderheit der Obersorben seien ausschlaggebend für Bautzen als beispielgebende Kommune gewesen. Sie stehe exemplarisch für eine allgemeine Tendenz in der Gesellschaft, was zurzeit unter dem Schlagwort Rechtsruck diskutiert werde. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung Bautzens beträgt nach städtischen Angaben rund 4,7 Prozent.

Die Pressemitteilung der FH Münster zu der Neuerscheinung können Sie hier nachlesen.

Kontakt: Dr. rer. pol. Sebastian Kurtenbach, FH Münster - Fachbereich Sozialwesen, Robert-Koch-Straße 30, 48149 Münster, Telefon: 0251/83-65745

Bibliographische Angaben: Kurtenbach, Sebastian: "Ausgrenzung Geflüchteter. Eine empirische Untersuchung am Beispiel Bautzen", Springer VS, 124 Seiten, Hardcover, eBook, ISBN 978-3-658-21799-0, 39,99 Euro, Softcover, ISBN 978-3-658-21798-3, 49,99 Euro

Band "Herausforderung Integration" beantwortet Fragen zum Umgang mit Geflüchteten

Psychosozial-Verlag

Juni 2018

Das Zusammenleben mit Geflüchteten und Migranten steht im Mittelpunkt des neu erschienenen Buches "Herausforderung Integration". Migration ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, heißt es im Klappentext. Nachdem Hunderttausende von Geflüchteten im Herbst 2015 in Deutschland Schutz gefunden hätten, bewege das Thema Integration die deutsche Gesellschaft zutiefst.

Die drängenden Fragen im Umgang mit Geflüchteten und gelingender Integration werden im vorliegenden Band von namhaften Autorinnen und Autoren aus Sicht von Politik, Gesellschaft, betroffenen sozialen Einrichtungen, Wissenschaft, Hochschulen und Kirche beantwortet. Einen besonderen Stellenwert erhält hierbei der Zusammenhang von Integration und Bildung.

Bibliographische Angaben: "Herausforderung Integration - Wie das Zusammenleben mit Geflüchteten und MigrantInnen gelingt", Hg. Siegfried Karl/Hans-Georg Burger, Psychosozial-Verlag GbR, 353 Seiten, 34,90 Euro, ISBN-13: 9783837927122 

Bestell-Hotline: 0180/5085081 (Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr)

Bestell-Nummer: 6866455

Deutscher Kulturrat gibt einmaliges Kompendium über Leitkultur-Debatte heraus

April 2018

Der Deutsche Kulturrat hat mit dem gerade erschienenen Buch „Wertedebatte: Von Leitkultur bis kulturelle Integration“ ein einmaliges Kompendium zur Leitkultur-Debatte vorgelegt. In dem Band gewähren 130 Autorinnen und Autoren  - darunter Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Theologen - einen Überblick über die Wertediskussionen der vergangenen zehn Jahre. Die Diskussionen um die Werte, die unsere Gesellschaft zusammenhalten und auf die sich die Mehrheit der in Deutschland Lebenden beziehen, gleiche einer Fieberkurve, erklärte der Kulturrat.

Das Buch fasse Beiträge aus „Politik & Kultur“, der Zeitung des Kulturrates, aus mehr als zehn Jahren zusammen, die viele Facetten dieser Fieberkurve zeigen. Dabei gehe es um die Themen Leitkultur, Werte und Tugenden, den Kulturstaat und das Staatsziel Kultur, die Kunstfreiheit sowie um die Fragen, was deutsch und was Heimat sei. Als weitere Aspekte zählte der Kulturrat kulturelle Integration und der besondere Stellenwert der Religion in der Integrationsdebatte auf.

Das Inhaltsverzeichnis mit einer Einführung kann hier heruntergeladen werden.

Bibliographische Angaben: „Wertedebatte: Von Leitkultur bis kulturelle Integration“, Hg. v. Olaf Zimmermann und Theo Geißler; ISBN: 978-3-947308-06-4, 548 Seiten, 22,80 Euro

Kontakt: Deutscher Kulturrat e.V., Mohrenstraße 63, 10117 Berlin

Telefon: 030/2260528-0

Neuer Duden-Band befasst sich mit geschlechtergerechter Sprache

Dudenredaktion

März 2018

Die Dudenredaktion widmet sich in einer neuen Ausgabe der geschlechtergerechten Sprache. Der Band wird von den Autoren vor allem als praktische Hilfestellung für Menschen in Institutionen, Verwaltungen und Firmen, die gendergerechte Texte verfassen und sich ein Bild über die Möglichkeiten verschaffen möchten, verstanden. Nach einer Einführung in die sprachlichen Grundlagen des Genderns zeigt das Buch im Hauptteil, welche vielfältigen Möglichkeiten die Sprache und andere Zeichensysteme bereitstellen, aber auch welche Grenzen bestehen.

Wichtig ist der Redaktion vor allem, auf die Textgestaltung einzugehen, denn natürlich geht es allen Schreibenden darum, ansprechende und lesbare Texte, die ihre Empfängerinnen und Empfänger auch wirklich erreichen, zu verfassen. Den abschließenden Teil bildet ein Essay zur Geschichte der feministischen Linguistik und des Genderns in Deutschland. Es handelt sich um den ersten umfassenden Ratgeber zum Thema geschlechtergerechter Sprachgebrauch.

Details zu dem Buch "Richtig gendern": ISBN 978-3-411-74357-5, Format 14,8 x 22,0 cm, 120 Seiten

Kontakt: Für allgemeine Fragen und Fragen zum Shop, Telefon 030/89785-8281

Migrationszeitung: 3. Augabe

Dezember 2017

MIZE heißt MlgrationsZEitung, eine interkulturelle Zeitung aus dem Landkreis Stendal.

MIZE ist gestaltet von Menschen mit Migrationshintergrund. Sie erscheint in den Sprachen Deutsch, Persisch und Arabisch. Aktuell erschien die dritte Ausgabe.

Alle weiteren Informationen zur Zeitung und die bisherigen Ausgaben finden die hier. 

FLUCHT, MIGRATION UND DIE LINKE IN EUROPA. Neuerscheinung zu einem bewegenden Themenfeld

Dietz Verlag

November 2017

Eine Neuerscheinung zur Migrationsthematik: FLUCHT, MIGRATION UND DIE LINKE IN EUROPA, herausgegeben von Michael Bröning und Christoph P. Mohr, thematisiert grundlegende Fragen: Wie hält es Europas Linke mit der Migration? Welche Antworten bieten progressive Parteien auf aktuelle Herausforderungen? Welche Rolle spielen Flucht, Migration und Integration für Wählerinnen und Wähler? Was heißt das für politische Parteien und Bewegungen?

Darüber schreiben Aydan Özoguz, Wolfgang Merkel, Ahmad Mansour, David Goodhart und viele andere mehr. "Der vorliegende Band versammelt zwölf europäische Fallstudien und bietet eine ebenso kontroverse wie realistische Bestandsaufnahme der aktuellen Debatte." (aus der Verlagsbeschreibung)

Mehr Informationen (Leseprobe) hier.

Persönliche Geschichte einer kollektiven Erfahrung - Emilia Smechowski: "Wir Strebermigranten" (Roman, Hanser)

Hanser Verlag

September 2017

Emilia Smechowski, 1983 in Polen geboren, floh mit ihrer Familie 1988 nach Westberlin.

In Ihrem Romanerstling Wir Strebermigranten schildert sie die Integrations-Geschichte ihrer Familie, die in den 1980er Jahren aus Polen nach Deutschland kam.

"Ergreifend erzählt Emilia Smechowski die persönliche Geschichte einer kollektiven Erfahrung: eine Geschichte von Scham und verbissenem Aufstiegswillen, von Befreiung und Selbstbehauptung." (Verlagsangaben).

Das jetzt bei Hanser erschienene Buch (224 Seiten) ist auch als E-Book (16,99€) erhältlich. Mehr Informationen inklusive auszugsweiser Lesung der Autorin hier

Themenheft zur Integrationspolitik

August 2017

Lange Zeit stand deutsche Integrationspolitik für die Eingliederung ausländischer Arbeitskräfte. Heute umfasst das Politikfeld fast alle gesellschaftlichen Bereiche.

Das Themendossier der Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung, APuZ (67 / 2017), einer Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament", umfasst aktuelle Beiträge zum Thema Integration aus integrationspolitischer Sicht.

Juliausgabe "Aus Politik und Zeitgeschichte": Themenheft zu Familienpolitik

APuZ

Juli 2017

DIe Juliausgabe des Magazins der Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB) "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ), einer Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament", bringt aktuelle Beiträge zum Thema Familienpolitik.

Aus dem Themenheft: "Über kaum ein Politikfeld wird so leidenschaftlich gestritten wie über Familienpolitik. Dies zeigt nicht nur die jüngste Diskussion um die "Ehe für alle", sondern betrifft auch die "klassischen" familienpolitischen Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kinderbetreuung sowie Geschlechtergerechtigkeit."

Zum ganzen Heft hier (Online-PDF).

Neuerscheinung: Migration Geschichte und Zukunft der Gegenwart (von Jochen Oltmer)

Oltmer: Migration

Juni 2017

Migration, Flucht, Asyl - diese Brennpunktthemen sind allgegenwärtig. Zu ihnen gehören grundsätzliche Fragen wie: Welche Faktoren bedingen Migration und Flucht und von welchen Folgen und Effekten ist auszugehen? 

Mit der Einordnung der Phänomene jedoch tut sich die Debatte schwer, da häufig der Blick auf die historische Entwicklung des Phänomens nicht präsent genug ist. Antworten auf die grundlegenden Fragen bietet das neue Buch des Migrations-Experten Jochen Oltmer Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart.

Oltmers Buch geht folgenden Fragen nach: Welche Faktoren haben Migration und Flucht bedingt und beeinflusst, welche Formen hatten die räumlichen Bewegungen und von welchen Folgen und Effekten ist auszugehen? Oltmer kann in seinen Analysen auf fundierte Wissenszusammenhänge zurückgreifen. Der Professor für Neueste Geschichte und Mitglied des Vorstands des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück ist Autor und Herausgeber von zahlreichen Büchern und Aufsätzen zur Geschichte von Migration und Migrationspolitik vor allem im 19. und 20. Jahrhundert. 

"Das Buch kann ein Bollwerk sein gegen die Kakophonien, Fake News, rassistischen, nationalistischen, fundamentalistischen und populistischen Argumentationen...", hat socialnet.de kommentiert. Leser können sich also auf eine spannende Lektüre zu einem aktuellen und brisanten Thema freuen.