Integration in den Arbeitsmarkt und in Ausbildung: Arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte und Landesprogramme in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt fördert mit zahlreichen und vielfältigen Initiativen und Programmen die Arbeits- und Ausbildungsintegration - einschließlich von Geflüchteten. Dabei gilt es im Wesentlichen folgende Zielstellungen zu erreichen:

  • Fachkräfte zu sichern und das Fachkräftepotenzial zu erhöhen
  • Lebensperspektiven zu eröffnen: Gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeitsmarktintegration zu sichern
  • Gute Arbeit zu gestalten – mit der Unterstützung von Unternehmen beim Schaffen attraktiver Arbeitsbedingungen.

Die Landesaktivitäten in diesem Handlungsfeld erstrecken sich aktuell (2018) auf insgesamt vier Schwerpunktbereiche, von denen drei der gezielten Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration gewidmet sind und einer der Sprachförderung dient.

Im Zuständigkeitsbereich des Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt sowie in Koordination mit der Arbeitsgruppe Integration in den Arbeitsmarkt werden folgende Initiativen mit Landesprogrammen verfolgt:

  1. Arbeitserprobung und niedrigschwellige Beschäftigung als erster Einstieg in die deutsche Arbeitswelt (hierzu gehört das Landesprogramm AGH für Flüchtlinge)
  2. Berufsorientierung, Ausbildungsvorbereitung und Ausbildungsbegleitung (hierzu gehören die Landesprogramme Berufswahl Richtig Angehen/Frühzeitig Orientieren (BRAFO) für junge Flüchtlinge, Zukunftschance assistierte Ausbildung und Regionales Übergangsmanagement Sachsen-Anhalt (RÜMSA)
  3. Integration qualifizierter ausländischer Fachkräfte in Arbeit (hierzu gehören die Willkommensbegleitung im Rahmen der Landesinitiative Fachkraft im Fokus (FIF) in Kooperation mit Jobbrücke PLUS und dem Landesnetzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ), Sachsen-Anhalt Weiterbildung BETRIEB und Sachsen-Anhalt Weiterbildung DIREKT)

Ergänzend wird im Bereich der Sprachförderung die Frühzeitige Sprachförderung und Gestaltung einer Sprachförderkette als Landesinitiative verfolgt. Hier steht die Richtlinie zur niedrigschwelligen Sprachförderung (ESF-Land) zu Verfügung.

Servicestelle IQ präsentiert mehrsprachigen Orientierungsleitfaden für Angebote der Arbeitsmarktintegration in Sachsen-Anhalt

Januar 2017

DIe Servicestelle "Interkulturelle Orientierung / Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity" Sachsen-Anhalt Nord des IQ Netzwerks Sachsen-Anhalt hat jetzt das Ergebnis eines einjährigen Kooperationsprojektes vorgestellt: die Broschüre "Orientierungsleitfaden für Angebote der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten".

Beteiligt an der Entwicklung dieses Orientierungsleitfadens waren Vertreterinnen der Agenturen für Arbeit in Sachsen-Anhalt in ihrer Funktion als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA), Mitarbeitende im IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt, Projektleitungen von Jobbrücke PLUS und der Landesinitiative Fachkraft im Fokus (FiF). Unterstützt wurde das Projekt durch die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V.

Ziel des Leitfadens ist es, Migrantinnen und Migranten die Orientierung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt via Broschüre und Online-Angebot zu erleichtern. Der Orientierungsleitfaden umfasst

  • grundlegene Informationen zu den Themen Arbeit/Beschäftigung, Ausbildung und Studium
  • Beratungsschritte und Dienstleistungsangebote innerhalb der Agenturen für Arbeit 
  • Informationen über landesweite Zusatzangebote des Netzwerks IQ, Jobbrücke PLUS und der Landesinitiative Fachkraft im Fokus (FiF)

Formuliert wurde in einfacher Sprache, unterstützt durch anschauliche Piktogramme und Illustrationen inklusive verknüpften QR-Codes zu digitalen Informationsangeboten.

Zunächst liegt die Broschüre als jeweils zweisprachiger Leitfaden in Deutsch-Englisch und Deutsch-Arabisch vor, bald auch in Deutsch-Farsi, Deutsch-Tigrinisch und Deutsch-Französisch.

Zum Leitfaden in Deutsch-Englisch und in Deutsch-Arabisch.