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Plädoyer des ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten der Landeshauptstadt Magdeburg für ein umfassendes Klima der interkulturellen Wertschätzung

Bei der letzten Stadtratssitzung am 7. März 2024 hatte Krzysztof Blau als Integrationsbeauftragter der Landeshauptstadt Magdeburg die Gelegenheit, den Jahresbericht 2022 des Beirats für Integration und Migration sowie des Integrationsbeauftragten vorzustellen.

Blau mahnte die konsequente Beteiligung des Beirats an kommunalen, die migrantische Zivilgesellschaft betreffenden Entscheidungsprozessen an. Er verwies auf die bestehenden Aufgaben der Integration im Sinn einer gesamtgesellschaftlich gemeinten Teilhabe und stellte die Bedeutung einer gemeinschaftlich anerkannten Wertebasis heraus: „Integration im Sinne des Ermöglichens gleichberechtigter Teilhabe und Partizipation sowie des durch Respekt geprägten Miteinanders kann nur dann gelingen, wenn die einheimische und zugewanderte Bevölkerung die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die ihnen zugrundeliegenden Werte als gemeinsames gesellschaftliches Fundament anerkennen. In einer freiheitlichen Gesellschaft, die die Würde jedes Menschen gleichermaßen achtet, darf es für Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus keinen Raum geben.“ 
(Mitschnitt der Sitzung/Videolink: ab 4:45:50).

Dass dieser Weg durchaus auch veränderter Strukturen bedarf, hatte sich nur kurz zuvor in der Einwohnerfragestunde deutlich gezeigt. Zugewanderte internationale Masterstudenten an der OvGU Magdeburg schilderten beispielhaft ihre Probleme mit der Ausländerbehörde Magdeburg. Zu langes Warten auf einen Termin bzw. entsprechende Dokumente führte bei einigen zu erheblichen aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen. Der zuständige Beigeordnete Ronni Krug verwies diesbezüglich auf die unzureichenden Personalkapazitäten und den aktuellen Umbruchsprozess der Behörde. 

-    zum Jahresbericht des Integrationsbeirats und Integrationsbeauftragten der LH Magdeburg (PDF-Datei)