Unterstützung für Kommunen bei der Unterstützung von Flüchtlings-Kindern. Start des Bundesprogramms "Willkommen bei Freunden"

August 2015

Rund ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind laut UNICEF noch Kinder. Viele von ihnen kommen ohne die Begleitung ihrer Eltern oder eines anderen Erwachsenen hier an. Mit dem Ziel, Kommunen künftig bei der Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration das Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden" gestartet.

Künftig können MitarbeiterInnen aus den Kommunen in sechs regionalen Servicebüros konkrete Angebote erhalten, die sie vor allem bei der Etablierung lokaler Bündnisse aus Behörden, Vereinen sowie Bildungs- und Flüchtlingseinrichtungen vor Ort unterstützen. Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der DKJS: "Das ehrenamtliche und berufliche Engagement ist vielerorts hoch. Wir wollen dabei unterstützen, dass die verschiedenen Ressorts miteinander sowie mit Bürgerinnen und Bürgern gut zusammen arbeiten können, damit tragfähige Netzwerke für junge Flüchtlinge entstehen."

Städte, Kommunen und ehrenamtlich organisierte Personen, die Bündnisse gründen wollen, können sich ab sofort bei der DKJS melden.
Hier erfahren Sie mehr zum Bundesprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kinder und Bildung

Frühkindliche Förderung

Mit Gleichaltrigen lernen und spielen: Fröhlicher kann Integration nicht sein. Sachsen-Anhalt hat mit seinem Kinderförderungsgesetz, dem bundesweit besten Gesetz zur Kinderbetreuung, dafür die besten Voraussetzungen geschaffen. Es garantiert allen Kindern von der Geburt bis zum Alter von 14 Jahren, deren Eltern im Land leben und berufstätig oder in Ausbildung sind, eine Ganztagsbetreuung von wöchentlich 50 Stunden. Allen anderen Jungen und Mädchen werden täglich bis zu fünf Stunden Förderung und Betreuung geboten.  

Für Kinder mit Migrationshintergrund bietet der Besuch einer Kindereinrichtung zugleich eine gute Möglichkeit, das neue Heimatland kennen zu lernen, mit Gleichaltrigen zu spielen, Kontakte zu schließen und die deutsche Sprache zu erlernen.

Ein Schwerpunkt der frühkindlichen Bildung in Sachsen-Anhalt ist die Förderung der Sprachentwicklung. Um herauszufinden, welche Kinder eine zusätzliche individuelle Hilfe benötigen, werden seit 2010 für Kinder zwei Jahre vor der Einschulung Sprachtests durchgeführt.

weitere Informationen (deutsch) >>

weitere Informationen (französisch) >>

weitere Informationen (vietnamesisch) >>

weitere Informationen (russisch) >>

 

 

Integration durch Bildung

Vielfalt gemeinsam leben. Sachsen-Anhalt bietet für Familien mit Kindern hervorragende Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten von den Kindertagesstätten bis zu den Hochschulen und Universitäten. Sachsen-Anhalts Kindereinrichtungen und Schulen bieten vielfältige Bildungsangebote. Kinder mit Migrationshintergrund können beim Spracherwerb individuell gefördert werden. Viele Kitas und Schulen sind engagiert für ein friedliches Zusammenleben, z.B. als „Schulen ohne Rassismus“ und neugierig auf die interkulturellen Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.

Informationen über "Schulen ohne Rassismus" >>

Sprachförderung an den Schulen

Bildung ist der entscheidende Schlüssel zur sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Integration. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für den schulischen und beruflichen Erfolg und damit für gesellschaftliche Integration gehört das Erlernen der deutschen Sprache und der sichere Umgang mit ihr. Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht, ihre Potentiale entfalten zu können und damit das Recht auf gleiche Bildungschancen. Ziel aller Maßnahmen ist die Verbesserung der Integration und der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Schulen, die Kinder mit Migrationshintergrund unterrichten, arbeiten in Sachsen-Anhalt nach folgenden Empfehlungen:

  • Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund als Bestandteil des Schulprogramms und unter Berücksichtigung im schulinternen Lehrplan;
  • Intensivierung der Unterrichtsangebote „Deutsch“;
  • Verstärkung der Zusammenarbeit mit Eltern;
  • Verbesserung der Lehrerausbildung und –fortbildung;
  • Zusammenarbeit mit lokalen Netzwerken für Integration.

Grundlage der Fördermaßnahmen ist der „Erlass zur Beschulung von Kindern deutscher Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie ausländischer Bürgerinnen und Bürger“ (RdErl. des MK vom 26.07.2001).

Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an die folgenden Ansprechpartner für Migration im Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt:

 

zuständig für den Bereich Magdeburg

Herr Linke

Ref. 502- Tel.: 0391 567 5712

E-Mail: Ulrich.Linke(at)lwva.sachsen-anhalt.de

 

zuständig für den Bereich Halle

Herr Nasarek

Ref. 502- Tel.: 0345 514 1856

E-Mail: Heinz-Dieter.Nasarek(at)lvwa.sachsen-anhalt.de

 

zuständig für den Bereich Dessau

Herr Sels

Ref. 502- Tel.: 0340 6506 577

E-Mail: Rudi.Sels(at)lvwa.sachsen-anhalt.de

 

zuständig für den Bereich Gardelegen

Herr Danzmann

Ref. 502- Tel. 03907 8079 75

E-Mail: Henning.Danzmann(at)lvwa.sachsen-anhalt.de