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Landesdemokratiekonferenz und Opfer-Gedenken in Halle

Im Rahmen des Gedenkens fand die Landesdemokratiekonferenz „Ein Jahr nach dem Attentat in Halle – Gemeinsam gegen Antisemitismus und Rassismus“ statt.

Mit einem Glockenläuten um 12.01 Uhr - zu dem Zeitpunkt hatte der Attentäter die ersten Schüsse auf die Eingangstür der jüdischen Synagoge abgefeuert - begannen am 9. Oktober Gedenkveranstraltungen an verschiedenen Orten von Halle (Saale). Unter den Rednern war auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Manuskript seiner Ansprache). Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter von Bund, Land, Stadt, jüdischer Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Angehörige der Opfer.

Bei der Landesdemokratiekonferenz im denkmalgeschützten Stadthaus wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten zur Analyse und zur Entwicklung von Gegenstrategien beigetragen. Ein Grußwort hielt unter anderen Sozialministerin Petra Grimm-Benne (auf dem Bildschirmfoto stehend hinten rechts). Impulsgeber warfen einen Blick auf die damaligen Geschehnisse, auf neue Forschungsergebnisse und auf Herausforderungen für die Präventionsarbeit.

Mit dem Erinnern und Gedenken bekannten sich die Partner der Jüdischen Gemeinde, der Zivilgesellschaft sowie des Bundes und des Landes zu der gemeinsamen Verantwortung, Antisemitismus und Rassismus zu ächten, Wachsamkeit zu üben und derartigen Angriffen den Nährboden zu entziehen, hieß es. Am 9. Oktober 2020 jährte sich der antisemitische, rassistische und rechtsextremistische Terroranschlag von Halle zum ersten Mal. 

Wegen der Corona-Pandemie wurde die Zahl der persönlich Teilnehmenden begrenzt; die Veranstaltung konnte aber per Live-Streaming ab 12.30 Uhr im Internet verfolgt werden. - Zur Eröffnung der Konferenz siehe die Pressemitteilung des Sozialministeriums. Die erste Landesdemokratiekonferenz fand Ende August 2019 im Magdeburger Moritzhof statt.