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Autobiografischer Bericht einer Mosambikanerin gewährt Blick hinter die Kulissen der „Schule der Freundschaft“

Die „Schule der Freundschaft“ und das mit der DDR-Einrichtung eng verbundene Schicksal einer Mosambikanerin stehen im Vordergrund eines neuen Sachbuches, das kürzlich im Mitteldeutschen Verlag erschienen ist. Ihren Standort hatte die Schule in der Stadt Staßfurt, die heute zum Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt gehört.

Protagonistin ist Francisca Raposo, die in einem mosambikanischen Dorf lebte, als der Direktor ihrer Schule eine Ankündigung machte, die ihr Leben veränderte, wie es in der Buchbeschreibung des Verlages heißt.

„Es wurde nach begabten Kindern gesucht, die ihre Schullaufbahn in der DDR fortsetzen durften. Francisca wusste nicht, was das für ein Land war, aber sie wusste eines: Sie wollte unbedingt dorthin.“ Mit 900 anderen Kindern sei sie 1982 nach Staßfurt an die „Schule der Freundschaft“ gekommen.

„Was sie dort erlebte, aber auch, wie ihr Leben in Mosambik nach der Rückkehr 1988 weiterging, erzählt Francisca Raposo in diesem Buch. Ihre authentischen Schilderungen geben Einblicke in ein Kapitel der jüngeren Geschichte, das vielen Menschen bis heute verborgen geblieben ist“, erläuterte der Verlag. Herausgeberin des Buches ist die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker

Die „Schule der Freundschaft“ war eine Art Experiment und Teil eines Staatsabkommens, das 1979 zwischen der Volksrepublik Mosambik und der DDR geschlossen wurde.

Ein reich bebildertes Porträt von Raposo und Filmsequenzen aus dem Jahr 2022 sind beim Projekt DE-Zentralbild abrufbar.

Bibliographische Angaben: Francisca Raposo mit Ines Godazgar, „Von Mosambik in die DDR – Meine Zeit an der ,Schule der Freundschaft‘ in Staßfurt“, Herausgegeben von Birgit Neumann-Becker, 176 Seiten, 16,00 Euro, ISBN 978-3-96311-839-5

Kontakt: Mitteldeutscher Verlag, Bernburger Straße 2, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 345 23322-0, E-Mail: info@mitteldeutscherverlag.de