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Landesfachtagung in Magdeburg: Potentiale von Migrantinnen für den Arbeitsmarkt erschließen

Sachsen-Anhalts Sozialstaatssekretärin und Landesintegrationsbeauftragte Susi Möbbeck hat dazu aufgerufen, Migrantinnen bei der Einbindung in den Arbeitsmarkt stärker zu unterstützen.

Ausschnitt einer Handkarte der Fach- und Servicestelle.

„Um den Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel in Sachsen-Anhalt zu bewältigen, dürfen wir die Potentiale von zugewanderten Frauen nicht verschenken. Sie sind häufig hoch motiviert und qualifiziert. Migrantinnen können die Fachkräfte von morgen sein“, sagte Möbbeck am 6. Mai bei der Landesfachtagung „Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt: Ambitionen, Wege und Perspektiven“ in Magdeburg. Damit der Weg in den Arbeitsmarkt gelinge, bräuchten die zugewanderten Frauen passgenaue Unterstützung und berufliche Orientierungsangebote (Pressemitteilung).

Dazu fördern das Sozialministerium und die EU seit mehr als zwei Jahren das Projekt „Blickpunkt: Migrantinnen – Fach- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt“. Es wird in gemeinsamer Trägerschaft des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg e.V., des Europäischen Bildungswerkes für Beruf und Gesellschaft gGmbH (EBG) und Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung gGmbH umgesetzt. Gemeinsam mit mehr als 160 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis wurden auf der Fachtagung Bilanz gezogen sowie Erfolge und Handlungsbedarfe benannt.

Blickpunkt: Migrantinnen habe es geschafft, die verschiedenen Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner und die Öffentlichkeit für die Arbeitsmarktintegration von migrantischen Frauen zu sensibilisieren, sagte Projektleiterin Jennifer Heinrich. Dank des Projektes hätten zugewanderte Frauen ihre Sprachkenntnisse verbessern, passende Qualifizierungsangebote absolvieren und eine Erwerbsperspektive entwickeln können. Dafür seien 1.900 Beratungen mit insgesamt 770 Frauen durchgeführt worden. Jennifer Heinrich zufolge wurden bereits auch mehr als 170 Ukrainerinnen beraten. 

Die Arbeitsmarktintegration von Frauen habe in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. „Im Zeitraum von September 2018 bis September 2021 stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländerinnen in Sachsen-Anhalt von 8.350 auf 12.575. Gegenüber 2020 betrug der Beschäftigungsanstieg 2021 um 25,4 Prozent. Die Beschäftigungsdynamik ist damit deutlich höher als bei den ausländischen Männern im selben Zeitraum“, hieß es.

„Obwohl Blickpunkt: Migrantinnen die Arbeitsmarktintegration von migrantischen Frauen in Sachsen-Anhalt ein gutes Stück vorangebracht hat, bleibt noch viel zu tun. Der Weg in den Beruf ist für Migrantinnen kein Sprint, sondern ein Marathon. Dafür brauchen sie nicht nur einen langen Atem, sondern weiterhin besondere Unterstützung“, betonte die Direktorin des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg e.V., Cornelia Piekarski. – Die erste Landesfachkonferenz zu dem Thema fand am 25. März 2021 statt.

Kontakte: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Pressestelle, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-4608, E-Mail: ms-presse(at)ms.sachsen-anhalt.de
Fach- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt, Jennifer Heinrich (Gesamtleitung), Telefon: +49 391 4080-527, E-Mail: jennifer.heinrich(at)caritas-magdeburg.de, kontakt@blickpunkt-migrantinnen.de