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Neues Programm beim „Tag der Erinnerung“ (11. Juni in Dessau-Roßlau)

Das Corona-Virus führt zu Änderungen beim „Tag der Erinnerung“, mit dem der Ermordung des Mosambikaners Adriano vor 20 Jahren gedacht wird.

Die Gedenkstele am damaligen Tatort im Dessauer Stadtpark (Archivfoto).

Der Tag der Erinnerung wird den Veranstaltern zufolge vor dem Hintergrund von Corona-Eindämmungsverordnungen Sachsen-Anhalts in der bisher geplanten Form abgesagt. So wird die Anzahl der Teilnehmer von Veranstaltungen begrenzt (die Höhe richtet sich nach der jeweils gültigen Verordnung).

Im Gespräch sind für das neue Programm unter anderem ein „Webinar“, das ein Thema aus der ursprünglich geplanten Fachtagung aufgreift, und ein Feature im Audio-Format. Die Kranzniederlegungen sollen voraussichtlich mit verringerter Teilnehmerzahl erfolgen und bildlich dokumentiert werden. Es soll wie geplant auch dem 2008 am Hauptbahnhof ermordeten Obdachlosen Hans-Joachim Sbrzesny gedacht werden.

In der Nacht vom 10. zum 11. Juni 2000 war Adriano von rechten Schlägern im Dessauer Stadtpark bewusstlos geprügelt worden. Drei Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen. Am Tatort wurde 2002 eine Gedenkstele mit der Aufschrift „Alberto Adriano - Opfer rechter Gewalt - 11. Juni 2000“ errichtet.

Kontakt (Koordination): Multikulturelles Zentrum Dessau e.V., Parkstraße 7, 06846 Dessau-Roßlau, Telefon: +49 340 617330, E-Mail: multikultizentrum@datel-dessau.de