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„Tag der Erinnerung“ am 10. Juni in Dessau: Gedenken an Mordopfer Adriano und Sbrzesny

In Dessau-Roßlau wird am 10. Juni an die Ermordung des Afrikaners Alberto Adriano durch Rechtsextremisten vor 22 Jahren erinnert. Im Anschluss soll auch dem 2008 am Hauptbahnhof ermordeten Obdachlosen Hans-Joachim Sbrzesny gedacht werden.

Geplant sind an den damaligen Tatorten musikalisch umrahmte Ansprachen, außerdem können Blumen und Kränze niedergelegt werden (Einladung). Angekündigt als Redner wurden unter anderen Oberbürgermeister Dr. Robert Reck, ein ehemaliger Vertragsarbeiter aus Mosambik sowie Henriette Quade, Innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Die Linke.

In der Nacht vom 10. zum 11. Juni 2000 war der Mosambikaner Alberto Adriano von rechten Schlägern im Dessauer Stadtpark bewusstlos geprügelt worden. Drei Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen. Am Tatort wurde 2002 eine Gedenkstele mit der Aufschrift "Alberto Adriano - Opfer rechter Gewalt - 11. Juni 2000" errichtet.

Auf einer im Jahr 2020 erarbeiteten Internetseite ("Warum Adriano?") sind verschiedene Text-, Film- und Audiobeiträge zu dem Verbrechen und weiteren Gewalttaten abrufbar. Thematisiert werden auch Erfahrungen mit ausländerfeindlicher Diskriminierung und politische Reaktionen.

Termine und Orte: Freitag, 10. Juni 2022, 14 Uhr (Stadtpark) und 15 Uhr (Grünfläche am Hauptbahnhof)

Kontakt (Koordination): Multikulturelles Zentrum Dessau, Parkstraße 7, 06846 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 617330, E-Mail: multikultizentrum@datel-dessau.de