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8. Corona-Eindämmungsverordnung: Weitere Lockerungen beschlossen

Sachsen-Anhalt setzt weiter auf eine verantwortungsvolle Rückführung der Einschränkungen. Dazu hat das Kabinett die neue Covid-19-Eindämmungsverordnung beschlossen.

„Die nunmehr 8. Eindämmungsverordnung dient der Umsetzung des Anfang September fortgeschriebenen Sachsen-Anhalt-Plans“, sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am 15. September in Magdeburg. Im Mittelpunkt stehe die weitere schrittweise Lockerung der infektionsschutzbedingten Maßnahmen - allerdings stets unter Beachtung der Entwicklung der Zahl der Neuinfizierten als auch der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne betonte, dass das „vergleichsweise geringe Infektionsgeschehen im Land und die Disziplin innerhalb der Bevölkerung beim Einhalten der Regeln“ ermöglichen würden, breite Bereiche in die Eigenverantwortung der Einwohner zurückzugeben. Mit dem Ende des Sommers und der damit verbundenen Rückkehr vieler Menschen in die Kindereinrichtungen, Schulen und Hochschulen, an den Arbeitsplatz sowie in das öffentliche Leben aber auch durch den witterungsbedingt zunehmenden Aufenthalt in Innenräumen entstünden aber auch Risiken. Deshalb sei weiterhin viel Disziplin zur Einhaltung der Hygieneregeln notwendig.

Künftig kann der Mindestabstand von 1,5 Metern bei der Nutzung von Abtrennvorrichtungen wie etwa Plexiglaswänden unterschritten werden. Zudem ist das Führen einer Anwesenheitsliste nur noch bei Veranstaltungen und Feiern sowie in Sportstätten und Diskotheken vorgeschrieben. Private Feiern bleiben bis zu 50 Personen erlaubt. Fachkundig organisierte Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 500 Personen, ab 1. November mit bis zu 1.000 Personen stattfinden. Jedoch bleiben Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktnachverfolgung und die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregelungen nicht möglich sind, bis Jahresende untersagt. 

Ebenfalls vom 1. November an gibt es für Clubs und Diskotheken wieder eine Perspektive. Voraussetzung dafür ist, dass eine Auslastung von 60 Prozent nicht überschritten wird, Anwesenheitslisten geführt und auf Mindestabstände geachtet wird. Das Prostitutionsgewerbe kann ebenfalls mit entsprechendem Hygienekonzept wieder öffnen. Mit Blick auf die Adventszeit sind Weihnachtsmärkte, die über ein Hygienekonzept verfügen, erlaubt, wenn die pandemische Entwicklung dem nicht entgegensteht. 

Die Verordnung tritt am 17. September in Kraft und bleibt bis 18. November gültig.

Über Kontakte und Ansprechpartner in den drei kreisfreien Städten und den einzelnen Landkreisen zu Fragen rund um das Coronavirus wird hier informiert.

Den Wortlaut der 8. Corona-Eindämmungsverordnung einschließlich eines Bußgeldkatalogs sehen Sie hier.

Kontakt: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, Pressestelle, Hegelstraße 42, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 567-6666.