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DiAA-Diskussionsrunde: Zukunftsfähige Fachkräftegewinnung auf dem Weg, aber noch lange nicht am Ziel

Das Modellprojekt „DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) hatte am 23. Januar zu einer rege genutzten Diskussionsrunde „Wie eine zukunftsfähige Fachkräftegewinnung gelingt“ eingeladen. Den Schwerpunkt der Online-Veranstaltung mit rund 20 Expertinnen und Experten aus dem Themenbereich bildeten die Herausforderungen bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung in der Landeshauptstadt.

Im Blick der Öffentlichkeit stehen dabei unter anderem die Ansiedlung der Intel-Chipfabrik und die geplante Errichtung des International House am Breiten Weg in der Innenstadt. Die Diskussion fand im Rahmen der Magdeburger Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ statt.

Der ehrenamtliche Integrationsbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg, Krzysztof Blau, verwies auf die Voraussetzungen nachhaltiger Fachkräftebindung. Dazu sei es nötig, die interkulturelle Öffnung unterstützender Strukturen wie etwa der Ausländerbehörde weiter voranzubringen und die Mitgliedsorganisationen als Brückenbauer zur Aufnahmegesellschaft gezielt zu unterstützen. Wünschenswert, so Blau, seien öffentlichkeitswirksame und in die Stadtverwaltung hineinwirkende Signale der Weltoffenheit – zum Beispiel durch den Beitritt Magdeburgs zur Charta der Vielfalt.

Die Leiterin des Teams Bildung und Wissenschaft der Magdeburger Stadtverwaltung, Dr. Dorothea Trebesius, erläuterte die Pläne für das geplante International House, das das Bürgerbüro Mitte, den Fachkräftebereich der städtischen Ausländerbehörde und ein Welcome Service umfassen soll. „Wir sind auf dem Weg“, hieß es.

Der Landeskoordinator des IQ-Netzwerks Sachsen-Anhalt, Dr. Thomas Kauer merkte an, dass ausländische Fachkräfte vor „Hürden über Hürden“ stünden. Er unterstützte das von Krzysztof Blau eingebrachte Fragezeichen bei dem Leitwort „Eine Stadt für alle“, in dieser Hinsicht sei noch einiges zu tun. Kauer stellte zudem die neuen Angebote des IQ-Netzwerks vor. Niels Kropp vom Friedenskreis Halle schlug zum Thema „Faire Integration“ die Ausrichtung einer landesweiten Konferenz oder eines Fachtages vor. 
DiAA-Projektleiterin Dr. Katja Michalak betonte, dass es nicht Intel brauche, damit die Stadt die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Außerdem verwies sie darauf, dass auch die Schulen bei dem Thema eng einbezogen werden müssten.

Moderator Gavin Theren (DiAA) fasste einige Eckpunkte der Diskussion zusammen: Nötig sei die Betrachtung aller Rahmenbedingungen, und es komme auch auf das Engagement aller Akteure und deren Kommunikationsfähigkeit an. 

Kontakt: Projekt Demokratie in Arbeit und Ausbildung (DiAA), Telefon: +49 391 5371261, E-Mail: katja.michalak@agsa.de